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	<title>Pflanzenwiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-08-12T03:51:08Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=F%C3%A4rberkrapp_(Rubia_tinctorum)&amp;diff=19819</id>
		<title>Färberkrapp (Rubia tinctorum)</title>
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		<updated>2026-08-10T13:31:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Färberkrapp1.jpg|miniatur|450px|Färberkrapp, Austrieb (31.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Färberkrapp3.jpg|miniatur|450px|Färberkrapp, Blüte (6.8.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Färberkrapp2.jpg|miniatur|450px|Färberkrapp, Früchte (9.9.)]]&lt;br /&gt;
Färberröte&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Rubia« von der indogermanischen Wurzel rudhio - rot, »tinctoria« lat. tinctorius - Färber-&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Madder&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Rötegewächse, Rubiaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Südeuropa, Kleinasien&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, rote färbende Pfahlwurzel, bis 2m lange Triebe mit harten Widerborsten besetzt mit denen sich die Pflanze in der umgebenen Vegetation nach oben zieht, Blüten in den Blattachseln in offenen Trugdolden, breitet sich über Wurzelausläufer aus &lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig, bevorzugt lehmig-sandigen nahrhaften Boden der nicht austrocknen sollte&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Juni ,Juli, August&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
unauffällige Trugdolden mit kleinen gelbgrünen vierzähligen Blüten&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
September, Oktober&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
kleine schwarze Beere&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Aussaat oder Stecklinge&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
oberirdisch absterbend, frosthart, in sehr kalten Wintern ist eine Abdeckung mit Kompost oder Tannengrün angeraten&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
die kleinen Blüten werden häufig von Ameisen besucht&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
die Pflanze neigt zum Wuchern, überwächst im Sommer alles, was ihr in die Quere kommt, verursacht beim Ausreißen heftige Schrammen&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
getrocknete Wurzel zum Färben von Stoffen, erst beim Trocknen entsteht der rote Farbstoff, früher in Medikamenten zur Verhinderung von Gallen- und Blasensteinen eingesetzt &lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Farbstoffe Alicarin, Pseudopurpurin, Lucidin, organische Säuren, fettes Öl&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend, Jungpflanzen vorhanden&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.165, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (2009)&lt;br /&gt;
* Die Weltgeschichte der Pflanzen S.425, Wolfgang Seidel (2012)&lt;br /&gt;
* Illustriertes Heil-, Gift- und Nutzpflanzenbuch S.179, Adelbert von Chamisso (1827)&lt;br /&gt;
* Kölbls Kräuerfibel S.183, Konrad Kölbl (1993)&lt;br /&gt;
* Kräuter S.172, Burkhard Bohne (2010)&lt;br /&gt;
* New Kreüterbuch Cap.CVII, Leonhart Fuchs (1543)&lt;br /&gt;
* Nutzpflanzen in Deutschland S.419, Udelgard Körber-Grohne (1987)&lt;br /&gt;
* Obst, Gemüse und Kräuter Karls des Großen S.292, Karl Josef Strank, Jutta Meurers-Balke (2008)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Der Färberkrapp ist sowas wie der große Bruder des Klettenlabkrautes. Im Gegensatz zu diesem ist er ausdauernd und kommt jedes Jahr aus seiner kräftigen, zähen Wurzel wieder. Die jungen Triebe sind von kräftigem Grün, die schmalen Blätter sitzen in Quirlen um denn vierkantigen Stängel. Stängel und Blätter sind mit winzigen Widerhaken versehen, die sich sehr erfolgreich an allem festhalten, was rundherum wächst. Nach einer kurzen Orientierungsphase kennt die Pflanze kein Halten mehr und überwächst jede Konkurrenz in kurzer Zeit. Genau wie das Klettenlabkraut ist sie auf Kletterhilfen angewiesen, der Stängel bleibt weich und instabil. Ein bisschen Vorsicht ist geboten im Umgang mit dem bald dichten Gewirr aus Trieben, die Widerhäckchen machen die ganze Pflanze so rau, dass sie auf der Haut schmerzhafte Schrammen hinterlässt. Die kleinen gelben Blüten fallen kaum auf, eher schon die sich im Anschluss entwickelnden schwarzen Beeren. Die darin enthaltenen Samen sind dann wieder genauso keimfreudig wie die des Klettenlabkrautes, was im folgenden Frühjahr deutlich wird. Färberkrapp braucht ein mildes Klima, wurde in Deutschland besonders in Weinbaugegenden angebaut, so zum Beispiel im Rheintal. Von der Antike bis ins Mittelalter war Krapprot ein begehrtes Handelsgut. Die Verarbeitung der Pflanze verlangte allerdings viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl. Die Farbstoffe sind im Zellsaft der Wurzeln gelöst, bilden erst beim Trocknen feste Pigmente. Die ein bis mehrjährigen Pflanzen wurden nach dem Absterben im Herbst gerodet, gesäubert und in Trockenhäusern getrocknet. Nach dem Vermahlen wurde mit dem Pulver Wolle, Seide, Baumwolle aber auch Leder gefärbt. Dazu musste Garn oder Tuch zunächst mit Metallsalzen gebeizt werden, die anschließende Färbung war dann sehr haltbar. Durch unterschiedliche Metallsalze waren Farbtöne von bordeauxrot über violett bis fast schwarz möglich. Im Jahre 1869 gelang es, den Krappfarbstoff - das Alicarin - künstlich herzustellen, wenig später brach der Anbau der Pflanze komplett zusammen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Japan_Mahonie_(Mahonia_japonica)&amp;diff=19818</id>
		<title>Japan Mahonie (Mahonia japonica)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Japan_Mahonie_(Mahonia_japonica)&amp;diff=19818"/>
		<updated>2026-08-10T13:29:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Japanmahonie3.jpg|miniatur|300px|Japan Mahonie, Austrieb (8.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Japanmahonie2.jpg|miniatur|450px|Japan Mahonie, Austrieb (6.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Japanmahonie1.jpg|miniatur|300px|Japan Mahonie, Blüte (29.10.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Japanmahonie4.jpg|miniatur|450px|Japan Mahonie, Fruchtansatz und Austrieb (5.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Japanmahonie5.jpg|miniatur|300px|Japan Mahonie, reife Früchte (17.6.)]]&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Mahonia« nach Bernard MacMahon (1775-1816), amerikanischer Botaniker irischer Herkunft, »japonica« japanisch, Erstbeschreibung 1821 durch Augustin Pyrame de Candolle (1778-1841) schweizer Botaniker&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Japanese Mahonia&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Berberitzengewächse, Berberidaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Japan, Ostasien&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, mehrtriebiger Strauch mit langen gefiederten Blattspreiten, Einzelblätter am Rand in spitzen Dornen auslaufend, bis 2m hoch, Blütenstand endständig, das Kernholz hat durch den Farbstoff Berberin eine intensiv gelbe Farbe &lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
halbschattig, nahrhafter Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
(November), Dezember, Januar, (Februar)&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
aufrechte Traube mit gelben Blüten, intensiv honigartig duftend, die Honigdrüsen sind paarig an den Staubfäden angeordnet&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juni, Juli, hier im Garten 2019 erstmals Fruchtansatz&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
bläulich bereifte Beeren in langen Rispen, die unter dem Gewicht der Beeren nach unten hängen, die kernlosen Beeren sind von einer Wasser abweisenden Schicht umhüllt und schwimmfähig&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
frosthart bis etwa -10°C, bei niedrigeren Temperaturen zurückfrierend, Wurzel hält tiefere Temperaturen aus&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
die Blüte beginnt zwar zu einer für Insekten ungünstigen Zeit, zieht sich aber bis in den März hin, sobald Honigbienen unterwegs sind, belagern sie die Blüten&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
entfernen der abgestorbenen Blätter, die sonst herumliegen und stechen, bei länger anhaltendem Frost unter -10°C ist eine Abdeckung sinnvoll&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Duftpflanze, die Beeren sind essbar, lassen sich zu Saft (sehr sauer), Gelee oder Sirup verarbeiten&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Berberin in allen holzigen Teilen, ätherische Öle in den Blüten, in den Früchten Vitamin C, Anthocyane&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
zur Zeit abwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Ein Garten der Düfte S.132, Helga Urban (1999)&lt;br /&gt;
* Mein Garten S.409, Vita Sackville-West (1951-1958)&lt;br /&gt;
* Thoughtful Gardening S.23, Robin Lane Fox (2010)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte Und Geschichten====&lt;br /&gt;
In milden Jahren, wenn der Herbst nicht enden will und mit ein paar kälteren Einbrüchen direkt in den Frühling übergeht, blüht die Japan Mahonie tatsächlich zu Weihnachten. Die leuchtend gelben Blütenkerzen stehen dann über den langen stechenden Blattspreiten und ihr intensiver Honigduft hängt meterweit wahrnehmbar in der Luft. Hin und wieder schaut ein aus der Zeit gefallenes Insekt vorbei und labt sich am Nektar. Sollte die Temperatur dann doch unter -10°C fallen ist es leider vorbei mit dem goldenen Schmuck. Der Strauch selbst verträgt noch etwas tiefere Temperaturen, die Blüten jedoch nicht. Erst bei lang andauerndem strengem Frost erfrieren auch die Blätter, fallen im Frühjahr ab und stechen jeden der ihnen zu nahe kommt. Auch wenn der Strauch im Frühjahr aussieht, als hätte er das Leben ausgehaucht, sollte nicht zu schnell zu drastischen Maßnahmen gegriffen werden, manchmal besinnt er sich und treibt im Juli doch wieder aus. Da die Japan Mahonie das ganze Jahr über grün bleibt, sollte sie nicht in der prallen Sonne stehen. Erstaunlich gut kommt sie mit schattigen Lagen zurecht, bleibt allerdings eher klein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kulinarisches====&lt;br /&gt;
In dem seltenen Fall, dass an der Japan-Mahonie Früchte ausreifen, lassen diese sich durchaus in der Küche verwenden. Die rohen Früchte sind sehr sauer, in Sirup eingekocht sind sie eine schmackhafte Zutat in Joghurt oder Obstsalat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mahonien-Beeren-Sirup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zutaten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 250 g  Mahonien-Beeren&lt;br /&gt;
* 500 ml Wasser&lt;br /&gt;
* 500 g  Zucker&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*        Wasser und Zucker aufkochen, fünf Minuten köcheln und anschließend abkühlen lassen&lt;br /&gt;
*        Mahonien-Beeren verlesen, eventuell waschen (dann gut abtrocknen lassen), in ein Gefäß entsprechender Größe geben und mit dem Sirup übergießen (die Beeren bleiben trocken und schwimmen an der Oberfläche)&lt;br /&gt;
*        das verschlossene Gefäß etwa drei Wochen im Kühlschrank durchziehen lassen, im oberen Bereich färbt sich die Flüssigkeit lila&lt;br /&gt;
*        Sirup mit Früchten kurz aufkochen, entweder mit Früchten oder getrennt in saubere Gläser füllen und sofort verschließen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Gehölze]]&lt;br /&gt;
[[Category:Duftpflanzen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Rezepte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Andorn_(Marrubium_vulgare)&amp;diff=19817</id>
		<title>Andorn (Marrubium vulgare)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Andorn_(Marrubium_vulgare)&amp;diff=19817"/>
		<updated>2026-08-09T15:52:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Andorn1.jpg|miniatur|450px|Andorn, Austrieb (17.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Andorn2.jpg|miniatur|450px|Andorn, Blüte (17.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Andorn3.jpg|miniatur|450px|Andorn, Samenstand (24.12.)]]&lt;br /&gt;
Berghopfen, Dorant, Taurant, Gottvergess, Berghopfen&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Marrubium« von hebr. mar - bitter und rob - viel , lat. marrubius - Berghopfen, »vulgare« lat. gewöhnlich, Erstbeschreibung 1753 durch Carl von Linné (1707-1778), schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
White Hoarhound&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Lippenblütler, Lamiaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Europa, Asien, Nordamerika&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, vierkantiger Stängel, 20-60cm hoch, Blätter kreuzgegenständig, rundlich, stark gerunzelt, ganze Pflanze dicht weiß behaart, längere Stängel werden leicht instabil, ganze Pflanze herb duftend&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
Naturstandorte sind Wegränder und offenes Ödland, in Deutschland vom Aussterben bedroht, im Garten sonniger Standort mit eher magerem durchlässigem Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Juli, August, September&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
aus den Blattachseln wachsende Scheinquirle mit kleinen weißen Lippenblüten, Oberlippe geteilt, was wie zwei Hörner aussieht&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
August, September, Oktober&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
Blütenkelche versteifen während der Samenreife, kleine dunkle Samen&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Aussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
da die Pflanze ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt, ist sie nicht ganz zuverlässig frosthart, braucht bei längerem Kahlfrost Winterschutz, in milden Wintern bleibt sie grün&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Hummeln und Bienen&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
Rückschnitt im Frühjahr, eventuell Blütenstände hochbinden&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Tee aus blühendem Kraut wirkt magenstärkend, appetitanregend, Husten stillend, entzündungshemmend, äußerlich als Auflage bei Geschwüren und Wunden, junge Blätter und Triebspitzen mit Blütenknospen als bitter-scharfes Gewürz oder zum Aromatisieren von alkoholischen Getränken&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Diterpene, Flavonoide, Marrubiin, Cholin, Phenylpropanderivate, Lamiaceen-Gerbstoffe, Zimtsäurederivate&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.42, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (1999)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Pflanzen S.551, Fleischhauer, Guthmann, Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* Giftpflanzen Pflanzengifte S.487, Roth, Daunderer, Kormann (1994)&lt;br /&gt;
* Illustriertes Heil-, Gift- und Nutzpflanzenbuch S.215, Adelbert von Chamisso (1827)&lt;br /&gt;
* Kräuter S.142, Burkhard Bohne (2010)&lt;br /&gt;
* The Morville Year S.14, Katherine Swift (2011)&lt;br /&gt;
* Wo der Pfeffer wächst S.17, Hansjörg Küster (1987)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Schon Hippokrates kannte die schädlingsabwehrende Wirkung des Andorn und auch seine heilsame Wirkung bei Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, der Leber und der Lunge. Archäologische Funde datieren die Anwesenheit des Andorn in Mitteleuropa bereits auf die Zeit um 4000 v.Chr. Die aus dem Mittelmeerraum stammende Pflanze wurde in klimatisch begünstigten Gegenden angebaut, so auf der Bodensee-Insel Reichenau. Zuständig für die Verbreitung von Heilpflanzen waren die Mönche und ihre Klostergärten. Die häufig von Mauern umgebenen Gärten besaßen ein milderes Kleinklima als die Umgebung, so dass auch empfindlichere Pflanzen leichter über den Winter zu bringen waren. Aus den Klöstern gelangte der Andorn in die Bauerngärten und von dort aus schließlich auch in die Freiheit. Vereinzelt finden sich in Deutschland auch heute noch Bestände, die aber so rückläufig sind, das die Pflanze unter Schutz gestellt wurde. 2018 war sie die Heilpflanze des Jahres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;br /&gt;
