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	<title>Pflanzenwiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Riesenmelde_(Chenopodium_giganteum)&amp;diff=19762</id>
		<title>Riesenmelde (Chenopodium giganteum)</title>
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		<updated>2026-06-26T13:08:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Riesenmelde3.jpg|miniatur|450px|Riesenmelde, Sämling (27.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Melde2.jpg|miniatur|300px|Riesenmelde, Austrieb]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Melde1.jpg|miniatur|300px|Riesenmelde, Blütenstand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Riesenmelde5.jpg|miniatur|450px|Riesenmelde, Samen]]&lt;br /&gt;
Baumspinat, Riesengänsefuß&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Chenopodium« von gr. chen - Gans und podion - Füßchen, »giganteum« riesig, Erstbeschreibung 1825 durch David Don (1799-1841) schottischer Botaniker&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Purple Goosefoot, Giant Lambsquarters, Treespinach&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Fuchsschwanzgewächse, Amaranthaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
ursprünglich Indien, mittlerweile in allen gemäßigten Klimazonen verbreitet&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
einjährig, Austrieb mit magentafarbenem Pulver überpudert, große gänsefußähnliche Blätter, Höhe mit Blütenstand bis ca 3 Meter, Stängeldurchmesser unten bis 5cm&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig, je nahrhafter der Boden, desto größer die Pflanze&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
August, September, Oktober&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
rispenartiger lang gezogener Blütenstand, winzige unscheinbare Einzelblüten&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Oktober, November&lt;br /&gt;
====Frucht==== &lt;br /&gt;
winzige, rundliche, braune Körnchen&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
Aussaat, sät sich freigiebig selbst aus&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
Pflanze nicht frosthart, Samen frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher ====&lt;br /&gt;
im Spätsommer gelegentlich Befall durch Schwarze Läuse, die Samenstände sind als Futterspender im Winter bei Spatzen sehr beliebt&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
vereinzeln wo sie zu dicht stehen&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
junge Blätter roh im Salat, gekocht wie Spinat, Samen ähnlich wie Quinoa&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Saponine, Oxalsäure, Vitamine&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
im Sommer anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Das Kräuterkulinarium S.70, Maiga Werner&lt;br /&gt;
* Neophyten S.38, Norbert Griebl (2020)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Heimat der Riesenmelde wird in Indien vermutet, ganz genau lässt sie sich nicht mehr eingrenzen, da die Pflanze mittlerweile alle gemäßigten Zonen der Welt erobert hat. Erstmals beschrieben wurde sie 1825 von David Don. Seitdem ist das lebensfrohe Gewächs weit herum gekommen. Die Verwandtschaft mit Amaranth und Quinoa offenbart sich in den Samenständen, die aus unzähligen winzigen Körnchen bestehen, von denen jedes nur darauf wartet, im Folgejahr irgendwo ein Plätzchen zum Keimen zu finden. Das kann in einer Steinfuge ebenso erfolgen wie auf dem Komposthaufen, allerdings mit sehr unterschiedlichen Resultaten. Am sehr mageren Standort bleibt die Pflanze klein und niedlich, auf dem Kompost mit seinem Überangebot an Nährstoffen wird aus dem hübschen kleinen Keimling ganz schnell ein drei Meter hoher »Baum«. Die Triebspitzen der Riesenmelde leuchten in kräftigem Magenta. Diese Farbe besteht aus einem groben Pulver, das in kleinen Blasen auf den Blättern aufliegt und beim Ernten an den Fingern haftet. Warum die Pflanze diesen Farbstoff produziert, ist noch nicht ganz geklärt. Vermutet wird ein Sonnenschutz für die Treibspitzen oder auch die Abwehr von Fressfeinden. Gut, dass dieser Baum bis zur Blüte mit zarten Blättern geschmückt ist, die sich in der Küche gut als Salat, Spinat, Gemüse oder Suppeneinlage eignen. Die ideale Pflanze also für den kleinen Garten, denn an Boden braucht sie nicht mehr als einen halben Quadratmeter. Erst wenn die Tage kürzer werden gerät der Baumspinat in Blühstimmung. Ab September bilden sich die langen hoch aufragenden Rispen mit den winzigen unauffälligen Blüten. Sie werden vom Wind bestäubt und die Samen, die sich daraus entwickeln, lassen sich wie Amaranth in der Küche verwenden. Der »Baum« kann aber auch stehen bleiben und liefert dann während des Winters Futter für verschiedene Vogelarten. Von Vögeln und Wind verstreute Samen warten auf ihre Chance im nächsten Frühjahr. Erstaunlich ist immer wieder, wie aus einem so winzigen Körnchen innerhalb weniger Wochen eine so große Pflanze entstehen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kulinarisches====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kartoffel-Melden-Suppe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zutaten&lt;br /&gt;
*  500 g  Kartoffeln&lt;br /&gt;
*  200 g  Meldenblätter&lt;br /&gt;
*    1    Zwiebel&lt;br /&gt;
*    2El  Butter&lt;br /&gt;
*  200ml  Gemüsebrühe&lt;br /&gt;
*  100ml  Sahne&lt;br /&gt;
*         gemahlener Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*         Kartoffeln und Zwiebel schälen und in möglichst kleine Würfel schneiden&lt;br /&gt;
*         Butter bei mittlerer Hitze flüssig werden lassen, den Kreuzkümmel, Kartoffelwürfel und Zwiebel darin unter häufigem Wenden anbraten&lt;br /&gt;
*         Meldenblätter von harten Stielen befreien und in schmale Streifen schneiden, zu den leicht gebräunten Kartoffeln geben&lt;br /&gt;
*         Gemüsebrühe und Sahne angießen, das Ganze etwa eine Viertelstunde sachte köcheln lassen, zum Schluss mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pesto aus dreierlei Kraut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zutaten&lt;br /&gt;
*         jeweils eine Handvoll Blätter von Melde, Franzosenkraut und Knoblauchsrauke&lt;br /&gt;
*   50 g  weiße geröstete Mandeln&lt;br /&gt;
*   50 g  Parmesan&lt;br /&gt;
*         Salz und Pfeffer nach Bedarf&lt;br /&gt;
*         Erdnussöl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*         alle Zutaten im Mixer fein pürieren, soviel Erdnussöl zugeben, dass eine weiche Paste entsteht, in ein Glas mit Schraubdeckel geben, mit etwas Öl abdecken&lt;br /&gt;
*         im Kühlschrank hält sich das Pesto etwa zwei Wochen, schmeckt natürlich ganz frisch am Besten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Einjährige]]&lt;br /&gt;
[[Category:Rezepte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Gew%C3%B6hnlicher_Feinstrahl_(Erigeron_annuus)&amp;diff=19761</id>
		<title>Gewöhnlicher Feinstrahl (Erigeron annuus)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Gew%C3%B6hnlicher_Feinstrahl_(Erigeron_annuus)&amp;diff=19761"/>
		<updated>2026-06-25T04:15:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Gewöhnlicherfeinstrahl3.jpg|miniatur|450px|Gewöhnlicher Feinstrahl, Winterruhe (25.2.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gewöhnlicherfeinstrahl1.jpg|miniatur|450px|Gewöhnlicher Feinstrahl, Blüte (17.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gewöhnlicherfeinstrahl2.jpg|miniatur|450px|Gewöhnlicher Feinstrahl, Samenstand (17.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gewöhnlicherfeinstrahl4.jpg|miniatur|450px|Gewöhnlicher Feinstrahl, Samen]]&lt;br /&gt;
Weißes Berufskraut, Greisenblume, Feinstrahl-Aster&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Erigeron« von gr. eri - früh und geron - Greis (früh alternd), annuus - lat. einjährig, Erstbeschreibung 1753 durch Carl von Linné als Aster annuus, 1804 umbenannt durch René Louiche Desfontaines (1750-1833) französischer Botaniker&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Annual Fleabane, Daisy Fleabane&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Korbblütler, Asteraceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
ursprünglich Nordamerika, bereits seit dem 18. Jahrhundert in Deutschland eingebürgert, in fast allen gemäßigten Zonen anzutreffen&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
einjährig, teilweise winterannuell, Wurzel bis zu 1m tief, Grundblätter rosettenähnlich angelegt, lanzettlich, gezähnt, rau behaart (dadurch graugrün wirkend), Stängel bis gut 1m hoch (selten bis 1,5m) sehr standfest, nach der Samenreife absterbend&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
eher feuchte Wiesen und Ruderalstellen, toleriert aber auch trockene Standorte&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Juni, Juli, August, September, Oktober, (November)&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
lockere Schirmrispe, an den Verzweigungen kleine schmale Blätter, Blüten mit etwa 2cm Durchmesser, gelbes Körbchen, zahlreiche schmale weiße bis zart lila Zungenblüten, die Blüten schließen sich am späten Nachmittag&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
August, September, Oktober&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
kleine Achäne mit flugfähigem Schirmchen, keimfähige Samen entstehen auch ohne Befruchtung &lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
Aussaat im Herbst oder Frühjahr, Selbstaussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
Herbstrosetten überwintern meist grün, verblühte Pflanzen sterben ab&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch kleine Bienen- und Hummelarten&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
keine Pflege nötig, wo zu viele Pflanzen auftauchen lassen sie sich leicht ausreißen&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Tee aus Kraut und Blüten bei Durchfall, entzündungshemmend, blutstillend&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Flavonoide, Gerbstoffe, Cholin, ätherische Öle&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.81, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (1999)&lt;br /&gt;
* Neophyten S.91, Norbert Griebl (2020)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Der Gewöhnliche Feinstrahl fällt in seinem Jugendstadium kaum auf, die bodennahen graugrünen Blätter verschwinden im umgebenden Grün und erst wenn die Pflanze ihren Blütenstand entwickelt und sich in die Höhe schiebt, wird sie sichtbar. Stören wird sie selten mit ihrem zarten Wuchs und den hingetupften kleinen Asternblüten. Im Gegenteil, sie kann etwas strengere Pflanzungen auflockern und vom Spätsommer bis in den Herbst hinein etwas Leichtigkeit ins Beet bringen. Die Blütenstiele sind sehr standfest, was die Pflanze ihrer tief reichenden Wurzel zu verdanken hat. Kleinere Wildbienenarten finden sich auf den gelben Körbchen ein, für sie ist die späte Blütezeit von Vorteil. Für Sträuße lassen sich die blühenden Stängel leider nur bedingt verwenden, da sie sehr schnell anfangen zu bröseln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Einjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Kategorie:Termine&amp;diff=19760</id>
		<title>Kategorie:Termine</title>
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		<updated>2026-06-23T13:06:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;TERMINE IM GARTEN UND ANDERSWO&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pflanzenkundliche Führungen 2026 um und auf den Spandauer Hahneberg, Schwerpunkt Essbare Pflanzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Samstag, 4.Juli 10:00&lt;br /&gt;
* Samstag, 8.August 10:00, Blümchen und Bienchen zusammen mit dem Bienenexperten Frederik Rothe (Dauer ca 3 Stunden)&lt;br /&gt;
* Samstag, 29.August 10:00&lt;br /&gt;
* Samstag, 19. September 10:00&lt;br /&gt;
* Samstag, 10.Oktober 10:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Führungen dauern etwa zwei bis zweieinhalb Stunden. Sie sind kostenlos, Spenden für die Naturschutzstation sind aber willkommen. Treffpunkt ist die Naturschutzstation Hahneberg, Heerstraße 549, 13593 Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* eine Anmeldung bei der Naturschutzstation ist erforderlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Langer Tag der StadtNatur 2027&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Samstag, 12.6. von 13:00 bis 15:30&lt;br /&gt;
* Sonntag, 13.6. von 13:00 bis 15:30&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kraut und Unkraut im Garten und in der Küche, zweieinhalb Stunden in meinem Garten Pflanzen und ihre Verwendung kennenlernen, gemeinsam Sirup, Salze, Zucker oder Öle ansetzen, und zum Abschluss ein gemütliches Essen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Teilnehmerzahl ist auf je 15 Personen begrenzt, eine Anmeldung bei der Stiftung Naturschutz ist erforderlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offene Gärten 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Samstag,11. und Sonntag,12.Juli 10:00-18:00&lt;br /&gt;
* Samstag,12. und Sonntag, 13.September 10:00-18:00 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Eintritt für alle 2026 geöffneten Gärten kostet einmalig 5€.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kraut und Unkraut in Garten und Küche - Genussvolle Stunden in meinem Garten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie haben noch nie was von Suhosinen, Haferschlehen, Pilzkraut oder Zimmerknoblauch gehört? Wollen Sie mehr wissen, heimische und exotische Kräuter und Früchte kennen und verarbeiten lernen? &lt;br /&gt;
Für Gruppen ab fünf Personen biete ich etwa dreistündige Workshops zu unterschiedlichen Themen an, inklusive Essen aus dem Garten.&lt;br /&gt;
Kosten pro Person 15€.&lt;br /&gt;
Termine auf Anfrage&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Hornmohn_(Glaucium_flavum)&amp;diff=19759</id>
		<title>Hornmohn (Glaucium flavum)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Hornmohn_(Glaucium_flavum)&amp;diff=19759"/>
		<updated>2026-06-22T04:02:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hornmohn7.jpg|miniatur|450px|Hornmohn, Sämling (2.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hornmohn5.jpg|miniatur|450px|Hornmohn, Jungpflanze (29.9.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hornmohn1.jpg|miniatur|450px|Hornmohn, Blüte (29.10)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hornmohn6.jpg|miniatur|450px|Hornmohn Blüte (30.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hornmohn3.jpg|miniatur|450px|Hornmohn, Blüte und Samenstand (30.8.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hornmohn9.jpg|miniatur|450px|Hornmohn, Samen]]&lt;br /&gt;
Gelber Hornmohn&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Glaucium« von lat. glaucus - blaugrün, blaugrau (Blattfarbe), »flavum« von lat. flavus - gelb, goldgelb (Blüte), Erstbeschreibung 1753 durch Carl von Linné (1707-1778), schwedischer Naturforscher, unter dem Namen Chelidonium glaucium, später durch Heinrich Johann Nepomuk von Crantz umbenannt in Glaucium flavum&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Yellow horned Poppy&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Mohngewächse, Papaveraceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Mittelmeerregion&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, helle, kräftige Pfahlwurzel, Rosette, blaugrüne fleischige fiederteilig gelappte Blätter mit wachsartigem Belag und lockerer weißer Behaarung, Blütenstand im ersten Jahr etwa 30cm, bei älteren Pflanzen bis 150cm hoch, durch die langen schweren Schoten leicht instabil, ältere Pflanzen bilden einen verholzten, kurzen dicken Stamm, aus dem mehrere Rosetten wachsen &lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig, magerer Boden ohne Staunässe, Naturstandort oft in Küstennähe, da die Pflanze relativ hohe Salzkonzentrationen toleriert&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
(Mai), Juni, Juli, August, September&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
verzweigter, bis 150cm hoher Stängel, locker behaart, Seitentriebe in den Blattachseln, 5cm durchmessende vierzählige gelbe Schalenblüte, viele Staubgefäße rund um die schmale Narbe, zwei borstig behaarte, in abgerundeter Spitze auslaufende Kelchblätter die schnell abfallen&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juli, August, September, (Oktober)&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
10-20cm (selten 30cm) langes &amp;quot;Horn&amp;quot; (die in die Länge gewachsene Narbe), doppelseitig öffnende Schote mit Trennwand, kleine kugelige Samen&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Aussaat, am Besten im Frühjahr im Haus, Keimdauer 2-3 Wochen, Selbstaussaat im Freiland möglich, wenn der Winter mild verläuft, Keimung im Frühjahr (an günstigem Standort wachsen die Sämlinge erstaunlich schnell)&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
in milden Wintern grün überwinternd, in nassen Wintern kann die Wurzel faulen, während längerer (Kahl-) Frostperioden erfrierend, Winterschutz je nach Witterung notwendig &lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Bienen und Hummeln, Sämlinge werden gern von Schnecken verspeist&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
hochbinden der weichen Blütenstände, Rückschnitt im Frühjahr, dann nicht zu feucht halten, auf gute Drainage achten&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Giftpflanze, das aus den Samen gepresste gelbe Öl wurde als Lampenöl und zur Seifenherstellung verwendet, das im Milchsaft enthaltene Glaucin wirkt ähnlich wie Codein&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Glaucin, Magnoflorin, Glauflavin, in der Wurzel Alkaloide (Allocryptopin, Protopin, Chelerythrin, Sanguinarin, Chelirubin, Isocorydin, Magnoflorin)&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.539, Fleischhauer, Guthmann, Spiegelberger (2018)&lt;br /&gt;
* Giftpflanzen Pflanzengifte, Roth, Daunderer, Kormann (1994)&lt;br /&gt;
* New Kreüterbuch Cap.CXCVII, Leonhart Fuchs (1543)&lt;br /&gt;
* Pflanzen des Mittelmeerraumes S.229, Andreas Bärtels (1997)&lt;br /&gt;
* Taschenlexikon der Mittelmeerflora S.162, Ruprecht und Irene Düll (2007)&lt;br /&gt;
* Wildblumen im Hausgarten S.165, John Stevens (1987)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Der Naturstandort des Hornmohns liegt in südlichen Gefilden. Ihn in unserem eher rauen Klima im Garten zu kultivieren ist nicht ganz einfach, aber möglich. In kalten Wintern erfriert er einfach und muss im Frühjahr aus Samen neu gezogen werden. Milde Winter übersteht er häufig, friert aber deutlich zurück. Auch ein nasses, kühles Frühjahr mag er nicht, dann fault die Wurzel weg. Als Standort kommt ein warmes, eher sandiges Beet mit gutem Wasserabzug an der Südseite einer Mauer in Betracht. Hier entwickelt sich am ehesten das, was den Reiz dieser Pflanze ausmacht, die wunderschön blaugrüne, an die Farbe des Meeres erinnernde, Rosette. Die Blätter haben einen wachsartigen Überzug und locker verteilte weiße, weiche Borsten, Kennzeichen einer Pflanze, die sich vor zu hoher Verdunstung schützen muss. Im Juni wachsen die ersten Blütenstände in die Höhe, bis zum Herbst kann sich ein richtiger Busch entwickeln. Wenn der Pflanze ihr Standort gefällt, blüht sie sehr üppig. Die vier leuchtend gelben Blütenblätter haben nur eine recht kurze Lebensdauer, spätestens nach zwei Tagen fallen sie ab. Anschließend entwickelt sich der Namen gebende Teil der Pflanze, das Horn. Bei diesem Samenstand handelt es sich um eine schmale Schote mit einer Scheidewand, die eine Länge von zwanzig Zentimetern (selten sogar dreißig) erreichen kann. Die abgerundete zweigeteilte Spitze erinnert an einen Elefantenrüssel. Wenn das Horn abgetrocknet ist teilt es sich der Länge nach und gibt die kleinen hellen Samen frei, die vom Wind verbreitet werden, aber auch schwimmfähig sind. Einige von ihnen keimen im nächsten Frühjahr und bilden im Laufe des Sommers eine neue Rosette. Da die Keimung nicht zuverlässig erfolgt, ist eine Aussaat im Haus möglich, die aber nicht zu früh erfolgen sollte, damit die Sämlinge genug Sonnenlicht abbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Mehrjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:Hornmohn9.jpg&amp;diff=19758</id>
		<title>Datei:Hornmohn9.jpg</title>
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		<updated>2026-06-22T04:02:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Roter_Fingerhut_(Digitalis_purpurea)&amp;diff=19757</id>
		<title>Roter Fingerhut (Digitalis purpurea)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Roter_Fingerhut_(Digitalis_purpurea)&amp;diff=19757"/>
		<updated>2026-06-22T04:01:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Roterfingerhut1.jpg|miniatur|450px|Roter Fingerhut, Austrieb (31.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Roterfingerhut2.jpg|miniatur|300px|Roter Fingerhut, Blüte (24.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Roterfingerhut3.jpg|miniatur|450px|Roter Fingerhut, Samenkapseln (7.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Roterfingerhut5.jpg|miniatur|450px|Roter Fingerhut, Samen]]&lt;br /&gt;
Fingerkraut, Fuchskraut, Liebfrauenhandschuh, Waldglöckchen, Elfenkraut&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Digitalis« mlat. digitale - Fingerhut als Werkzeug des Schneiders, »purpurea« purpurrot, Erstbeschreibung 1753 durch Carl von Linné&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Foxglove&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Rachenblütler, Scrophulariaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
West- und Mitteleuropa&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
zweijährig bis kurzlebige Staude, kurze helle Pfahlwurzel, im Austrieb aufrechte, später flach aufliegende weich behaarte ovale, leicht zugespitzte Laubblätter bis 25cm lang, im ersten Jahr eine Rosette bildend, im zweiten Jahr einseitwendiger Blütenstand bis 180cm (selten über 2m) hoch&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, nahrhafter, leicht saurer Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Juni, Juli, August, (September)&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
einseitwendige Traube an hohlem Stängel, bis zu 200 4-5cm langen bauchigen Glocken in rosa (selten weißen) Farbtönen, Unterlippe in die Röhre hineinführend mit kreisförmigen Mustern markiert, 5 zu einer Röhre verwachsene Kronblätter, vormännlich, die Einzelblüten bleiben etwa 6 Tage geöffnet&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
September, Oktober&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
aufrecht stehende Spaltkapsel, Samen sehr klein, hellbraun, werden durch Wind und Tiere verbreitet&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Aussaat, häufig Selbstaussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
Rosette grün überwinternd&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Hummeln die beim Eindringen in die Blüte oberseits mit Pollen bepudert werden&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
kaum Pflege nötig, nach dem Entfernen des Blütenstandes vor der Samenreife blüht die Pflanze meist auch im dritten Jahr&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Blätter herzwirksam, keine Selbstmedikation, da sehr giftig&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Glycoside (Digitoxin, Digoxin, Gitoxin), Saponine&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend, Jungpflanzen vorhanden&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* A Contemplation upon Flowers S.147, Bobby J. Ward (1999) &lt;br /&gt;
* An Ear to the Ground S.152, Ken Thompson (2003)&lt;br /&gt;
* Bienenweide und Hummelparadies S.143, Dave Goulson (2021)&lt;br /&gt;
* Blattrosetten S.39, Raimund Fischer (1997)&lt;br /&gt;
* Blumen und Kräuter, Geheimnisvolle Namen... S.70, Ulrich Völkel (2010)&lt;br /&gt;
* Das frühe Tagebuch der Edith Holden S.90, Edith Holden (1905)&lt;br /&gt;
* Das Summen in der Wiese S.216, Dave Goulson (2014)&lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.179, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (2008)&lt;br /&gt;
* Die neue Gartenlust S.71, Johannes Roth (1994)&lt;br /&gt;
* Die Weltgeschichte der Pflanzen S.353, Wolfgang Seidel (2012)&lt;br /&gt;
* Dumonts große Kräuter-Enzyklopädie S.273, Deni Bown (1996)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.605, S.G.Fleischhauer, J.Guthmann, R.Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* Geheimnisse der Pflanzenwelt S.71, Gerd K. Müller, Christa Müller (2003)&lt;br /&gt;
* Giftpflanzen Pflanzengifte S.307, Roth, Daunderer, Kormann (1994)&lt;br /&gt;
* Großes Kräuter- und Gewürzbuch S.112, Heinz Görz (1987)&lt;br /&gt;
* Hagebutte &amp;amp; Co. S. 120, Angelika Lüttig, Juliane Kasten (2003)&lt;br /&gt;
* Heilsam bis Tödlich S.162, Jan Grossarth (2022)&lt;br /&gt;
* Illustriertes Heil-, Gift- und Nutzpflanzenbuch S.197, Adelbert von Chamisso (1827)&lt;br /&gt;
* Kräuter S.204, Burkhard Bohne (2010)&lt;br /&gt;
* New Kreüterbuch Cap.CCCXLV, Leonhart Fuchs (1543)&lt;br /&gt;
* Pflanzenmedizin S.158, S.174, Jean-Marie Pelt (1981)&lt;br /&gt;
* Schön aber gefährlich S.86, Helga Urban, Marion Nickig (2009)&lt;br /&gt;
* Sechzig einheimische Wildpflanzen... S.110, Detlev Arens (1991)&lt;br /&gt;