[[Category:Lippenblütler]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Kategorie:Termine&amp;diff=19816</id>
		<title>Kategorie:Termine</title>
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		<updated>2026-08-09T07:10:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;TERMINE IM GARTEN UND ANDERSWO&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pflanzenkundliche Führungen 2026 um und auf den Spandauer Hahneberg, Schwerpunkt Essbare Pflanzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Samstag, 29.August 10:00&lt;br /&gt;
* Samstag, 19. September 10:00&lt;br /&gt;
* Samstag, 10.Oktober 10:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Führungen dauern etwa zwei bis zweieinhalb Stunden. Sie sind kostenlos, Spenden für die Naturschutzstation sind aber willkommen. Treffpunkt ist die Naturschutzstation Hahneberg, Heerstraße 549, 13593 Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* eine Anmeldung bei der Naturschutzstation ist erforderlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Langer Tag der StadtNatur 2027&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Samstag, 12.6. von 13:00 bis 15:30&lt;br /&gt;
* Sonntag, 13.6. von 13:00 bis 15:30&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kraut und Unkraut im Garten und in der Küche, zweieinhalb Stunden in meinem Garten Pflanzen und ihre Verwendung kennenlernen, gemeinsam Sirup, Salze, Zucker oder Öle ansetzen, und zum Abschluss ein gemütliches Essen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Teilnehmerzahl ist auf je 15 Personen begrenzt, eine Anmeldung bei der Stiftung Naturschutz ist erforderlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offene Gärten 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Samstag,12. und Sonntag, 13.September 10:00-18:00 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Eintritt für alle 2026 geöffneten Gärten kostet einmalig 5€.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kraut und Unkraut in Garten und Küche - Genussvolle Stunden in meinem Garten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie haben noch nie was von Suhosinen, Haferschlehen, Pilzkraut oder Zimmerknoblauch gehört? Wollen Sie mehr wissen, heimische und exotische Kräuter und Früchte kennen und verarbeiten lernen? &lt;br /&gt;
Für Gruppen ab fünf Personen biete ich etwa dreistündige Workshops zu unterschiedlichen Themen an, inklusive Essen aus dem Garten.&lt;br /&gt;
Kosten pro Person 15€.&lt;br /&gt;
Termine auf Anfrage&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Gelber_Fingerhut_(Digitalis_lutea)&amp;diff=19815</id>
		<title>Gelber Fingerhut (Digitalis lutea)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Gelber_Fingerhut_(Digitalis_lutea)&amp;diff=19815"/>
		<updated>2026-08-05T13:28:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Gelberfingerhut3.jpg|miniatur|450px|Gelber Fingerhut, junge Rosette (27.8.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gelberfingerhut1.jpg|miniatur|450px|Gelber Fingerhut, Austrieb (13.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gelberfingerhut2.jpg|miniatur|300px|Gelber Fingerhut, Blüte (12.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gelberfingerhut5.jpg|miniatur|300px|Gelber Fingerhut, Blüte (24.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gelberfingerhut4.jpg|miniatur|300px|Gelber Fingerhut, Samenstand (28.1)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gelberfingerhut6.jpg|miniatur|450px|Gelber Fingerhut Samen]]&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Digitalis« von lat. digitale - Fingerhut als Schneiderutensil, »lutea« lat. gelb, Erstbeschreibung durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
small yellow Foxglove&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Wegerichgewächse, Plantaginaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Mittel- und Westeuropa&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd aber nicht allzu langlebig, Rosette mit langen schmalen hellgrünen Blättern, ganzrandig oder schwach gezähnt, ältere Pflanzen entwickeln durch Wurzelsprosse mehrere Triebe, Blütenstand einseitwendig etwa 80cm hoch&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, normaler eher kalkhaltiger Gartenboden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
(Juni), Juli, August&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
kleine blassgelbe röhrige Glocke mit breiter, spitz zulaufender Unterlippe, am Rand und innen weich borstig behaart&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
September, Oktober&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
kleine hellbraune mehrfächerige Kapsel, teils aufrecht, teils hängend, bis in den Winter an den vertrockneten Stängeln haftend, kleine helle Samen, die vom Wind oder vorbei laufenden Tieren heraus geschüttelt werden&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Aussaat, die Samen bleiben im Boden mehrere Jahre keimfähig, so dass auch nach längerer Zeit Jungpflanzen auftauchen können&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
grün überwinternd&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
kleine Bienen- und Hummelarten&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
entfernen der abgeblühten Blütenstände stärkt die Pflanze&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Blätter, keine Selbstmedikation da giftig&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Cardenolide, Lanatosid, Acetyldigtoxin, Digitoxin&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* A Contemplation upon Flowers S.147, Bobby J. Ward (1999)&lt;br /&gt;
* Blattrosetten S.40, Raimund Fischer (1997)&lt;br /&gt;
* Giftpflanzen Pflanzengifte, Roth, Daunderer, Kormann (1994)&lt;br /&gt;
* Illustriertes Heil-, Gift- und Nutzpflanzenbuch S.197, Adelbert von Chamisso (1827)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Wo auch immer in der näheren Umgebung meines Gartens der Gelbe Fingerhut ein Zuhause hat, zu mir kam er ohne mein Zutun. Möglicherweise haben Vögel die Samen mitgebracht, die dann am Rand eines Gemüsebeetes auskeimten und so schöne Rosetten ausbildeten, dass ich sie unmöglich ausreißen konnte. Im ersten Jahr ist die Rosette bei freiem Stand sehr gleichmäßig aufgebaut, fast schon ein grafisches Meisterwerk. Ab dem zweiten Jahr vergrößert sich die Wurzel und bildet mehrere Sprosse, die dann konkurrieren und der Pflanze ein kompakteres Aussehen verleihen. Sind die Sprosse stark genug, so wächst aus jedem ein Stängel mit röhrigen hell gelben Blüten, die relativ klein bleiben und von kleineren Hummel- und Bienenarten besucht werden, die in der Lage sind, sich durch die enge Öffnung bis zum Nektar vor zu arbeiten. Während der zweijährige Rote Fingerhut nach der Blüte abstirbt, ist der Gelbe Fingerhut ausdauernd und bleibt mehrere Jahre an seinem Standort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:Gelberfingerhut6.jpg&amp;diff=19814</id>
		<title>Datei:Gelberfingerhut6.jpg</title>
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		<updated>2026-08-05T13:27:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Ackerwitwenblume_(Scabiosa_arvensis)&amp;diff=19813</id>
		<title>Ackerwitwenblume (Scabiosa arvensis)</title>
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		<updated>2026-08-05T13:26:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Ackerwitwenblume1.jpg|miniatur|450px|Ackerwitwenblume, Austrieb (31.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ackerwitwenblume3.jpg|miniatur|300px|Ackerwitwenblume, Blüte (24.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ackerwitwenblume2.jpg|miniatur|300px|Ackerwitwenblume, pink farbene Blüte (24.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ackerwitwenblume4.jpg|miniatur|450px|Ackerwitwenblume, Samenstand (30.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ackerwitwenblume5.jpg|miniatur|450px|Ackerwitwenblume, Samen]]&lt;br /&gt;
Witwenblume, Wiesen-Scabiose, Krätzenkraut, Wiesen-Witwenblume, Knautie&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Scabiosa« von lat. scaber - rau, kratzig, »arvensis« von lat. arva- -Ackerland, Saatland, Erstbeschreibung 1759 durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher, Synonym Knautia arvensis&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Field Scabious&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Kardengewächse, Dipsacaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Europa&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, horstig, Blätter oval-lanzettlich behaart, flach aufliegend, Blütenstand bis 70cm hoch, instabil&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig, trockene Wiesen, eher magerer Boden, in Höhenlagen bis etwa 1500m&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Juni, Juli, August&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
flach ausgebreitete Kelchblätter mit leicht gewölbt angeordneten röhrigen lila (selten weiß oder rosa) Blüten, bis zu 50 Einzelblüten&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
September&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
die Samen sitzen auf dem gewölbten Blütenboden haben oben sternförmig angeordnete zarte Borsten mit denen sie im Fell von vorbei laufenden Tieren hängen bleiben und so verbreitet werden&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Aussaat im Frühjahr, Selbstaussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
grün überwinternd&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch verschiedene Bienenarten, Hummeln und Schmetterlinge, Blätter sind Nahrung für die Raupen von Skabiosenschwärmer, Goldener Scheckenfalter, Gelbgefleckter Mohrenfalter, die Samen werden von verschiedenen Finken gefressen&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
Rückschnitt im Frühjahr, eventuell hochbinden der Blütenstände&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
junge Blättchen als Salatzutat&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Mineralstoffe, Vitamine, ätherische Öle, Flavonoide, Bitterstoffe&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Bienenweide und Hummelparadies S.148, Dave Goulson (2021)&lt;br /&gt;
* Blattrosetten S.37, Raimund Fischer (1997)&lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.614, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (2008)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.368, S.G.Fleischhauer, J.Guthmann, R.Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* Illustriertes Heil-, Gift- und Nutzpflanzenbuch S.222, Adelbert von Chamisso (1827)&lt;br /&gt;
* New Kreüterbuch Cap.CCLXXIII, Leonhart Fuchs (1543)&lt;br /&gt;
* Wildblumen im Hausgarten S.156, John Stevens (1987)&lt;br /&gt;
* Wildpflanzen für jeden Garten S.79, Reinhard Witt (1994)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Die Ackerwitwenblume gehört in jede sommerliche blühende Wiese. Die ausdauernde Pflanze senkt ihre Pfahlwurzel tief in den Boden und lässt sich von sommerlicher Trockenheit nur wenig beeindrucken. Ihre Blüten schweben im Grün, gehalten von den umstehenden Gräsern, der eigene Stängel ist nur anfangs stabil genug, braucht später etwas Halt, da er weiter in die Länge wächst und sich verzweigt. Was auf den ersten Blick wie eine Blüte aussieht, ist ein Zusammenschluss von vielen einzelnen kleinen lila Blüten, die halbkugelig auf dem Blütenboden sitzen. Die sternförmig angeordneten Kelchblätter verschwinden darunter, werden erst wieder sichtbar, wenn die Samen reifen. Die sitzen recht locker und fallen häufig schon aus, wenn sie noch grün sind. Sie tragen am oberen Rand, der wie ein Stern geformt ist zarte haarige Borsten, mit denen sie im Fell vorbei streifender Tiere hängen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Namen »Krätzenkraut« verdankt die Pflanze ihrer Nutzung als Mittel gegen Hautleiden. Leonhart Fuchs schreibt in seinem Kreüterbuch: »Es ist aber sonderlich gut un nütz zu allerley grind und rauden, so man das kraut mit bletter un blumen zerstoßt und den leib damit reibt«. Heute wird die Ackerwitwenblume kaum noch als Heilpflanze verwendet, die jungen Blätter lassen sich aber als Gemüse oder im Salat einsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Mehrjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:Ackerwitwenblume5.jpg&amp;diff=19812</id>
		<title>Datei:Ackerwitwenblume5.jpg</title>
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		<updated>2026-08-05T13:26:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Wiesenlabkraut_(Galium_mollugo)&amp;diff=19811</id>
		<title>Wiesenlabkraut (Galium mollugo)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Wiesenlabkraut_(Galium_mollugo)&amp;diff=19811"/>
		<updated>2026-08-05T13:25:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiesenlabkraut1.jpg|miniatur|450px|Wiesenlabkraut, Austrieb (7.2.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiesenlabkraut2.jpg|miniatur|450px|Wiesenlabkraut, Blüte (27.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiesenlabkraut3.jpg|miniatur|450px|Wiesenlabkraut, Samen (15.8.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiesenlabkraut4.jpg|miniatur|450px|Wiesenlabkraut, Samen]]&lt;br /&gt;
Grasstern&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Galium« lat. galion - eine Sippe (Bedeutung und Herkunft unklar), »mollugo« abgeleitet von lat. mollis - weich&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Hedge Bedstraw&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Rötegewächse, Rubiaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Mitteleuropa&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, aufsteigende bis liegende weiche Pflanze mit dunkelgrünen Quirlen aus 7-9 Blättern an vierkantigen Stängeln, bis 60cm hoch, rispenartiger Blütenstand teils aufrecht, teils liegend, Austrieb häufig schon Ende Februar bis Anfang März&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, nahrhafter Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Juni, Juli&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
Rispe mit winzigen weißen vierzähligen Blüten&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
September&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
kleine borstige Kugeln, Spaltfrucht&lt;br /&gt;
====Vermehrung====&lt;br /&gt;
durch Teilung, Selbstaussaat &lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
meist im Spätwinter absterbend, teilweise aber auch grün bleibend, Wurzel frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Fliegen und Käfer, Futterpflanze für viele Schmetterlingsraupen (Taubenschwänzchen, Weinschwärmer, Purpurbär, Labkrautschwärmer, verschiedene Spanner und Eulenfalter)&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
keine Pflege nötig&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
junge Triebe als Salatbeigabe, in Pesto oder Kräuterquark, der Geschmack ist leicht süßlich und frisch, mit etwas Schärfe im Abgang, volksmedizinisch wird der Tee bei Blasen- und Nierenleiden eingesetzt&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Glycoside (Asperulosid), Gerbstoffe, Kieselsäure, Flavonoide, ätherische Öle, in der Wurzel Alizarin, ein roter Farbstoff, der zum Färben von Stoffen verwendet wurde&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend. Jungpflanzen vorhanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.334, S.G.Fleischhauer, J.Guthmann, R.Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* Kräuter, Gefährten am Wegesrand S.49, Ursula Stumpf (2018)&lt;br /&gt;
* Wildblumen im Hausgarten S.178, John Stevens (1987)&lt;br /&gt;
* Wildpflanzen für jeden Garten S.63, Reinhard Witt (1994)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Das Wiesenlabkraut ist eine ausdauernde Pflanze mit einnehmendem Wesen. Der Wurzelbereich ist recht übersichtlich, aber gut verankert, mit den Jahren werden die im Frühjahr erscheinenden Triebe immer umfangreicher. Zunächst wachsen sie aufrecht, können ihr eigenes Gewicht aber nicht lange tragen. Spätestens mit der Blütenbildung legen sich die langen weichen Stängel auf den Boden oder die umgebende Vegetation, wenn sie nicht in einer Wiese vom umstehenden Grün gehalten werden. Die winzigen vierzähligen Blüten stehen in Rispen, die zunächst eng gedrängt wachsen, sich im Verlauf der Blüte aber immer weiter auseinander ziehen und wie Schaum über das Laub gebreitet wirken. Die jungen Triebe des Wiesenlabkrautes haben einen angenehm frischen Geschmack und lassen sich schon zeitig im Jahr als Zutat zu Wildkräutersalaten verwenden. Sie wirken entsäuernd und reinigend. Wie auch andere Labkrautarten enthalten die Triebe und Wurzeln Lab, in Ferment, das Milch gerinnen lässt und schon in der Steinzeit zur Herstellung von Käse genutzt wurde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:Wiesenlabkraut4.jpg&amp;diff=19810</id>
		<title>Datei:Wiesenlabkraut4.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:Wiesenlabkraut4.jpg&amp;diff=19810"/>
		<updated>2026-08-05T13:24:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=H%C3%A4ngepolsterglockenblume_(Campanula_poscharskyana)&amp;diff=19809</id>
		<title>Hängepolsterglockenblume (Campanula poscharskyana)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=H%C3%A4ngepolsterglockenblume_(Campanula_poscharskyana)&amp;diff=19809"/>
		<updated>2026-08-05T13:23:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hängepolsterglockenblume2.jpg|miniatur|450px|Hängepolsterglockenblume, überwinternde Pflanze (14.1)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hängepolsterglockenblume3.jpg|miniatur|450px|Hängepolsterglockenblume, Blütenknospen (5.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hängepolsterglockenblume1.jpg|miniatur|450px|Hängepolsterglockenblume, Blüte (12.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hängepolsterglockenblume4.jpg|miniatur|450px|Hängepolsterglockenblume mit Glockenblumenscherenbiene (23.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hängepolsterglockenblume5.jpg|miniatur|450px|Hängepolsterglockenblume, Samen]]&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Campanula« lat. Glockenblume von campana - Glocke, »poscharskyana« nach Gustav Adolf Poscharsky (1832-1915) deutscher Botaniker, Erstbeschreibung 1928 durch Arpád von Degen (1866-1934) ungarischer Botaniker&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Serbian Bellflower, Trailing Bellflower&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Glockenblumengewächse, Campanulaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Balkangebiet&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, vieltriebige Polster bildend, Blätter rundlich, glatt, leicht gezähnt oder gewellt, Blütentriebe flach um die Pflanze herum aufliegend, reich blühend&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, kommt aber auch in schattigen Bereichen zu Recht, eher magerer Boden ohne Staunässe, setzt sich gerne in Mauerfugen oder zwischen Wegplatten&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Mai, Juni, Juli, (September), (Oktober), (November),(Dezember)&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
bis 25cm lange aufliegende Stängel mit aufgereihten Blüten. Kelchblätter und Außenseite der Kronblätter locker borstig behaart, meist fünfzählige sternartig geöffnete Glocke, nicht hängend, leicht variierende Blautöne, heller Schlund, im Herbst teilweise Nachblüte&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
August, September&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
kleine Streukapsel mit seitlichen Öffnungen, viele winzige Samen&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Teilung älterer Pflanzen, Selbstaussaat, die Sämlinge können in der Blütenfarbe leicht variieren&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
grün überwinternd&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Hummeln und Bienen (Glockenblumen-Scherenbiene)&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
nach der Blüte Blütentriebe entfernen (lassen sich leicht ausreißen)&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Blüten und Blätter sind essbar, die Blüten ergeben hübsche Farbtupfer im Salat oder auf Kuchen&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
in der Wurzel Inulin, in den Blättern Vitamin C&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend, Jungpflanzen vorhanden&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* A Contemplation upon Flowers S.60, Bobby J.Ward (1999)&lt;br /&gt;
* Gartenlust und Gartenfrust S.84, Heide Rau, Marion Nickig (2004)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Elf Monate im Jahr besteht diese eher kleinwüchsige Glockenblume aus einem Polster aus fast runden Blättern, während der übrigen vier Wochen im Frühsommer explodiert sie förmlich und wird zu einem Meer aus kleinen blauen Glocken. Die Größe der Pflanze verdoppelt sich dabei, da die Blüten an etwa zwanzig Zentimeter langen Trieben aufgereiht sind, die sich flach auf den Boden legen, von Mauern oder aus Ampeln herunter hängen und kaum zu bändigen sind. Große Ansprüche an Boden oder Licht stellt die Hängepolsterglockenblume nicht, bei Schnecken ist sie höchstens als Versteck beliebt und wenn die Blütezeit vorbei ist, lassen sich die dünnen Stängel ganz einfach herausreißen. Übrig bleibt das friedliche grüne Polster, das jetzt neue Blätter treibt und den Rest des Jahres den Boden bedeckt hält. Manchmal tritt im Spätsommer oder Herbst eine schwache Nachblüte auf. In milden Wintern finden sich sogar um Weihnachten herum noch einzelne Blüten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflanzen breiten sich mit der Zeit über die Wurzeln aus, versamen sich aber auch reichhaltig. Die Sämlinge können in der Farbe variieren, von dunkelblau über lila und hellblau bis zu seltenen weißen Exemplaren. Die Samen keimen nicht nur im Beet sondern auch gerne in Steinfugen und Mauerritzen, halten sich mit ihren fast weißen Wurzeln fest und können selbst an diesen unwirtlichen Stellen größere Bestände bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:H%C3%A4ngepolsterglockenblume5.jpg&amp;diff=19808</id>
		<title>Datei:Hängepolsterglockenblume5.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:H%C3%A4ngepolsterglockenblume5.jpg&amp;diff=19808"/>
		<updated>2026-08-05T13:22:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Waldmeister_(Galium_odoratum)&amp;diff=19807</id>
		<title>Waldmeister (Galium odoratum)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Waldmeister_(Galium_odoratum)&amp;diff=19807"/>
		<updated>2026-08-05T13:21:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Waldmeister1.jpg|miniatur|450px|Waldmeister, Austrieb (15.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Waldmeister2.jpg|miniatur|450px|Waldmeister, Blüte (27.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Waldmeister3.jpg|miniatur|450px|Waldmeister, älterer Blütenstand (29.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Waldmeister4.jpg|miniatur|450px|Waldmeister, Samen]]&lt;br /&gt;
Maikraut, Gliederkraut, Herzensfreund, Halskräutlein, Herzkraut, Waldmandl, Magerkraut&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Galium« von lat. galion - eine Sippe (unklare Deutung), »odoratum« lat. odoratus - duftend, wohlriechend, Erstbeschreibung unter Asperula odorata durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher, 1771 umbenannt in die heutige gültige Form durch Giovanni Antonio Scopoli (1723-1788) italienischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Woodruff&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Rötegewächse, Rubiaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Nord- und Mitteleuropa, Sibirien&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernde flachwurzelnde sich ausbreitende Pflanze, quirlständige Blätter (häufig je acht), mehrere Quirle übereinander, Blütenstand endständig, ganze Pflanze beim Trocknen intensiv duftend&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
halbschattig, unter lichten Bäumen und Sträuchern, nahrhafter Boden, möchte möglichst wenig gestört werden, Laub im Herbst auf den Pflanzen liegen lassen&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
(April), Mai, (Juni)&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
Doldentraube mit winzigen weißen vierzähligen Blüten&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
August&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
kugelige Frucht mit hakigen Borsten&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Teilung älterer Pflanzen, die Jungpflanzen sollten in Lauberde gepflanzt und der Wurzelbereich mit halb verrottetem Laub abgedeckt werden, die ersten vier Wochen darf der Boden nicht austrocknen, Aussaat im Herbst, die Samen brauchen Kälteeinwirkung, keimen unregelmäßig im Frühjahr &lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
teilweise grün überwinternd, sonst oberirdisch absterbend&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch kleine Käfer&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
in Ruhe lassen&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
junge Blätter und Blüten, der typische Heuduft entsteht erst beim Trocknen der Pflanze, Tee wirksam bei Leberleiden , Gelbsucht, mit anderen Trockenkräutern in ein Kissen genäht als Einschlafhilfe, Waldmeister- Bowle als erfrischendes Getränk nicht zu lange ziehen lassen, sonst gibt es bösen Kopfschmerz&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Cumarin, fettes Öl, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Vitamin C, Anthraglycosid&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Blumen und Kräuter, Geheimnisvolle Namen... S.190, Ulrich Völkel (2010)&lt;br /&gt;
* Das Kräuterkulinarium S.42, Maiga Werner (2014)&lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.586, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (2008)&lt;br /&gt;
* Dumonts große Kräuter-Enzyklopädie S.286, Deni Bown (1996)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.335, S.G.Fleischhauer, J.Guthmann, R.Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* Essbare Landschaften S.40, Olaf Schnell, Ralf Hiener (2003)&lt;br /&gt;
* Essbare Wildbeeren und Wildpflanzen S.60, Detlev Henschel (2002)&lt;br /&gt;
* Gartenzeit S.43, Susanne Wiborg (2009)&lt;br /&gt;
* Gewürzpflanzen S.134, Hans E. und Helga Laux, Alfred Tode (1993)&lt;br /&gt;
* Giftpflanzen Pflanzengifte S.364, Roth, Daunderer, Kormann (1994)&lt;br /&gt;
* Klassische Kräuter und Heilpflanzen S.54, Giola Romagnoli, Stefania Vasetti (1996)&lt;br /&gt;
* Kölbls Kräuterfibel S.315, Konrad Kölbl (1993)&lt;br /&gt;
* Kräuter S.129, Burkhard Bohne (2010)&lt;br /&gt;
* Kräuter-Biotika S.81, Felicia Molenkamp (2015)&lt;br /&gt;
* Mein Garten S.136, Vita Sackville-West (1951-1958)&lt;br /&gt;
* Schön aber gefährlich S.94, Helga Urban, Marion Nickig (2009)&lt;br /&gt;
* Sechzig einheimische Wildpflanzen... S.44, Detlev Arens (1991)&lt;br /&gt;
* Was die Kräuterhexen sagen S.120, Maureen u. Bridget Boland (1983)&lt;br /&gt;
* Wilde Ernte S.119, Elsje Bruijnesteijn (2023)&lt;br /&gt;
* Wildpflanzen auf unserem Tisch S.28, Dagmar Lánská (1990)&lt;br /&gt;
* Wildblumen im Hausgarten S.89, John Stevens (1987)&lt;br /&gt;
* Wildpflanzen für jeden Garten S.154, Reinhard Witt (1994)&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 5/2005, 5/2006, 5/2007 S.54, 5/2009 S23, 5/2020 S.56&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Berliner Weiße mit Schuss. Die grüne Farbe stammt natürlich nicht vom Waldmeister und nicht mal der Geschmack dürfte echt sein, aber der Duft ist das, was diese Pflanze auszeichnet. Cumarin heißt die Substanz, die intensiv nach frischem Heu duftet. Frischer Waldmeister ist fast geruchlos, erst nachdem er ein paar Stunden trocknen durfte, wird der Duft freigesetzt. Im Wald kann das vorkommen, wenn auf feuchten üppigen Start eine Trockenperiode folgt, die Pflanzen also welken. Normalerweise nutzt der Waldmeister das eher feuchte Frühjahr, um unter sommergrünen Bäumen den Boden mit seinen kurzen Trieben zu überziehen. Kaum fünfzehn Zentimeter werden die einzelnen Sprosse hoch, sind an den quirlartig angeordneten schmalen Blättern leicht zu erkennen. Die winzigen Blüten sind endständig, zunächst eng beieinander, da die Stängel aber weiter wachsen wird der unregelmäßige Aufbau des Blütenstandes sichtbar. Ameisen sind häufig auf den Blüten zu sehen, aber auch kleine Käfer. Früher war der Mai die Zeit der Waldmeisterblüte, inzwischen sind auch Mitte April schon blühende Pflanzen zu finden. Für die Mai-Bowle sollten aber trotzdem genug blütenlose Stängel zu finden sein, da nur ein Teil der Sprosse Blüten ausbildet. Das Aroma des Waldmeisters wird besonders intensiv, wenn er eine halbe Stunde tiefgekühlt wird, ehe er im Wein ziehen darf. Als kleine Sträußchen gebunden und eingefroren lässt er sich auch für längere Zeit lagern, falls im Mai gerade keine Zeit für die entsprechende Bowle ist. Die Sträußchen müssen dann vorsichtig entnommen (sie zerbröseln leicht) und in die Flüssigkeit gelegt werden. Dort sollten sie nicht zu lange verbleiben, denn eine der unangenehmen Nachwirkungen der Kombination aus Cumarin und Alkohol sind böse Kopfschmerzen. In England wurden die Pflanzenstängel als Mittel gegen Motten in die Kleiderschränke gelegt oder zum besseren Einschlafen unter das Kopfkissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Blüte werden die kleinen Blätter dunkler grün und derb. Im Spätherbst sterben sie ab, sollten aber nicht abgeschnitten werden. Alles Laub, das von umstehenden Bäumen fällt, sollte nach Möglichkeit liegen bleiben, denn aus den sich langsam zersetzenden Blättern zieht die Pflanze ihre Nährstoffe. Während des Winters sind die dicht unter der Erdoberfläche verlaufenden Wurzeln vor zu großer Kälte geschützt. Waldmeister möchte schlicht und einfach in Ruhe gelassen werden, dann bildet er dichte Bestände, die gut beerntet werden können. Der Sirup lässt sich natürlich auch aus dieser Ernte herstellen, steht dem künstlichen geschmacklich nicht nach. Nur grün wird er nicht...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kulinarisches====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waldmeister-Bowle&lt;br /&gt;
* 20   blütenlose Waldmeisterstängel&lt;br /&gt;
* 2 l  Weißwein (trocken oder halbtrocken)&lt;br /&gt;
* 1    Flasche trockener Sekt&lt;br /&gt;
* 6    große Orangen&lt;br /&gt;
* 100g Zucker&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*      Den Waldmeister zu einem kleinen Sträußchen binden und entweder einige Stunden anwelken lassen oder für eine halbe Stunde einfrieren. &lt;br /&gt;
*      Die Orangen schälen, dabei auch die weiße Haut entfernen, Filets heraustrennen und in kleine Stücke teilen.&lt;br /&gt;
*      Orangenfilets und Zucker in ein Gefäß geben, mit einer Flasche Weißwein aufgießen und einige Stunden gekühlt ziehen lassen.&lt;br /&gt;
*      Waldmeister für maximal zwei Stunden in der Bowle schwimmen lassen, dann heraus nehmen&lt;br /&gt;
*      Nach Bedarf die zweite Flasche Wein zugießen und mit dem Sekt auffüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;br /&gt;
[[Category:Rezepte]]&lt;br /&gt;
[[Category:Duftpflanzen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:Waldmeister4.jpg&amp;diff=19806</id>
		<title>Datei:Waldmeister4.jpg</title>
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		<updated>2026-08-05T13:20:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Wiesenplatterbse_(Lathyrus_pratensis)&amp;diff=19805</id>
		<title>Wiesenplatterbse (Lathyrus pratensis)</title>
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		<updated>2026-08-05T13:19:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=====Weitere Namen=====&lt;br /&gt;
Wiesenwicke&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiesenplatterbse1.jpg|miniatur|300px|Wiesenplatterbse, Wuchs (7.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiesenplatterbse2.jpg|miniatur|300px|Wiesenplatterbse, Blüte (17.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiesenplatterbse3.jpg|miniatur|450px|Wiesenplatterbse, Samen]]&lt;br /&gt;