* Spaziergänge in meinem Garten S.188, Anne-Marie Koenig (1998)&lt;br /&gt;
* The Bedside Book of the Garden S.295, Dr. D.G. Hessayon (2008)&lt;br /&gt;
* The curious Gardener&#039;s Almanac  S.113, Niall Edworthy (2006)&lt;br /&gt;
* The Morville Year S.74, Katherine Swift (2011)&lt;br /&gt;
* Tod und Flora S.59, Helmut Eisendle (2009)&lt;br /&gt;
* Was die Kräuterhexen sagen S.24, S.47, Maureen und Bridget Boland (1983)&lt;br /&gt;
* Was hier alles wächst S.142, Susanne Lipps (2017)&lt;br /&gt;
* Wildblumen im Hausgarten S.87, John Stevens (1987)&lt;br /&gt;
* Wildpflanzen für jeden Garten S.137, Reinhard Witt (1994)&lt;br /&gt;
* Wurzelreich S.144, David Spencer (2025)&lt;br /&gt;
* Zwiebel, Safran, Fingerhut S.64, Bill Laws (2012)&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 4/2004, 5/2009 S.94&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Bereits aus dem 5. Jahrhundert stammen gesicherte Hinweise, dass der Fingerhut in Irland als Heilpflanze genutzt wurde. Im Mittelalter verschwand die Pflanze vorübergehend aus der Heilkunde. So schreibt Leonhart Fuchs in seinem Kreüterbuch: &amp;quot;Ist in summa ein schön lustig kraut anzusehen, habs derhalben nit künden übergeen, unangesehen das es noch in keinem brauch ist bey den ärtzeten, so vil und mir bewüßt.&amp;quot; Erst im 18. Jahrhundert tauchte der Fingerhut wieder auf, als sein hoher Gehalt an herzwirksamen Glycosiden entdeckt wurde.&lt;br /&gt;
Natürliche Standorte des Fingerhutes sind Waldränder und Lichtungen. Entstehen größere Brachen durch Holzeinschlag oder Windbruch, so füllen sich diese erstaunlich schnell, als  hätten die Samen nur darauf gewartet, ans Licht zu kommen. Im ersten Jahr ist der Boden überzogen von den weichen Blättern der jungen Rosetten, die teilweise zu stattlicher Größe heran wachsen. Sie überwintern im Allgemeinen grün, nach längeren Kahlfrostperioden im Spätwinter sehen die älteren Blätter häufig aus, als wären sie erfroren, die verbräunten Ränder zeigen aber an, dass die Pflanze im gefrorenen Zustand kein Wasser aufnehmen konnte und somit Trockenschäden entstanden sind. Im zweiten Jahr entwickelt sich der Blütenstand, unter günstigen Bedingungen wird er bis zu zwei Meter hoch. Einseitwendig sitzen die Blüten an dem Stängel, der häufig etwas in sich gedreht ist, und am unteren Ende einen Durchmesser von gut vier Zentimetern haben kann. Die meisten Pflanzen blühen in dem typischen kräftigen rosa, in größeren Beständen finden sich aber auch immer einige weiße Exemplare. Die Blüten öffnen sich von unten nach oben und sind vormännlich. Das heißt, dass zunächst die Staubgefäße reifen und erst später die weiblichen Organe. Hummeln als Hauptbestäuber arbeiten sich gewöhnlich von unten nach oben durch den Blütenstand, streifen also den von einer anderen Pflanze mitgebrachten Pollen an den unteren (weiblichen) Blüten ab und nehmen frischen Pollen von den oberen (männlichen) Blüten mit. Die Blütezeit zieht sich von Anfang Juni bis in den September, wo im unteren Bereich die Samen schon ausreifen, während sich oben immer noch Blüten öffnen, die allerdings, bei sinkendem Sonnenstand, kleiner und blasser in der Farbe werden. Die rundlichen Samenkapseln haben an der Oberseite eine Naht, an der sie irgendwann aufplatzen. Sie sind angefüllt mit kleinen hellbraunen Samen, die herausgeschleudert werden, wenn der Wind kräftig genug weht oder Tiere im Vorbeilaufen an der Pflanze rütteln. Die Samen überdauern im Boden, bis die Umstände zum Keimen günstig sind. Wenn auf der Brache die Gräser langsam die Überhand gewinnen und junge Bäume nachwachsen, verschwindet die Farbenpracht wieder.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Zweijährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:Roterfingerhut5.jpg&amp;diff=19756</id>
		<title>Datei:Roterfingerhut5.jpg</title>
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		<updated>2026-06-22T04:01:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Gold-Braunwurz_(Scrophularia_chrysantha)&amp;diff=19755</id>
		<title>Gold-Braunwurz (Scrophularia chrysantha)</title>
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		<updated>2026-06-22T04:00:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Goldbraunwurz1.jpg|miniatur|450px|Gold-Braunwurz, Winterruhe (23.12.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Goldbraunwurz5.jpg|miniatur|450px|Gold-Braunwurz, Blüte (31.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Goldbraunwurz6.jpg|miniatur|450px|Gold-Braunwurz, Blüte mit Grünglanz-Schmalbiene (Lasioglossum nitidulum) (11.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Goldbraunwurz3.jpg|miniatur|300px|Gold-Braunwurz, Samenstand (23.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Goldbraunwurz4.jpg|miniatur|450px|Gold-Braunwurz, reife Samenkapseln (5.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Goldbraunwurz9.jpg|miniatur|450px|Gold-Braunwurz, Samen]]&lt;br /&gt;
Mohnbrötchenblume&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Scrophularia« von spätlat. scrofulae - Halsdrüsen und ihre Geschwulste, Skrofeln ( die knotig verdickten Wurzeln wurden als Zeichen für eine Heilwirkung bei Drüsenschwellungen angesehen), »chrysantha« von gr. chrysos - Gold und gr. anthos - Blüte, Erstbeschreibung 1847 durch Edouard Spach (1801-1879) und Hippolyte Francois Jaubert (1798-1874), beide waren französische Botaniker&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Yellow Figwort&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Braunwurzgewächse, Scrophulariaceae &lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Kaukasus, Anatolien&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, kräftiger Wurzelballen, eher kurzlebig, weich behaarte unregelmäßig gezähnte Blätter, Rosette bis 20cm hoch, Blütenstand belaubt, bis 40cm hoch, bei Berührung intensiv nach Mohnbrötchen duftend &lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
lichter Schatten, nährstoffreicher eher feuchter Boden, aber auch zwischen Pflasterritzen&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
April, Mai, Juni&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
gelbe, fast kugelige Rachenblüten mit sehr kleiner Öffnung, in eng gedrängten endständigen Scheinquirlen zwischen weichen Deckblättern, Narbe und Staubgefäße schieben sich durch die Öffnung nach draußen&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juni, Juli&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
vielsamige rundliche helle Kapselfrucht, die sich von der Spitze her öffnet und dann aussieht, wie der Schnabel eines kleinen Vogels&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
Aussaat im Frühjahr oder direkt nach der Samenreife im Sommer, die Samen keimen dann sehr schnell und zuverlässig&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
erstaunlich frosthart, trotz der weichen Blätter grün überwinternd&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Futterpflanze für die Raupe vom Braunen Mönch, Bestäubung durch winzige Wildbienenarten, die durch die Blütenöffnung passen&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
kaum Pflege nötig&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
frühere Verwendung bei geschwollenen oder entzündeten Halslymphknoten (Skrofeln), ätherische Öle der Pflanze wirken antiviral&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Carvacrol, Pentadecanon, Isovaleraldehyd, Eucalyptol&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Immer wieder tauchen Pflanzen auf, die für Überraschungen sorgen. Hier ist es der Duft nach Mohnbrötchen, den die kuschelig weichen Blätter beim Berühren verströmen und der verblüffend echt wirkt. An einem sonnigen Standort muss während des Sommers für ausreichend Feuchtigkeit gesorgt werden, sonst hängen die weichen Blätter schnell. Lichter Schatten gefällt der Pflanze eindeutig besser, aber auch da sollte es nicht zu trocken sein. Auch im Topf macht die Braunwurz eine gute Figur, kann dann so postiert werden, dass sie in Nasennähe steht... Die gelben Blüten erscheinen im Frühjahr noch vor dem Austrieb der neuen Blätter. In den rundlichen, schnabelartig zugespitzten Kapseln, die sich nach der Blüte entwickeln, befinden sich viele kleine helle Samen, die direkt nach der Reife ausgesät werden können. Sie keimen schnell und zuverlässig und die Jungpflanzen können schon im Herbst an ihren endgültigen Standort gepflanzt werden. Trotz der weich behaarten Blätter überwintert die Goldbraunwurz komplett grün, hat auch mit Kahlfrost kein Problem, selbst wenn sie im Topf steht. Die derzeit kräftigste Pflanze hat sich in einer Ritze zwischen Steinen entwickelt, an einem eher trockenen, sonnigen Standort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;br /&gt;
[[Category:Duftpflanzen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Bienen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:Goldbraunwurz9.jpg&amp;diff=19754</id>
		<title>Datei:Goldbraunwurz9.jpg</title>
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		<updated>2026-06-22T04:00:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Kronenlichtnelke_(Lychnis_coronaria)&amp;diff=19753</id>
		<title>Kronenlichtnelke (Lychnis coronaria)</title>
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		<updated>2026-06-22T03:59:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Kronenlichtnelke4.jpg|miniatur|450px|Kronenlichtnelke, Sämlinge (1.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kronenlichtnelke1.jpg|miniatur|300px|Kronenlichtnelke, Austrieb (15.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kronenlichtnelke5.jpg|miniatur|450px|Kronenlichtnelke, Garten-Wollbiene (Anthidium manicatum) bei der Wollernte (17.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kronenlichtnelke2.jpg|miniatur|450px|Kronenlichtnelke, Blüte (12.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kronenlichtnelke3.jpg|miniatur|300px|Kronenlichtnelke, Frucht (7.9.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kronenlichtnelke7.jpg|miniatur|450px|Kronenlichtnelke, Samen]]&lt;br /&gt;
Vexiernelke, Kranzlichtnelke&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Lychnis« von gr. lychnos - Leuchte, Lampe, »coronaria« von lat. corona - Kranz, Krone, Erstbeschreibung 1753 durch Carl von Linné (1797-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Rose Campion&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Nelkengewächse, Caryophyllaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Südosteuropa, Kleinasien bis zum Himalaya, seit mindestens 1410 in Kultur&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ein- bis zwei- selten mehrjährig, helle kräftige Hauptwurzel mit dünneren Verzweigungen, Rosette mit hell graugrünen breit lanzettlichen Blättern, Blütenstand verzweigt bis 40cm hoch, ganze Pflanze weich-filzig behaart&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, eher magerer Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Juni, Juli, August&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
röhriger filzg behaarter Kelch, fünfzählig, kaum zu trennende Kronblätter intensives Magenta, Stieltellerblüte&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
August, September&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
hellbraune Kapsel mit hellgrauen kugeligen Samen, die Kapsel steckt in den pelzigen Kelchblättern, wird erst sichtbar, wenn diese sich im Herbst zersetzen&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Aussaat im Frühjahr, Selbstaussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
im Herbst gekeimte Pflanzen überwintern grün, erfrieren nach zu langen Kahlfrostperioden, Samen frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Nektarpflanze für Schmetterlinge wie den Zitronenfalter, die Garten-Wollbiene kleidet ihre Brutzellen unter anderem mit dem Filz der Blätter aus&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
Rückschnitt nach der Blüte kann das Leben der Pflanze verlängern, Jungpflanzen lassen sich gut verpflanzen&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Blüten und auch die Samenstände machen sich gut in Blumensträußen&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend, Jungpflanzen und Saatgut vorhanden&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* A Contemplation upon Flowers S.255, Bobby J. Ward (1999)&lt;br /&gt;
* Fingerkraut und Feenhandschuh S.131, Barbara Frischmuth (1999)&lt;br /&gt;
* Taschenlexikon der Mittelmeerflora S.319, Ruprecht und Irene Düll (2007)&lt;br /&gt;
* ...und grün des Lebens goldner Baum S.318, Ursula Hofmann, Michael Schwerdtfeger (1998)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Schon an den ersten winzigen Blättern ist die Kronenlichtnelke leicht zu identifizieren, der filzige hellgraue Pelz ist von Anfang an dabei. Die Pflanzen tauchen nicht nur auf Beeten auf, sie setzen sich auch gern in Plattenfugen, besonders in sonnigen Lagen. Die Sämlinge wachsen schnell und bilden mehrtriebige Rosetten, die etwas Abwechslung ins Grün bringen. Solange sie klein sind lassen sie sich problemlos verpflanzen und füllen den Sommer über Lücken im Staudenbeet. Die ersten Blüten sind mit ihrem intensiven Pink immer wieder eine Überraschung, bald leuchten sie in großer Zahl und das bis weit in den Herbst hinein. Besonders alt werden die Pflanzen nicht, meist sterben sie nach der Blüte im zweiten Jahr ab, samen sich aber großzügig aus. Werden die Blüten vor der Samenreife abgeschnitten, verlängert das das Leben der Pflanze. Da sie an den Stängeln aber immer wieder neue Blüten nachtreibt, ist der Rückschnitt schwierig. Solange der Boden nicht zu dicht bewachsen ist, werden im Spätsommer schon die ersten Jungpflanzen für das nächste Jahr auftauchen, verloren geht sie eigentlich nie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Zweijährige]]&lt;br /&gt;
[[Category:Bienen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:Kronenlichtnelke7.jpg&amp;diff=19752</id>
		<title>Datei:Kronenlichtnelke7.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:Kronenlichtnelke7.jpg&amp;diff=19752"/>
		<updated>2026-06-22T03:59:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Kuckuckslichtnelke_(Lychnis_flos-cuculi)&amp;diff=19751</id>
		<title>Kuckuckslichtnelke (Lychnis flos-cuculi)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Kuckuckslichtnelke_(Lychnis_flos-cuculi)&amp;diff=19751"/>
		<updated>2026-06-22T03:58:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Kuckuckslichtnelke1.jpg|miniatur|450px|Kuckuckslichtnelke, Wuchs (14.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kuckuckslichtnelke4.jpg|miniatur|450px|Kuckuckslichtnelke, Blüte (26.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kuckuckslichtnelke2.jpg|miniatur|450px|Kuckuckslichtnelke, Blüte (14.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kuckuckslichtnelke3.jpg|miniatur|450px|Kuckuckslichtnelke, Samenkapseln (11.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kuckuckslichtnelke7.jpg|miniatur|450px|Kuckuckslichtnelke, Samen]]&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Lychnis« von gr. lychnos - Leuchte, Lampe, »flos« lat. Blume, Blüte, »cuculi« lat. cuculos - Kuckuck, Erstbeschreibung 1753 durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Ragged Robin&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Nelkengwächse, Caryophyllaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Europa&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
zwei- bis mehrjährig, horstiger Wuchs, schmal lanzettliche Blätter, kaum 15cm hoch, Blätter am Blütenstand kreuzgegenständig, bis 30cm hoch, bei freiem Stand kann die Pflanze recht umfangreich werden, fällt dann aber während der Blüte etwas auseinander&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig, feuchte Wiesen und Uferbereiche, mäßig nahrhafter Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Mai, Juni, Juli, August&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
Stieltellerblüte an trugdoldigem Blütenstand, 1 Hauptblüte am Ende des Stängels, weitere Blütenstängel entspringen gegenständig aus den Achseln kleiner Tragblätter, Kelch verwachsen mit 10 längs verlaufenden Linien, in 5 Zipfeln endend, 5 Kronblätter meist in vier Enden sehr fein zerfasert, rosa, selten weiß, 10 Staubgefäße an dünnen Stielchen, 5 zwischen den Kronblättern, 5 darauf aufliegend, Samenanlage im Kelch verborgen, fünfstrahlige Narbe, je intensiver das Sonnenlicht, umso kräftiger ist die Blüte gefärbt, im Schatten ist das Rosa eher blass, in der Vase halten sich die Blüten zwar gut, bleichen aber nach wenigen Tagen aus&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juli, August, September&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
bei Reife offene, im Kelch verbleibende Kapsel, kugelige graue Samen, rundum mit winzigen Stacheln besetzt&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Aussaat, Selbstaussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
grün überwinternd&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Hummeln, Bienen und Tagfalter, Futterpflanze für die Larven der Schaumzikade&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
kaum Pflege nötig&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Blüten als Dekoration für Salate oder Kuchen&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
ätherische Öle, Saponine&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend, Saatgut vorhanden&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* A Contemplation upon Flowers S.257, Bobby J.Ward (1999)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.351, S.G.Fleischhauer, J.Guthmann, R.Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* Jungfer im Grünen und Tausendgüldenkraut, vom Zauber alter Pflanzennamen S.77, Rosemarie Gebauer (2015)&lt;br /&gt;
* Wildblumen im Hausgarten S.40, John Stevens (1987)&lt;br /&gt;
* Wildpflanzen für jeden Garten S.71, Reinhard Witt (1994)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Die Kuckuckslichtnelke bevorzugt feuchte, nicht zu nährstoffreiche Wiesen. Obwohl sie sehr zart wirkt, kann sie sich gut durchsetzen, ist mit ihren grasartigen Blättern aber außerhalb der Blütezeit kaum zu sehen. Auch die einzelnen Blüten fallen von Weitem kaum auf, größere Bestände legen aber im Frühjahr einen rosa Schleier über die Wiesen. Die Blüte fällt häufig mit der Rückkehr des Kuckucks aus seinen Überwinterungsgebieten zusammen. Zur gleichen Zeit ist eine kleine Zikade unterwegs um an den Stängeln der Nelke ihre Eier abzulegen. Diese umgibt sie mit einem schützenden Schaum, der in früherer Zeit als Kuckucksspeichel gedeutet wurde und der Pflanze zu ihrem Namen verhalf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
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		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:Kuckuckslichtnelke7.jpg&amp;diff=19750</id>
		<title>Datei:Kuckuckslichtnelke7.jpg</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
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		<title>Oregano (Origanum vulgare)</title>
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		<updated>2026-06-22T03:57:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Oregano1.jpg|miniatur|300px|Oregano, Austrieb (18.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Oregano2.jpg|miniatur|450px|Oregano, Blüte (1.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Oregano3.jpg|miniatur|450px|Oregano, Blüte (26.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Oregano5.jpg|miniatur|450px|Oregano, Samenstand (31.12.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Oregano7.jpg|miniatur|450px|Oregano, Samen]]&lt;br /&gt;
Dost, Wilder Majoran, Badkraut, Berghopfen, Bergminze, Wohlgemut&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Origanum« unbekannter Herkunft, Herleitung von gr. oros - Berg und ganos - glänzend, Freude, »vulgare« lat. gewöhnlich&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Marjoram&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Lippenblütler, Lamiaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Europa, Asien, Nordafrika&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, horstig, kurze Ausläufer bildend, Blätter klein elliptisch, Pflanze polsterartig bis 10cm hoch, kreuzgegenständig beblätterter Blütenstand bis 50cm hoch, ganze Pflanze intensiv duftend&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig, nahrhafter Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Juni, Juli, August&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
kreuzgegenständig aus den Blattachseln wachsende Trugdolden mit kleinen rosa (selten weiß) Lippenblüten, der meiste Nektar wird mittags gegen 13:00 bereitgestellt, der Zuckergehalt des Nektars liegt bei etwa 76% &lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
September&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
kleine Klausenfrucht mit winzigen braunen Samen&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Teilung, Aussaat (Samen nicht mit Erde bedecken), Selbstaussaat, die Samen werden durch Wind oder Berührung aus den Klausen geschüttelt&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
Blütenstände sterben ab, Grundblätter überwintern meist grün, verbräunen bei länger anhaltendem Kahlfrost&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung hauptsächlich durch Bienen, Hummeln und Tagfalter, der Nektar ist sehr reich an Zucker&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
Rückschnitt im Frühjahr&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Blätter und Blüten frisch oder getrocknet als Gewürz, Tee bei Atemwegserkrankungen und Verdauungsbeschwerden&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
ätherische Öle (Thymol, Karvakrol), Terpen, Gerbstoffe, Harze, Bitterstoffe &lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend, Jungpflanzen vorhanden&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Bienenweide und Hummelparadies S.163, Dave Goulson (2021)&lt;br /&gt;
* Das Kräuterkulinarium S.94, Maiga Werner (2014)&lt;br /&gt;
* Die Kräuterin meinem Garten S.127, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (2008)&lt;br /&gt;
* Die Weltgeschichte der Pflanzen S.144, Wolfgang Seidel (2012)&lt;br /&gt;
* Dumonts große Kräuter-Enzyklopädie S.319, Deni Bown (1996)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.229, S.G.Fleischhauer, J.Guthmann, R.Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* Gewürzpflanzen S.86, Hans E. und Helga Laux, Alfred Tode (1993)&lt;br /&gt;
* Großes Kräuter- und Gewürzbuch S.87, Heinz Görz (1987)&lt;br /&gt;
* Heilkraft aus dem Garten S.99, Wolfgang Hensel (1998)&lt;br /&gt;
* Illustriertes Heil-, Gift- und Nutzpflanzenbuch S.216, Adelbert von Chamisso (1827)&lt;br /&gt;
* Jungfer im Grünen und Tausendgüldenkraut, vom Zauber alter Pflanzennamen S.90, Rosemarie Gebauer (2015)&lt;br /&gt;
* Klassische Kräuter und Heilpflanzen S.136, Giola Romagnoli, Stefania Vasetti (1996)&lt;br /&gt;
* Kölbls Kräuterfibel S.91, Konrad Kölbl (1993)&lt;br /&gt;
* Köstliche Kräuter S.92, Marion Nickig, Heide Rau (1998) &lt;br /&gt;
* Köstliches aus dem Garten S.261, Marion Nickig, Heide Rau (2005)&lt;br /&gt;
* Kräuter S.159, Burkhard Bohne (2010)&lt;br /&gt;
* Kräuterspezialitäten S.59, Marie-Luise Kreuter (2006)&lt;br /&gt;
* Kräuterzauber S.18, Dido Nitz (2012)&lt;br /&gt;
* New Kreüterbuch Cap.CCIX, Leonhart Fuchs (1543)&lt;br /&gt;
* Pflanzen des Mittelmeerraumes S.310, Andreas Bärtels (1997)&lt;br /&gt;
* Sechzig einheimische Wildpflanzen... S.116, Detlev Arens (1991)&lt;br /&gt;
* Wildblumen im Hausgarten S.42, John Stevens (1987)&lt;br /&gt;
* Wildpflanzen auf unserem Tisch S.90, Dagmar Lánská (1990)&lt;br /&gt;
* Wo der Pfeffer wächst S.176, Hansjörg Küster (1987)&lt;br /&gt;
* Zauberpflanzen Hexenkräuter S.159, Gertrud Scherf (2002)&lt;br /&gt;
* Zeit im Garten S.66, Jürgen Dahl (1991)&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 7/1990 S.49, 9/2007 S.9, 6/2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Der in Deutschland wild wachsende Dost bezeichnet die gleiche Pflanze wie der im Mittelmeerraum beheimatete Oregano. Beide unterscheiden sich durch ihr unterschiedlich intensives Aroma, das unter der südlichen Sonne natürlich viel ausgeprägter ist als bei uns. Trotzdem lässt sich auch unser heimisches Kraut gut in der Küche verwenden. Anders als bei den meisten Kräutern verstärkt sich beim Oregano das Aroma beim Trocknen, was die Vorratshaltung vereinfacht. Die ausdauernde Pflanze kommt mit jedem Gartenboden zu Recht. Je magerer der Untergrund, desto intensiver wird das Aroma. Häufig siedelt sich der Dost in Steinfugen an, unter denen der Boden schön warm wird und die Feuchtigkeit schnell abzieht. Die eigentliche Pflanze bleibt sehr flach über dem Boden, kann also ruhig in einen Weg hinein wachsen. Die Blütenstände hingegen können bis zu dreißig Zentimeter Höhe erreichen. Sie erscheinen in Juni und blühen ausdauernd bis in den Herbst hinein. Wenn sich die ersten Blüten öffnen und das Wetter gerade mitspielt ist die beste Erntezeit gekommen. Ein paar warme sonnige Tage sollten vorher gegangen sein, damit sich möglichst viele ätherische Öle gesammelt haben. Die langen Stängel werden am Besten zusammen gebunden und kopfüber zum Trocknen aufgehängt. Wenn sie so trocken sind, dass sie zwischen den Fingern zerbröseln, kann das Gewürz in Dosen oder dunklen Gläsern bis zum nächsten Sommer aufbewahrt werden. Oregano wurde anders als der verwandte Majoran in früheren Zeiten offenbar kaum als Gewürz genutzt, sondern nur als Heil- und Färbepflanze. Das änderte sich, als die Pizza ihren Siegeszug durch die ganze Welt antrat. Blühender Oregano ist ein wahrer Magnet für Insekten, besonders Hummeln und Bienen holen sich den süßen Nektar, der besonders reichlich um die Mittagszeit produziert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adelbert von Chamisso schreibt: »Origanum vulgare und Menyanthes trifoliata (Fieberklee) liefern, zusammen genommen, den besten Stellvertreter des Hopfens beim Bierbrauen. Man hängt das frische Kraut in Wen- und Bierfässer, um das Sauerwerden des Getränkes zu verhüten.« Auch soll der Duft Motten und anderes Ungeziefer fernhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Lippenblütler]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;br /&gt;