=====Botanischer Name=====&lt;br /&gt;
»Lathyrus« gr. lathyros - Saatplatterbse, Nahrung armer Leute, »pratensis« lat. in der Wiese blühend, Erstbeschreibung 1753 durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
=====Englischer Name=====&lt;br /&gt;
Meadow Vetchling, Yellow Pea, Meadow Pea&lt;br /&gt;
=====Familie=====&lt;br /&gt;
Schmetterlingsblütler, Fabaceae&lt;br /&gt;
=====Verbreitung=====&lt;br /&gt;
=====Wuchs=====&lt;br /&gt;
ausdauernd, Rhizom mit Ausläufern, Stickstoffgewinnung durch Knöllchenbakterien, mehrere Austriebe am Vegetationspunkt, vierkantige Triebe zunächst aufrecht, dann rankend und auf der umstehenden Vegetation aufliegend, Fiedern mit nur einem schmal lanzettlichen Blattpaar und einer endständigen Ranke, &lt;br /&gt;
=====Standort=====&lt;br /&gt;
sonnige Wiesen, eher magerer Untergrund&lt;br /&gt;
=====Blütezeit=====&lt;br /&gt;
Juni, Juli, August, (September)&lt;br /&gt;
=====Blüte=====&lt;br /&gt;
typische Schmetterlingsblüte in Trauben am Ende eines dünnen Stängels, kräftig gelb&lt;br /&gt;
=====Fruchtreife=====&lt;br /&gt;
August, September, Oktober&lt;br /&gt;
=====Frucht=====&lt;br /&gt;
längliche Hülse, anfangs grün, bei Reife fast schwarz, 2-12 unterschiedlich gefärbte annähernd kugelige Samen, etwa kleiner als Erbsen&lt;br /&gt;
=====Vermehrung=====&lt;br /&gt;
durch Aussaat, Selbstaussaat&lt;br /&gt;
=====Frosthärte=====&lt;br /&gt;
oberirdisch absterbend, Wurzel frosthart&lt;br /&gt;
=====Tierische Besucher=====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Hummeln und größere Wildbienen, sogenannte »Kraftblume«, die Bestäuber müssen kräftig genug sein, um die Blüte zu öffnen, Wirtspflanze für verschiedene Falter&lt;br /&gt;
=====Pflege=====&lt;br /&gt;
kaum Pflege nötig, bei zu starkem Wachstum eventuell zurück schneiden&lt;br /&gt;
=====Verwendbare Teile=====&lt;br /&gt;
die Samen lassen sich wie Erbsen verwenden, sollten aber nur in begrenzter Menge gegessen werden, vor dem Kochen einweichen, Einweichwasser wegschütten, gut durchkochen lassen&lt;br /&gt;
=====Inhaltsstoffe=====&lt;br /&gt;
Phytoalexine, Hydroxychalkone, Lathyrogene&lt;br /&gt;
=====Status=====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
=====Literatur=====&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.448, Fleischhauer, Guthmann, Spiegelberger (2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Geschichte und Geschichten=====&lt;br /&gt;
Sie wirkt sehr zierlich, wenn sie im Frühjahr aus der Erde kommt, da inmitten einer Wiese, oft unbemerkt. Mehrere Triebe wachsen gleichzeitig aus dem ausdauernden Rhizom, das sich auch unterirdisch ausbreitet. Die vierkantigen Stängel sind dünn, aber zäh, teilweise geflügelt. An den Knoten wachsen Fiedern mit nur je zwei lanzettlichen Blättern und einer Ranke. Zunächst geht es nach oben, dem Licht entgegen und wo die Ranken die Möglichkeit finden, halten sie sich fest. Die Blütenknospen sitzen fast ohne Stielchen zu mehreren am Ende eines dünnen Stängels. Sie sind unauffällig grün, bis sie sich öffnen, dann wechselt die Farbe zu einem kräftigen gelb. Die Blüten können nur von Hummeln und größeren Bienen bestäubt werden, die in der Lage sind, das Schiffchen nach unten zu drücken, um an den Nektar zu gelangen. Auch jetzt wirkt die Pflanze eher zart, kann aber ganz schön raumgreifend werden, wenn sie sich auf der umstehenden Vegetation ausbreitet und mit den Ranken alles umklammert. Vorübergehend nur, im Herbst ist der Spuk plötzlich wieder verschwunden, von dem Blättergewirr nichts mehr zu sehen. Schon vor den ersten Frösten verabschiedet sich die hübsche Wicke, ruht im Boden bis zum nächsten Frühjahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilde Erbsenarten gehörten besonders bei der ärmeren Landbevölkerung zu den Grundnahrungsmitteln. Einige Arten setzen reichlich Samen an, die dann zur Reifezeit gesammelt wurden. Leider beinhalten die meisten Arten Lathyrogene in unterschiedlicher Konzentration. Diese Stoffe führen bei regelmäßigem Verzehr zu einer Lathyrismus genannten Krankheit, die zu bleibenden Lähmungen, Muskelkrämpfen, Bewegungsstörungen, sowie Veränderungen an Knochen und Blutgefäßen. Eine gelegentliche wilde Mahlzeit ist aber bei richtiger Zubereitung unbedenklich. Die Samen sollten länger eingeweicht werden, am besten über Nacht. Das Einweichwasser wird weg geschüttet und die Erbsen in frischem Wasser gut durchgekocht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:Wiesenplatterbse3.jpg&amp;diff=19804</id>
		<title>Datei:Wiesenplatterbse3.jpg</title>
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		<updated>2026-08-05T13:18:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Scharfer_Mauerpfeffer_(Sedum_acre)&amp;diff=19803</id>
		<title>Scharfer Mauerpfeffer (Sedum acre)</title>
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		<updated>2026-08-05T13:17:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Scharfermauerpfeffer1.jpg|miniatur|450px|Scharfer Mauerpfeffer, Austrieb (17.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scharfermauerpfeffer3.jpg|miniatur|450px|Scharfer Mauerpfeffer, Wuchs (15.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scharfermauerpfeffer2.jpg|miniatur|450px|Scharfer Mauerpfeffer, Blüte (11.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scharfermauerpfeffer4.jpg|miniatur|450px|Scharfer Mauerpfeffer, Samen]]&lt;br /&gt;
Scharfe Fetthenne, Steinpfeffer, Mauerträubchen, Scharfes Knorpelkraut, Scharfes Katzenträublein&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Sedum« Herkunft ungeklärt, »acre« lat. scharf, Erstbeschreibung 1753 durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Biting Stonecrop&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Dickblattgewächse, Crassulaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Europa, Asien, Nordafrika&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, fadenartiges dichtes Rhizom wenige Zentimeter unter der Erdoberfläche, mit dünnen Trieben Matten bildend, kaum 5cm hoch, Blätter breit nadelförmig, sukkulent, ohne sichtbaren Stiel dicht beieinander stehend, Blüten endständig bis 10cm hoch&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig, magerere sandige Böden, gern in Mauer- und Plattenfugen, wo sonst nichts wächst&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
(Mai), Juni, Juli, August&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
kleine gelbe fünfzählige Sterne an wenigblütigen Wickeln, Kronblätter zugespitzt, zwischen ihnen nach außen gerichtet die fast ebenso langen Staubgefäße, Narbe fünfgeteilt, ähnelt einer Krone&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juli, August, September&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
sternförmig verwachsene Balgfrüchte mit winzigen Samen, die Kapsel öffnet sich bei feuchtem Wetter, die Samen werden durch Regentropfen heraus geschleudert&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Ausläufer, Selbstaussaat, Lichtkeimer&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
grün überwinternd&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Bienen, aber auch durch Ameisen, die auch die Samen verbreiten, Schnecken fressen die Blütenknospen ab&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
keine Pflege nötig&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
frische Blätter in kleinen Mengen als würzende Salatzutat, scharf schmeckend, der Saft der Triebe wirkt schmerzstillend und kühlend, Brei aus den zerdrückten Blättern soll gegen Warzen wirken&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Glycoside, Flavonoide, Nikotin, Sedamin, Alkaloide, Gerbstoffe&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Berliner Pflanzen S.93, Heiderose Häsler, Iduna Wünschmann (2009)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.299, S.G.Fleischhauer, J.Guthmann, R.Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* Geheimnisse der Pflanzenwelt S.245, Gerd K.Müller, Christa Müller (2003)&lt;br /&gt;
* Giftpflanzen Pflanzengifte S.649, Roth, Daunderer, Kormann (1994)&lt;br /&gt;
* Großes Kräuter- und Gewürzbuch S.194, Heinz Görz (1987)&lt;br /&gt;
* Hagebutte &amp;amp; Co S.66, Angelika Lüttig, Juliane Kasten (2003)&lt;br /&gt;
* Jungfer im Grünen und Tausendgüldenkraut, vom Zauber alter Pflanzennamen S.110, Rosemarie Gebauer (2015)&lt;br /&gt;
* Illustriertes Heil-, Gift- und Nutzpflanzenbuch S.75, Adelbert von Chamisso (1827)&lt;br /&gt;
* Kräuter S.182, Burkhard Bohne (2010)&lt;br /&gt;
* New Kreüterbuch Cap.X, Leonhart Fuchs (1543)&lt;br /&gt;
* Pflanzen am Ostseestrand S.33, Rolf Reinicke (2015)&lt;br /&gt;
* Rausch und Rache S.195, Elsemarie Maletzke (2008)&lt;br /&gt;
* ...und grün des Lebens goldner Baum S.198, Ursula Hofmann, Michael Schwerdtfeger (1998)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Ist das jetzt ein Unkraut oder ist es keins? Der Mauerpfeffer wächst an Stellen wo sonst kaum noch jemand hin möchte, es kann nicht trocken genug sein und die Wurzeln kommen mit einem Minimum an Raum und Nährstoffen aus. Mauerritzen, Plattenfugen, offene Sandflächen sind dem genügsamen Pflänzchen gerade Recht. Die kleinen sukkulenten Blätter speichern Feuchtigkeit und im Frühsommer überziehen sich die Polster mit leuchtend gelben Sternchen. Das sieht aus der Nähe betrachtet so hübsch aus, dass eine Schale mit Mauerpfeffer in Augenhöhe stehen sollte, um sie gebührend zu bewundern. Sollte der Mauerpfeffer im Beet nicht blühen, können Schnecken die Ursache sein, sie raspeln die Knospen in einem so frühen Stadium ab, dass es aussieht als wären gar keine Blüten angelegt. Nach der Samenreife sterben die verblühten Sprosse ab, werden aber schnell durch neue Triebe ersetzt. Die flachen Polster sind das ganze Jahr über grün, halten sandigen Boden fest und können sich auch nur auf diesem offenen Grund ausbreiten. An nährstoffreicheren Standorten werden sie schnell von höheren Gewächsen verdrängt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mauerpfeffer lässt sich gut zur Begrünung von Dächern einsetzen, da er ohne künstliche Bewässerung auskommt und nur wenig Substrat für seine Wurzeln  benötigt. Häufig überwächst er Steinplatten oder Felsen und lässt sich mitsamt der Wurzelplatte wie ein Teppich hochheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schärfe des Mauerpfeffers entsteht, wenn die Pflanze während heißer sonniger Tage auf die Photosynthese verzichtet und die Spaltöffnungen ihrer Blätter nur nachts öffnet, um Kohlendioxid aufzunehmen. Da sie das im Dunkeln nicht verarbeiten kann, baut sie es in organische Säuren ein, die sie dann tagsüber wieder auseinander nimmt um bei geschlossenen Spaltöffnungen Photosynthese zu betreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon Hippokrates beschreibt die Wirkung des Pflanzensaftes bei Schwellungen und Entzündungen. In der Volksheilkunde wird das Kraut auch gegen Bluthochdruck empfohlen. Kühe bekamen einige der Blättchen zu fressen, um den Milchfluss anzuregen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:Scharfermauerpfeffer4.jpg&amp;diff=19802</id>
		<title>Datei:Scharfermauerpfeffer4.jpg</title>
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		<updated>2026-08-05T13:16:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=G%C3%B6tterblume_(Dodecatheon_pulchellum)&amp;diff=19801</id>
		<title>Götterblume (Dodecatheon pulchellum)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=G%C3%B6tterblume_(Dodecatheon_pulchellum)&amp;diff=19801"/>
		<updated>2026-08-05T13:15:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Götterblume1.jpg|miniatur|450px|Götterblume, Austrieb (13.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Götterblume4.jpg|miniatur|450px|Götterblume, Blütenknospen (26.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Götterblume2.jpg|miniatur|300px|Götterblume, Blüte (15.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Götterblume3.jpg|miniatur|300px|Götterblume, Blüte (9.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Götterblume5.jpg|miniatur|450px|Götterblume, Samenkapsel (28.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Götterblume6.jpg|miniatur|450px|Götterblume, Samen]]&lt;br /&gt;
Zierliche Götterblume, Zwölfgötterblume&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Dodecatheon« von gr. dodeka - zwölf und theos - Gott (nach den zwölf olympischen Hauptgottheiten benannt), »pulchellum« von lat. pulchellus - recht schön, hübsch, Erstbeschreibung durch Constantine Samuel Rafinesque (1783-1840) französischer Naturforscher, in die Systematik aufgenommen erst 1948 durch Elmar Drew Merrill (1876-1956) amerikanischer Botaniker&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Few flowered Shootingstar&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Primelgewächse, Primulaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Hochlagen Nordamerikas&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, Rosette mit lanzettlichen, glatten, hellgrünen Blättern, im Sommer einziehend etwa 15cm hoch, Blütenstand bis 30cm hoch&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
eher feuchte Böden, halbschattig&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
(April), Mai, Juni&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
purpurfarbene fünfzählige Blüten mit zurück geschlagenen Blütenblättern (ähneln Alpenveilchen) zu mehreren in einer Dolde&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juni, Juli&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
aufrecht stehende eiförmige Kapsel, halb von den Kelchblättern umgeben&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Aussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
Wurzel frosthart bis etwa -30°C, Winterschutz bei längerem Kahlfrost sinnvoll&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Mäuse mögen offenbar die Wurzeln..., Bestäubung durch Hummeln&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
während des Austriebs auf Schnecken achten&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Die Heimat der Götterblumen liegt in Nordamerika bis hinauf nach Alaska. Dort besiedeln sie nicht zu trockene Wiesen und Gehölzränder. Die Pflanzen sind eng mit den Primeln verwandt, es bestehen sogar Bestrebungen sie namentlich zu den Primeln zu stellen. Beschrieben wurden die Götterblumen erstmals von Constantie Samuel Rafinesque, aber in die gültige Systematik wurden sie erst 1948 von Elmer Drew Merrill aufgenommen. Die Vegetationsperiode de Pflanzen ist relativ kurz, im Mai erscheinen über den glatten länglich eiförmigen Blättern die dünnen Stängel mit den in Dolden angeordneten Blüten. Die kräftig gefärbten Blütenblätter sind nach hinten umgeschlagen, was ihnen eine gewisse Ähnlichkeit mit Alpenveilchen verleiht. Bestäubt werden die Blüten durch Hummeln, deren Summen lässt die Blüte vibrieren, so dass sich der Pollen im Innern ablöst und auf die Hummel herab fällt. Sobald die Samen ausgereift sind, zieht sich die Pflanze wieder unter die Erde zurück, wo sie den Rest des Jahres möglichst ungestört verbringen möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:G%C3%B6tterblume6.jpg&amp;diff=19800</id>
		<title>Datei:Götterblume6.jpg</title>
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		<updated>2026-08-05T13:15:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Judenbart_(Saxifraga_stolonifera)&amp;diff=19799</id>
		<title>Judenbart (Saxifraga stolonifera)</title>
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		<updated>2026-08-05T13:13:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Judenbart1.jpg|miniatur|450px|Judenbart, überwinterte Rosette (10.3)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Judenbart3.jpg|miniatur|450px|Judenbart, Blüte (4.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Judenbart2.jpg|miniatur|300px|Judenbart, Blüte (17.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Judenbart4.jpg|miniatur|450px|Judenbart, Samen]]&lt;br /&gt;
Kriech-Steinbrech, Hängender Steinbrech&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Saxifraga«  von lat. saxum - Fels, Stein und  frangere - brechen, »stolonifera« Ausläufer bildend, von lat. stolonis - Wurzelspross, Erstbeschreibung 1774 durch William Curtis (1746-1799) englischer Botaniker&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Mother of Thousands, Creeping Rockfoil, Roving Sailor, Wandering Jew&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Steinbrechgewächse, Saxifragaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
China, Japan, Korea, in Kultur seit 1771&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, rundliche gebuchtete Blätter, oberseits grün mit heller Zeichnung, unterseits rötlich, Stängel und Austrieb weich behaart, oberirdisch Ausläufer bildend&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
halbschattig bis schattig, &lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Mai, Juni, Juli, August&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
in zarten Rispen angeordnete fünfzählige weiße Blüten mit roter Zeichnung, die zwei unteren Blütenblätter sind deutlich größer als die oberen drei&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
September, Oktober&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Tochterpflanzen, die sich rund um die Mutter bilden und bewurzeln&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
grün überwinternd&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
kaum Pflege nötig, guter Bodendecker, auch als Ampelpflanze geeignet&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
in Japan werden die Blätter roh oder gekocht als Gemüse verwendet&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Quercetin, Vitamine&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Kriechender Steinbrech und Hängender Steinbrech sind beides Namen, die die Pflanze gut charakterisieren. Ähnlich wie Erdbeeren schickt auch dieser Steinbrech seine Kinder an langen dünnen »Nabelschnüren« in die Welt hinaus. Die Jungpflanzen bewurzeln sich leicht, sobald sie dazu in der Lage sind und können im Laufe der Zeit größere Flächen mit ihrem dichten Blattgewirr überziehen. Die einzelnen Rosetten lösen sich in der Menge scheinbar auf. Sie werden dabei nicht höher als fünf bis zehn Zentimeter und bilden in schattigen Lagen einen immergrünen Bodendecker. Die Blätter fühlen sich sukkulent an, ihre Oberfläche ist von mattem hellem Grün, die Unterseite hingegen rosa. In Japan werden die jungen Blätter als Gemüse verwendet, bei uns ist der Steinbrech eher als Zierpflanze bekannt, wird häufiger im Haus als im Freiland gehalten, erweist sich aber als erstaunlich frostfest. Im Frühsommer wachsen aus den einzelnen Rosetten etwa dreißig Zentimeter hohe dünne Stängel, die sich im oberen Bereich verzweigen und kleine weiße Blüten mit zarter Maserung tragen. Die Blütenform ist typisch für Steinbrechgewächse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflanzen enthalten Quercetin, einen Stoff, der auf seine krebshemmende Wirkung untersucht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:Judenbart4.jpg&amp;diff=19798</id>
		<title>Datei:Judenbart4.jpg</title>
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		<updated>2026-08-05T13:12:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Wilde_M%C3%B6hre_(Daucus_carota)&amp;diff=19797</id>
		<title>Wilde Möhre (Daucus carota)</title>
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		<updated>2026-08-05T13:11:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Wildemöhre4.jpg|miniatur|450px|Wilde Möhre, Bestand (22.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wildemöhre3.jpg|miniatur|450px|Wilde Möhre, Blüte (19.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wildemöhre1.jpg|miniatur|450px|Wilde Möhre, Blüte mit Besuchern (6.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wildemöhre7.jpg|miniatur|450px|Blaue Holzbiene auf Wilder Möhre (27.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wildemöhre6.jpg|miniatur|450px|Wilde Möhre, Mohrenblüte (5.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wildemöhre9.jpg|miniatur|450px|Wilde Möhre, Mohrenblüte (5.8.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wildemöhre2.jpg|miniatur|450px|Wilde Möhre, Samenstand (30.10.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wildemöhre5.jpg|miniatur|300px|Wilde Möhre, bei Nässe geschlossener Samenstand (10.10.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wildemöhre8.jpg|miniatur|450px|Wilde Möhre, Samen]]&lt;br /&gt;
Vogelnest&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Daucus« von lat. daucum, daucos - Möhre, »carota« (1) lat. Möhre, Karotte, (2) von gr. kar - Laus (wegen des läuseähnlichen Aussehens der Früchte), Erstbeschreibung durch Carl von Linné (1707-1778), schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Wild Carot, Queen Anne&#039;s Lace&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Doldenblütler, Apiaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Europa, Asien&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ein- bis zweijährig, bei Jungpflanzen aufrechte, später niederliegende Rosette, Rübenwurzel bis zu 120cm lang, doppelt bis dreifach gefiederte Blätter, intensiv nach Möhre riechend, Blütenstand bis 1,5m hoch, Stängel kurz borstig behaart, belaubt nach der Samenreife absterbend&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig, eher magerer Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Juni, Juli, August, (September)&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
große Doppeldolde mit kleinen weißen Einzelblüten, mehrere bis viele Nebendolden, Hauptdolde mit typischer durch Anthocyane dunkel gefärbte Mittelblüte (Mohrenblüte), unterhalb der Dolde befindet sich ein nach unten gerichteter &amp;quot;Spitzenkragen&amp;quot;&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
August, September, Oktober&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
borstige kleine Spaltfrüchte, die zum Teil bis in den Winter an der Dolde verbleiben, Dolde krümmt sich bei feuchter Witterung nestartig nach innen, breitet sich bei Trockenheit wieder aus, die Samen fallen in der Umgebung aus, werden durch Tiere weiterverbreitet (bleiben im Fell hängen)&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
Durch Selbstaussaat, Samen werden im Laufe von Herbst und Winter vom Wind verstreut, bleiben aber auch im Fell von vorbei laufenden Tieren hängen&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
im Spätsommer gekeimte Rosetten überwintern grün, Samen frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch kleine Wildbienen, Käfer und Fliegen, Futterpflanze für die Raupe vom Schwalbenschwanz, Samen werden unter anderem vom Stieglitz gefressen (und verstreut)&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
keine Pflege nötig&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Blätter können bei empfindlichen Menschen zu Hautirritationen führen, pürierte Wurzel wurde zur Wundheilung verwendet, die Samen galten als harntreibend, Blätter können in nicht zu großer Menge Suppen, Bratlingen oder Pesto zugegeben werden&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Carotinoide, Acetylcholin, Myristicin, Protoporphyrin, Polyacetylene, natürliche Pestizide&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* A Contemplation upon Flowers S.306, Bobby J. Ward (1999)&lt;br /&gt;
* Am Anfang war das Korn S.225, Hansjörg Küster (2013)&lt;br /&gt;
* Berliner Pflanzen S.57, Heiderose Häsler, Iduna Wünschmann (2009)&lt;br /&gt;
* Blattrosetten S.14, Raimund Fischer (1997)&lt;br /&gt;
* Das neue BLV Buch der Kräuter S.120, Richard Mabey (Hrsg.) (1989)&lt;br /&gt;
* Die verschiedenen Blüthenformen an Pflanzen der nämlichen Art S.7, Charles Darwin (1877)&lt;br /&gt;
* Die Wildbienen Deutschlands S.323, Paul Westrich (2018)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.496, S.G.Fleischhauer, J.Guthmann, R.Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* Essbare Samen S.136, Anke Höller, Doris Grappendorf (2019)&lt;br /&gt;
* Essbare Wildbeeren und Wildpflanzen S.40, Detlev Henschel (2002)&lt;br /&gt;
* Giftpflanzen Pflanzengifte S.295, Roth, Daunderer, Korman (1994)&lt;br /&gt;
* Hagebutte &amp;amp; Co. S.274, Angelika Lüttig, Juliane Kasten (2003)&lt;br /&gt;
* Jungfer im Grünen und Tausendgüldenkraut, vom Zauber alter Pflanzennamen S.52, Rosemarie Gebauer (2015)&lt;br /&gt;
* New Kreüterbuch Cap.CCCVI, Leonhart Fuchs (1543)&lt;br /&gt;
* Pflanzenwurzeln S.108, M.Sobotik, R.K.Eberwein, G.Bodner, R.Stangl, W.Loiskandl (2020) &lt;br /&gt;
* Wildblumen im Hausgarten S.35, John Stevens (1987)&lt;br /&gt;
* Wilde Ernte S.207, Elsje Bruijnesteijn (2023)&lt;br /&gt;
* Wildpflanzen für jeden Garten S.77, Reinhard Witt (1994)&lt;br /&gt;
* Wo die wilden Pflanzen wohnen S.48, Ewald Weber (2022)&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 1/2018 S.51, 10/2020 S.25&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Einer der bekanntesten Doldenblütler dürfte unsere Mohrübe oder Karotte sein. Die Wurzel dieser alten Kulturpflanze stellt ein leckeres und gesundes Gemüse dar. Im Wuchs unterscheidet sich die Möhre kaum von ihrem wilden Vorfahren, nur bei genauem Hinsehen fällt die leichte borstige Behaarung der Wildpflanzen auf. Der Duft beider Varianten ist fast identisch, aber unter der Wildform verbirgt sich eine Rübe, die nicht unbedingt unseren Geschmacksvorstellungen entspricht. Sie ist häufig zäh und deutlich bitter. Wilde Möhren sind zweijährig, sie bilden im ersten Jahr eine Rosette, die den Winter überdauert und blühen im zweiten Jahr. Im Frühjahr bis Sommer erscheinen die Sämlinge, die bald das typische gefiederte Möhrenlaub aufweisen. Die Blätter wachsen zunächst aufrecht, legen sich dann aber auf den Boden. Das vereinfacht die Überwinterung, da der Schnee die weichen Blätter nicht zerdrücken kann. Unter der Erde wächst die Rübe, sammelt Nährstoffe für die bevorstehende Blüte. Im Gegensatz zu den meisten Kulturmöhren ist sie grundsätzlich weiß, häufig auch etwas &amp;quot;beinig&amp;quot;. Ist der Boden locker und nährstoffreich genug, kann sie durchaus fünfzig Zentimeter lang werden. Diese Länge ist notwendig um der Pflanze Stabilität zu geben, wenn sie im zweiten Jahr in die Blüte geht. Die Rosette löst sich dann weitgehend auf, ein geriffelter Stängel wächst bis anderthalb Meter in die Höhe. Im oberen Bereich verzweigt er sich, bildet eine große Hauptdolde und viele Nebendolden, die alle einen Spitzenkragen tragen. Die Dolden enden in nochmal kleineren Döldchen, an denen die weißen Blüten sitzen. Die am Rand befindlichen sind ungleichmäßig aufgebaut, täuschen so eine große Blüte vor. In der Mitte der Hauptdolde sitzt die Mohrenblüte, ein kleines, dunkelrotes Etwas, dessen Sinn bis heute nicht eindeutig geklärt ist. Manchmal geht die rote Farbe auf die umliegenden Blüten über und ganz selten ist die Mohrenblüte auch weiß. Käfer und Fliegen sind die häufigsten Besucher der Blüten, eine erstaunlich bunte Vielfalt an Getier lässt sich hier beobachten. Nach erfolgter Bestäubung fallen die weißen Blütenblätter ab und die Dolde krümmt sich nach innen, als wollte sie die entstehenden Samen schützen. Die kleinen Spaltfrüchte sind mit Borsten besetzt, bleiben an allem haften, was an ihnen vorbeistreift. Die Pflanze stirbt nach der Samenreife ab, bleibt aber durch die lange Pfahlwurzel bis zum Winter stabil stehen. Die Dolden zeigen eine deutliche Reaktion auf die Luftfeuchtigkeit, indem sie sich bei Regen ineinander krümmen und bei trockenem Wetter weit ausbreiten. Ein Teil der Samen bleibt bis weit in den Winter an der Pflanze, was bei Frost oder mit einem Schneehäubchen ein ganz bezaubernder Anblick ist. Wilde Möhren bringen eine große Leichtigkeit in den sommerlichen Garten, fügen sich in Staudenrabatten ebenso ein, wie in eine wilde Wiese. Sie brauchen keine Pflege und wo sie tatsächlich zu aufdringlich werden, kann das Grün des ersten Jahres durchaus auch in der Küche Verwendung finden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Zweijährige]]&lt;br /&gt;
[[Category:Doldenblütler]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:Wildem%C3%B6hre9.jpg&amp;diff=19796</id>
		<title>Datei:Wildemöhre9.jpg</title>
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		<updated>2026-08-05T13:10:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Staudensonnenblume_(Helianthus_decapetalus)&amp;diff=19795</id>
		<title>Staudensonnenblume (Helianthus decapetalus)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Staudensonnenblume_(Helianthus_decapetalus)&amp;diff=19795"/>
		<updated>2026-08-01T09:29:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Staudensonnenblume2.jpg|miniatur|300px|Staudensonnenblume, Wuchs (1.9.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Staudensonnenblume1.jpg|miniatur|300px|Staudensonnenblume, Blüte (8.8.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Staudensonnenblume3.jpg|miniatur|450px|Staudensonnenblume, Samen]]&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Helianthus« von gr. helios - Sonne und gr. anthos - Blüte, »decapetalus« zehnkronblättrig von gr. deka - zehn und gr. petalon - Blatt, Erstbeschreibung 1753 durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Ten-Petal-Sunflower&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Korbblütler, Asteraceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Nordamerika&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, horstige Staude, kaum grundständige Blätter, Stängel mit herzförmigen rauen Blättern, etwa 1m hoch, endständige Blüten &lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig, nährstoffreicher Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Juli, August, September, (Oktober)&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
halbkugeliges Körbchen mit teils doppellagigen gelben Zungenblüten, Zungenblüten länger als der Durchmesser des Körbchens, Hauptblüte endständig, kleinere Nebenblüten an langen Stängeln in den Blattachseln&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
September, Oktober&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
kleine Variante des Sonnenblumenkerns&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Teilung älterer Pflanzen&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
im Winter einziehend, frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Bienen und Hummeln, Samen sind Winterfutter für verschiedene Vögel&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
Rückschnitt nach der Blüte oder im Frühjahr&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Zungenblüten als Dekoration im Salat&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Stauden im Garten S.96, Martin Stangl (1984)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Sonnenblumen gehören in jeden sommerlichen Garten, müssen aber in jedem Jahr neu gezogen werden. Eine Sonnenblume, die von allein wiederkommt und deren Wurzel den Winter übersteht ist da doch eine verlockende Alternative. Ganz so imposant wie manch einjährige Sonnenblume sind die Blüten der ausdauernden Art zwar nicht, aber gerade in einem kleineren Garten kann sie durchaus als Ersatz herhalten. Die horstig wachsende Staude vergrößert sich mit den Jahren nur langsam, wird dadurch nicht lästig. 1-1,2m hoch werden die Stängel an denen im Juli die ersten kleinen Sonnen aufblühen. Bis in den Oktober hinein zieht sich die Blüte, wenn nicht vorher schon ein Frost dazwischen kommt. Die oberirdischen Pflanzenteile mögen den nämlich genauso wenig wie die einjährige Schwester. Bienen und Hummeln sind häufige Gäste an den Röhrenblüten, aber auch Schmetterlinge schauen gerne mal vorbei. Die Samen werden genau wie die großen Sonnenblumenkerne gerne von Vögeln gefressen, weshalb die Stängel über Winter stehen bleiben sollten. Nach dem Rückschnitt im zeitigen Frühjahr braucht die Pflanze noch etwas Zeit, erscheint erst Mitte Mai wieder auf der Bildfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Korbblütler]]&lt;br /&gt;