[[Category:Duftpflanzen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Datei:Oregano7.jpg</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
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		<title>Pechnelke (Silene viscaria)</title>
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		<updated>2026-06-20T09:32:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Pechnelke1.jpg|miniatur|450px|Pechnelke, Austrieb (31.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pechnelke2.jpg|miniatur|300px|Pechnelke, Blüte (12.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pechnelke3.jpg|miniatur|300px|Pechnelkenstängel mit effektivem Leim (5.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pechnelke4.jpg|miniatur|300px|Pechnelke, Samenkapseln (15.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pechnelke6.jpg|miniatur|450px|Pechnelke, Samen]]&lt;br /&gt;
Klebnelke&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Silene« nach Silen, dem meist fettbäuchig und aufgedunsen dargestellten Satyr (wegen der aufgeblähten Samenstände), »viscaria« lat. viscarius - klebrig, Erstbeschreibung 1753 als Lychnis viscaria durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher, Neukombination 1793 durch Moritz Balthasar Borkhausen (1760-1806) deutscher Botaniker&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Sticky Catchfly&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Nelkengewächse, Caryophyllaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Europa&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, horstige Staude, lanzettliche  Polster bildende Blätter, Blütenstand bis 80cm hoch&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig, eher trockene magere Böden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Juni, Juli &lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
Stieltellerblume intensiv rosa, an den Knoten verdickt und sehr klebrig, verzweigter Blütenstand&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juni, Juli, August&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
Fünfzähnige offene Streukapsel&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Ausläufer, Selbstaussaat, Aussaat im Sommer, sobald die Samen reif sind, Keimdauer 10-14 Tage&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
grün überwinternd, bei länger andauerndem Kahlfrost Winterschutz sinnvoll&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
die klebrige Substanz an Stängeln und Blüten soll Ameisen am Hochklettern hindern, Bestäubung hauptsächlich durch Falter und Hummeln&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
Rückschnitt der verblühten Triebe, die Pflanzen sind nicht sehr durchsetzungskräftig, in engen Staudenpflanzungen darauf achten, dass sie nicht verdrängt werden&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Duftpflanze, ein Extrakt aus den Samen wirkt gegen verschiedene Pflanzenkrankheiten wie zum Beispiel den Malvenrost&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Brassinosteroide, hormonartige Substanzen, die das Wachstum anderer Pflanzen anregen&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend, Jungpflanzen vorhanden&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Geheimnisse der Pflanzenwelt S.109, Gerd K. Müller, Christa Müller (2003)&lt;br /&gt;
* ...und grün des Lebens goldner Baum S.448, Ursula Hofmann, Michael Schwerdtfeger (1998)&lt;br /&gt;
* Wildpflanzen für jeden Garten S.80, Reinhard Witt (1994)&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 5/2020 S.34&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Pechnelken sind leicht aus Samen zu ziehen, die gleich nach der Ernte flach unter die Erde gebracht werden und innerhalb weniger Tage keimen. In einer Saatschale sind die Pflänzchen zunächst vor Schnecken geschützt, ehe sie an ihren späteren Standort gesetzt werden. Im Sommer gesäte Pflanzen blühen bereits im nächsten Frühjahr, werden im Laufe der Jahre umfangreicher, meist aber nicht allzu alt. Schon im April schiebt die Pflanze ihre bis zu dreißig Zentimeter hohen Stängel in die Höhe. Unter den kreuzgegenständigen schmalen Blättern sondert die Pechnelke das namengebende »Pech« ab, eine klebrige Substanz, die tatsächlich effektiv Ameisen aufhält. Da die Blüten nur von langrüsseligen Hummelarten und Faltern bestäubt werden können, schützt sich die Pflanze so vor Nektarräubern. Die intensiv rosa farbenen Blüten stehen in kleinen Büscheln zusammen, zunächst oben am Stängel, später auch an den Blattknoten. Die Blüten sind nahezu geruchlos, ziehen aber Hummeln und Schmetterlinge an, die für die Bestäubung und einen reichlichen Samenansatz sorgen. Die noch grünen Streukapseln bleiben im Blütenrest stecken, erst wenn sie hellbraun abgetrocknet sind öffnen sie sich mit einem typischen Rand aus kleinen Zähnchen. Wind und vorbei streifende Tiere schütteln die kleinen Samen heraus.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;br /&gt;
[[Category:Duftpflanzen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:Pechnelke6.jpg&amp;diff=19746</id>
		<title>Datei:Pechnelke6.jpg</title>
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		<updated>2026-06-20T09:32:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Nachtkerze_(Oenothera_biennis)&amp;diff=19745</id>
		<title>Nachtkerze (Oenothera biennis)</title>
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		<updated>2026-06-20T09:31:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachtkerze6.jpg|miniatur|450px|Nachtkerze, Sämlinge (1.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachtkerze1.jpg|miniatur|450px|Nachtkerze, Herbstrosette (11.9.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachtkerze7.jpg|miniatur|450px|Nachtkerze, Bestand (22.8.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachtkerze3.jpg|miniatur|300px|Nachtkerze, Blütenstand (27.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachtkerze2.jpg|miniatur|450px|Nachtkerze, Blüte (4.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachtkerze4.jpg|miniatur|300px|Nachtkerze, von Stieglitzen geplünderter Samenstand (23.12.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachtkerze9.jpg|miniatur|450px|Nachtkerze, Samen ]]&lt;br /&gt;
Gelbe Rapunzel, Schinkenwurzel, Stabwurzel, Rapontika, Eisenbahnerlaterne (wegen der Verbreitung der Samen im Frachtgut auf Bahnstrecken)&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Oenothera« von gr. oinotheris - ein Strauch dessen Wurzel nach Wein duften sollte, »biennis« lat. zweijährig, Erstbeschreibung 1753 durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturwissenschaftler&lt;br /&gt;
Nachtkerzengewächse, Onagraceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Nordamerika, seit 1612 in Europa angepflanzt&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
zweijährig, im ersten Jahr flache Rosette, bis 30cm lange lanzettliche Blätter, an trockenen Standorten rötlich überlaufen, im zweiten Jahr ein- bis mehrtriebiger Blütenstand bis über 2m hoch&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig, nahrhafter Boden bevorzugt, kommt aber auch mit mageren Standorten zu recht, bleibt dann entsprechend kleiner (manchmal nur 20cm hoch)&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
(Mai), Juni, Juli, August, (September)&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
kerzenartiger sich verlängernder Blütenstand, gelbe vierzählige Blüten die sich am späten Nachmittag öffnen und am nächsten Vormittag schließen, die Blüten öffnen sich so schnell, dass sich das Schauspiel leicht beobachten lässt, leicht säuerlich duftend&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
September, Oktober&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
vierfächerige etwa 3cm lange Kapsel mit ca 200 kleinen hellbraunen Samen, die Kapsel öffnet sich von der Spitze her&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Selbstaussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
grün überwinternd, häufig mit rötlichen Blatträndern, in strengen Wintern oberirdisch erfrierend, Wurzel frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung hauptsächlich durch Nachtfalter, z.B. Nachtkerzenschwärmer, die Raupe des Mittleren Weinschwärmers frisst gelegentlich von den Blättern, bleiben die Samenstände über Winter stehen, so holen sich verschiedene Finken und Meisen die Samen&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
große Blütenstände eventuell hochbinden, wenn sie sich nicht aussamen soll nach der Blüte ausreißen&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Wurzel als Gemüse, junge Blätter und Blüten roh als Salatzutat, Tee aus den Blättern bei Durchfall und Krämpfen, aus blühenden Sprossspitzen bei Husten und Bronchialleiden, Öl aus den Samen bei Neurodermitis&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
in den Samen ungesättigte Fettsäuren (Gammalinolensäure), Eiweiß, Linolsäure, Ölsäure, in den Blättern Phytosterole, Gerbstoffe, Schleimstoffe&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* A Contemplation upon Flowers S.134, Bobby J. Ward (1999)&lt;br /&gt;
* Alte Gemüsesorten S.99, Elke Achtner-Theiss, Sabine Kumm (2015)&lt;br /&gt;
* Berliner Pflanzen S.50, Heiderose Häsler, Iduna Wünschmann&lt;br /&gt;
* Bienenweide und Hummelparadies S.213, Dave Goulson (2021)&lt;br /&gt;
* Blattrosetten S.72, Raimund Fischer (1997)&lt;br /&gt;
* Das neue BLV Buch der Kräuter S.89, Richard Mabey (Hrsg.) (1989)&lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.412, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (2008)&lt;br /&gt;
* Duftpflanzen S.37, Bernd Dittrich (1988)&lt;br /&gt;
* Dumonts große Kräuter-Enzyklopädie S.318, Deni Bown (1996)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.347, S.G.Fleischhauer, J.Guthmann, R.Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* Essbare Samen S.98, Anke Höller, Doris Grappendorf (2019)&lt;br /&gt;
* Essbare Wildbeeren und Wildpflanzen S.92, Detlev Henschel (2002)&lt;br /&gt;
* Feld- Wald- und Wiesenkochbuch S.82, Eve Marie Helm (1978)&lt;br /&gt;
* Goethes Gärten in Weimar S.81, Dorothee Ahrendt, Gertraud Aepfler (1994)&lt;br /&gt;
* Hagebutte &amp;amp; Co S.150, Angelika Lüttig, Juliane Kasten (2003)&lt;br /&gt;
* Illustriertes Heil-, Gift- und Nutzpflanzenbuch S.149, Adelbert von Chamisso (1827)&lt;br /&gt;
* Jungfer im Grünen und Tausendgüldenkraut, vom Zauber alter Pflanzennamen S.87, Rosemarie Gebauer (2015)&lt;br /&gt;
* Kräuter S.156, Burkhard Bohne (2010)&lt;br /&gt;
* Mit Pflanzen verbunden S.269, Wolf-Dieter Storl (2005)&lt;br /&gt;
* Neophyten S.301, Norbert Griebl (2020)&lt;br /&gt;
* Neue Nachrichten aus dem Garten S.37, Jürgen Dahl (1987)&lt;br /&gt;
* Neulich im Beet S.79, Stefanie Flamm (2022)&lt;br /&gt;
* Sonnentau und Goldregen S.23, Daniel Blajan (1997)&lt;br /&gt;
* Süchtig nach Grün S.169, Renate Hücking (2007)&lt;br /&gt;
* Vom Geschmack der Lilienblüten S.328, Jürgen Dahl (1995)&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 12/1992 S. 31, 7/2001, 7/2007 S.16, 1/2018 S.52, 7/2019 S.18, 11/2023 S.53&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Nachtkerzen sind in unserer Umgebung so weit verbreitet, dass sie einfach dazu gehören zu unserer Wildflora. Dabei sind sie ursprünglich gar nicht in Europa zu Hause. Sie stammen aus Nordamerika und sind im Jahre 1614 als Zierpflanzen eingeführt worden. Seitdem ist so viel Zeit vergangen, dass sie kaum noch als Neubürger bezeichnet werden können. Sie haben sich in ihrer neuen Heimat so gut eingerichtet, dass es mittlerweile verschiedene Unterarten gibt, die sich an unterschiedliche europäische Standorte angepasst haben. Nachtkerzen nehmen mit den Gegebenheiten vorlieb, die sich ihnen bieten. Ist der Boden karg, dann bleibt die Rosette eben klein und der Blütenstand nicht höher als 20-30cm. Auf gut mit Nährstoffen versorgten Böden hingegen breitet sich die Rosette im ersten Sommer weit aus, schiebt ihre Wurzel tief in die Erde hinein. Die Blätter der Nachtkerzen sind glatt und teilweise rötlich überlaufen, daran lassen sie sich deutlich von Königskerzen unterscheiden. Hat sich die Nachtkerze im Garten angesiedelt und wird ein bisschen zu aufdringlich, so sollte mit dem Jäten gewartet werden bis zum Herbst. Da lässt sich die Wurzel nämlich in der Küche als Gemüse verwerten. Schinkenwurzel lautet ein in Vergessenheit geratener Name der Pflanze, in schlechten Zeiten wurden die Rüben geerntet, wo immer sie auftauchten. Aus Thüringen stammt der Ausspruch:»Ein Pfund Rapontika verleiht mehr Kräfte als ein Zentner Ochsenfleisch«. Ein paar besonders schöne Exemplare sollten im Garten Asyl bekommen, sei es im Staudenbeet oder in einem Stück wilder Wiese. Den Winter überstehen die flach auf dem Boden liegenden Blätter ohne groß Schaden zu nehmen. Sobald die Sonne wieder höher am Himmel steht, beginnt die Nachtkerze, in die Höhe zu wachsen. Zunächst stellen sich die inneren Rosettenblätter auf, schützen die entstehenden Blütenknospen. Wenn der Stängel in die Höhe wächst,löst sich die Rosette auf und alle Nährstoffe gehen jetzt in die Entwicklung der Blüten. Normalerweise wächst die Nachtkerze eintriebig, wird die Entwicklung aber schon am Anfang gestört, verzweigt sich der Stängel, was dann aussieht als wäre der Blütenstand mehrtriebig. Im oberen Bereich wachsen ohnehin Seitentriebe, die aber der Hauptblüte untergeordnet sind. Die leuchtend gelben vierzähligen Blüten öffnen sich am späten Nachmittag. Ungewöhnlich ist die Geschwindigkeit, mit der sie das zu Wege bringen. Die enge grüne Hülle hat zwei Sollbruchstellen und wenn der Druck im Innern der Blüte groß genug ist, reißen diese Nähte auf, klappen nach hinten und innerhalb einer Minute entfaltet sich die Blüte. In der Abenddämmerung beginnt sie zu duften und lockt damit Nachtfalter wie zum Beispiel die Gamma-Eule an, die dann ganz euphorisch um die Blüten herum tanzen. Am Vormittag des folgenden Tages schließt sich die Blüte wieder und widmet sich der Samenproduktion. Bis in den Herbst hinein öffnen sich immer wieder neue Blüten, die bei abnehmender Tageslänge allerdings kleiner und blasser werden. Die zunächst grünen vierfächerigen Samenkapseln reifen von unten nach oben, öffnen sich an der Spitze sobald sie trocken sind. Der Wind schüttelt einen Teil der Samen heraus, wesentlich effizienter sind allerdings die Stieglitze, die im Winter an den Samenständen hängen und die Kapseln mit ihren kräftigen Schnäbeln aufbiegen.      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Zweijährige]]&lt;br /&gt;
[[Category:Duftpflanzen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:Nachtkerze9.jpg&amp;diff=19744</id>
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		<updated>2026-06-20T09:31:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
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		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Schwarze_K%C3%B6nigskerze_(Verbascum_nigrum)&amp;diff=19743</id>
		<title>Schwarze Königskerze (Verbascum nigrum)</title>
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		<updated>2026-06-20T09:30:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwarzekönigskerze5.jpg|miniatur|450px|Schwarze Königskerze, Sämling (28.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwarzekönigskerze4.jpg|miniatur|450px|Schwarze Königskerze, Austrieb (18.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwarzekönigskerze2.jpg|miniatur|300px|Schwarze Königskerze, Knospen (8.8.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwarzekönigskerze3.jpg|miniatur|450px|Schwarze Königskerze, Einzelblüte (3.8.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwarzekönigskerze1.jpg|miniatur|300px|Schwarze Königskerze, Blüte (24.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwarzekönigskerze7.jpg|miniatur|450px|Schwarze Königskerze, Samen]]&lt;br /&gt;
Dunkle Königskerze&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Verbascum« lat. Königskerze, »nigrum« von lat. niger- schwarz, Erstbeschreibung 1753 durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Dark Mullein &lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Braunwurzgewächse, Scrophulariaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
fast ganz Europa, mit Ausnahme von Portugal, Irland und südöstlichen Bereichen&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, lange helle wenig verzweigte Pfahlwurzel, Jungpflanzen eintriebig, ältere Exemplare mit mehreren Trieben, Blätter breit lanzettlich, am Ende abgerundet, am Rand schwach gekerbt, rau bis runzelig, teils auch glatt, flach auf dem Boden  aufliegend, Stängel häufig rot überlaufen, Blütenstand bis 1,5m hoch, Austrieb ab März&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig, nahrhafter Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Juni, Juli, August, (September)&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
recht variabler Blütenstand, der sich unverzweigt gerade in die Höhe schieben, aber auch stark verzweigt sein kann, die Blüten sind in kleinen Büscheln von 6-12 Einzelblüten spiralig um den gerieften Stängel angeordnet, wobei einige nach oben und andere nach unten ausgerichtet sind, Einzelblüte hell- bis dunkelgelb, fünfzählig, dunkelviolette Staubgefäße&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
September, Oktober&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
aus fast jeder Blüte entwickelt sich eine kleine rundliche Kapsel, so dass der Stängel mit mehr als 100 von ihnen besetzt sein kann, jede enthält reichlich winzige hell braune Samen&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Aussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
in milden Wintern grün überwinternd, sonst oberirdisch absterbend, Wurzel frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Hummeln und Bienen, die Blüten enthalten wenig Nektar, aber viel Pollen, werden hauptsächlich am frühen Morgen aufgesucht, Futterpflanze für die Raupen von Brauner Mönch und Königskerzenmönch; bleiben die Samenstände über Winter stehen, holen sich verschiedene Finken und Meisen die Samen (und verteilen sie dabei großzügig...)&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
Rückschnitt nach der Blüte wenn die Pflanze sich nicht weiter aussamen soll (sie blüht dann häufig im Spätsommer nochmal), ansonsten im zeitigen Frühjahr&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Blüten in Teemischungen, schweißtreibend, antiviral, entzündungshemmend, Tee bei Husten und Heiserkeit&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Ätherische Öle, Aucubin, Flavonoide, Kaffeesäure, Phytosterole, Triterpensaponine, Verbascosaponin, Verbascosid&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend, Saatgut und Jungpflanzen vorhanden&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Blattrosetten S.18, Raimund Fischer (1997)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.359, S.G.Fleischhauer, J.Guthmann, R.Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* Illustriertes Heil-, Gift- und Nutzpflanzenbuch S.200, Adelbert von Chamisso (1827)&lt;br /&gt;
* Wildblumen im Hausgarten S.47, John Stevens (1987)&lt;br /&gt;
* Wildpflanzen für jeden Garten S.123, Reinhard Witt (1994)&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 7/2007&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Anders als die meisten ihrer Verwandten ist die Schwarze Königskerze ausdauernd und entwickelt sich bei ausreichendem Nahrungsangebot im Laufe der Jahre zu einer recht üppigen Gestalt. Häufig wachsen dann mehrere Blütenstände, die aber selten höher werden als ein Meter. Manche Pflanzen beschränken sich auf einen einzelnen langen Trieb, bei anderen verzweigt sich der Stängel. Die Blüten variieren von hell- bis dunkelgelb und haben dunkelrote Staubgefäße. Wachsen in der Nähe Violette Königskerzen, so kann es zu Kreuzungen kommen, die in Wuchs und Blüte mal mehr der einen mal der anderen ähneln. Mit ihrer lang andauernden Blütezeit ist die Schwarze Königskerze in einer Staudenrabatte genauso gut aufgehoben wie in einer Wildblumenwiese. Werden die Blütenstände vor der Samenreife herunter geschnitten, so kommt es bald zu einer Nachblüte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wurzel der Schwarzen Königskerze reicht tief in den Boden hinein, ist dort fest verankert, so dass auch stärkere Winde der Blüte kaum etwas anhaben können. Der Austrieb erfolgt spätestens im April, bei älteren Pflanzen hat die Wurzel mehrere Vegetationspunkte aus denen ineinander verschachtele Rosetten wachsen. Die Blätter legen sich flach auf den Boden und verhindern so den Aufwuchs von konkurrierenden Pflanzen. Die Blütenstände wachsen erstaunlich schnell, die Knospen sitzen in Spiralen um den Stängel, zunächst noch eng beieinander, mit fortschreitender Blüte in die Länge gezogen. Die einzelnen Blüten öffnen sich am Morgen und welken am Nachmittag, was die Pflanze durstig aussehen lässt. Bienen und Hummeln lieben die Blüten und sorgen für reichhaltige Bestäubung. Die kugeligen Samenkapseln enthalten viele winzige Samenkörner, die durch Wind und vorbei streifende Tiere heraus geschüttelt werden. Im nächsten Frühjahr erscheinen die Jungpflanzen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:Schwarzek%C3%B6nigskerze7.jpg&amp;diff=19742</id>
		<title>Datei:Schwarzekönigskerze7.jpg</title>
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		<updated>2026-06-20T09:29:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Portulak_(Portulaca_oleracea)&amp;diff=19741</id>
		<title>Portulak (Portulaca oleracea)</title>
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		<updated>2026-06-20T09:28:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Portulak2.jpg|miniatur|450px|Portulak, Sämlinge (16.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Portulak1.jpg|miniatur|450px|Portulak, Jungpflanzen (6.9.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Portulak3.jpg|miniatur|450px|Portulak, Blüte (21.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Portulak4.jpg|miniatur|450px|Portulak, Samen (23.8.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Portulak6.jpg|miniatur|450px|Portulak, Samen]]&lt;br /&gt;
Postelein, Bürzelkraut, Kohlportulak&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»oleracea« gemüseartig&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Summer Purslane&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Portulakgewächse, Portulacaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Europa, Asien, Afrika, ursprüngliche Heimat wahrscheinlich China&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
einjährig, fleischige hellgrüne rundlich ovale Blätter, Blüten endständigen Büscheln&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig, mäßig nahrhafter durchlässiger Boden mit gutem Wasserabzug&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
(Juni), Juli, August&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
unauffällige, blattachselständige kleine gelbe Blüten die von festen Kelchblättern umschlossen sind und sich nur ansatzweise öffnen&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juli, August, September&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
Deckelkapsel mit vielen kleinen dunklen Samen&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Aussaat im Frühjahr, die Keimlinge sind sehr kälteempfindlich, sterben schon bei etwa 10°C ab, daher nicht zu früh säen, Selbstaussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
Pflanze stirbt bei den ersten Frösten ab, Samen frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Ameisen und kleine Fliegen&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
kaum Pflege nötig&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
frische Blätter als knackige Salatzutat, Knospen eingelegt als Kapernersatz, Blätter in Salz und Essig eingelegt als Wintervorrat&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Vitamine C und B, Mineralstoffe (Magnesium, Kalium), Bitterstoffe, Omega-3-Fettsäuren&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
im Sommer anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Am Anfang war das Korn S.227, Hansjörg Küster (2013)&lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.450, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (2008)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.312, S.G.Fleischhauer, J.Guthmann, R.Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* Geheimnisse des Küchengartens S.96, Susan Campbell (1983)&lt;br /&gt;
* Gewürzpflanzen S.103, Hans E. und Helga Laux, Alfred Tode (1993)&lt;br /&gt;
* Homegrown Revolution S.89, James Wong (2012)&lt;br /&gt;
* Illustriertes Heil-, Gift- und Nutzpflanzenbuch S.145, Adelbert von Chamisso (1827)&lt;br /&gt;
* New Kreüterbuch Cap.XXXIX, Leonhart Fuchs (1543)&lt;br /&gt;
* Nutzpflanzen in Deutschland S.296, Udelgard Körber-Grohne (1987)&lt;br /&gt;
* Süchtig nach Grün S.167, Renate Hücking (2007)&lt;br /&gt;
* Von Anis bis Zimt S.59, Günter und Erna Linde (1996)&lt;br /&gt;
* Wo der Pfeffer wächst S.202, Hansjörg Küster (1987)&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 5/2007 S.52&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichten und Geschichte====&lt;br /&gt;
Portulak gehört zu den ältesten von Menschen genutzten Gemüsepflanzen, schon vor 4000 Jahren war er im Zweistromland bekannt. Einmal im Garten angesiedelt sät sich die kleine Pflanze zuverlässig selbst wieder aus, wird aber nie lästig. Die fleischigen Blätter lassen sich fast den ganzen Sommer über ernten und geben eine knackige Bereicherung für Salate ab. Der Säuregehalt der Pflanzen ist stark abhängig vom Erntezeitpunkt. Morgens sind die Blätter deutlich saurer als am Nachmittag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Einjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:Portulak6.jpg&amp;diff=19740</id>
		<title>Datei:Portulak6.jpg</title>
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		<updated>2026-06-20T09:28:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Schl%C3%BCsselblume_(Primula_veris)&amp;diff=19739</id>
		<title>Schlüsselblume (Primula veris)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Schl%C3%BCsselblume_(Primula_veris)&amp;diff=19739"/>
		<updated>2026-06-20T09:27:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Schlüsselblume2.jpg|miniatur|450px|Schlüsselblume, Austrieb (31.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schlüsselblume.jpg|miniatur|300px|Schlüsselblume, Blüte (13.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schlüsselblume1.jpg|miniatur|300px|Schlüsselblume, rot blühende Variante (13.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schlüsselblume4.jpg|miniatur|300px|Schlüsselblume, Samenstand (26.10.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schlüsselblume8.jpg|miniatur|450px|Schlüsselblume, Samen]]&lt;br /&gt;
Himmelschlüsselchen, Apothekerblume, Arzneiprimel, Peterschlüssel, Gichtblume&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Primula« Verkleinerungsform  von Primus - der Erste, »veris« von lat. ver - Frühling, Erstbeschreibung 1753 durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Cowslip&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Primelgewächse, Primulaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Europa&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, dichtes helles Wurzelgeflecht, horstig-rosettig, länglich ovale runzelige, hellgrüne Blätter, Blütenstand bis 25cm hoch, Jungpflanzen als Einzelrosette, ältere Exemplare mit mehreren Vegetationspunkten&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, mäßig nahrhafter Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
(März), April, Mai, (Juni)&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
doldiger Blütenstand, aufrecht stehende bis hängende gelbe Blüten mit oranger Mitte, lang gezogener hellgrüner Kelch, die Schlüsselblume bildet zwei verschieden Blütentypen aus, einen mit langem Griffel und kurzen Staubblättern und einen mit kurzem Griffel und langen Staubblättern, so wird eine Selbstbestäubung weitgehend vermieden&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
August, September&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
aufrecht stehende, im Blütenkelch verbleibende Streukapsel mit meist zehn Zähnchen am oberen Rand, was die Öffnung sternförmig aussehen lässt, kleine helle Samen&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Aussaat im Herbst (Kaltkeimer), sät sich an zusagender Stelle gerne selbst aus, bildet dann im Frühjahr ganze Teppiche aus Jungpflanzen&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
grün überwinternd&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung hauptsächlich durch Bienen &lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
Rückschnitt im Frühjahr&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Wurzel im Herbst, in Teemischungen gegen Husten, frische junge Blätter als Salatzutat, Blüten, frisch oder getrocknet als besonders mildes Hustenmittel, zum Ansetzen von Likör oder Blütenzucker, zu Ostern lassen sich Eier mit den Blüten gelb färben, wenn sie dem Kochwasser beigegeben werden&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Saponine, Phenylglycoside, ätherische Öle, Flavone, Kieselsäure, Gerbstoffe, Campfer, Magnesium &lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend, Saatgut und Jungpflanzen vorhanden&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* A Contemplation upon Flowers S.301, Bobby J. Ward (1999)&lt;br /&gt;
* Blattrosetten S.25, Raimund Fischer (1997)&lt;br /&gt;
* Blumen und Kräuter, Geheimnisvolle Namen...S.170, Ulrich Völkel (2010)&lt;br /&gt;
* Das neue BLV Buch der Kräuter S.98, Richard Mabey (Hrsg.) (1989)&lt;br /&gt;
* Die Blüte S.329, Dieter Heß (1990)&lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.494, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (2008)&lt;br /&gt;
* Die verschiedenen Blüthenformen an Pflanzen der nämlichen Art S.13/S.198, Charles Darwin (1877)&lt;br /&gt;
* Die neue Gartenlust S.108, Johannes Roth (1994)&lt;br /&gt;
* Dumonts große Kräuter-Enzyklopädie S.335, Deni Bown (1996)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.565, Fleischhauer, Guthmann, Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* Essbare Wildbeeren und Wildpflanzen S.102, Detlev Henschel (2002)&lt;br /&gt;
* Feld- Wald- und Wiesenkochbuch S.112, Eve Marie Helm (1978)&lt;br /&gt;
* Flora S.164, Hansjörg Küster (2022)&lt;br /&gt;
* Geheimnisse der Pflanzenwelt S.222, Gerd K. Müller, Christa Müller (2003)&lt;br /&gt;
* Großes Kräuter- und Gewürzbuch S.237, Heinz Görz (1987)&lt;br /&gt;
* Illustriertes Heil-, Gift- und Nutzpflanzenbuch S.174, Adelbert von Chamisso (1827)&lt;br /&gt;
* Jungfer im Grünen und Tausendgüldenkraut, vom Zauber alter Pflanzennamen S.100, Rosemarie Gebauer (2015)&lt;br /&gt;
* Kölbls Kräuterfibel S.275, Konrad Kölbl (1993)&lt;br /&gt;
* Kräuter S.168, Burkhard Bohne (2010)&lt;br /&gt;
* Sechzig einheimische Wildpflanzen... S.24, Detlev Arens (1991)&lt;br /&gt;
* The Morville Year S.12, Katherine Swift (2011)&lt;br /&gt;
* ...und grün des Lebens goldner Baum S.223, Ursula Hofmann, Michael Schwerdtfeger (1998)&lt;br /&gt;
* Von Diven, Dränglern und fleißigen Lieschen S.26, Jürgen Feder (2019)&lt;br /&gt;
* Wildblumen im Hausgarten S.43, John Stevens (1987)&lt;br /&gt;
* Wo der Pfeffer wächst S.205, Hansjörg Küster (1987)&lt;br /&gt;
* Zauberpflanzen Hexenkräuter S. 68, Gertrud Scherf (2002)&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 2/1993, 3/1997 S.49, 4/2009 S.31&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schlüsselblume gehört zu den ersten Blüten des Frühlings. Ihre runzlige Blattrosette hat den Winter im Allgemeinen ohne großen Schaden überstanden und die ersten Blütenknospen sind häufig im Spätherbst schon angelegt. Sie sitzen in Inneren der Rosette wie eingekuschelt in einem Nest und warten darauf, dass es etwas wärmer wird. Die äußeren Blätter frieren im Winter zurück, wärmen aber immer noch das Herz der Pflanze. Sie bleiben unter dem neuen Wuchs liegen und vergehen langsam, setzen die gespeicherten Nährstoffe wieder frei. Viel mehr braucht die Schlüsselblume nicht, auf gedüngtem Boden verschwindet sie bald. Die Verwandtschaft zwischen Schlüsselblumen und anderen Primeln ist so eng, dass immer wieder Kreuzungen auftreten, so auch rot blühende Varianten, die mal der Schlüsselblume ähnlicher sehen, mal dem anderen Elternteil. Die im Herbst ausfallenden Samen verteilen sich meist in der Nähe der Mutterpflanze, so dass sich im Laufe der Jahre größere Bestände bilden. Die Schlüsselblume ist ein Kaltkeimer, nach der Winterruhe erscheinen die Sämlinge, die schon im Vierblattstadium an den typisch runzligen Blättern gut zu erkennen sind. Unter guten Bedingungen treibt die Pflanze schon im zweiten Standjahr erste Blüten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Mythologie ist die Schlüsselblume eng mit dem erwachenden Leben im Frühjahr verbunden. Die Kelten sahen in der Blume den Schlüssel, mit dem die Frühlingsgöttin das Tor des Himmels aufschloss, so dass der Lebenszyklus neu beginnen konnte. Auch zum öffnen geheimer Orte, an denen Schätze verborgen waren konnte der Schlüssel benutzt werden. Aus dem heidnischen Brauchtum ging der Schlüssel an Petrus über, der im christlichen Glauben den Himmel aufschließt. Die ersten Schlüsselblumen wuchsen auf der Erde, als dem Hüter des Himmelstores der Schlüssel einmal herunter fiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der hohe Zuckergehalt der Blüten machte sie früher als Gewürz beliebt, Milchsuppe und Brei wurden damit gesüßt und bekamen gleich noch eine appetitliche Farbe. Durch Zugabe der Blüten ins Kochwasser lassen sich Ostereier gelb färben. Junge Blätter können als Salatzutat genutzt werden, ältere werden durch den ansteigenden Saponingehalt ungenießbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schleimlösende Wirkung der Saponine wird genutzt durch die Beigabe der getrockneten Wurzel zu Hustentees. Hildegard von Bingen empfahl die Schlüsselblume zur Behandlung von Melancholie, Kopfschmerzen und nervöser Unruhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Himmelsschlüssel war »Blume des Jahres« im Jahr 2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kulinarisches====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blütenzucker&lt;br /&gt;
* 50 g    Blüten&lt;br /&gt;
*100 g    Zucker&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*         Blüten und Zucker zusammen pürieren, so dass eine weiche Masse entsteht, diese trocknen lassen und nochmals pürieren. Den feinen gelben Zucker in einem gut schließenden Gefäß aufbewahren. Er behält erstaunlich lange seine Farbe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;br /&gt;
[[Category:Rezepte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:Schl%C3%BCsselblume8.jpg&amp;diff=19738</id>
		<title>Datei:Schlüsselblume8.jpg</title>
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		<updated>2026-06-20T09:27:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Erdrauch_(Fumaria_officinalis)&amp;diff=19737</id>
		<title>Erdrauch (Fumaria officinalis)</title>
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		<updated>2026-06-20T09:26:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Erdrauch6.jpg|miniatur|450px|Erdrauch, viele Sämlinge (22.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Erdrauch4.jpg|miniatur|450px|Erdrauch, Sämlinge (28.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Erdrauch2.jpg|miniatur|450px|Erdrauch, Wuchs (8.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Erdrauch1.jpg|miniatur|450px|Erdrauch, Blüte (15.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Erdrauch5.jpg|miniatur|450px|Erdrauch, Blüte (10.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Erdrauch7.jpg|miniatur|450px|Erdrauch, Samen]]&lt;br /&gt;
Ackerraute, Ackerkraut, Apostelkraut, Alprauch, Beschwörungskraut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Fumaria« von lat. fumus - Rauch, »officinalis« lat. als wirksame Droge in Apotheken erhältlich, Erstbeschreibung 1753 durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Common Fumatory&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Mohngewächse, Papaveraceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Europa, West-, Nordasien, Nordafrika&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
einjährig, Blätter graugrün fein gefiedert bis 30cm hoch, stark verästelter Wuchs, während der Blüte auseinander fallend, nach der Samenreife absterbend, die Pflanze enthält keinen Milchsaft&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig, eher magerer kalkhaltiger Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Mai, Juni, (Juli)&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
schmale röhrige Blüte mit stumpfem Sporn, rosa, in vielblütigen Trauben&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juni, Juli&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
winzige runde Kapseln mit je einem dunklen Samen&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Selbstaussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
Samen frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
kurz vor dem Absterben werden die Pflanzen gelegentlich von Läusen besiedelt&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
ausreißen wo es zu viel wird...(was aber nur selten nötig ist, da die Pflanzen spätestens Ende Juni verschwinden)&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
blühendes Kraut, als kalt angesetzter Auszug bei leichteren Gallenbeschwerden (maximal eine Tasse pro Tag), Fumarsäure aus der Pflanze wird gegen Schuppenflechte eingesetzt&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Fumarin, Cryptocarvin, Isochinolinalkaloide, Protopin, Cholin, Flavonoide, Kalium&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
im Frühsommer anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Blumen und Kräuter, Geheimnisvolle Namen... S.66, Ulrich Völkel (2010)&lt;br /&gt;
* Das neue BLV Buch der Kräuter S.59, Richard Mabey (Hrsg.) (1989)&lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.154, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (2008)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.503, S.G.Fleischhauer, J.Guthmann, R.Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* Dumonts große Kräuter-Enzyklopädie S.285, Deni Bown (1996)&lt;br /&gt;
* Giftpflanzen Pflanzengifte S.359, Roth Daunderer, Kormann (1994)&lt;br /&gt;
* Großes Kräuter- und Gewürzbuch S. 105, Heinz Görz (1987)&lt;br /&gt;
* Illustriertes Heil-, Gift- und Nutzpflanzenbuch S.32, Adelbert von Chamisso (1827)&lt;br /&gt;
* Kölbls Kräuterfibel S.104, Konrad Kölbl (1993)&lt;br /&gt;
* New Kreüterbuch Cap.CXXVII, Leonhart Fuchs (1543)&lt;br /&gt;
* Weeds S.113, Richard Mabey (2010)&lt;br /&gt;
* Wildblumen im Hausgarten S.159, John Stevens (1987)&lt;br /&gt;
* Wildkräuter sehen und erkennen S.33, Roger Phillips (1990)&lt;br /&gt;
* Wildpflanzen für jeden Garten S.127, Reinhard Witt (1994)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Erdrauch ist ein schöner Name für ein Gewächs, das tatsächlich wie ein rauchiger Hauch über dem Boden schwebt mit seinen fein zerteilten graugrünen Blättern. Früh im Jahr erscheinen die zwei lang gezogenen Keimblätter, aus denen sich schnell ein niedriger Büschel entwickelt, der innerhalb von drei Monaten seinen gesamten Vegetationszyklus durchläuft und Ende Juni schon wieder verschwunden ist. In Wuchs und Blüte besteht eine Ähnlichkeit mit den verwandten Lerchenspornen, nur ist der Erdrauch deutlich zierlicher. Er fällt normalerweise kaum auf, wird vielleicht als Unkraut ausgerissen, zwischen Prachtstauden, die wesentlich mehr hermachen. Aus der Nähe betrachtet hat die Pflanze durchaus ihren Reiz, die rosa Blüten mit den dunklen Spitzen stehen in engen etwas verdrehten Büscheln zusammen, werden mit der Samenreife so schwer, dass sie sich auf den Boden legen, von wo die Samen von Ameisen weg geschleppt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erdrauch ist eine alte Heilpflanze, ihre vielen volkstümlichen Namen weisen darauf hin, dass sie allgemein bekannt war. Schon Plinius erwähnt sie als heilsam bei Leber- und Gallenbeschwerden, arabische Ärzte empfahlen sie zur Blutreinigung und je nach Dosierung wirkt das enthaltene Fumarin Blutdruck senkend oder steigernd. Hieronymus Bock erwähnt die Wirkung gegen Gicht. Laut Adelbert von Chamisso war die Pflanze Anfang des 16. Jahrhunderts noch sehr selten. Er schreibt weiter: »der Erdrauch enthält viel Pottasche; hundert Pfund trockenes Kraut liefern acht Pfund Salz.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wahrsagende Eigenschaften werden dem Erdrauch zugeschrieben. Steckt ein junges Mädchen sich Erdrauch an den Busen, so wird der erste Mann der ihr danach begegnet, der ihre werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Einjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:Erdrauch7.jpg&amp;diff=19736</id>
		<title>Datei:Erdrauch7.jpg</title>
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		<updated>2026-06-20T09:25:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Guter_Heinrich_(Chenopodium_bonus-henricus)&amp;diff=19735</id>
		<title>Guter Heinrich (Chenopodium bonus-henricus)</title>
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		<updated>2026-06-20T09:24:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Guterheinrich2.jpg|miniatur|450px|Guter Heinrich, Austrieb (18.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Guterheinrich1.jpg|miniatur|300px|Guter Heinrich, Blüte (3.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Guterheinrich3.jpg|miniatur|450px|Guter Heinrich, Samenstand (5.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Guterheinrich5.jpg|miniatur|450px|Guter Heinrich, Samen]]&lt;br /&gt;
Wilder Spinat, Dorfgänsefuß, Stolzer Heinrich, Gänsekraut&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Chenopodium« gr. chen - Gans, podion - Füßchen, »bonus-henricus« Guter Heinrich, Heinrich oder Heinz war ein oft benutzter Name für gutmütige und hilfreiche Elben und Kobolde (Heinzelmännchen), Erstbeschreibung 1753 durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Good King Henry&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Gänsefußgewächse, Chenopodiaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Europa, Nordamerika&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
horstig aufrecht, Blätter sattgrün dreieckig zugespitzt, in jungem Stadium unterseits mehlig und etwas klebrig, schnell in Blüte gehend, dann etwa 50-70cm hoch&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, nahrhafter Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Juni, Juli, (August), September&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
unaufällig grünliche Scheinähre mit winzigen kugeligen Blüten&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
August, Oktober&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
1,5 -2,2cm durchmessende linsenförmige Samen, bei Feuchtigkeit verschleimend&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Aussaat, Teilung älterer Pflanzen&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
zieht im Herbst ein, Wurzel frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Gäste====&lt;br /&gt;
Falter : Melden-Blütenspanner, Gemüseeule, Meldeneule, Melden-Blattspanner&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
Rückschnitt der Blütenstände, um das Blattwachstum anzuregen&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
frische Blätter und Sprosse als Salatzutat oder gekocht als Spinat, enthält viele Vitamine und Mineralstoffe, frische Blätter als Breiumschlag bei Entzündungen und schlecht heilenden Wunden, Samen als schwach wirksames Abführmittel &lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Saponine, Proteine, Oxalsäure, Chlorophyll, Vitamine, Mineralstoffe, Eisen&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
zur Zeit abwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Alte Gemüse neu entdeckt S.66, Joachim Mayer (2018)&lt;br /&gt;
* Alte Gemüsesorten S.75, Elke Achtner-Theiss, Sabine Kumm (2015)&lt;br /&gt;
* Berliner Pflanzen S.73, Heiderose Häsler, Iduna Wünschmann (2009)&lt;br /&gt;
* Das Kräuterkulinarium S.72, Maiga Werner (2014)&lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.220, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (2008)&lt;br /&gt;
* Delikatessen aus Unkräutern S.120,Friedrich Graupe, Sepp Koller (2005)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.208, S.G.Fleischhauer, J.Guthmann, R.Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* Essbare Wildbeeren und Wildpflanzen S.184, Detlev Henschel (2002)&lt;br /&gt;
* Feld- Wald- und Wiesenkochbuch S.42, Eve Marie Helm (1978)&lt;br /&gt;
* Handbuch Samengärtnerei S.108, Andrea Heistinger (2004)&lt;br /&gt;
* Illustriertes Heil-, Gift- und Nutzpflanzenbuch S.140, Adelbert von Chamisso (1827)&lt;br /&gt;
* Jungfer im Grünen und Tausendgüldenkraut, vom Zauber alter Pflanzennamen S.39, Rosemarie Gebauer (2015)&lt;br /&gt;
* Köstliches aus dem Garten S.108, Marion Nickig, Heide Rau (2005)&lt;br /&gt;
* Kräuter S.117, Burkhard Bohne (2010)&lt;br /&gt;
* Von fast vergessenen Gemüsen, Kräutern und Beeren S.17, Marianna Buser, Antonia Koch (2002) &lt;br /&gt;
* Wo der Pfeffer wächst S.84, Hansjörg Küster (1987)&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 4/2009 S.37, 2/2022 S.61&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gute Heinrich ist eine ausdauernde Pflanze, die schon seit langer Zeit vom Menschen genutzt wird. Ursprünglich war sie in den Alpen beheimatet, wo sie an Stellen wuchs, an denen Wild lagerte und der Boden entsprechend nährstoffreich war. Der Mensch entdeckte sie als Nahrungsmittel und sie folgte ihm bei seiner Sesshaftwerdung, breitete sich mit der Zeit über große Teile der nördlichen Hemisphäre aus. In den menschlichen Siedlungen fand sie ihr zusagende Bedingungen und eroberte Freiflächen rund um die menschlichen Behausungen herum. Das brachte ihr auch den Namen Dorfgänsefuß ein. Mauerritzen und Wegränder reichten dem Heinrich, um seine Wurzeln zu versenken und nach oben hin üppig auszutreiben. Oft trat er gemeinsam mit der Großen Brennnessel auf, die einen ähnlichen Stickstoffbedarf hat. Während die Pflanze in mittelalterlichen Dörfern so häufig vorkam, dass ein Anbau kaum lohnte, ist sie aus unseren modernen, aufgeräumten Landschaften fast völlig verschwunden und mittlerweile geschützt. In Brandenburg gilt sie als stark gefährdet, in Berlin ist sie sogar vom Aussterben bedroht. Erst in den letzten Jahren setzt eine Rückbesinnung auf diese alte Gemüsepflanze ein und sie taucht in Gärten und auch in Rezeptsammlungen wieder auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dreieckigen sattgrünen Blätter weisen den Guten Heinrich als Mitglied der Gänsefußgewächse (Chenopodiaceae) aus. Die Namen Heinz und Heinrich wurden häufig Kobolden oder Elben zugedacht,die je nach Gesinnung gute oder böse Wesen aus der anderen Welt waren. Allbekannt sind zum Beispiel die Heinzelmännchen. Etliche Pflanzen tragen dieses Attribut zumindest in volkstümlichen Namen. Der Gute Heinrich steht, wie der Name schon sagt, unter der Obhut von wohlgesinnten Mächten, die ihn mit vielen positiven Eigenschaften ausgestattet haben. So schützt die Pflanze vor bösen Mächten und seine Blätter haben heilende Wirkung. Er wurde immer wieder zur Behandlung von Hautkrankheiten genutzt, ein Umschlag aus den gekochten Blättern half, Verletzungen schneller heilen zu lassen. Getrocknet verliert das Kraut seine Heilkraft, kann aber fast das ganze Jahr über frisch geerntet werden.  Der Volksname &amp;quot;Gänsekraut&amp;quot; bezieht sich auf die Blätter, die wie der Abdruck eines Gänsefußes aussehen. Im Winter stellt die Pflanze das Wachstum ein und sieht aus, als würde sie sich in die welken äußeren Blätter kuscheln um sich zu wärmen. Im Frühjahrsaustrieb sind die Blätter unterseits deutlich mit winzigen Haaren &amp;quot;bemehlt&amp;quot; und fühlen sich leicht klebrig an. Sie werden schnell relativ groß und bilden zunächst dichte Büschel. In diesem recht kurzen Stadium können die Pflanzen beerntet werden. Sie treiben schon bald bis zu 80cm hohe Blütenstände, dann sind die Blätter zwar immer noch essbar, aber ziemlich bitter und faserig. Die Blüten sind wie bei den meisten Gänsefußgewächsen sehr unauffällig, stehen in länglichen Scheinähren und variieren von zartgrün bis rosa. Bleiben die Samenstände an der Pflanze, so sät sie sich in der näheren Umgebung aus und vergrößert so ihren Bestand. Ein Rückschnitt nach der Blüte fördert das Blattwachstum und bringt mehrmals im Jahr genug Grün für die Küche. Natürlich können die Blütenknospen auch vor der Blüte entfernt werden, um das Blattwachstum anzuregen. Sagt dem Guten Heinrich sein Standort zu, so reichen drei bis vier Pflanzen aus, um während des Sommers einige Mahlzeiten zu ernten. In seinem ursprünglichen Wuchsgebiet, den Bergen, gedeiht der Heinrich bis in Höhenlagen von 3000 Metern, sucht auch hier die Nähe des Menschen und wächst gern auf Schutthalden und rund um Almhütten, wiederum Orte mit nährstoffreichem Boden. Auch am Meer fühlt sich die Pflanze wohl, kann hier auf ihre Fähigkeit zurückgreifen, mit hohen Salzkonzentrationen im Boden zu Recht zu kommen. Über den weißen Belag auf den Blättern, der bei genauem Hinsehen aus Haaren besteht, sondern Gänsefußgewächse überschüssiges Salz einfach wieder ab. Im Garten ist die Pflanze für eine gelegentliche Prise Salz sogar dankbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vorfahre unseres Spinats lässt sich der Gute Heinrich in der Küche wie dieser verwenden. Die Blätter fallen beim Kochen in sich zusammen, so dass eine größere Menge nötig ist, der Geschmack ist ein bisschen kräftiger als der unserer heutigen Spinatkulturen, kann mit anderen Spinatpflanzen wie Brennnesseln oder Sauerampfer gemischt werden. Die jungen bemehlten Triebe können roh gemischte Salate bereichern. In England wird der Austrieb unter einer speziellen Tonglocke, dem &amp;quot;Forcer&amp;quot;, gebleicht, die zarten fast weißen Stängel können wie Spargel zubereitet oder in Teig ausgebacken werden. Die Blütenknospen lassen sich ähnlich wie Broccoli verwendet werden. Da die Pflanze mit Amaranth und Quinoa eng verwandt ist, können die Samen auch so genutzt werden. Getrocknet und vermahlen sind sie als Mehlzusatz verwendbar. Da sie größere Mengen an Saponinen enthalten wird empfohlen, sie vor der Verarbeitung über Nacht in Wasser einzuweichen und gründlich abzuspülen. Im Balkan wird aus ihnen ein nach Erdnussbutter schmeckendes Konfekt hergestellt. Guter Heinrich enthält viel Vitamin C und Eisen. Da mit Beginn der Blüte der Oxalsäuregehalt in den Blättern stark ansteigt, sollten sie dann nur noch sehr sparsam verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kulinarisches====&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:Guterheinrich5.jpg&amp;diff=19734</id>