[[Category: Mehrjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Bulgarischer_Chililauch_(Allium_nectaroscordum_siculum)&amp;diff=19794</id>
		<title>Bulgarischer Chililauch (Allium nectaroscordum siculum)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Bulgarischer_Chililauch_(Allium_nectaroscordum_siculum)&amp;diff=19794"/>
		<updated>2026-07-18T03:28:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bulgarischerchililauch2.jpg|miniatur|300px|Bulgarischer Chililauch, Austrieb (29.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bulgarischerchililauch4.jpg|miniatur|300px|Bulgarischer Chililauch, Blütenhülle (10.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bulgarischerchililauch1.jpg|miniatur|300px|Bulgarischer Chililauch, Blüte]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bulgarischerchililauch5.jpg|miniatur|450px|Bulgarischer Chililauch, Einzelblüte (24.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bulgarischerchililauch6.jpg|miniatur|300px|Bulgarischer Chililauch, Samenstand (3.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bulgarischerchililauch7.jpg|miniatur|450px|Bulgarischer Chililauch, Samen]]&lt;br /&gt;
Sizilianischer Honiglauch, Bulgarischer Zierlauch, Märchenschloss-Lauch&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Allium« lat. Lauch, Knoblauch von halare - ausdünsten, starken Geruch verbreiten, »nectaroscordum« von lat. nektar - Göttertrank und gr. skorodon - Knoblauch, Synonyme: Allium bulgaricum, Nectaroscodium siculum, Erstbeschreibung durch Bernadino da Ucria (1739-1796) italienischer Botaniker&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Sicilian Honey Garlic&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Zwiebelgewächse, Alliaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Mittelmeerraum, Südfrankreich, Italien, verbreitet in Buchenwäldern mit eher magerem Boden, in Höhenlagen von 400 - 1000m &lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, schmale Zwiebel, Austrieb Ende Februar, dreikantige graugrüne Blätter 50-60cm hoch, scharf lauchartiger Geruch, schon während der Blüte einziehend, Blütenstand bis 1,2m hoch&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig, nährstoffreicher Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Mai, Juni, (Juli)&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
Knospen von gemeinsamem Hüllblatt umschlossen, auf langem kräftigem Stängel (bis 120cm),10-30 dreizählige glockige Blüten, grünlich purpurn gezeichnet, doldenartiger Blütenstand mit unterschiedlich langen, bogig hängenden Stielchen&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
August&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
aufrecht stehende, zugespitzte Kapseln mit rundlicher Grundfläche, kantige Samen&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Tochterzwiebeln, Selbstaussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
schon während der Blüte einziehend, Zwiebel frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Hummeln und Bienen&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
kaum Pflege nötig, eventuell hochbinden&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Blätter als Gewürz mit scharf pfefferigem Geschmack&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Vitamine, ätherische Öle, schwefelhaltige Verbindungen&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 11/2022 S.70, 5/2026 S.61&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Im März erscheinen die ersten Spitzen der graugrünen, dreikantigen Blätter, bilden im Laufe der Jahre ein dichtes Büschel. Die Blätter wachsen zunächst aufrecht und werden etwa dreißig Zentimeter lang. Hat die Zwiebel genug Kraft gesammelt, so schiebt sie einen stabilen Stängel bis zu über einem Meter weit in die Höhe. Schon jetzt beginnen die Blätter zu welken. Die anfangs grüne Knospenhülle trocknet beim Aufreißen zu hellem Pergament ab und gibt bis zu dreißig Blütenknospen frei, die sich doldenartig am Stängelende verteilen. Die dünnen Blütenstielchen sind unterschiedlich lang, so dass für jede Blüte genug Platz vorhanden ist. Bis zu anderthalb Zentimeter sind die Glocken lang, matt rosa mit grünlichem Rand und einer feinen Aderung. Die Blüte dauert zwei bis drei Wochen. Die Samen reifen anschließend in Kapseln, die sich aufrecht stellen und bis August langsam abtrocknen. Vorbei laufende Tiere und der Wind schütteln die Samen heraus. Neben dieser generativen Vermehrung bildet der Chili-Lauch unterirdische Brutzwiebeln, über die er größere Areale besiedeln kann. Solange die Pflanze noch keine Blüten bildet, können einzelne Blätter zum Würzen geerntet werden. Sie sind aber nur recht kurze Zeit verfügbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;br /&gt;
[[Category:Lauchgewächse]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Kategorie:Termine&amp;diff=19793</id>
		<title>Kategorie:Termine</title>
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		<updated>2026-07-14T15:46:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;TERMINE IM GARTEN UND ANDERSWO&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pflanzenkundliche Führungen 2026 um und auf den Spandauer Hahneberg, Schwerpunkt Essbare Pflanzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Samstag, 8.August 10:00, Blümchen und Bienchen zusammen mit dem Bienenexperten Frederik Rothe (Dauer ca 3 Stunden)&lt;br /&gt;
* Samstag, 29.August 10:00&lt;br /&gt;
* Samstag, 19. September 10:00&lt;br /&gt;
* Samstag, 10.Oktober 10:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Führungen dauern etwa zwei bis zweieinhalb Stunden. Sie sind kostenlos, Spenden für die Naturschutzstation sind aber willkommen. Treffpunkt ist die Naturschutzstation Hahneberg, Heerstraße 549, 13593 Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* eine Anmeldung bei der Naturschutzstation ist erforderlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Langer Tag der StadtNatur 2027&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Samstag, 12.6. von 13:00 bis 15:30&lt;br /&gt;
* Sonntag, 13.6. von 13:00 bis 15:30&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kraut und Unkraut im Garten und in der Küche, zweieinhalb Stunden in meinem Garten Pflanzen und ihre Verwendung kennenlernen, gemeinsam Sirup, Salze, Zucker oder Öle ansetzen, und zum Abschluss ein gemütliches Essen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Teilnehmerzahl ist auf je 15 Personen begrenzt, eine Anmeldung bei der Stiftung Naturschutz ist erforderlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offene Gärten 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Samstag,12. und Sonntag, 13.September 10:00-18:00 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Eintritt für alle 2026 geöffneten Gärten kostet einmalig 5€.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kraut und Unkraut in Garten und Küche - Genussvolle Stunden in meinem Garten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie haben noch nie was von Suhosinen, Haferschlehen, Pilzkraut oder Zimmerknoblauch gehört? Wollen Sie mehr wissen, heimische und exotische Kräuter und Früchte kennen und verarbeiten lernen? &lt;br /&gt;
Für Gruppen ab fünf Personen biete ich etwa dreistündige Workshops zu unterschiedlichen Themen an, inklusive Essen aus dem Garten.&lt;br /&gt;
Kosten pro Person 15€.&lt;br /&gt;
Termine auf Anfrage&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Winterheckezwiebel_(Allium_fistulosum)&amp;diff=19792</id>
		<title>Winterheckezwiebel (Allium fistulosum)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Winterheckezwiebel_(Allium_fistulosum)&amp;diff=19792"/>
		<updated>2026-07-11T19:02:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Winterheckezwiebel2.jpg|miniatur|300px|Winterheckezwiebel, Austrieb (14.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Winterheckezwiebel4.jpg|miniatur|300px|Winterheckezwiebel, Wuchs und Blüte (27.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Winterheckezwiebel1.jpg|miniatur|300px|Winterheckezwiebel, Blüte (6.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Winterheckezwiebel3.jpg|miniatur|450px|Winterheckezwiebel, Samen]]&lt;br /&gt;
Ewige Zwiebel&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Allium« lat. Lauch, Knoblauch von halare - ausdünsten, starken Geruch verbreiten, »fistulosum« lat. röhrig, Erstbeschreibung durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Japanese bunching Onion, Spanish Onion&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Lauchgewächse, Alliaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
China, älteste Hinweise zur Kultivierung stammen aus dem letzten Jahrtausend vor Christus, spätestens seit dem 16. Jahrhundert in Europa bekannt, wahrscheinlich über Russland nach Mitteleuropa eingeführt&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, weiße kaum verdickte Zwiebel mit hellen Wurzeln, an milden Standorten wintergrün, sonst einziehend, röhrige Blätter, etwa 1,5cm Durchmesser, bis 50cm lang, Blütenstiel etwa 60cm hoch, Sämlinge sehen anfangs aus wie Gras&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
nahrhafter Gartenboden, sonnig bis halbschattig&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Juni, Juli&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
kugelige, bis 10cm durchmessende »Dolde« mit eng stehenden grünlich-weißen Blüten, die sich nur halb öffnen, oberständigeer dreifächeriger Fruchtknoten, weit heraus ragende Staubgefäße&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
August&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
bei Reife hellbraune Kapsel mit schwarzen, dreikantigen Samen&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
Aussaat im Frühjahr, Selbstaussaat, Teilung älterer Pflanzen&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
in milden Lagen grün überwinternd, sonst unterirdisch als schmale Zwiebel&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Bienen und Hummeln, gelegentlich Befall durch Lauchfliegen&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
alle paar Jahre teilen und an neuen Platz setzen&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Schlotten, frisch verwenden für Salate&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
ätherische Öle, Alliin, Allicin, Polysulfide, Kieselsäure, Mangan, Fluor, Magnesium, Kalium, Vitamine, Pektin&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend, Saatgut vorhanden&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Alte Gemüsesorten S.129, Elke Achtner-Theiss, Sabine Kumm (2015)&lt;br /&gt;
* Arche Noah Kochbuch S.75, Beate Koller, Johann Reisinger, Stefen Liewehr (2011)&lt;br /&gt;
* Der neugierige Gärtner S.40, Jürgen Dahl (1998)&lt;br /&gt;
* Dumonts große Kräuter-Enzyklopädie S.234, Deni Bown (1995)&lt;br /&gt;
* Handbuch Samengärtnerei S.379, Andrea Heistinger (2004)&lt;br /&gt;
* Obst, Gemüse und Kräuter Karls des Großen S.268, Karl Josef Strank, Jutta Meurers-Balke (2008)&lt;br /&gt;
* Wintergemüse anbauen S.129, Burkhard Bohne (2018)&lt;br /&gt;
* Zeit im Garten S.141, Jürgen Dahl (1991)&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 8/1998, 12/2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
In milden Lagen bleibt die Winterheckezwiebel das ganze Jahr über grün, das verhalf ihr zu ihrem Namen. Als Wildform ist diese Lauchart nicht bekannt, sie wurde aber schon seit Urzeiten in China kultiviert. Dort wird sie heute häufig als Einjährige angebaut, nicht wie bei uns, wo sie mehrjährig große Horste ausbilden kann. Im Garten kann die Pflanze viele Jahre an ihrem Platz bleiben, wächst immer wieder nach, je nachdem wie häufig sie beerntet wird. Richtige Zwiebeln bilden sich nicht aus, die röhrigen Blätter gehen in einen am Grund nur leicht verdickten Schaft über. Die Verwendung ist ähnlich der von Frühlingszwiebeln. In den sechs bis sieben Zentimeter durchmessenden, kugeligen Blütenständen entwickeln sich viele schwarze Samen, die bereitwillig keimen. Um sich richtig entwickeln zu können, brauchen die Jungpflanzen genügend freien Raum um sich herum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In China ist die Winterheckezwiebel seit mindestens 2000 Jahren in Kultur, dafür gab es keine Speisezwiebeln wie wir sie kennen. Möglicherweise kam sie über Russland nach Mitteleuropa. In England wurde sie um 1630 eingeführt. Rund um München wurde sie Ende des 18. Jahrhunderts großflächig angebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;br /&gt;
[[Category:Lauchgewächse]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Pechnelke_(Silene_viscaria)&amp;diff=19791</id>
		<title>Pechnelke (Silene viscaria)</title>
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		<updated>2026-07-06T14:52:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Pechnelke1.jpg|miniatur|450px|Pechnelke, Austrieb (31.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pechnelke2.jpg|miniatur|300px|Pechnelke, Blüte (12.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pechnelke3.jpg|miniatur|300px|Pechnelkenstängel mit effektivem Leim (5.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pechnelke4.jpg|miniatur|300px|Pechnelke, Samenkapseln (15.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pechnelke6.jpg|miniatur|450px|Pechnelke, Samen]]&lt;br /&gt;
Klebnelke&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Silene« nach Silen, dem meist fettbäuchig und aufgedunsen dargestellten Satyr (wegen der aufgeblähten Samenstände), »viscaria« lat. viscarius - klebrig, Erstbeschreibung 1753 als Lychnis viscaria durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher, Neukombination 1793 durch Moritz Balthasar Borkhausen (1760-1806) deutscher Botaniker&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Sticky Catchfly&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Nelkengewächse, Caryophyllaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Europa&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, horstige Staude, lanzettliche  Polster bildende Blätter, Blütenstand bis 80cm hoch&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig, eher trockene magere Böden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Juni, Juli &lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
Stieltellerblüte, 5 waagerecht ausgebreitete Kronblätter, intensiv rosa, am sehr klebrigen Stängel sind die ersten Blüten gegenständig angeordnet, der Blütenstand verlängert sich und im oberen Bereich bilden die letzten Blüten ein Knäuel&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juni, Juli, August&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
Fünfzähnige offene Streukapsel&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Ausläufer, Selbstaussaat, Aussaat im Sommer, sobald die Samen reif sind, Keimdauer 10-14 Tage&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
grün überwinternd, bei länger andauerndem Kahlfrost Winterschutz sinnvoll&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
die klebrige Substanz an Stängeln und Blüten soll Ameisen am Hochklettern hindern, Bestäubung hauptsächlich durch Falter und Hummeln&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
Rückschnitt der verblühten Triebe, die Pflanzen sind nicht sehr durchsetzungskräftig, in engen Staudenpflanzungen darauf achten, dass sie nicht verdrängt werden&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Duftpflanze, ein Extrakt aus den Samen wirkt gegen verschiedene Pflanzenkrankheiten wie zum Beispiel den Malvenrost&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Brassinosteroide, hormonartige Substanzen, die das Wachstum anderer Pflanzen anregen&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend, Jungpflanzen vorhanden&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Geheimnisse der Pflanzenwelt S.109, Gerd K. Müller, Christa Müller (2003)&lt;br /&gt;
* ...und grün des Lebens goldner Baum S.448, Ursula Hofmann, Michael Schwerdtfeger (1998)&lt;br /&gt;