		<title>Datei:Guterheinrich5.jpg</title>
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		<updated>2026-06-20T09:24:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Schwarze_Maulbeere_(Morus_nigra)&amp;diff=19733</id>
		<title>Schwarze Maulbeere (Morus nigra)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Schwarze_Maulbeere_(Morus_nigra)&amp;diff=19733"/>
		<updated>2026-06-20T09:21:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwarzemaulbeere2.jpg|miniatur|300px|Schwarze Maulbeere, Austrieb (29.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwarzemaulbeere1.jpg|miniatur|300px|Schwarze Maulbeere, Jungpflanze (16.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwarzemaulbeere3.jpg|miniatur|450px|Schwarze Maulbeere, Blüte (4.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwarzemaulbeere4.jpg|miniatur|450px|Schwarze Maulbeere, Frucht (17.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwarzemaulbeere5.jpg|miniatur|450px|Schwarze Maulbeere, Samen]]&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Morus« (1) wahrscheinlich zurückzuführen auf das armenische mor, mori, moriw für Brombeere, wegen der sehr ähnlichen Früchte oder (2) von lat. demoror - verzögern, was sich auf den späten Austrieb im Frühjahr bezieht, »nigra« lat. niger - schwarz, Erstbeschreibung 1753 durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Botaniker&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Black Mulberry&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Maulbeergewächse, Moraceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Westasien, Kleinasien&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, verholzend, langsam wachsend, baum- oder strauchartiger Wuchs, bis 10m (15m) hoch, spät austreibend, Blätter grob gezähnt, wechselständig, Blütenstände in den Blattachseln&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig, nahrhafter Boden, windgeschützt&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Mai&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
männliche Blüte kleines grünes Kätzchen, weibliche Blüte aus kleinen grünen Knubbeln (den Fruchtknoten) mit fadenartiger Samenanlage zusammen gesetzt, die schon die Frucht erahnen lassen&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juni, Juli, August&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
Sammelnussfrucht, schwarz und stark färbend, an dünnem Stiel in den Blattachseln hängend, Reife sehr ungleichmäßig daher schwierig zu ernten, der Stiel bleibt beim Pflücken an der Frucht, die enthält nur wenige kleine Samen, Flecken von reifen Früchten sollen sich mit unreifen Früchten entfernen lassen&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Stecklinge, Veredelung bei Zuchtformen&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
Laub abwerfend, in durchschnittlichen Wintern frosthart, sonst zurückfrierend&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Vögel holen sich gern ihren Teil der Ernte&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
Rückschnitt wenn nötig im Spätwinter&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Früchte roh oder verarbeitet (sie sind nicht lagerfähig, müssen direkt gegessen oder verarbeitet werden) , getrocknete Früchte als Müslizutat oder für einen aromatischen Tee,  Blätter als Tee bei Schlafstörungen, Sirup aus den Beeren wirkt schleimlösend bei Husten und Halsschmerzen&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Fruchtsäuren, Mineralstoffe (Eisen, Kalzium), Resveratrol (antioxidativ, wirkt im Körper wie ein natürliches Antibiotikum, soll den Blutzuckerspiegel, aber auch das Risiko für Krebs und Alzheimer senken) Pektin, ca 7% Zucker, in den Samen etwa 17% Fett, das als Speiseöl aber auch in der Kosmetikindustrie und zur Lackherstellung verwendet wird&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Am Anfang war das Korn S.113, Hansjörg Küster (2013)&lt;br /&gt;
* Das Mythische in der Natur S.49, Stefan Demuth (2012)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie der Wildobst- und seltenen Obstarten S.220, Helmut Pirc (2015)&lt;br /&gt;
* Feld- Wald- und Wiesenkochbuch S.76, Eve Marie Helm (1978)&lt;br /&gt;
* Geheimnisse des Küchengartens S.89, S.146, Susan Campbell (1985)&lt;br /&gt;
* Homegrown Revolution S.224, James Wong (2012)&lt;br /&gt;
* Naturmedizin Heilkräuter S.80, Penelope Ody (2000)&lt;br /&gt;
* New Kreüterbuch Cap.CXCVIII, Leonhart Fuchs (1543)&lt;br /&gt;
* Nutzpflanzen der Tropen und Subtropen S.298, Bernd Nowak, Bettina Schulz (2019)&lt;br /&gt;
* Obst, Gemüse und Kräuter Karls des Großen S.358, Karl Josef Strank, Jutta Meurers-Balke (2008)&lt;br /&gt;
* Paradiesapfel und Pastorenbirne S.149, Erika Schermaul (2004)&lt;br /&gt;
* Sammelnüsschen und Panzerbeeren S.59, Rosemarie Gebauer (2017)&lt;br /&gt;
* Seltenes Kern- Stein- und Beerenobst S.193, Gerhard Friedrich, Werner Schuricht (1985)&lt;br /&gt;
* The curious Gardener&#039;s Almanac  S.147, S.156, Niall Edworthy (2006)&lt;br /&gt;
* The Morville Year S.202, Katherine Swift (2011)&lt;br /&gt;
* Tutti Frutti S.98, Lorenzo Ceccarelli, Gabriela Wachter (2015)&lt;br /&gt;
* Wildes Obst S.85, Hans-Joachim Albrecht (2018)&lt;br /&gt;
* Wildobst S.45, Helmut Pirc (2009)&lt;br /&gt;
* Zeit im Garten S.26, Jürgen Dahl (1991)&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 8/1993 S.16, 9/1999 S.60, 6/2014, 2/2025 S.28&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Maulbeeren gehören zu den ältesten vom Menschen genutzten Gehölzen. Bereits vor etwa 4500 Jahren war die Weiße Maulbeere (Morus alba) in China weit verbreitet. Grund dafür waren weniger das Holz oder die Früchte sondern das Laub. Die Blätter sind Hauptnahrung der Seidenspinnerraupe, aus deren Kokons in mühevoller Handarbeit der hauchdünn gesponnene Faden abgewickelt wurde, um daraus die kostbaren Seidenstoffe für die Reichen und Mächtigen zu weben.&lt;br /&gt;
Etwas weiter westlich, vom Kaukasus bis Mittelasien, liegt die Heimat der Schwarzen Maulbeere (Morus nigra). Beide gehören, wie auch Feige und Gummibaum, zur Familie der Maulbeergewächse (Moraceae). Im Laufe der Jahrhunderte wanderten sie vom Menschen unterstützt bis ins Mittelmeergebiet und weiter nach Norden.&lt;br /&gt;
Während die Weiße Maulbeere sehr frosthart ist und in ihrer Heimat Höhenlagen bis 2000 Meter besiedelt, benötigt die Schwarze Maulbeere ein milderes Klima.&lt;br /&gt;
In Deutschland wurde sie als Fruchtgehölz ab dem 16. Jahrhundert bevorzugt in Weinbaugebieten angebaut sowie in Klostergärten, die ja häufig durch hohe Mauern geschützt waren.&lt;br /&gt;
Der Versuch, Weiße Maulbeeren anzubauen und in Deutschland eine Seidenraupenzucht zu etablieren um die teuren Importe aus China zu umgehen, wurde bald als unrentabel wieder aufgegeben, die wärmebedürftigen Raupen kamen mit dem Klima nicht zu Recht.&lt;br /&gt;
Geschätzt wurde aber das sehr haltbare Holz, besonders auch wegen seiner guten Polierfähigkeit. Maulbeeren können unterschiedliche Wuchsformen entwickeln mehrstämmig als große Sträucher oder einstämmig als Baum. Sie brauchen Zeit bis sie im Laufe von Jahrzehnten Höhen von 10-15 Metern erreichen und können bis zu 600 Jahre alt werden. Einige Exemplare aus der Zeit der Seidenraupenzucht stehen heute noch. Ihnen wurden nach dem Austrieb die jungen Ruten weggeschnitten um sie an die Raupen zu verfüttern, die Bäume bekamen dadurch ein ähnliches Aussehen wie Kopfweiden. Im englischen Brentford stehen zwei Bäume, die nachweislich im Jahr 1548 gepflanzt wurden.&lt;br /&gt;
Die schwarze Maulbeere wächst häufig mehrstämmig zu baumartigen Sträuchern heran. Ihre Krone wird ausladend, wirkt im Alter oft sparrig, da in kalten Wintern immer wieder Äste zurückfrieren. Maulbeeren gehören zu den letzten Gewächsen die im Frühjahr austreiben, als wüssten sie, wann keine Fröste mehr zu erwarten sind. Im alten Griechenland galten sie deshalb als Symbol der Klugheit.&lt;br /&gt;
Im Garten an einem vollsonnigen geschützten Platz, lässt sie sich aber auch in unseren Breiten problemlos halten.&lt;br /&gt;
Zeitgleich mit der Belaubung erscheinen die Blüten. Die männlichen bilden etwa 2,5 cm lange, hängende Kätzchen, die weiblichen setzen sich aus kleinen grünen Knubbeln zusammen aus denen wie Haare die Befruchtungsorgane herauswachsen. Während die männlichen Blüten bald abfallen, entwickeln sich aus den weiblichen Sammelnussfrüchte von 1-2,5 cm Länge, bei Zuchtformen sind bis zu 6 cm möglich. Die wechselständig angeordneten Blätter der Maulbeere sind meist ungeteilt mit stark gesägtem Rand und relativ groß. Fertig entwickelt sind sie lederartig derb, oberseits rau unterseits entlang der Nerven behaart.&lt;br /&gt;
Ab Mitte Juni reifen die Früchte über einen längeren Zeitraum hinweg. Auf den ersten Blick sind sie von Brombeeren kaum zu unterscheiden, hängen aber an einem sehr dünnen Stiel, wie an einer Schnur. Je reifer sie werden, desto leichter lösen sie sich davon, fallen aber häufig schon ab ehe sie vollreif sind.&lt;br /&gt;
Weiße Maulbeeren schmecken sehr süß aber eher fade. Sie lassen sich durch Trocknung haltbar machen. Asiatische Bergvölker nutzen zu Mehl vermahlene Trockenfrüchte als Nahrungsmittel, in südlichen Ländern dienten sie als Zuckerersatz.&lt;br /&gt;
Deutlich aromatischer ist die schwarze Maulbeere. Ihr süßsäuerlicher Geschmack lässt sie durchaus als Naschobst für Kinder attraktiv werden. Und nicht nur Menschenkinder, auch gerade flügge werdende Jungvögel wie Amseln und Stare machen sich über die Beeren her. Hühner, die Maulbeeren zu picken bekommen legen Eier mit besonders intensiv gefärbtem Dotter. Nach der Ernte müssen die Früchte schnell verarbeitet werden.&lt;br /&gt;
Selbst im Kühlschrank sind sie nicht länger als zwei Tage haltbar. Wenn nur kleine Mengen anfallen, können diese eingefroren werden bis genug zusammengekommen ist. Schon im Altertum wurde der intensiv rote Saft der Früchte zum Färben von Rotwein genutzt, heute findet er in der Süßwarenindustrie Verwendung. Die frischen Früchte lassen sich als Kuchenbelag verwenden, aber auch zu Gelee, Kompott oder Saft verarbeiten. Getrocknete Früchte ergeben überbrüht einen aromatischen Tee.&lt;br /&gt;
Neben ihrem hohen Zuckergehalt von bis zu 7% enthalten Maulbeeren Fruchtsäuren, Mineralstoffe und Pektin. In den Samen findet sich etwa 17% Fett, aus dem sich ein schmackhaftes Speiseöl herstellen lässt, das aber auch für Kosmetika und in der Lackherstellung Verwendung findet.&lt;br /&gt;
In der Volksheilkunde wird die Maulbeere eher vernachlässigt. Ein Tee aus getrockneten Früchten soll bei Entzündungen im Mund und Rachenraum hilfreich sein, Nervosität und Schlafstörungen werden von Maulbeerblättertee positiv beeinflußt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Laub der Maulbeere verfärbt sich im Herbst von unten nach oben, während die unteren Blätter schon gelb leuchten, sind die an den Spitzen der Äste noch grün.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Text ist im Dezember 2014 in der Berliner Ausgabe des &amp;quot;Gartenfreund&amp;quot; erschienen&lt;br /&gt;
====Kulinarisches====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maulbeermarmelade&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  1,5 kg  Maulbeeren&lt;br /&gt;
*  500 g   Gelierzucker 1:2 oder 1:3&lt;br /&gt;
*          Saft einer Zitrone&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maulbeeren vorsichtig waschen (sie färben stark) mit Zitronensaft und Gelierzucker mischen, nach Packungsangabe kochen, in Gläser füllen und sofort verschließen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maulbeermousse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 300 g  Maulbeeren&lt;br /&gt;
* 100 g  Zucker&lt;br /&gt;
*        Saft einer Zitrone &lt;br /&gt;
*   3    Blatt Gelatine&lt;br /&gt;
* 250 ml Schlagsahne&lt;br /&gt;
* 100 ml Mascarpone&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbeeren mit wenig Wasser kurz aufkochen und durch ein Sieb streichen. Eingeweichte Gelatine in dem warmen Mus auflösen. Zucker und Zitronensaft unterrühren und kalt stellen bis die Masse zu gelieren beginnt. Sahne mit Mascarpone steif schlagen unter das Maulbeermus rühren und zwei Stunden kühlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Gehölze]]&lt;br /&gt;
[[Category:Rezepte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:Schwarzemaulbeere5.jpg&amp;diff=19732</id>
		<title>Datei:Schwarzemaulbeere5.jpg</title>
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		<updated>2026-06-20T09:20:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Purpurrote_Taubnessel_(Lamium_purpureum)&amp;diff=19731</id>
		<title>Purpurrote Taubnessel (Lamium purpureum)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Purpurrote_Taubnessel_(Lamium_purpureum)&amp;diff=19731"/>
		<updated>2026-06-20T09:18:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Purpurrotetaubnessel2.jpg|miniatur|450px|Purpurrote Taubnessel, Jungpflanze (4.9.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Purpurrotetaubnessel1.jpg|miniatur|450px|Purpurrote Taubnessel, Blüte (31.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Purpurrotetaubnessel3.jpg|miniatur|450px|Purpurrote Taubnessel, Samen]]&lt;br /&gt;
Rote Taubnessel&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Lamium« möglicherweise von gr. lamia - ein gefräßiger Meeresfisch (die Blüte wirkt mit ihren Zähnchen und dem gebogenen Schlund wie ein offenes Maul), »purpureum« lat. purpurrot&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Red Dead-Nettle&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Lippenblütler, Labiatae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
in gemäßigten Regionen fast weltweit, Kulturfolger&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
einjährig, 3-4 Generationen pro Jahr, kriechend bis aufrecht, bis maximal 25cm hoch, Blätter kreuzgegenständig am vierkantigen Stängel, herzförmig, leicht runzelig, am Rand gezähnt, von weichen kurzen Haaren überzogen, im oberen Bereich häufig rot überlaufen,  in Höhenlagen bis etwa 1250m&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, keine besonderen Ansprüche&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
außer bei andauerndem Frost fast ganzjährig&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
in Quirlen jeweils über einem Blattpaar angeordnete röhrige Lippenblüten, das obere Kronblatt ist helmförmig ausgeprägt, im Innern befinden sich die Staubblätter mit orangem Pollen, die Unterlippe sieht aus wie ein kopfstehendes Herz mit dunkler Zeichnung, die ganze Blüte ist samtig behaart, im Sommer kräftig rosa, im Winter eher blass, der Blütenstand ist anfangs eng gestaucht, zieht sich im Laufe der Zeit auseinander, der verwachsene Kelch mit 5 spitz zulaufenden Zähnen bleibt nach der Blüte bestehen, die Blüten verströmen einen sehr zarten süßlich-würzigen Duft&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
fast ganzjährig&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
offene Klause&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Selbstaussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
grün überwinternd&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bienen, Hummeln, Tagfalter&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
keine Pflege nötig, ausreißen, wo sie zu üppig wachsen&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
junge Triebe als Salatzutat oder Gemüse, Blüten als Dekoration für Desserts, Tee aus blühenden Trieben bei Blasen- und Darmbeschwerden, auch bei Husten&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Gerbstoffe, Vitamine, Zucker, ätherische Öle, Flavonoide, Glycoside&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.220, S.G.Fleischhauer, J.Guthmann, R.Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* Wildblumen im Hausgarten S.176, John Stevens (1987)&lt;br /&gt;
* Wildkräuter sehen und erkennen S.29, Roger Phillips (1990)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Egal zu welcher Jahreszeit, irgendwo blüht immer eine Taubnessel, so dass der Eindruck entsteht, die Pflanze sei ausdauernd und grundsätzlich immer anwesend. Die kleine Einjährige hat aber eine andere Strategie. Sie ist so schnellwüchsig, dass sie es auf vier Generationen im Jahr bringt und nur bei genauem Hinsehen deutlich wird, dass die einzelne Pflanze extrem kurzlebig ist. Die pelzigen Blätter wachsen gegenständig an den vierkantigen Trieben, die anfangs im oberen Bereich eng gestaucht sind. Erst im Laufe der Zeit vergrößern sich die Abstände zwischen den Blättern und aus den Blattachseln wachsen die quirlartigen Blütenstande. Wildbienen und Grabwespen gehören zu den Hauptbestäubern der nektarreichen rosa Blüten. Abgezupft lassen sie sich aussaugen und schmecken deutlich süß. Nach der Samenreife verwelkt die Pflanze, aber ehe der Verlust auffällt, sind schon wieder einige neue da. Die Rote Taubnessel ist ein Kulturfolger, der die Menschen schon seit langer Zeit begleitet, der offene Boden auf Äckern und in Siedlungen behagt der kleinen Pflanze sehr und sie nutzt auch kurze vegetationslose Phasen für ihren Lebenszyklus. Durch Bodenbearbeitung wird das Saatgut weiter verbreitet. Im Garten übernehmen das auch Krabbeltiere wie Ameisen, die an den nährstoffreichen Anhängseln der Samen interessiert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Einjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:Purpurrotetaubnessel3.jpg&amp;diff=19730</id>
		<title>Datei:Purpurrotetaubnessel3.jpg</title>
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		<updated>2026-06-20T09:17:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Schwarze_Maulbeere_(Morus_nigra)&amp;diff=19729</id>
		<title>Schwarze Maulbeere (Morus nigra)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Schwarze_Maulbeere_(Morus_nigra)&amp;diff=19729"/>
		<updated>2026-06-18T03:08:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwarzemaulbeere2.jpg|miniatur|300px|Schwarze Maulbeere, Austrieb (29.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwarzemaulbeere1.jpg|miniatur|300px|Schwarze Maulbeere, Jungpflanze (16.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwarzemaulbeere3.jpg|miniatur|450px|Schwarze Maulbeere, Blüte (4.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwarzemaulbeere4.jpg|miniatur|450px|Schwarze Maulbeere, Frucht (17.6.)]]&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Morus« (1) wahrscheinlich zurückzuführen auf das armenische mor, mori, moriw für Brombeere, wegen der sehr ähnlichen Früchte oder (2) von lat. demoror - verzögern, was sich auf den späten Austrieb im Frühjahr bezieht, »nigra« lat. niger - schwarz, Erstbeschreibung 1753 durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Botaniker&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Black Mulberry&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Maulbeergewächse, Moraceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Westasien, Kleinasien&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, verholzend, langsam wachsend, baum- oder strauchartiger Wuchs, bis 10m (15m) hoch, spät austreibend, Blätter grob gezähnt, wechselständig, Blütenstände in den Blattachseln&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig, nahrhafter Boden, windgeschützt&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Mai&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
männliche Blüte kleines grünes Kätzchen, weibliche Blüte aus kleinen grünen Knubbeln (den Fruchtknoten) mit fadenartiger Samenanlage zusammen gesetzt, die schon die Frucht erahnen lassen&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juni, Juli, August&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
Sammelnussfrucht, schwarz und stark färbend, an dünnem Stiel in den Blattachseln hängend, Reife sehr ungleichmäßig daher schwierig zu ernten, der Stiel bleibt beim Pflücken an der Frucht, die enthält nur wenige kleine Samen, Flecken von reifen Früchten sollen sich mit unreifen Früchten entfernen lassen&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Stecklinge, Veredelung bei Zuchtformen&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
Laub abwerfend, in durchschnittlichen Wintern frosthart, sonst zurückfrierend&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Vögel holen sich gern ihren Teil der Ernte&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
Rückschnitt wenn nötig im Spätwinter&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Früchte roh oder verarbeitet (sie sind nicht lagerfähig, müssen direkt gegessen oder verarbeitet werden) , getrocknete Früchte als Müslizutat oder für einen aromatischen Tee,  Blätter als Tee bei Schlafstörungen, Sirup aus den Beeren wirkt schleimlösend bei Husten und Halsschmerzen&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Fruchtsäuren, Mineralstoffe (Eisen, Kalzium), Resveratrol (antioxidativ, wirkt im Körper wie ein natürliches Antibiotikum, soll den Blutzuckerspiegel, aber auch das Risiko für Krebs und Alzheimer senken) Pektin, ca 7% Zucker, in den Samen etwa 17% Fett, das als Speiseöl aber auch in der Kosmetikindustrie und zur Lackherstellung verwendet wird&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Am Anfang war das Korn S.113, Hansjörg Küster (2013)&lt;br /&gt;
* Das Mythische in der Natur S.49, Stefan Demuth (2012)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie der Wildobst- und seltenen Obstarten S.220, Helmut Pirc (2015)&lt;br /&gt;
* Feld- Wald- und Wiesenkochbuch S.76, Eve Marie Helm (1978)&lt;br /&gt;
* Geheimnisse des Küchengartens S.89, S.146, Susan Campbell (1985)&lt;br /&gt;
* Homegrown Revolution S.224, James Wong (2012)&lt;br /&gt;
* Naturmedizin Heilkräuter S.80, Penelope Ody (2000)&lt;br /&gt;
* New Kreüterbuch Cap.CXCVIII, Leonhart Fuchs (1543)&lt;br /&gt;
* Nutzpflanzen der Tropen und Subtropen S.298, Bernd Nowak, Bettina Schulz (2019)&lt;br /&gt;
* Obst, Gemüse und Kräuter Karls des Großen S.358, Karl Josef Strank, Jutta Meurers-Balke (2008)&lt;br /&gt;
* Paradiesapfel und Pastorenbirne S.149, Erika Schermaul (2004)&lt;br /&gt;
* Sammelnüsschen und Panzerbeeren S.59, Rosemarie Gebauer (2017)&lt;br /&gt;
* Seltenes Kern- Stein- und Beerenobst S.193, Gerhard Friedrich, Werner Schuricht (1985)&lt;br /&gt;
* The curious Gardener&#039;s Almanac  S.147, S.156, Niall Edworthy (2006)&lt;br /&gt;
* The Morville Year S.202, Katherine Swift (2011)&lt;br /&gt;
* Tutti Frutti S.98, Lorenzo Ceccarelli, Gabriela Wachter (2015)&lt;br /&gt;
* Wildes Obst S.85, Hans-Joachim Albrecht (2018)&lt;br /&gt;
* Wildobst S.45, Helmut Pirc (2009)&lt;br /&gt;
* Zeit im Garten S.26, Jürgen Dahl (1991)&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 8/1993 S.16, 9/1999 S.60, 6/2014, 2/2025 S.28&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Maulbeeren gehören zu den ältesten vom Menschen genutzten Gehölzen. Bereits vor etwa 4500 Jahren war die Weiße Maulbeere (Morus alba) in China weit verbreitet. Grund dafür waren weniger das Holz oder die Früchte sondern das Laub. Die Blätter sind Hauptnahrung der Seidenspinnerraupe, aus deren Kokons in mühevoller Handarbeit der hauchdünn gesponnene Faden abgewickelt wurde, um daraus die kostbaren Seidenstoffe für die Reichen und Mächtigen zu weben.&lt;br /&gt;
Etwas weiter westlich, vom Kaukasus bis Mittelasien, liegt die Heimat der Schwarzen Maulbeere (Morus nigra). Beide gehören, wie auch Feige und Gummibaum, zur Familie der Maulbeergewächse (Moraceae). Im Laufe der Jahrhunderte wanderten sie vom Menschen unterstützt bis ins Mittelmeergebiet und weiter nach Norden.&lt;br /&gt;
Während die Weiße Maulbeere sehr frosthart ist und in ihrer Heimat Höhenlagen bis 2000 Meter besiedelt, benötigt die Schwarze Maulbeere ein milderes Klima.&lt;br /&gt;
In Deutschland wurde sie als Fruchtgehölz ab dem 16. Jahrhundert bevorzugt in Weinbaugebieten angebaut sowie in Klostergärten, die ja häufig durch hohe Mauern geschützt waren.&lt;br /&gt;
Der Versuch, Weiße Maulbeeren anzubauen und in Deutschland eine Seidenraupenzucht zu etablieren um die teuren Importe aus China zu umgehen, wurde bald als unrentabel wieder aufgegeben, die wärmebedürftigen Raupen kamen mit dem Klima nicht zu Recht.&lt;br /&gt;
Geschätzt wurde aber das sehr haltbare Holz, besonders auch wegen seiner guten Polierfähigkeit. Maulbeeren können unterschiedliche Wuchsformen entwickeln mehrstämmig als große Sträucher oder einstämmig als Baum. Sie brauchen Zeit bis sie im Laufe von Jahrzehnten Höhen von 10-15 Metern erreichen und können bis zu 600 Jahre alt werden. Einige Exemplare aus der Zeit der Seidenraupenzucht stehen heute noch. Ihnen wurden nach dem Austrieb die jungen Ruten weggeschnitten um sie an die Raupen zu verfüttern, die Bäume bekamen dadurch ein ähnliches Aussehen wie Kopfweiden. Im englischen Brentford stehen zwei Bäume, die nachweislich im Jahr 1548 gepflanzt wurden.&lt;br /&gt;
Die schwarze Maulbeere wächst häufig mehrstämmig zu baumartigen Sträuchern heran. Ihre Krone wird ausladend, wirkt im Alter oft sparrig, da in kalten Wintern immer wieder Äste zurückfrieren. Maulbeeren gehören zu den letzten Gewächsen die im Frühjahr austreiben, als wüssten sie, wann keine Fröste mehr zu erwarten sind. Im alten Griechenland galten sie deshalb als Symbol der Klugheit.&lt;br /&gt;
Im Garten an einem vollsonnigen geschützten Platz, lässt sie sich aber auch in unseren Breiten problemlos halten.&lt;br /&gt;
Zeitgleich mit der Belaubung erscheinen die Blüten. Die männlichen bilden etwa 2,5 cm lange, hängende Kätzchen, die weiblichen setzen sich aus kleinen grünen Knubbeln zusammen aus denen wie Haare die Befruchtungsorgane herauswachsen. Während die männlichen Blüten bald abfallen, entwickeln sich aus den weiblichen Sammelnussfrüchte von 1-2,5 cm Länge, bei Zuchtformen sind bis zu 6 cm möglich. Die wechselständig angeordneten Blätter der Maulbeere sind meist ungeteilt mit stark gesägtem Rand und relativ groß. Fertig entwickelt sind sie lederartig derb, oberseits rau unterseits entlang der Nerven behaart.&lt;br /&gt;
Ab Mitte Juni reifen die Früchte über einen längeren Zeitraum hinweg. Auf den ersten Blick sind sie von Brombeeren kaum zu unterscheiden, hängen aber an einem sehr dünnen Stiel, wie an einer Schnur. Je reifer sie werden, desto leichter lösen sie sich davon, fallen aber häufig schon ab ehe sie vollreif sind.&lt;br /&gt;
Weiße Maulbeeren schmecken sehr süß aber eher fade. Sie lassen sich durch Trocknung haltbar machen. Asiatische Bergvölker nutzen zu Mehl vermahlene Trockenfrüchte als Nahrungsmittel, in südlichen Ländern dienten sie als Zuckerersatz.&lt;br /&gt;
Deutlich aromatischer ist die schwarze Maulbeere. Ihr süßsäuerlicher Geschmack lässt sie durchaus als Naschobst für Kinder attraktiv werden. Und nicht nur Menschenkinder, auch gerade flügge werdende Jungvögel wie Amseln und Stare machen sich über die Beeren her. Hühner, die Maulbeeren zu picken bekommen legen Eier mit besonders intensiv gefärbtem Dotter. Nach der Ernte müssen die Früchte schnell verarbeitet werden.&lt;br /&gt;
Selbst im Kühlschrank sind sie nicht länger als zwei Tage haltbar. Wenn nur kleine Mengen anfallen, können diese eingefroren werden bis genug zusammengekommen ist. Schon im Altertum wurde der intensiv rote Saft der Früchte zum Färben von Rotwein genutzt, heute findet er in der Süßwarenindustrie Verwendung. Die frischen Früchte lassen sich als Kuchenbelag verwenden, aber auch zu Gelee, Kompott oder Saft verarbeiten. Getrocknete Früchte ergeben überbrüht einen aromatischen Tee.&lt;br /&gt;
Neben ihrem hohen Zuckergehalt von bis zu 7% enthalten Maulbeeren Fruchtsäuren, Mineralstoffe und Pektin. In den Samen findet sich etwa 17% Fett, aus dem sich ein schmackhaftes Speiseöl herstellen lässt, das aber auch für Kosmetika und in der Lackherstellung Verwendung findet.&lt;br /&gt;
In der Volksheilkunde wird die Maulbeere eher vernachlässigt. Ein Tee aus getrockneten Früchten soll bei Entzündungen im Mund und Rachenraum hilfreich sein, Nervosität und Schlafstörungen werden von Maulbeerblättertee positiv beeinflußt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Laub der Maulbeere verfärbt sich im Herbst von unten nach oben, während die unteren Blätter schon gelb leuchten, sind die an den Spitzen der Äste noch grün.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Text ist im Dezember 2014 in der Berliner Ausgabe des &amp;quot;Gartenfreund&amp;quot; erschienen&lt;br /&gt;
====Kulinarisches====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maulbeermarmelade&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  1,5 kg  Maulbeeren&lt;br /&gt;
*  500 g   Gelierzucker 1:2 oder 1:3&lt;br /&gt;
*          Saft einer Zitrone&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maulbeeren vorsichtig waschen (sie färben stark) mit Zitronensaft und Gelierzucker mischen, nach Packungsangabe kochen, in Gläser füllen und sofort verschließen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maulbeermousse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 300 g  Maulbeeren&lt;br /&gt;
* 100 g  Zucker&lt;br /&gt;
*        Saft einer Zitrone &lt;br /&gt;
*   3    Blatt Gelatine&lt;br /&gt;
* 250 ml Schlagsahne&lt;br /&gt;
* 100 ml Mascarpone&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbeeren mit wenig Wasser kurz aufkochen und durch ein Sieb streichen. Eingeweichte Gelatine in dem warmen Mus auflösen. Zucker und Zitronensaft unterrühren und kalt stellen bis die Masse zu gelieren beginnt. Sahne mit Mascarpone steif schlagen unter das Maulbeermus rühren und zwei Stunden kühlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Gehölze]]&lt;br /&gt;
[[Category:Rezepte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Scheinhasel_(Corylopsis_glabrescens)&amp;diff=19728</id>
		<title>Scheinhasel (Corylopsis glabrescens)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Scheinhasel_(Corylopsis_glabrescens)&amp;diff=19728"/>
		<updated>2026-06-15T13:20:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
Kahle Scheinhasel, Kahle Blumenhasel, Glockenhasel&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheinhasel1.jpg|miniatur|450px|Scheinhasel, Austrieb (17.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheinhasel3.jpg|miniatur|300px|Scheinhasel, Blüte (14.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheinhasel2.jpg|miniatur|450px|Scheinhasel, Blüte(11.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheinhasel5.jpg|miniatur|300px|Scheinhasel, Samenstand (7.5.)]]&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Corylopsis« lat. corylus - Hasel, gr. opsis - aussehen (wie ein Haselstrauch aussehend), »glabrescens« lat. glatt, kahl werdend, Erstbeschreibung 1878 durch Paul Alexandre Savatier (1824-1886) und Adrien René Franchet (1834-1900) beide französische Botaniker&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Fragrant Winter Hazel&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Zaubernussgewächse, Hamamelidaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Japan&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, schwachwüchsiger zart wirkender Strauch, bis 3 m hoch, Blätter ähnlich der Haselnuss, eiförmig zugespitzt, am Rand borstig gezähnt&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, eher feuchter Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
(Februar), März, April&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
in Ähren hängende gelbe Glöckchen, duftend&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juli, August&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
6-8mm dicke kahle, zweiklappige Frucht mit 4-6mm langen, schwarz glänzenden Samen&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
laubabwerfend, frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Hummeln und Bienen&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
kaum Pflege nötig&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Duftpflanze&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Quercitrin, Afzelin (ein antibakteriell wirksames Glycosyloxiflavon)&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Bäume und Sträucher S.287, Hrsg. Gordon Cheers (2006)&lt;br /&gt;
* Thoughtful Gardening S.99, Robin Lane Fox (2010)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
In belaubtem Zustand lässt sich die Scheinhasel durchaus mit der Haselnuss verwechseln, die Laubblätter haben große Ähnlichkeit miteinander. Der Wuchs ist allerdings recht unterschiedlich, bleibt die Scheinhasel doch recht klein. Sie wächst langsam, bleibt zierlich und ist so auch für kleine Gärten gut geeignet. Schon vor dem Laubaustrieb im Frühjahr erscheinen die blassgelben glockigen Blüten in lockeren hängenden Ähren. In milden Wintern kann das bereits Ende Februar der Fall sein, sonst eher Mitte März. Die Blüte zieht sich über zwei bis vier Wochen hin, je nach Witterung. Der zarte Duft der Blüten ist nur aus der Nähe wahrnehmbar, der Strauch sollte also in Nasennähe wachsen. Nach der Blüte erscheinen die Laubblätter, die sehr akkurat gefaltet sind und wie eine Bastelarbeit wirken. Ausgebreitet bleiben sie kleiner als die der Hasel, das Grün ist etwas intensiver. Während der Sommermonate braucht der Strauch ausreichend Feuchtigkeit, sonst lässt er schnell die Blätter hängen. Im Herbst hat er nochmal einen großen Auftritt, wenn sich das Laub leuchtend gelb verfärbt. Die Blätter enthalten wenig Gerbstoffe und sind bis zum Frühjahr bereits weitgehend verrottet. Sie können also unter dem Strauch liegen bleiben und werden den Wurzeln als Nahrung wieder zugeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Gehölze]]&lt;br /&gt;
[[Category:Duftpflanzen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Scheinhasel_(Corylopsis_glabrescens)&amp;diff=19727</id>
		<title>Scheinhasel (Corylopsis glabrescens)</title>
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		<updated>2026-06-15T13:20:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
Kahle Scheinhasel, Kahle Blumenhasel, Glockenhasel&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheinhasel1.jpg|miniatur|450px|Scheinhasel, Austrieb (17.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheinhasel3.jpg|miniatur|300px|Scheinhasel, Blüte (14.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheinhasel4.jpg|miniatur|450px|Scheinhasel, Blüte(11.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheinhasel5.jpg|miniatur|300px|Scheinhasel, Samenstand (7.5.)]]&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Corylopsis« lat. corylus - Hasel, gr. opsis - aussehen (wie ein Haselstrauch aussehend), »glabrescens« lat. glatt, kahl werdend, Erstbeschreibung 1878 durch Paul Alexandre Savatier (1824-1886) und Adrien René Franchet (1834-1900) beide französische Botaniker&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Fragrant Winter Hazel&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Zaubernussgewächse, Hamamelidaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Japan&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, schwachwüchsiger zart wirkender Strauch, bis 3 m hoch, Blätter ähnlich der Haselnuss, eiförmig zugespitzt, am Rand borstig gezähnt&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, eher feuchter Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
(Februar), März, April&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
in Ähren hängende gelbe Glöckchen, duftend&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juli, August&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
6-8mm dicke kahle, zweiklappige Frucht mit 4-6mm langen, schwarz glänzenden Samen&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
laubabwerfend, frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Hummeln und Bienen&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
kaum Pflege nötig&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Duftpflanze&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Quercitrin, Afzelin (ein antibakteriell wirksames Glycosyloxiflavon)&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Bäume und Sträucher S.287, Hrsg. Gordon Cheers (2006)&lt;br /&gt;
* Thoughtful Gardening S.99, Robin Lane Fox (2010)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
In belaubtem Zustand lässt sich die Scheinhasel durchaus mit der Haselnuss verwechseln, die Laubblätter haben große Ähnlichkeit miteinander. Der Wuchs ist allerdings recht unterschiedlich, bleibt die Scheinhasel doch recht klein. Sie wächst langsam, bleibt zierlich und ist so auch für kleine Gärten gut geeignet. Schon vor dem Laubaustrieb im Frühjahr erscheinen die blassgelben glockigen Blüten in lockeren hängenden Ähren. In milden Wintern kann das bereits Ende Februar der Fall sein, sonst eher Mitte März. Die Blüte zieht sich über zwei bis vier Wochen hin, je nach Witterung. Der zarte Duft der Blüten ist nur aus der Nähe wahrnehmbar, der Strauch sollte also in Nasennähe wachsen. Nach der Blüte erscheinen die Laubblätter, die sehr akkurat gefaltet sind und wie eine Bastelarbeit wirken. Ausgebreitet bleiben sie kleiner als die der Hasel, das Grün ist etwas intensiver. Während der Sommermonate braucht der Strauch ausreichend Feuchtigkeit, sonst lässt er schnell die Blätter hängen. Im Herbst hat er nochmal einen großen Auftritt, wenn sich das Laub leuchtend gelb verfärbt. Die Blätter enthalten wenig Gerbstoffe und sind bis zum Frühjahr bereits weitgehend verrottet. Sie können also unter dem Strauch liegen bleiben und werden den Wurzeln als Nahrung wieder zugeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Gehölze]]&lt;br /&gt;
[[Category:Duftpflanzen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
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		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Scheinhasel_(Corylopsis_glabrescens)&amp;diff=19726</id>
		<title>Scheinhasel (Corylopsis glabrescens)</title>
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		<updated>2026-06-15T13:19:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
Kahle Scheinhasel, Kahle Blumenhasel, Glockenhasel&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheinhasel1.jpg|miniatur|450px|Scheinhasel, Austrieb (17.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheinhasel3.jpg|miniatur|300px|Scheinhasel, Blüte (14.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheinhasel6.jpg|miniatur|450px|Scheinhasel mit Fuchsroter Sandbiene (Andrena fulva)(11.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheinhasel5.jpg|miniatur|300px|Scheinhasel, Samenstand (7.5.)]]&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Corylopsis« lat. corylus - Hasel, gr. opsis - aussehen (wie ein Haselstrauch aussehend), »glabrescens« lat. glatt, kahl werdend, Erstbeschreibung 1878 durch Paul Alexandre Savatier (1824-1886) und Adrien René Franchet (1834-1900) beide französische Botaniker&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Fragrant Winter Hazel&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Zaubernussgewächse, Hamamelidaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Japan&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, schwachwüchsiger zart wirkender Strauch, bis 3 m hoch, Blätter ähnlich der Haselnuss, eiförmig zugespitzt, am Rand borstig gezähnt&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, eher feuchter Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
(Februar), März, April&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
in Ähren hängende gelbe Glöckchen, duftend&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juli, August&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
6-8mm dicke kahle, zweiklappige Frucht mit 4-6mm langen, schwarz glänzenden Samen&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
laubabwerfend, frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Hummeln und Bienen&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
kaum Pflege nötig&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Duftpflanze&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Quercitrin, Afzelin (ein antibakteriell wirksames Glycosyloxiflavon)&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Bäume und Sträucher S.287, Hrsg. Gordon Cheers (2006)&lt;br /&gt;
* Thoughtful Gardening S.99, Robin Lane Fox (2010)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
In belaubtem Zustand lässt sich die Scheinhasel durchaus mit der Haselnuss verwechseln, die Laubblätter haben große Ähnlichkeit miteinander. Der Wuchs ist allerdings recht unterschiedlich, bleibt die Scheinhasel doch recht klein. Sie wächst langsam, bleibt zierlich und ist so auch für kleine Gärten gut geeignet. Schon vor dem Laubaustrieb im Frühjahr erscheinen die blassgelben glockigen Blüten in lockeren hängenden Ähren. In milden Wintern kann das bereits Ende Februar der Fall sein, sonst eher Mitte März. Die Blüte zieht sich über zwei bis vier Wochen hin, je nach Witterung. Der zarte Duft der Blüten ist nur aus der Nähe wahrnehmbar, der Strauch sollte also in Nasennähe wachsen. Nach der Blüte erscheinen die Laubblätter, die sehr akkurat gefaltet sind und wie eine Bastelarbeit wirken. Ausgebreitet bleiben sie kleiner als die der Hasel, das Grün ist etwas intensiver. Während der Sommermonate braucht der Strauch ausreichend Feuchtigkeit, sonst lässt er schnell die Blätter hängen. Im Herbst hat er nochmal einen großen Auftritt, wenn sich das Laub leuchtend gelb verfärbt. Die Blätter enthalten wenig Gerbstoffe und sind bis zum Frühjahr bereits weitgehend verrottet. Sie können also unter dem Strauch liegen bleiben und werden den Wurzeln als Nahrung wieder zugeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Gehölze]]&lt;br /&gt;
[[Category:Duftpflanzen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
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		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Scheinhasel_(Corylopsis_glabrescens)&amp;diff=19725</id>
		<title>Scheinhasel (Corylopsis glabrescens)</title>
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		<updated>2026-06-15T13:18:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
Kahle Scheinhasel, Kahle Blumenhasel, Glockenhasel&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheinhasel1.jpg|miniatur|450px|Scheinhasel, Austrieb (17.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheinhasel3.jpg|miniatur|300px|Scheinhasel, Blüte (14.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheinhasel4.jpg|miniatur|450px|Scheinhasel mit Fuchsroter Sandbiene (Andrena fulva)(11.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheinhasel5.jpg|miniatur|300px|Scheinhasel, Samenstand (7.5.)]]&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Corylopsis« lat. corylus - Hasel, gr. opsis - aussehen (wie ein Haselstrauch aussehend), »glabrescens« lat. glatt, kahl werdend, Erstbeschreibung 1878 durch Paul Alexandre Savatier (1824-1886) und Adrien René Franchet (1834-1900) beide französische Botaniker&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Fragrant Winter Hazel&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Zaubernussgewächse, Hamamelidaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Japan&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, schwachwüchsiger zart wirkender Strauch, bis 3 m hoch, Blätter ähnlich der Haselnuss, eiförmig zugespitzt, am Rand borstig gezähnt&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, eher feuchter Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
(Februar), März, April&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
in Ähren hängende gelbe Glöckchen, duftend&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juli, August&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
6-8mm dicke kahle, zweiklappige Frucht mit 4-6mm langen, schwarz glänzenden Samen&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
laubabwerfend, frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Hummeln und Bienen&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
kaum Pflege nötig&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Duftpflanze&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Quercitrin, Afzelin (ein antibakteriell wirksames Glycosyloxiflavon)&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Bäume und Sträucher S.287, Hrsg. Gordon Cheers (2006)&lt;br /&gt;
* Thoughtful Gardening S.99, Robin Lane Fox (2010)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
In belaubtem Zustand lässt sich die Scheinhasel durchaus mit der Haselnuss verwechseln, die Laubblätter haben große Ähnlichkeit miteinander. Der Wuchs ist allerdings recht unterschiedlich, bleibt die Scheinhasel doch recht klein. Sie wächst langsam, bleibt zierlich und ist so auch für kleine Gärten gut geeignet. Schon vor dem Laubaustrieb im Frühjahr erscheinen die blassgelben glockigen Blüten in lockeren hängenden Ähren. In milden Wintern kann das bereits Ende Februar der Fall sein, sonst eher Mitte März. Die Blüte zieht sich über zwei bis vier Wochen hin, je nach Witterung. Der zarte Duft der Blüten ist nur aus der Nähe wahrnehmbar, der Strauch sollte also in Nasennähe wachsen. Nach der Blüte erscheinen die Laubblätter, die sehr akkurat gefaltet sind und wie eine Bastelarbeit wirken. Ausgebreitet bleiben sie kleiner als die der Hasel, das Grün ist etwas intensiver. Während der Sommermonate braucht der Strauch ausreichend Feuchtigkeit, sonst lässt er schnell die Blätter hängen. Im Herbst hat er nochmal einen großen Auftritt, wenn sich das Laub leuchtend gelb verfärbt. Die Blätter enthalten wenig Gerbstoffe und sind bis zum Frühjahr bereits weitgehend verrottet. Sie können also unter dem Strauch liegen bleiben und werden den Wurzeln als Nahrung wieder zugeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Gehölze]]&lt;br /&gt;
[[Category:Duftpflanzen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
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		<title>Scheinhasel (Corylopsis glabrescens)</title>
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		<updated>2026-06-15T13:17:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
Kahle Scheinhasel, Kahle Blumenhasel, Glockenhasel&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheinhasel1.jpg|miniatur|450px|Scheinhasel, Austrieb (17.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheinhasel3.jpg|miniatur|300px|Scheinhasel, Blüte (14.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheinhasel2.jpg|miniatur|450px|Scheinhasel mit Fuchsroter Sandbiene (Andrena fulva)(11.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheinhasel5.jpg|miniatur|300px|Scheinhasel, Samenstand (7.5.)]]&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Corylopsis« lat. corylus - Hasel, gr. opsis - aussehen (wie ein Haselstrauch aussehend), »glabrescens« lat. glatt, kahl werdend, Erstbeschreibung 1878 durch Paul Alexandre Savatier (1824-1886) und Adrien René Franchet (1834-1900) beide französische Botaniker&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Fragrant Winter Hazel&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Zaubernussgewächse, Hamamelidaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Japan&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, schwachwüchsiger zart wirkender Strauch, bis 3 m hoch, Blätter ähnlich der Haselnuss, eiförmig zugespitzt, am Rand borstig gezähnt&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, eher feuchter Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
(Februar), März, April&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
in Ähren hängende gelbe Glöckchen, duftend&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juli, August&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
6-8mm dicke kahle, zweiklappige Frucht mit 4-6mm langen, schwarz glänzenden Samen&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
laubabwerfend, frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Hummeln und Bienen&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
kaum Pflege nötig&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Duftpflanze&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Quercitrin, Afzelin (ein antibakteriell wirksames Glycosyloxiflavon)&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Bäume und Sträucher S.287, Hrsg. Gordon Cheers (2006)&lt;br /&gt;
* Thoughtful Gardening S.99, Robin Lane Fox (2010)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
In belaubtem Zustand lässt sich die Scheinhasel durchaus mit der Haselnuss verwechseln, die Laubblätter haben große Ähnlichkeit miteinander. Der Wuchs ist allerdings recht unterschiedlich, bleibt die Scheinhasel doch recht klein. Sie wächst langsam, bleibt zierlich und ist so auch für kleine Gärten gut geeignet. Schon vor dem Laubaustrieb im Frühjahr erscheinen die blassgelben glockigen Blüten in lockeren hängenden Ähren. In milden Wintern kann das bereits Ende Februar der Fall sein, sonst eher Mitte März. Die Blüte zieht sich über zwei bis vier Wochen hin, je nach Witterung. Der zarte Duft der Blüten ist nur aus der Nähe wahrnehmbar, der Strauch sollte also in Nasennähe wachsen. Nach der Blüte erscheinen die Laubblätter, die sehr akkurat gefaltet sind und wie eine Bastelarbeit wirken. Ausgebreitet bleiben sie kleiner als die der Hasel, das Grün ist etwas intensiver. Während der Sommermonate braucht der Strauch ausreichend Feuchtigkeit, sonst lässt er schnell die Blätter hängen. Im Herbst hat er nochmal einen großen Auftritt, wenn sich das Laub leuchtend gelb verfärbt. Die Blätter enthalten wenig Gerbstoffe und sind bis zum Frühjahr bereits weitgehend verrottet. Sie können also unter dem Strauch liegen bleiben und werden den Wurzeln als Nahrung wieder zugeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Gehölze]]&lt;br /&gt;