* Wildpflanzen für jeden Garten S.80, Reinhard Witt (1994)&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 5/2020 S.34&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Pechnelken sind leicht aus Samen zu ziehen, die gleich nach der Ernte flach unter die Erde gebracht werden und innerhalb weniger Tage keimen. In einer Saatschale sind die Pflänzchen zunächst vor Schnecken geschützt, ehe sie an ihren späteren Standort gesetzt werden. Im Sommer gesäte Pflanzen blühen bereits im nächsten Frühjahr, werden im Laufe der Jahre umfangreicher, meist aber nicht allzu alt. Schon im April schiebt die Pflanze ihre bis zu dreißig Zentimeter hohen Stängel in die Höhe. Unter den kreuzgegenständigen schmalen Blättern sondert die Pechnelke das namengebende »Pech« ab, eine klebrige Substanz, die tatsächlich effektiv Ameisen aufhält. Da die Blüten nur von langrüsseligen Hummelarten und Faltern bestäubt werden können, schützt sich die Pflanze so vor Nektarräubern. Die intensiv rosa farbenen Blüten stehen in kleinen Büscheln zusammen, zunächst oben am Stängel, später auch an den Blattknoten. Die Blüten sind nahezu geruchlos, ziehen aber Hummeln und Schmetterlinge an, die für die Bestäubung und einen reichlichen Samenansatz sorgen. Die noch grünen Streukapseln bleiben im Blütenrest stecken, erst wenn sie hellbraun abgetrocknet sind öffnen sie sich mit einem typischen Rand aus kleinen Zähnchen. Wind und vorbei streifende Tiere schütteln die kleinen Samen heraus.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;br /&gt;
[[Category:Duftpflanzen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Pechnelke_(Silene_viscaria)&amp;diff=19790</id>
		<title>Pechnelke (Silene viscaria)</title>
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		<updated>2026-07-06T14:49:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Pechnelke1.jpg|miniatur|450px|Pechnelke, Austrieb (31.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pechnelke2.jpg|miniatur|300px|Pechnelke, Blüte (12.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pechnelke3.jpg|miniatur|300px|Pechnelkenstängel mit effektivem Leim (5.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pechnelke4.jpg|miniatur|300px|Pechnelke, Samenkapseln (15.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pechnelke6.jpg|miniatur|450px|Pechnelke, Samen]]&lt;br /&gt;
Klebnelke&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Silene« nach Silen, dem meist fettbäuchig und aufgedunsen dargestellten Satyr (wegen der aufgeblähten Samenstände), »viscaria« lat. viscarius - klebrig, Erstbeschreibung 1753 als Lychnis viscaria durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher, Neukombination 1793 durch Moritz Balthasar Borkhausen (1760-1806) deutscher Botaniker&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Sticky Catchfly&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Nelkengewächse, Caryophyllaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Europa&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, horstige Staude, lanzettliche  Polster bildende Blätter, Blütenstand bis 80cm hoch&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig, eher trockene magere Böden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Juni, Juli &lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
Stieltellerblüte, intensiv rosa, an den Knoten verdickt und sehr klebrig, verzweigter Blütenstand&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juni, Juli, August&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
Fünfzähnige offene Streukapsel&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Ausläufer, Selbstaussaat, Aussaat im Sommer, sobald die Samen reif sind, Keimdauer 10-14 Tage&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
grün überwinternd, bei länger andauerndem Kahlfrost Winterschutz sinnvoll&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
die klebrige Substanz an Stängeln und Blüten soll Ameisen am Hochklettern hindern, Bestäubung hauptsächlich durch Falter und Hummeln&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
Rückschnitt der verblühten Triebe, die Pflanzen sind nicht sehr durchsetzungskräftig, in engen Staudenpflanzungen darauf achten, dass sie nicht verdrängt werden&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Duftpflanze, ein Extrakt aus den Samen wirkt gegen verschiedene Pflanzenkrankheiten wie zum Beispiel den Malvenrost&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Brassinosteroide, hormonartige Substanzen, die das Wachstum anderer Pflanzen anregen&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend, Jungpflanzen vorhanden&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Geheimnisse der Pflanzenwelt S.109, Gerd K. Müller, Christa Müller (2003)&lt;br /&gt;
* ...und grün des Lebens goldner Baum S.448, Ursula Hofmann, Michael Schwerdtfeger (1998)&lt;br /&gt;
* Wildpflanzen für jeden Garten S.80, Reinhard Witt (1994)&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 5/2020 S.34&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Pechnelken sind leicht aus Samen zu ziehen, die gleich nach der Ernte flach unter die Erde gebracht werden und innerhalb weniger Tage keimen. In einer Saatschale sind die Pflänzchen zunächst vor Schnecken geschützt, ehe sie an ihren späteren Standort gesetzt werden. Im Sommer gesäte Pflanzen blühen bereits im nächsten Frühjahr, werden im Laufe der Jahre umfangreicher, meist aber nicht allzu alt. Schon im April schiebt die Pflanze ihre bis zu dreißig Zentimeter hohen Stängel in die Höhe. Unter den kreuzgegenständigen schmalen Blättern sondert die Pechnelke das namengebende »Pech« ab, eine klebrige Substanz, die tatsächlich effektiv Ameisen aufhält. Da die Blüten nur von langrüsseligen Hummelarten und Faltern bestäubt werden können, schützt sich die Pflanze so vor Nektarräubern. Die intensiv rosa farbenen Blüten stehen in kleinen Büscheln zusammen, zunächst oben am Stängel, später auch an den Blattknoten. Die Blüten sind nahezu geruchlos, ziehen aber Hummeln und Schmetterlinge an, die für die Bestäubung und einen reichlichen Samenansatz sorgen. Die noch grünen Streukapseln bleiben im Blütenrest stecken, erst wenn sie hellbraun abgetrocknet sind öffnen sie sich mit einem typischen Rand aus kleinen Zähnchen. Wind und vorbei streifende Tiere schütteln die kleinen Samen heraus.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;br /&gt;
[[Category:Duftpflanzen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Gilbweiderich_(Lysimachia_vulgaris)&amp;diff=19789</id>
		<title>Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Gilbweiderich_(Lysimachia_vulgaris)&amp;diff=19789"/>
		<updated>2026-07-06T14:41:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Gilbweiderich5.jpg|miniatur|300px|Gilbweiderich, Blüte (21.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gilbweiderich4.jpg|miniatur|300px|Gilbweiderich, Samenstand (9.11.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gilbweiderich6.jpg|miniatur|450px|Gilbweiderich, Samen]]&lt;br /&gt;
Rispen-Gilbweiderich, Gewöhnlicher Gilbweiderich&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Lysimachia« nach Lysimachos, einem Leibwächter von Alexander dem Großen (360-281 v. Chr.), »vulgaris« lat. gewöhnlich, Erstbeschreibung 1753 durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Yellow Loosestrife&lt;br /&gt;
==== Familie ==== &lt;br /&gt;
Primelgewäcse (Primulaceae)&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Mitteleuropa, weite Teile Asiens&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, kaum bodenständige Laubblätter, je drei lanzettliche Blätter in Etagen bis in den oberen Stängelbereich, der wird mit Blüten etwa 1-1,5m hoch, Ausbreitung durch Wurzelausläufer, die teilweise über der Erde verlaufen oder nur knapp darunter und wie lange rötliche Kabel aussehen, die Pflanzen ähneln im Austrieb stark jungen Weidenschösslingen&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
feuchte Wiesen und Bruchwälder, im Garten eher genügsam, kommt auch mit trockenem Boden zu Recht&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Juni, Juli, August&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
lockere Rispe mit gelben fünfzähligen Blüten, 5 zugespitzte schwach behaarte Kelchblätter mit rötlichem Rand, 5 zugespitzte leicht nach außen umgebogene Kronblätter, die Blüten produzieren keinen Nektar sondern fette Öle (Lipide)&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
September, Oktober&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
kugelige braune Kapsel mit kleinen dunklen dreikantigen Samen, die Kapseln öffnen sich selten vor Oktober, nach dem Ausfallen der Samen bleiben die verholzten Kelchblätter während des Winters bestehen&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Teilung älterer Pflanzen oder abtrennen von Wurzelausläufern, gelegentlich Selbstaussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
oberirdisch absterbend, Wurzel frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Schwebfliegen und besonders Schenkelbienen, die ihren Fortpflanzungszyklus an das Öl der Blüte gekoppelt haben, eine Blattwespenart legt ihre Eier an den Blättern ab, die von den Raupen stark durchlöchert werden&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
kaum Pflege nötig, Rückschnitt nach der Blüte oder im Frühjahr&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
zerquetschte Blätter als Wundauflage, Tee als Spülung bei Entzündungen der Mundschleimhaut, früher auch bei Fieber, Diarrhö, Skorbut und Geschwüren, Blätter und Blüten als Salatbeigabe oder für Kräuterfüllungen&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Gerbstoffe, Vitamin C, Kieselsäure, Salicarin, fettes Öl&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend, Jungpflanzen vorhanden&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Die Blüte S.150, Dieter Heß (1990)&lt;br /&gt;
* Die Pflanze, die gern Purzelbäume schlägt... S.74, Ewald Weber (2018)&lt;br /&gt;
* Die Wildbienen Deutschlands S.360, Paul Westrich (2018)&lt;br /&gt;
* Die verschiedenen Blüthenformen an Pflanzen der nämlichen Art S.295, Charles Darwin (1877)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.224, S.G.Fleischhauer, J.Guthmann, R.Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* Hagebutte &amp;amp; Co S.144, Angelika Lüttig, Juliane Kasten (2003)&lt;br /&gt;
* Illustriertes Heil-, Gift- und Nutzpflanzenbuch S.174, Adelbert von Chamisso (1827)&lt;br /&gt;
* New Kreüterbuch Cap.CLXXXVII, Leonhart Fuchs (1543)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Die Samen des Gilbweiderich sind sehr leicht, sie werden häufig durch den Wind verbreitet, aber auch durch Tiere oder fließendes Wasser. Auf einem dieser Wege muss die Pflanze in meinen Garten gelangt sein, denn gepflanzt habe ich sie nicht. Der junge Austrieb erinnerte anfangs mit seinen schmal lanzettlichen Blättern an einen Weidensämling (worauf der deutsche Name Bezug nimmt) und erst die Blüte im Sommer verriet die Pflanze. Bei den meisten Trieben stehen je drei Blätter in Etagen um den Stängel. In etwa einem Meter Höhe entwickelt sich der traubige locker aufgebaute Blütenstand. Die gelben Blüten sind recht ausdauernd. Schon während der Blüte beginnt die Pflanze, Kabel zu verlegen. Halb ober- halb unterirdische schiebt sie rötliche, dünne Ausläufer durch die Gegend. Die liegen da unschuldig herum und erst im nächsten Frühjahr erscheinen an ihren Ende neue Pflanzen. Langsam aber sicher erobert der Gilbweiderich so größere Areale. Auch wenn die Pflanze einen feuchten Standort bevorzugt, kommt sie in meinem Garten gut mit trockenem Boden zu Recht. Der Gilbweiderich produziert in seinen Blüten zwar Pollen, aber keinen Nektar sondern fettes Öl. Auf diesen besonderen Pflanzenstoff haben sich Schenkelbienen spezialisiert, nutzen ihn zum Auskleiden ihrer Brutkammern und als Larven-Proviant. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Kriechender_G%C3%BCnsel_(Ajuga_reptans)&amp;diff=19788</id>
		<title>Kriechender Günsel (Ajuga reptans)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Kriechender_G%C3%BCnsel_(Ajuga_reptans)&amp;diff=19788"/>
		<updated>2026-07-05T08:34:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Kriechendergünsel1.jpg|miniatur|450px|Kriechender Günsel, Austrieb (22.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kriechendergünsel2.jpg|miniatur|300px|Kriechender Günsel, rosa blühende Variante (27.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kriechendergünsel3.jpg|miniatur|300px|Kriechender Günsel, blau blühende Variante (27.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kriechendergünsel4.jpg|miniatur|300px|Kriechender Günsel, Blüte (4.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kriechendergünsel5.jpg|miniatur|450px|Kriechender Günsel, Samen]]&lt;br /&gt;
Kuckucksblume, Güldengünsel,Guglkraut&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Ajuga« wahrscheinlich falsch übernommen von auiga lat. abiga - Günsel, abigere - abtreiben wegen der abortiven Wirkung, »reptans« lat. kriechend, Erstbeschreibung durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Bugle&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Lippenblütler, Lamiaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Europa, Asien, Nordamerika, bis in Höhenlagen von 2000m&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
niedrige wintergrüne Staude mit oberirdischen Ausläufern, die sich ringsum bewurzeln und ganze Flächen begrünen, Blütenstände bis 25cm hoch, neben der grünblättrigen Variante auch dunkel rötlich braune Pflanzen&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, sandig-lehmiger, eher magerer Boden, wechselfeucht, wählt seinen Wuchsort am liebsten selbst&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
(April), Mai, Juni, (Juli)&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
dicht gedrängte Lippenblüten in achselständigen Scheinquirlen, selten weiß oder rosa, meist blass bis kräftig blau, den Blüten fehlt die Oberlippe&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Herbst&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
vierteilige Klausenfrüchte, zerfallen bei Reife in vier Einzelteile (Bruchfrucht)&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
abtrennen bewurzelter Jungpflanzen, häufig Selbstaussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
frosthart, bei ausdauerndem Kahlfrost Zurückfrieren der oberirdischen Teile&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Hummeln und Bienen (z.B. Pelzbienen, Blattschneiderbienen, Mauerbienen)&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
kaum Pflege nötig, bei zu starker Ausbreitung reduzieren&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
junge Blätter und Blüten als Salatzutat, Blätter als Tee bei Leber- und Gallenbeschwerden, bei Rheuma, zum Gurgeln bei Entzündungen im Hals- und Rachenraum&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Iridoidglycoside, Harpagosid, Ajugalaktone, Rosmarinsäure &lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend, Ableger vorhanden&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Bienenweide und Hummelparadies S.169, Dave Goulson (2021)&lt;br /&gt;
* Blattrosetten S.36, Raimund Fischer (1997)&lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.219, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (2008)&lt;br /&gt;
* Dumonts große Kräuter-Enzyklopädie S.231, Deni Bown (1995)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.315, S.G.Fleischhauer, J.Guthmann, R.Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* Essbare Wildbeeren und Wildpflanzen S.164, Detlev Henschel (2002)&lt;br /&gt;
* Illustriertes Heil-, Gift- und Nutzpflanzenbuch S.212, Adelbert von Chamisso (1827)&lt;br /&gt;
* Kräuter S.98, Burkhard Bohne  (2010)&lt;br /&gt;
* New Kreüterbuch Cap.CXLVII, Leonhart Fuchs (1543)&lt;br /&gt;
* Stauden im Garten S.149, Martin Stangl (1984)&lt;br /&gt;
* Wildblumen im Hausgarten S.62, John Stevens (1987)&lt;br /&gt;
* Wildpflanzen für jeden Garten S.62, Reinhard Witt (1994)&lt;br /&gt;