[[Category:Duftpflanzen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Scheinhasel_(Corylopsis_glabrescens)&amp;diff=19723</id>
		<title>Scheinhasel (Corylopsis glabrescens)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Scheinhasel_(Corylopsis_glabrescens)&amp;diff=19723"/>
		<updated>2026-06-15T13:17:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
Kahle Scheinhasel, Kahle Blumenhasel, Glockenhasel&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheinhasel1.jpg|miniatur|450px|Scheinhasel, Austrieb (17.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheinhasel3.jpg|miniatur|300px|Scheinhasel, Blüte (14.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheinhasel6.jpg|miniatur|450px|Scheinhasel mit Fuchsroter Sandbiene (Andrena fulva)(11.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheinhasel5.jpg|miniatur|300px|Scheinhasel, Samenstand (7.5.)]]&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Corylopsis« lat. corylus - Hasel, gr. opsis - aussehen (wie ein Haselstrauch aussehend), »glabrescens« lat. glatt, kahl werdend, Erstbeschreibung 1878 durch Paul Alexandre Savatier (1824-1886) und Adrien René Franchet (1834-1900) beide französische Botaniker&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Fragrant Winter Hazel&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Zaubernussgewächse, Hamamelidaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Japan&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, schwachwüchsiger zart wirkender Strauch, bis 3 m hoch, Blätter ähnlich der Haselnuss, eiförmig zugespitzt, am Rand borstig gezähnt&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, eher feuchter Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
(Februar), März, April&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
in Ähren hängende gelbe Glöckchen, duftend&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juli, August&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
6-8mm dicke kahle, zweiklappige Frucht mit 4-6mm langen, schwarz glänzenden Samen&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
laubabwerfend, frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Hummeln und Bienen&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
kaum Pflege nötig&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Duftpflanze&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Quercitrin, Afzelin (ein antibakteriell wirksames Glycosyloxiflavon)&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Bäume und Sträucher S.287, Hrsg. Gordon Cheers (2006)&lt;br /&gt;
* Thoughtful Gardening S.99, Robin Lane Fox (2010)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
In belaubtem Zustand lässt sich die Scheinhasel durchaus mit der Haselnuss verwechseln, die Laubblätter haben große Ähnlichkeit miteinander. Der Wuchs ist allerdings recht unterschiedlich, bleibt die Scheinhasel doch recht klein. Sie wächst langsam, bleibt zierlich und ist so auch für kleine Gärten gut geeignet. Schon vor dem Laubaustrieb im Frühjahr erscheinen die blassgelben glockigen Blüten in lockeren hängenden Ähren. In milden Wintern kann das bereits Ende Februar der Fall sein, sonst eher Mitte März. Die Blüte zieht sich über zwei bis vier Wochen hin, je nach Witterung. Der zarte Duft der Blüten ist nur aus der Nähe wahrnehmbar, der Strauch sollte also in Nasennähe wachsen. Nach der Blüte erscheinen die Laubblätter, die sehr akkurat gefaltet sind und wie eine Bastelarbeit wirken. Ausgebreitet bleiben sie kleiner als die der Hasel, das Grün ist etwas intensiver. Während der Sommermonate braucht der Strauch ausreichend Feuchtigkeit, sonst lässt er schnell die Blätter hängen. Im Herbst hat er nochmal einen großen Auftritt, wenn sich das Laub leuchtend gelb verfärbt. Die Blätter enthalten wenig Gerbstoffe und sind bis zum Frühjahr bereits weitgehend verrottet. Sie können also unter dem Strauch liegen bleiben und werden den Wurzeln als Nahrung wieder zugeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Gehölze]]&lt;br /&gt;
[[Category:Duftpflanzen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Scheinhasel_(Corylopsis_glabrescens)&amp;diff=19722</id>
		<title>Scheinhasel (Corylopsis glabrescens)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Scheinhasel_(Corylopsis_glabrescens)&amp;diff=19722"/>
		<updated>2026-06-15T13:16:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
Kahle Scheinhasel, Kahle Blumenhasel, Glockenhasel&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheinhasel1.jpg|miniatur|450px|Scheinhasel, Austrieb (17.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheinhasel3.jpg|miniatur|300px|Scheinhasel, Blüte (14.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheinhasel2.jpg|miniatur|450px|Scheinhasel mit Fuchsroter Sandbiene (Andrena fulva)(11.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheinhasel5.jpg|miniatur|300px|Scheinhasel, Samenstand (7.5.)]]&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Corylopsis« lat. corylus - Hasel, gr. opsis - aussehen (wie ein Haselstrauch aussehend), »glabrescens« lat. glatt, kahl werdend, Erstbeschreibung 1878 durch Paul Alexandre Savatier (1824-1886) und Adrien René Franchet (1834-1900) beide französische Botaniker&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Fragrant Winter Hazel&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Zaubernussgewächse, Hamamelidaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Japan&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, schwachwüchsiger zart wirkender Strauch, bis 3 m hoch, Blätter ähnlich der Haselnuss, eiförmig zugespitzt, am Rand borstig gezähnt&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, eher feuchter Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
(Februar), März, April&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
in Ähren hängende gelbe Glöckchen, duftend&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juli, August&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
6-8mm dicke kahle, zweiklappige Frucht mit 4-6mm langen, schwarz glänzenden Samen&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
laubabwerfend, frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Hummeln und Bienen&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
kaum Pflege nötig&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Duftpflanze&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Quercitrin, Afzelin (ein antibakteriell wirksames Glycosyloxiflavon)&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Bäume und Sträucher S.287, Hrsg. Gordon Cheers (2006)&lt;br /&gt;
* Thoughtful Gardening S.99, Robin Lane Fox (2010)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
In belaubtem Zustand lässt sich die Scheinhasel durchaus mit der Haselnuss verwechseln, die Laubblätter haben große Ähnlichkeit miteinander. Der Wuchs ist allerdings recht unterschiedlich, bleibt die Scheinhasel doch recht klein. Sie wächst langsam, bleibt zierlich und ist so auch für kleine Gärten gut geeignet. Schon vor dem Laubaustrieb im Frühjahr erscheinen die blassgelben glockigen Blüten in lockeren hängenden Ähren. In milden Wintern kann das bereits Ende Februar der Fall sein, sonst eher Mitte März. Die Blüte zieht sich über zwei bis vier Wochen hin, je nach Witterung. Der zarte Duft der Blüten ist nur aus der Nähe wahrnehmbar, der Strauch sollte also in Nasennähe wachsen. Nach der Blüte erscheinen die Laubblätter, die sehr akkurat gefaltet sind und wie eine Bastelarbeit wirken. Ausgebreitet bleiben sie kleiner als die der Hasel, das Grün ist etwas intensiver. Während der Sommermonate braucht der Strauch ausreichend Feuchtigkeit, sonst lässt er schnell die Blätter hängen. Im Herbst hat er nochmal einen großen Auftritt, wenn sich das Laub leuchtend gelb verfärbt. Die Blätter enthalten wenig Gerbstoffe und sind bis zum Frühjahr bereits weitgehend verrottet. Sie können also unter dem Strauch liegen bleiben und werden den Wurzeln als Nahrung wieder zugeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Gehölze]]&lt;br /&gt;
[[Category:Duftpflanzen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Scheinhasel_(Corylopsis_glabrescens)&amp;diff=19721</id>
		<title>Scheinhasel (Corylopsis glabrescens)</title>
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		<updated>2026-06-15T13:16:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
Kahle Scheinhasel, Kahle Blumenhasel, Glockenhasel&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheinhasel1.jpg|miniatur|450px|Scheinhasel, Austrieb (17.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheinhasel3.jpg|miniatur|300px|Scheinhasel, Blüte (14.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheinhasel4.jpg|miniatur|450px|Scheinhasel mit Fuchsroter Sandbiene (Andrena fulva)(11.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheinhasel5.jpg|miniatur|300px|Scheinhasel, Samenstand (7.5.)]]&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Corylopsis« lat. corylus - Hasel, gr. opsis - aussehen (wie ein Haselstrauch aussehend), »glabrescens« lat. glatt, kahl werdend, Erstbeschreibung 1878 durch Paul Alexandre Savatier (1824-1886) und Adrien René Franchet (1834-1900) beide französische Botaniker&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Fragrant Winter Hazel&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Zaubernussgewächse, Hamamelidaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Japan&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, schwachwüchsiger zart wirkender Strauch, bis 3 m hoch, Blätter ähnlich der Haselnuss, eiförmig zugespitzt, am Rand borstig gezähnt&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, eher feuchter Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
(Februar), März, April&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
in Ähren hängende gelbe Glöckchen, duftend&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juli, August&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
6-8mm dicke kahle, zweiklappige Frucht mit 4-6mm langen, schwarz glänzenden Samen&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
laubabwerfend, frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Hummeln und Bienen&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
kaum Pflege nötig&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Duftpflanze&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Quercitrin, Afzelin (ein antibakteriell wirksames Glycosyloxiflavon)&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Bäume und Sträucher S.287, Hrsg. Gordon Cheers (2006)&lt;br /&gt;
* Thoughtful Gardening S.99, Robin Lane Fox (2010)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
In belaubtem Zustand lässt sich die Scheinhasel durchaus mit der Haselnuss verwechseln, die Laubblätter haben große Ähnlichkeit miteinander. Der Wuchs ist allerdings recht unterschiedlich, bleibt die Scheinhasel doch recht klein. Sie wächst langsam, bleibt zierlich und ist so auch für kleine Gärten gut geeignet. Schon vor dem Laubaustrieb im Frühjahr erscheinen die blassgelben glockigen Blüten in lockeren hängenden Ähren. In milden Wintern kann das bereits Ende Februar der Fall sein, sonst eher Mitte März. Die Blüte zieht sich über zwei bis vier Wochen hin, je nach Witterung. Der zarte Duft der Blüten ist nur aus der Nähe wahrnehmbar, der Strauch sollte also in Nasennähe wachsen. Nach der Blüte erscheinen die Laubblätter, die sehr akkurat gefaltet sind und wie eine Bastelarbeit wirken. Ausgebreitet bleiben sie kleiner als die der Hasel, das Grün ist etwas intensiver. Während der Sommermonate braucht der Strauch ausreichend Feuchtigkeit, sonst lässt er schnell die Blätter hängen. Im Herbst hat er nochmal einen großen Auftritt, wenn sich das Laub leuchtend gelb verfärbt. Die Blätter enthalten wenig Gerbstoffe und sind bis zum Frühjahr bereits weitgehend verrottet. Sie können also unter dem Strauch liegen bleiben und werden den Wurzeln als Nahrung wieder zugeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Gehölze]]&lt;br /&gt;
[[Category:Duftpflanzen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Scheinhasel_(Corylopsis_glabrescens)&amp;diff=19720</id>
		<title>Scheinhasel (Corylopsis glabrescens)</title>
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		<updated>2026-06-15T13:15:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
Kahle Scheinhasel, Kahle Blumenhasel, Glockenhasel&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheinhasel1.jpg|miniatur|450px|Scheinhasel, Austrieb (17.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheinhasel3.jpg|miniatur|300px|Scheinhasel, Blüte (14.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheinhasel.4jpg|miniatur|450px|Scheinhasel mit Fuchsroter Sandbiene (Andrena fulva)(11.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheinhasel5.jpg|miniatur|300px|Scheinhasel, Samenstand (7.5.)]]&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Corylopsis« lat. corylus - Hasel, gr. opsis - aussehen (wie ein Haselstrauch aussehend), »glabrescens« lat. glatt, kahl werdend, Erstbeschreibung 1878 durch Paul Alexandre Savatier (1824-1886) und Adrien René Franchet (1834-1900) beide französische Botaniker&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Fragrant Winter Hazel&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Zaubernussgewächse, Hamamelidaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Japan&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, schwachwüchsiger zart wirkender Strauch, bis 3 m hoch, Blätter ähnlich der Haselnuss, eiförmig zugespitzt, am Rand borstig gezähnt&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, eher feuchter Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
(Februar), März, April&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
in Ähren hängende gelbe Glöckchen, duftend&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juli, August&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
6-8mm dicke kahle, zweiklappige Frucht mit 4-6mm langen, schwarz glänzenden Samen&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
laubabwerfend, frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Hummeln und Bienen&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
kaum Pflege nötig&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Duftpflanze&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Quercitrin, Afzelin (ein antibakteriell wirksames Glycosyloxiflavon)&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Bäume und Sträucher S.287, Hrsg. Gordon Cheers (2006)&lt;br /&gt;
* Thoughtful Gardening S.99, Robin Lane Fox (2010)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
In belaubtem Zustand lässt sich die Scheinhasel durchaus mit der Haselnuss verwechseln, die Laubblätter haben große Ähnlichkeit miteinander. Der Wuchs ist allerdings recht unterschiedlich, bleibt die Scheinhasel doch recht klein. Sie wächst langsam, bleibt zierlich und ist so auch für kleine Gärten gut geeignet. Schon vor dem Laubaustrieb im Frühjahr erscheinen die blassgelben glockigen Blüten in lockeren hängenden Ähren. In milden Wintern kann das bereits Ende Februar der Fall sein, sonst eher Mitte März. Die Blüte zieht sich über zwei bis vier Wochen hin, je nach Witterung. Der zarte Duft der Blüten ist nur aus der Nähe wahrnehmbar, der Strauch sollte also in Nasennähe wachsen. Nach der Blüte erscheinen die Laubblätter, die sehr akkurat gefaltet sind und wie eine Bastelarbeit wirken. Ausgebreitet bleiben sie kleiner als die der Hasel, das Grün ist etwas intensiver. Während der Sommermonate braucht der Strauch ausreichend Feuchtigkeit, sonst lässt er schnell die Blätter hängen. Im Herbst hat er nochmal einen großen Auftritt, wenn sich das Laub leuchtend gelb verfärbt. Die Blätter enthalten wenig Gerbstoffe und sind bis zum Frühjahr bereits weitgehend verrottet. Sie können also unter dem Strauch liegen bleiben und werden den Wurzeln als Nahrung wieder zugeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Gehölze]]&lt;br /&gt;
[[Category:Duftpflanzen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Jostabeere_(Ribes_X_nidigrolaria)&amp;diff=19719</id>
		<title>Jostabeere (Ribes X nidigrolaria)</title>
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		<updated>2026-06-14T13:11:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Jostabeere2.jpg|miniatur|300px|Jostabeere, Austrieb (26.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Jostabeere1.jpg|miniatur|300px|Jostabeere, Blüte (23.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Jostabeere3.jpg|miniatur|450px|Jostabeere, Frucht (7.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Jostabeere5.jpg|miniatur|450px|Jostabeere, Samen]]&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Ribes« schon im Mittelalter aus dem arabischen übernommene Benennung für Johannisbeeren, deren Früchte ähnlich sauer waren wie der als Ribes bezeichnete Rhabarber, »nidigrolaria« Zusammensetzung aus den Namen der Ausgangspflanzen Ribes Nigrum und Ribes Divaricatum, sowie der alten Bezeichnung für Stachelbeere Grossularia&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Jostaberry&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Stachelbeergewächse, Grossulariaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Kreuzung aus Schwarzer Johannisbeere, Stachelbeere und Honigbeere, erste Kreuzungsversuche bereits 1922 durch Erwin Bauer&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, frohwüchsiger Strauch, der sehr alt werden kann (meiner ist über 30 Jahre alt) Jahrestriebe bis 1,5m lang, keine Stacheln, Blätter schwach behaart, 3-5 teilig gelappt, Rand gezähnt, Blüten in wenigblütigen Trauben in den Blattachseln, &lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig, normaler Gartenboden&lt;br /&gt;
====Blütezeit==== &lt;br /&gt;
April, Mai&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
kurzstielige Traube mit wenigen rötlichen fünfzähligen Blüten&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juni, Juli&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
schwarze, saftige Beere mit glatter Haut (größer als Johannisbeere aber kleiner als Stachelbeere)&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Stecklinge, die im Spätwinter (vor dem Austrieb) geschnitten und einfach in die Erde gesteckt werden&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
Laub abwerfend, frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Bienen und Hummeln, die Früchte sind bei Vögeln (besonders jungen Amseln) sehr begehrt&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
Verjüngungsschnitt wenn der Fruchtansatz nachlässt, am besten nach der Ernte, der Strauch kann kräftig zurück geschnitten werden, treibt zuverlässig wieder aus&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Beeren frisch oder verarbeitet, Blätter als Tee&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Vitamin C, Anthocyane&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend, Jungpflanzen vorhanden&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Beerenobstsorten S.252, Peter Sorge (1984)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie der Wildobst- und seltenen Obstarten S.183, Helmut Pirc (2015)&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 7/2021 S.64&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Bereits in den 1920er Jahren wurden Kreuzungsversuche zwischen verschiedenen Johannisbeerarten und Stachelbeeren unternommen. Die Jostabeere dürfte eine der bekanntesten und erfolgreichsten sein. Neben Schwarzer Johannisbeere und Stachelbeere kommt hier noch die aus Nordamerika stammende Honigbeere (oder Oregon-Stachelbeere) als Elternteil dazu. Herausgekommen ist die JO(hannisbeere) STA(achelbeere)-Beere, die viele Vorzüge der Eltern  in sich vereint. Sie ist wüchsiger, trägt zuverlässig viele Früchte, die sich gut ernten lassen, da sie keine Stacheln besitzt. Die Größe der Früchte liegt zwischen Johannisbeere und Stachelbeere, genau wie der Geschmack. Der entspricht wirklich einer Mischung aus beiden, was im ersten Moment etwas irritiert. Roh sind die Beeren nicht jedermanns Geschmack, aber als Marmelade, Mus oder Likör entfalten sie ihr ganz spezielles Aroma. Jostabeeren treiben sehr früh aus, schon im März zeigen sich die ersten Blätter, Mitte April dann die Blüten. Sie sitzen in kurzen engen Trauben zu wenigen zusammen, sind etwas größer als die der Eltern. Da sie reich an Nektar sind, werden sie zuverlässig bestäubt und das auch in Einzelstellung. Fast jede Blüte wird zur Frucht, so dass von einem ausgewachsenen Strauch durchaus ein 10-Liter-Eimer voll geerntet werden kann. Eine gewisse Empfindlichkeit gegen zu starke Sonneneinstrahlung kann vorkommen, wenn auf eine längere wolkige Phase mehrere heiße sonnige Tage folgen. Die Beeren werden rötlich und reifen nicht mehr aus, als hätten sie tatsächlich Sonnenbrand. Das ist in all den Jahren, in denen der Strauch in meinem Garten steht aber nur ein einziges Mal vorgekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als Johannisbeeren, die von Zeit zu Zeit einen neuen Standort brauchen, kann die Jostabeere Jahrzehnte lang an ihrem Wuchsort verbleiben. Meine steht seit Anfang der 1990er Jahre an ihrem Platz, bekommt im Winter eine Portion Kompost um die Wurzeln und lässt sich ihr Alter nicht ansehen. Gelegentlich sterben größere Triebe ab, aus der Wurzel wächst die Pflanze aber immer wieder nach. Überalterte Äste tragen nicht mehr viel, sollten weg genommen werden, um jüngeren Platz zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Gehölze]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Erdrauch_(Fumaria_officinalis)&amp;diff=19718</id>
		<title>Erdrauch (Fumaria officinalis)</title>
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		<updated>2026-06-14T12:27:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Erdrauch6.jpg|miniatur|450px|Erdrauch, viele Sämlinge (22.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Erdrauch4.jpg|miniatur|450px|Erdrauch, Sämlinge (28.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Erdrauch2.jpg|miniatur|450px|Erdrauch, Wuchs (8.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Erdrauch1.jpg|miniatur|450px|Erdrauch, Blüte (15.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Erdrauch5.jpg|miniatur|450px||Erdrauch, Blüte (10.5.)]]&lt;br /&gt;
Ackerraute, Ackerkraut, Apostelkraut, Alprauch, Beschwörungskraut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Fumaria« von lat. fumus - Rauch, »officinalis« lat. als wirksame Droge in Apotheken erhältlich, Erstbeschreibung 1753 durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Common Fumatory&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Mohngewächse, Papaveraceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Europa, West-, Nordasien, Nordafrika&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
einjährig, Blätter graugrün fein gefiedert bis 30cm hoch, stark verästelter Wuchs, während der Blüte auseinander fallend, nach der Samenreife absterbend, die Pflanze enthält keinen Milchsaft&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig, eher magerer kalkhaltiger Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Mai, Juni, (Juli)&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
schmale röhrige Blüte mit stumpfem Sporn, rosa, in vielblütigen Trauben&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juni, Juli&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
winzige runde Kapseln mit je einem dunklen Samen&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Selbstaussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
Samen frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
kurz vor dem Absterben werden die Pflanzen gelegentlich von Läusen besiedelt&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
ausreißen wo es zu viel wird...(was aber nur selten nötig ist, da die Pflanzen spätestens Ende Juni verschwinden)&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
blühendes Kraut, als kalt angesetzter Auszug bei leichteren Gallenbeschwerden (maximal eine Tasse pro Tag), Fumarsäure aus der Pflanze wird gegen Schuppenflechte eingesetzt&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Fumarin, Cryptocarvin, Isochinolinalkaloide, Protopin, Cholin, Flavonoide, Kalium&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
im Frühsommer anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Blumen und Kräuter, Geheimnisvolle Namen... S.66, Ulrich Völkel (2010)&lt;br /&gt;
* Das neue BLV Buch der Kräuter S.59, Richard Mabey (Hrsg.) (1989)&lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.154, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (2008)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.503, S.G.Fleischhauer, J.Guthmann, R.Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* Dumonts große Kräuter-Enzyklopädie S.285, Deni Bown (1996)&lt;br /&gt;
* Giftpflanzen Pflanzengifte S.359, Roth Daunderer, Kormann (1994)&lt;br /&gt;
* Großes Kräuter- und Gewürzbuch S. 105, Heinz Görz (1987)&lt;br /&gt;
* Illustriertes Heil-, Gift- und Nutzpflanzenbuch S.32, Adelbert von Chamisso (1827)&lt;br /&gt;
* Kölbls Kräuterfibel S.104, Konrad Kölbl (1993)&lt;br /&gt;
* New Kreüterbuch Cap.CXXVII, Leonhart Fuchs (1543)&lt;br /&gt;
* Weeds S.113, Richard Mabey (2010)&lt;br /&gt;
* Wildblumen im Hausgarten S.159, John Stevens (1987)&lt;br /&gt;
* Wildkräuter sehen und erkennen S.33, Roger Phillips (1990)&lt;br /&gt;
* Wildpflanzen für jeden Garten S.127, Reinhard Witt (1994)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Erdrauch ist ein schöner Name für ein Gewächs, das tatsächlich wie ein rauchiger Hauch über dem Boden schwebt mit seinen fein zerteilten graugrünen Blättern. Früh im Jahr erscheinen die zwei lang gezogenen Keimblätter, aus denen sich schnell ein niedriger Büschel entwickelt, der innerhalb von drei Monaten seinen gesamten Vegetationszyklus durchläuft und Ende Juni schon wieder verschwunden ist. In Wuchs und Blüte besteht eine Ähnlichkeit mit den verwandten Lerchenspornen, nur ist der Erdrauch deutlich zierlicher. Er fällt normalerweise kaum auf, wird vielleicht als Unkraut ausgerissen, zwischen Prachtstauden, die wesentlich mehr hermachen. Aus der Nähe betrachtet hat die Pflanze durchaus ihren Reiz, die rosa Blüten mit den dunklen Spitzen stehen in engen etwas verdrehten Büscheln zusammen, werden mit der Samenreife so schwer, dass sie sich auf den Boden legen, von wo die Samen von Ameisen weg geschleppt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erdrauch ist eine alte Heilpflanze, ihre vielen volkstümlichen Namen weisen darauf hin, dass sie allgemein bekannt war. Schon Plinius erwähnt sie als heilsam bei Leber- und Gallenbeschwerden, arabische Ärzte empfahlen sie zur Blutreinigung und je nach Dosierung wirkt das enthaltene Fumarin Blutdruck senkend oder steigernd. Hieronymus Bock erwähnt die Wirkung gegen Gicht. Laut Adelbert von Chamisso war die Pflanze Anfang des 16. Jahrhunderts noch sehr selten. Er schreibt weiter: »der Erdrauch enthält viel Pottasche; hundert Pfund trockenes Kraut liefern acht Pfund Salz.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wahrsagende Eigenschaften werden dem Erdrauch zugeschrieben. Steckt ein junges Mädchen sich Erdrauch an den Busen, so wird der erste Mann der ihr danach begegnet, der ihre werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Einjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=%C3%96lweide_(Elaeagnus_species)&amp;diff=19717</id>
		<title>Ölweide (Elaeagnus species)</title>
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		<updated>2026-06-13T15:07:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=====Weitere Namen=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Ölweide1.jpg|miniatur|450px|Vielblütige Ölweide, Austrieb (16.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ölweide2.jpg|miniatur|450px|Korallen-Ölweide, Blüte (3.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ölweide3.jpg|miniatur|450px|Vielblütige Ölweide, Blüte (3.5.)]]&lt;br /&gt;
Korallen-Ölweide (Elaeagnus umbellata) Doldige Ölweide, Schirm-Ölweide,&lt;br /&gt;
Vielblütige Ölweide (Elaeagnus multiflora) Essbare Ölweide, Edel-Ölweide&lt;br /&gt;
=====Botanischer Name=====&lt;br /&gt;
»Elaeagnus« - Benennungshintergrund nicht eindeutig geklärt, möglicherweise von gr. eleia - Ölbaum und dessen Frucht und gr. agnos - Lamm (wegen der weißfilzigen Blattunterseiten), »umbellata« - doldig, »multiflora« - vielblütig, Erstbeschreibung beider Arten durch Carl Peter Thunberg (1743-1822) &lt;br /&gt;
=====Englischer Name=====&lt;br /&gt;
Korallen-Ölweide: Autumn Olive, Vielblütige Ölweide: Cherry Elaeagnus&lt;br /&gt;
=====Familie=====&lt;br /&gt;
Ölweidengewächse, Elaeagnaceae&lt;br /&gt;
=====Verbreitung=====&lt;br /&gt;
Japan, China, Korea&lt;br /&gt;
=====Wuchs=====&lt;br /&gt;
ausdauernd, anfangs langsam wachsend, später mit ausgreifendem Wurzelsystem, Wurzelausläufer, leicht sparrig wachsender Strauch bis etwa 4m Höhe und Breite, an den Wurzeln befinden sich kleine Knöllchen mit Aktinorrhiza- Bakterien, die Stickstoff für die Pflanze verwertbar machen&lt;br /&gt;
=====Standort=====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, kommt gut mit magerem Boden zurecht&lt;br /&gt;
=====Blütezeit=====&lt;br /&gt;
Mai&lt;br /&gt;
=====Blüte=====&lt;br /&gt;
kleine röhrige Blüten, bestehend aus 4 Kelchblättern (keine Kronblätter) die sich nur im vorderen Bereich flach ausbreiten, in dichten Büscheln in den Blattachseln, stark duftend, frisch geöffnet sind die Blüten fast weiß, später wechselt die Farbe ins gelbliche&lt;br /&gt;
=====Fruchtreife=====&lt;br /&gt;
Ende Juli bis Ende September&lt;br /&gt;
=====Frucht=====&lt;br /&gt;
Korallen-Ölweide: etwa 5-7mm durchmessende rundliche Früchte, rot mit weißen Sternhaaren besetzt, ein länglicher Steinkern,&lt;br /&gt;
Vielblütige Ölweide: eiförmige etwa 1,5cm lange rote Früchte mit länglichem Steinkern&lt;br /&gt;
=====Vermehrung=====&lt;br /&gt;
Aussaat der gereinigten Samen im Herbst (Kaltkeimer), Wurzelausläufer, Stecklinge, Veredelung besonderer Sorten&lt;br /&gt;
=====Frosthärte=====&lt;br /&gt;
in normalen Wintern frosthart, bei längerem Dauerfrost kann es zu Schäden am Holz kommen&lt;br /&gt;
=====Tierische Besucher=====&lt;br /&gt;
die üppige Blüte lockt alles an was fliegen kann&lt;br /&gt;
=====Pflege=====&lt;br /&gt;
die Vielblütige Ölweide fängt nach zögerndem Start so kräftig an zu wachsen, dass ein gelegentlicher Rückschnitt nötig werden kann, notfalls lässt sie sich auch &amp;quot;auf den Stock setzen&amp;quot; (kompletter Schnitt bis knapp über dem Boden) vereinzelte Wurzelausläufer lassen sich zur Vermehrung nutzen&lt;br /&gt;
=====Verwendbare Teile=====&lt;br /&gt;
die Beeren beider Arten können frisch vom Strauch genascht werden, sind eine leckere Müsli-Zutat und ergeben eine fruchtige Marmelade, aus Blüten und Früchten lässt sich auch ein Likör ansetzen&lt;br /&gt;
=====Inhaltsstoffe=====&lt;br /&gt;
Vitamine A, C und E, Phenole, Anthocyane, Lutein, Lycopin (roter Farbstoff, der auch in Tomaten vorkommt), Phosphor, Kalzium, Magnesium, Kalium, Eisen, in den Kernen bis zu 25% fettes Öl, auch das Fruchtfleisch enthält Öl&lt;br /&gt;
=====Status=====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
=====Literatur=====&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie der Wildobst- und seltenen Obstarten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Geschichte und Geschichten=====&lt;br /&gt;
Ölweiden sind sehr genügsame Gehölze, die auch mit widrigen Bodenverhältnissen zurecht kommen. Sie halten eine relativ hohe Schadstoffbelastung, sowohl im Boden wie auch in der Luft aus, werden daher gerne an Straßen gepflanzt. An Böschungen halten sie mit ihrem weitläufigen Wurzelsystem die Erde fest und trotzen auch stärkeren Winden. An der Ostsee haben Pflanzungen den gleichen Zweck wie Sanddorn, mit dem sie eng verwandt sind. Die beiden Sträucher in meinem Garten sind noch jung und zierlich, bis sie richtig loswachsen vergehen ein paar Jahre. Dann kann aber ab und zu durchaus ein kräftiger Rückschnitt nötig werden. Die Sträucher wachsen von Grund auf mehrtriebig und wirken etwas sparrig, als wüssten sie nicht genau, welche Richtung ein neuer Ast nehmen soll. Die jungen Triebe wie auch die Blätter wirken silbrig, was auf winzige Sternhaare zurückzuführen ist und die Pflanze vor zu starker Sonneneinstrahlung schützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai beginnt die Blütezeit und die ist schon etwas besonderes. Der ganze Strauch ist mit unauffälligen kleinen weißlichen Blüten übersät, die in Büscheln den Blattachseln entsprießen. Der Duft dieser Blüten füllt den ganzen Garten aus, besonders vom späten Nachmittag bis in den Abend. Etwa drei Wochen dauert der Duftzauber, dann fallen die Blüten ab und bis Ende August steht der Strauch unauffällig vor sich hin. Ist er alleine, so bilden sich nur vereinzelte Früchte, hat er eine andere Sorte zur Seite, dann hängen die Zweige bald voll mit kleinen roten Beeren. Die ähneln in der Form denen vom Sanddorn. Während beim Sanddorn aber ein leuchtendes Orange vorherrscht, bleibt das Rot bei der Ölweide eher gedämpft und die Beeren sind mit winzigen Sternhaaren besetzt, so dass sie sich leicht rau anfühlen. Im Innern befindet sich ein Steinkern, der so klein ist, dass er beim Essen verschluckt werden kann (was ja der Sinn der Sache ist, da Tiere so die Samen verbreiten). Der Geschmack der Beeren ist angenehm süßsäuerlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um aus den Früchten eine Marmelade zu bereiten, müssen sie erstmal geerntet werden. Bei der geringen Größe der Beeren ist das etwas mühsam und ich bin dazu übergegangen, ganze Zweige abzuschneiden um anschließend alles abzuzupfen. Die Beeren werden gewaschen und anschließend kurz aufgekocht bis sie platzen. Um die Kerne zu entfernen streiche ich die Masse durch ein Sieb um schließlich je nach Menge und entsprechend abgewogenem Gelierzucker (am Besten 3:1) einen Fruchtaufstrich zu kochen. Der bekommt eine eigenartige Farbe, denn die Beeren enthalten im Fruchtfleisch wie auch in den Kernen Öl. Das wird als grünliche Schlieren sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Gehölze]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:%C3%96lweide3.jpg&amp;diff=19716</id>
		<title>Datei:Ölweide3.jpg</title>
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		<updated>2026-06-13T15:06:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Knollengurke_(Thladiantha_dubia)&amp;diff=19715</id>
		<title>Knollengurke (Thladiantha dubia)</title>
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		<updated>2026-06-13T15:01:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Knollengurke7.jpg|miniatur|450px|Knollengurke, Knollen (28.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Knollengurke6.jpg|miniatur|450px|Knollengurke, Austrieb (1.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Knollengurke2.jpg|miniatur|300px|Knollengurke, Wuchs (26.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Knollengurke1.jpg|miniatur|300px|Knollengurke, weibliche Blütenknospe (25.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Knollengurke3.jpg|miniatur|450px|Knollengurke, Blüte (23.8.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Knollengurke4.jpg|miniatur|300px|Knollengurke, Frucht (28.9.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Knollengurke5.jpg|miniatur|300px|Knollengurke, Herbstfärbung (30.9.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Knollengurke8.jpg|miniatur|450px|Knollengurke, Samen]]&lt;br /&gt;
Manchu, Quetschgurke, Chinesische Quetschblume&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Thladiantha« von gr. thladias - Eunuch und gr. anthos - Blüte (Hintergrund des Namens ist wahrscheinlich, dass der China-Reisende, der die Pflanze zuerst zu sehen bekam, nur ein gepresstes, trockenes Exemplar vor sich hatte und daraus schloss, dass die Blüte gequetscht wäre), »dubia« lat. dubius - ungewiss, wurde Pflanzen zugeteilt, deren Einordnung ins System nicht sicher war, Erstbeschreibung 1833 durch Alexander von Bunge (1803-1890) deutsch-russischer Botaniker &lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Goldencreeper, Red Hailstone, Manchu Tubergourd&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Kürbisgewächse, Curcubitaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
weite Teile Ostasiens (China, Mongolei, Korea, Sachalin, Ostrussland)&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, die Hauptknolle bildet unterirdische Ausläufer und alle 4-8cm eine neue Knolle, die ganze Pflanze ist stark weiß behaart, klettert mit recht dünnen Trieben etwa 2m hoch, wechselständige, herzförmige Laubblätter mit Haaren die wie Klettband aneinander haften, in den Blattachseln dünne stabile Ranken, die Pflanze breitet sich schnell aus, aus jeder Tochterknolle wachsen neue Triebe, finden die keine Möglichkeit in die Höhe zu wachsen, so kriechen sie auf dem Boden entlang, im Winter einziehend, der Austrieb ist frostempfindlich, in China in Höhenlagen bis 1800m&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, je nahrhafter der Boden, desto größer die Pflanze&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
(Juni), Juli, August, September&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
die Pflanzen sind zweihäusig, tragen also entweder männliche oder weibliche Blüten, die männlichen erscheinen vor den weiblichen, bei diesen ist unter der Blüte und den großen Kelchblättern der Fruchtknoten zu sehen, leuchtend gelbe, glockenförmige Blüte, 5 Kronblätter, die in den Blüten befindlichen Haare sondern ein Öl ab, das in den Heimatländern von Insekten gesammelt wird, in Europa aber nach bisheriger Kenntnis keine Abnehmer hat&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
August, September&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
ovale, längs gefurchte leuchtend orange Beere mit borstiger Behaarung, Fruchtfleisch weich, ebenfalls intensiv gefärbt, ohne männliche Pflanze sind die vielen Samen nur rudimentär ausgebildet&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
hauptsächlich durch Tochterknollen, Aussaat im Frühjahr möglich&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
frosthart bis etwa -20°C, bei Kahlfrost mit Laub abdecken&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
die Knollengurke ist sehr frohwüchsig, sie braucht eine Möglichkeit zum Ranken (drei zusammengestellte Stangen von 2m Länge sind innerhalb von 3 Monaten komplett umwachsen)&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
die kleinen Früchte haben eine sehr raue Schale, das Fruchtfleisch schmeckt fruchtig süß, die Knollen sind im Herbst noch ziemlich bitter, sollten erst im Spätwinter geerntet werden (sie sind auch im Frühjahr bitter) &lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
in der Knolle Saponine, Quillajasäure, Aglykon, die Knollen werden bei Gallenbeschwerden eingesetzt und fördern die Harnausscheidung, die Samen wirken adstringierend und herzstärkend&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Neophyten S.195, Norbert Griebl (2020)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Eine Pflanze mit essbaren Knollen und Früchten, die sich selbst überlassen bleiben kann und frosthart ist, da ist es ja kaum möglich zu widerstehen. Also her mit dem kleinen Gewächs. Ein sonniges Plätzchen im Gemüsegarten war gerade frei geworden, dort soll es wohnen. Drei Stangen zum Zelt gebunden als Kletterhilfe und schon kann&#039;s losgehen. Frohwüchsig werden Pflanzen genannt, die mit unbändiger Lebensfreude anfangen zu wachsen, sobald sich die Gelegenheit ergibt. Offensichtlich hat die Knollengurke Freude an ihrem neuen Zuhause. Sehr schnell hat sie ihr Klettergerüst komplett umwachsen. Die von einem dichten rauen Pelz überzogenen, herzförmigen Blätter halten sich gegenseitig fest, als hätten sie einen eingebauten Klettverschluss, aus den Blattachseln wachsen zarte hellgrüne Ranken (der einzige unbehaarte Teil der Pflanze), die sich am Gerüst, aber auch an den benachbarten Trieben fest verankern. Ende Juni erscheinen die ersten Blüten. Da es sich um eine weibliche Pflanze handelt, sind darunter schon die Fruchtansätze zu sehen, so wie das bei Kürbisgewächsen üblich ist. Das leuchtende Gelb und die Fünfzähligkeit der Blüte haben Ähnlichkeit mit der eines Kürbis&#039;, aber die Form ist deutlich glockig und nur etwa halb so groß wie eine Kürbisblüte. Ohne männlichen Gegenpart werden die Blüten nicht bestäubt. Früchte bilden sich trotzdem, die darin befindlichen Samenansätze sind aber nicht ausgebildet. Ein Teil der Früchte reift auch gar nicht aus, schrumpelt ein und fällt irgendwann ab. Was überdauert wird zu einem länglichen, mit weißen Borsten besetzten Oval mit zehn deutlichen Längsstreifen, färbt sich nach fast zwei Monaten von grün zu orangerot um. Auf Druck gibt die nur knapp fünf Zentimeter lange Frucht nach als wäre sie hohl. Innen befindet sich ein weiches kräftig orange gefärbtes Fruchtfleisch, von dessen fruchtig süßem Geschmack ich angenehm überrascht bin. Die Früchte reifen weiter, während das Blattwerk sich gegen Ende September schon leuchtend gelb verfärbt. Noch vor den ersten Frösten bricht die Pflanze in sich zusammen, das absterbende Gestrüpp sollte als Schutz über Winter auf dem Wurzelwerk verbleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim ersten Lockern der Erde im Frühjahr zeigt sich die Ausbreitungsfreude der Pflanze. Im Umkreis von mehreren Quadratmetern finden sich kleine Knollen im Boden, die an dünnen, weitläufigen Wurzeln entstanden sind. Die ersten zaghaften Triebe sind dem kalten Frühjahr zum Opfer gefallen, der Austrieb ist nicht frosthart. Im Laufe des Frühjahres sprießen aus allen umliegenden Beeten hellgrüne Triebe, die bald anfangen zu ranken und sich ihren Weg in die Höhe oder über alles was in der Umgebung wächst hinweg zu bahnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:Knollengurke8.jpg&amp;diff=19714</id>
		<title>Datei:Knollengurke8.jpg</title>
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		<updated>2026-06-13T15:00:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Scharbockskraut_(Ranunculus_ficaria)&amp;diff=19713</id>
		<title>Scharbockskraut (Ranunculus ficaria)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Scharbockskraut_(Ranunculus_ficaria)&amp;diff=19713"/>
		<updated>2026-06-13T14:59:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Scharbockskraut4.jpg|miniatur|450px|Scharbockskraut, Feigwurzeln (24.2.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scharbockskraut1.jpg|miniatur|450px|Scharbockskraut, Austrieb (17.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scharbockskraut3.jpg|miniatur|450px|Scharbockskraut, Blüte (6.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scharbockskraut2.jpg|miniatur|450px|Scharbockskraut, Blüte (3.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scharbockskraut5.jpg|miniatur|450px|Scharbockskraut, Samen]]&lt;br /&gt;
Feigwurz, Gichtblatt, Frühlingssalat, Goldsternblume, Schmalzkraut, Pfennigsalat&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Ranunculus« lat. Fröschlein (wegen der Vorliebe der Hahnenfußgewächse, an feuchten Orten zu wachsen), »ficaria«  bedeutet feigenartig und bezieht sich auf die kleinen Knöllchen an den Wurzeln, &lt;br /&gt;
Erstbeschreibung 1753 durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Figwort, Lesser Celandine&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Hahnenfußgewächse, Ranunculaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Europa, Asien&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, kleine längliche Wurzelknöllchen, die teilweise aus der Erde heraus ragen, Austrieb Ende Februar bis Anfang März, großflächig Ausläufer bildend, kleine rundliche glänzende Blätter an bis 10cm langen Stängeln, Blütenstand bis 10cm hoch, im Juni einziehend, Sämlinge verfügen über nur ein funktionsfähiges Keimblatt, das zweite verkümmert&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
halbschattig, nahrhafter eher feuchter Boden, kommt aber auch mit Trockenheit zurecht&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
März, (April)&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
endständig, glänzend gelb, 7-14 Kronblätter um die mittig stehenden Staubblätter, Zuchtformen auch mit gefüllten Blüten in weiß, hell bis dunkel gelb und orange, die Blüten haben recht streng eingehaltene Öffnungszeiten von 9:00-17:00, unter grauem Himmel bleiben sie geschlossen, die Stängel werden während der Blütezeit länger, die glänzende Oberfläche der Kronblätter entsteht durch eine dünne Wachsschicht, das leuchtende Gelb ist durch gelbe Öltröpfchen in den Epidermiszellen bedingt, wird noch verstärkt durch helle Stärkekörnchen in der darunter liegenden Zellschicht&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juni&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
zusammengesetzte Balgfrucht&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
hauptsächlich durch Teilung, an den Blattansätzen bilden sich kleine Bulben, die abfallen und eigenständig weiterwachsen, Selbstaussaat, Ausläufer&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
oberirdisch im Sommer absterbend, Wurzel frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
die frühe Blüte zieht Bienen und Hummeln an, aber auch kleine Käfer &lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
eventuell Ausbreitungsdrang einschränken&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
frische Blätter vor der Blüte, scharf schmeckend, als Vitaminspender im Vorfrühling, Scharbock ist eine alte Bezeichnung für Skorbut, die früher mit den vitaminreichen Blättern nach dem Winter geheilt werden konnte. Wenn die Blüte beginnt, reichern die Blätter Giftstoffe an und sollten nicht mehr gegessen werden, die weißen kleinen Wurzelknollen können als Gemüse zubereitet werden (wenn sie bei der Ernte bitter-scharf schmecken, sollten sie getrocknet werden, da sich dann der Giftstoff Protoanemonin zersetzt). Getrocknete Blätter waren Vitamin C-Notration&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Vitamine, Mineralstoffe, Protoanemonin (zerfällt beim Trocknen), Gerbstoffe, Saponine&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* A Contemplation upon Flowers S.71, Bobby J. Ward (1999)&lt;br /&gt;
* Blumen und Kräuter, Geheimnisvolle Namen... S.162, Ulrich Völkel (2010)&lt;br /&gt;
* Das frühe Tagebuch der Edith Holden S.21, Edith Holden (1905)&lt;br /&gt;
* Die Blüte S.163, Dieter Heß (1990)&lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.490, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (2008)&lt;br /&gt;
* Dumonts große Kräuter-Enzyklopädie S.339, Deni Bown (1996)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.141, S.G.Fleischhauer, J.Guthmann, R.Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* Essbare Landschaften S.36, Olaf Schnelle, Ralf Hiener (2003)&lt;br /&gt;
* Essbare Wildbeeren und Wildpflanzen S.84, Detlev Henschel (2002)&lt;br /&gt;
* Feld- Wald- und Wiesenkochbuch S. 108, Eve Marie Helm (1978)&lt;br /&gt;
* Illustriertes Heil-, Gift- und Nutzpflanzenbuch S.21, Adelbert von Chamisso (1827)&lt;br /&gt;
* Illustrierte Morphologie der Blütenpflanzen S.110, Adrian D. Bell (1991)&lt;br /&gt;
* Jungfer im Grünen und Tausendgüldenkraut, vom Zauber alter Pflanzennamen S.105, Rosemarie Gebauer (2015)&lt;br /&gt;
* Kräuter S.170, Burkhard Bohne (2010)&lt;br /&gt;
* New Kreüterbuch Cap.CCCXXXIIII, Leonhart Fuchs (1543)&lt;br /&gt;
* Pflanzenmedizin S.175, Jean-Marie Pelt (1981)&lt;br /&gt;
* Sechzig einheimische Wildpflanzen... S.22, Detlev Arens (1991)&lt;br /&gt;
* Weeds S.102, S.193, Richard Mabey (2010)&lt;br /&gt;
* Wildblumen im Hausgarten S.71, John Stevens (1987)&lt;br /&gt;
* Wintergemüse anbauen S.158, Burkhard Bohne (2018)&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 3/2018 S.6, 1/2021 S.55&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Das Scharbockskraut gehört zu den ersten Pflanzen, die im Frühjahr erscheinen. Da es nur für kurze Zeit Licht braucht, wächst es gern an feuchten Standorten, die im Sommer beschattet sind, also auch in Wäldern. Die rundlichen glänzenden Blätter liegen dicht an der Erdoberfläche, bilden dort bei gutem Nährstoffangebot ganze Teppiche.Diese frühen Blätter waren nach dem Winter eine sehnlich erwartete Vitaminquelle. Scharbock ist eine alte Bezeichnung für Skorbut, eine Erkrankung, der ein starker Vitamin-C-Mangel vorausgeht. Im Winter war im nördlichen Mitteleuropa nicht viel vitaminreiche Kost zu finden und dauerte die kalte Jahreszeit länger an, als erwartet, so litt fast jeder unter leichten Formen des Skorbut. Die leicht scharfen Blätter des Scharbockskrautes wurden also geerntet, wo immer sie zu finden waren. Nur solange das Kraut nicht blüht, darf es gegessen werden. Wenn die wie lackiert wirkenden gelben Blüten erscheinen, sammeln sich Giftstoffe in der Pflanze an und sie wird ungenießbar. Kurz nach der Blüte ist der sichtbare Teil des Lebenszyklus beim Scharbockskraut auch schon vorbei. Innerhalb von wenigen Tagen welken die eben noch so saftig grünen Blätter als wären sie vertrocknet. Die gesammelten Nährstoffe wandern in die kleinen Knöllchen, die der Pflanze zu dem Namen Feigwurz verholfen haben, weil sie Feigwarzen ähnlich sehen, gegen die sie als Heilmittel verwendet wurden. Schon im Juni ist nichts mehr zu sehen von dem frühen Bodendecker und erst im nächsten Februar taucht er wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Wildform existieren verschiedene Zuchtformen und Zufallssämlinge in unterschiedlichen Gelbtönen, mit einfachen und gefüllten Blüten. Auch die Laubfarbe variiert von grün über bräunliche Töne bis dunkel lila. Diese Kulturformen sind weniger invasiv als ihr wilder Vorfahre und lassen sich im Garten gut zwischen sommergrünen Stauden und vor Gehölzen einsetzen. Sinnvoll ist die Pflanzung von kleineren Gruppen, damit im Beet nach dem Einziehen keine Löcher entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;br /&gt;
[[Category:Hahnenfußgewächse]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
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