* kraut &amp;amp; rüben, 4/2007 S.16&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Der Kriechende Günsel wächst als Halbrosettenpflanze und behält die Rosettenform auch während der Blüte. Die ausdauernden Pflanzen überwintern grün, frieren nur bei anhaltendem Kahlfrost etwas zurück. Die im zeitigen Frühjahr erscheinenden jungen Blätter sehen wie lackiert aus, sind entweder kräftig grün oder bräunlich rot, an sonnigen Standorten bleiben sie eher klein, im Halbschatten sind sie kräftiger. Der Blütenstand wird kaum zwanzig Zentimeter hoch, setzt sich aus mehreren Scheinquirlen zusammen. Fünf bis zwölf Blüten sitzen in jedem Quirl, werden unterseits von Deckblättern geschützt. Die häufigste Blütenfarbe ist blau in verschiedenen Tönungen, seltener treten auch rosa oder weiße Varianten auf. Noch während der Blüte beginnt der Günsel Ausläufer zu bilden, die oberirdisch rund um die Pflanze bewurzeln und so mit der Zeit einen dichten Bestand bilden. Der Kriechende Günsel lässt sich gut an schattigen Standorten als Bodendecker einsetzen. Die jungen Blätter können im Frühjahr für Salate verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Lippenblütler]]&lt;br /&gt;
[[Category: Mehrjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:Kriechenderg%C3%BCnsel5.jpg&amp;diff=19787</id>
		<title>Datei:Kriechendergünsel5.jpg</title>
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		<updated>2026-07-05T08:33:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=B%C3%A4rlauch_(Allium_ursinum)&amp;diff=19786</id>
		<title>Bärlauch (Allium ursinum)</title>
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		<updated>2026-07-05T08:32:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bärlauch1.jpg|miniatur|450px|Bärlauch, Austrieb (21.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bärlauch5.jpg|miniatur|450px|Bärlauch, Blüte (23.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bärlauch2.jpg|miniatur|300px|Bärlauch, Blüte (24.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bärlauch3.jpg|miniatur|450px|Bärlauch, unreifer Samenstand (26.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bärlauch4.jpg|miniatur|450px|Bärlauch, Samenstand (17.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bärlauch6.jpg|miniatur|450px|Bärlauch, Samen]]&lt;br /&gt;
Ramsen, Waldknoblauch, Hexenzwiebel, Zigeunerlauch&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Allium« lat. Lauch, Knoblauch, »ursinum« von lat. ursinus - Bär-, Erstbeschreibung 1753 durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Ramsons, Broad-leaved Garlic&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Lauchgewächse, Alliaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Europa, Nordasien&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernde schmale Zwiebeln in Horsten, je zwei bis drei breite kräftig grüne Blätter, intensiv nach Knoblauch riechend, etwa 25cm hoch, Blütenstand wenig höher, nach der Samenreife bald einziehend&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
lichte Wälder vor deren Laubaustrieb, feuchte, nahrhafte Böden, halbschattig&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
(April), Mai, Juni&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
sternförmige weiße, dreizählige Einzelblüten in wenig- oder vielblütigen Scheindolden auf dreikantigem, 10-20cm hohem Stängel&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juli&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
je Blüte drei kugelige Kapseln mit schwarzen rundlichen Samen&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
Aussaat im Herbst (Kaltkeimer), Teilung alter Bestände, Samen werden durch Ameisen verbreitet&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
Zwiebeln und Samen frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Hummeln und Bienen&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
kaum Pflege nötig, da die Pflanzen die meiste Zeit des Jahres nicht zu sehen sind, ist Vorsicht bei der Bodenbearbeitung angeraten&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Blätter und Blüten für Salat, Kräuterbutter oder Pesto, reife Samen als Gewürz, wirksam bei Verdauungsstörungen, Bluthochdruck und als Vorbeugung gegen altersbedingte Gefäßerkrankungen&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
ätherische Öle mit Alkalisulfiden und Alkylpolysulfiden, in den Zwiebeln Allicin  &lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Alte Gemüse neu entdeckt S.105, Joachim Mayer (2018)&lt;br /&gt;
* Alte Gemüsesorten S.55, Elke Achtner-Theiss, Sabine Kumm (2015)&lt;br /&gt;
* Bärlauch und Judenkirsche S.42, Gerhild Birmann-Dähne (1996)&lt;br /&gt;
* Bärlauch und Knoblauch, Claudia Boss-Teichmann, Thomas Richter (2002)&lt;br /&gt;
* Blumen und Kräuter, Geheimnisvolle Namen... S.33, Ulrich Völkel (2010)&lt;br /&gt;
* Das Kräuterkulinarium S. 12, Maiga Werner (2014)&lt;br /&gt;
* Delikatessen aus Unkräutern, Graupe, Koller &lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.67, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (2008)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.51, S.G.Fleischhauer, J.Guthmann, R.Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* Essbare Landschaften S.13, Olaf Schnelle, Ralf Hiener (2003)&lt;br /&gt;
* Essbare Samen S.52, Anke Höller, Doris Grappendorf (2019)&lt;br /&gt;
* Essbare Wildbeeren und Wildpflanzen S. 74, Detlev Henschel (2002)&lt;br /&gt;
* Gewürzpflanzen S.10. Hans E. und Helga Laux, Alfred Tode (1993)&lt;br /&gt;
* Giftpflanzen Pflanzengifte S.112, Roth, Daunderer, Kormann (1994)&lt;br /&gt;
* Großes Kräuter- und Heilpflanzenbuch S.59, Heinz Görz (1987)&lt;br /&gt;
* Illustriertes Heil-, Gift- und Nutzpflanzenbuch S.268, Adelbert von Chamisso (1827)&lt;br /&gt;
* Kölbls Kräuterfibel S.58, Konrad Kölbl (1993)&lt;br /&gt;
* Köstliches aus dem Garten S.210, Marion Nickig, Heide Rau (2005)&lt;br /&gt;
* Kräuter S.101, Burkhard Bohne (2010)&lt;br /&gt;
* Kräuter-Biotika S.87, Felicia Molenkamp (2015)&lt;br /&gt;
* New Kreüterbuch Cap.CCLXXXII, Leonhart Fuchs (1543)&lt;br /&gt;
* Obst, Gemüse und Kräuter Karls des Großen S.271, Karl Josef Strank, Jutta Meurers-Balke (2008)&lt;br /&gt;
* Wildpflanzen S.48, Celia Nentwig (2013)&lt;br /&gt;
* Wildpflanzen auf unserem Tisch S.34, Dagmar Lánská (1990)&lt;br /&gt;
* Wintergemüse anbauen S.152, Burkhard Bohne (2018)&lt;br /&gt;
* Wo der Pfeffer wächst S.23, Hansjörg Küster (1987)&lt;br /&gt;
* Zauberpflanzen Hexenkräuter S.170, Gertrud Scherf (2002)&lt;br /&gt;
* Natürlich Gärtnern, 2/2007&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 2/1994 S.25, 2/2002, 3/2003, 7/2004, 3/2007 S.9, 5/2009 S.57, 3/2022 S.78&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Bärlauch ist ein wenig eigen, was den Standort angeht. Lehmiger Boden ist ihm angenehm, feuchte Bereiche unter sommergrünen Bäumen. Mit meinem eher sandigen Untergrund mag er sich nicht wirklich anfreunden, erscheint zwar zuverlässig alle Jahre wieder, breitet sich ganz langsam sogar aus, aber so üppig, wie ich ihn zum Beispiel in Puttbus auf Rügen gesehen habe, wird er nie werden. Die zarten Blättchen die schon Ende Februar aus dem Boden spitzen, tragen teilweise noch den Rest des Samens auf ihrer Spitze, nach der Kältephase im Winter haben die schwarzen Körnchen gekeimt. Im ersten Jahr passiert nicht mehr viel, die Blätter werden kaum zehn Zentimeter hoch und sind spätestens Anfang Juni wieder verschwunden. Bei älteren Pflanzen, die schon eine Speicherzwiebel ausgebildet haben, werden die Blätter größer und nach drei Jahren erscheinen die ersten Blüten. Auf einem steifen Stängel thront eine Art Dolde, die ihre Ärmchen nach allen Seiten weg streckt und an deren Enden weiße sternförmige Blüten stehen. Bienen und Hummeln kommen zur Bestäubung vorbei und fast alle Blüten bilden Früchte aus. Die sind kugelig und zunächst grün, trocknen dann hellbraun ab und geben irgendwann die kantigen dunklen Samen frei. Da sie direkt ausfallen, erscheinen die meisten Sämlinge in der Nähe der Mutterpflanzen. Diese vermehren sich nicht nur über Samen sondern auch über Tochterzwiebeln, so dass häufig ein geschlossener größerer Bestand entsteht. Landwirte waren über das Auftreten von Bärlauch in ihren Wiesen nicht sonderlich erfreut, wenn die Kühe von den Blättern fraßen, übertrug sich der Knoblauchgeschmack auf die Milch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kulinarisches====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bärlauch-Dip oder Aufstrich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 150g   Frischkäse&lt;br /&gt;
*  50g   Creme fraiche&lt;br /&gt;
*  5-10  Bärlauch-Blätter&lt;br /&gt;
*        Salz, Edelsüßer Paprika&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*        Frischkäse und Creme fraiche mit Salz und Paprika zu einer glatten Masse verrühren, fein geschnittenen Bärlauch zugeben und unterheben&lt;br /&gt;
*        schmeckt auf frischem Brot genauso gut wie als Dip zu Pellkartoffeln&lt;br /&gt;
*        in einer gut schließenden Dose im Kühlschrank etwa eine Woche haltbar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;br /&gt;
[[Category:Lauchgewächse]]&lt;br /&gt;
[[Category:Duftpflanzen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Rezepte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:B%C3%A4rlauch6.jpg&amp;diff=19785</id>
		<title>Datei:Bärlauch6.jpg</title>
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		<updated>2026-07-05T08:31:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Goldjohannisbeere_(Ribes_aureum)&amp;diff=19784</id>
		<title>Goldjohannisbeere (Ribes aureum)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Goldjohannisbeere_(Ribes_aureum)&amp;diff=19784"/>
		<updated>2026-07-05T08:30:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Goldjohannisbeere1.jpg|miniatur|450px|Goldjohannisbeere, Blüte (5.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Goldjohannisbeere5.jpg|miniatur|450px|Goldjohannisbeere, Blüte (11.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Goldjohannisbeere2.jpg|miniatur|450px|Goldjohannisbeere, Fruchtansatz]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Goldjohannisbeere3.jpg|miniatur|300px|Goldjohannisbeere, unreife Früchte (1.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Goldjohannisbeere4.jpg|miniatur|450px|Goldjohannisbeere, reife Früchte (26.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Goldjohannisbeere6.jpg|miniatur|450px|Goldjohannisbeere, Samen]]&lt;br /&gt;
Missouri-Johannisbeere, Wohlriechende Johannisbeere&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Ribes« vom arabischen »ribas« für Rhabarber, wahrscheinlich übertragen auf die säuerlichen Früchte der Johannisbeer-Arten, »aureum« golden, goldgelb, Erstbeschreibung durch Frederick Traugott Pursh (1774-1820) deutsch-amerikanischer Botaniker&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Golden Currant&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Rosengewächse, Rosaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
westliches Nordamerika, 1812 kamen erste Exemplare nach Europa, 1820 nach Deutschland&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, verholzend, Triebe zunächst straff aufrecht, später im oberen Bereich verzweigt, dadurch etwas instabil, Wurzelausläufer bildend, Blätter in 3-5 stumpfen Spitzen auslaufend, glatt, Blüten an wechselständigen Kurztrieben im oberen Bereich in den Blattachseln, intensive Herbstfärbung in gelben und rötlichen Tönen&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig, nahrhafter Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Mai, Juni&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
hängende Trauben mit leuchtend gelben fünfzähligen Blüten, innere Blütenblätter verfärben sich nach der Bestäubung orange, intensiv süß duftend (mehrere Meter im Umkreis wahrnehmbar), unterständiger Fruchtknoten&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juni, Juli&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
Trauben mit meist wenigen durchscheinend schwarzroten Beeren an denen der vertrocknete Blütenrest hängen bleibt, die Beeren reifen unregelmäßig, sehr beliebt bei Vögeln&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Wurzelausläufer oder Stecklinge&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
Laub abwerfend, frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Gäste====&lt;br /&gt;
die sehr nektarreichen Blüten werden von vielen Insekten besucht, besonders Frühlingspelzbienen, junge Amseln aber auch viele andere Vögel belagern den Strauch schon bevor die Beeren reif sind&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
Rückschnitt wenn nötig, mit Fruchtbehang kippen die dünnen Triebe leicht, werden ältere Sträucher zu struppig, sollten einige Stämme ebenerdig heraus genommen und der Rest etwas eingekürzt werden, die Pflanzen lassen sich auch als Formhecke ziehen, blühen dann aber weniger &lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Blätter als Tee, Beeren roh oder verarbeitet&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Vitamine A und C, Mineralien, Fruchtsäuren, bis 18% Zucker, Carotin&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie der Wildobst- und seltenen Obstarten S.188, Helmut Pirc (2015)&lt;br /&gt;
* Mein Garten S.71, Vita Sackville-West (1951-1958)&lt;br /&gt;
* Neophyten S.244, Norbert Griebl (2020)&lt;br /&gt;
* Seltenes Kern- Stein- und Beerenobst S.232, Gerhard Friedrich, Werner Schuricht (1985)&lt;br /&gt;
* Wildes Obst S.100, Hans-Joachim Albrecht (2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichte====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im westlichen Nordamerika  von Kalifornien bis zu den Rocky Mountains liegt die Heimat  der Goldjohannisbeere ( Ribes aureum ). Sie trägt ihren Namen zu Recht, „aureum“ bedeutet wie im deutschen Namen „golden“ oder „goldgelb“. Genau das ist die Farbe, in der der Strauch im April weithin sichtbar blüht.&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung „Ribes“ stammt ursprünglich von einer ganz anderen Pflanze, dem „Rhabarber des Libanon“ Rheum ribes. Der war bei den Arabern als Heilpflanze sehr geschätzt, in Mitteleuropa aber schwer aufzutreiben. Auf der Suche nach ähnlich säurehaltigen Pflanzen stießen Heilkundige im 15. Jahrhundert auf die Johannisbeere und gaben ihr kurzerhand den Namen „Ribes“, den jetzt alle Familienangehörigen teilen.&lt;br /&gt;
In den USA ist die Goldjohannisbeere bereits seit Anfang des 19. Jahrhunderts in Kultur, als Zier-, aber auch als Nutzgehölz. In einigen Gegenden wurde und wird sie als Ersatz für die Schwarze Johannisbeere gepflanzt, da diese Zwischenwirt für einen Blasenrostpilz ist, der fünfnadelige Kiefern, wie die Zirbe oder die Weymouthkiefer befällt und sie zum Absterben bringt. In der Nähe solcher Wälder wurde der Anbau Schwarzer Johannisbeeren verboten.&lt;br /&gt;
Nach Europa kam die Goldjohannisbeere in den 1870er Jahren hauptsächlich wegen ihres Zierwertes. Als sehr anspruchsloses Gehölz kommt sie mit nahezu jedem Standort zu Recht. Sie verträgt Frost ebenso gut wie längere Trockenzeiten  und kennt kaum Krankheiten oder Schädlinge.&lt;br /&gt;
Frei wachsend kann sie bis zu 3 Meter hoch werden, mit langen, kaum verzweigten Trieben. Anders als unsere Kulturjohannisbeeren bleibt sie nicht unbedingt dem ihr zugedachten Standort treu, breitet sich mit kurzen Wurzelausläufern langsam aus. Die einzelne Stämme bleiben eher dünn und fallen bei starkem Wind oder Fruchtbehang leicht auseinander. Das lässt sich verhindern, wenn sie in eine Hecke integriert wächst, in der sich die Sträucher gegenseitig stützen. Sie ist gut schnittverträglich und wird auch als Schutzgehölz für Hanglagen empfohlen.&lt;br /&gt;
Der gerade, fast verzweigungsfreie Wuchs hat die Goldjohannisbeere für Baumschulen interessant werden lassen, die sie gern als Veredelungsgrundlage für Hochstämme von Kulturjohannis- oder Stachelbeeren verwenden. Gelegentlich aus der Wurzel austreibendes Grün zeugt davon und sollte umgehend entfernt werden, um der Veredelung nicht die Kraft zu rauben.&lt;br /&gt;
Früher war das goldene Leuchten, das sich an die Forsythienblüte anschließt häufig zu sehen, heute wird die Goldjohannisbeere eher selten gepflanzt. Sie hätte durchaus mehr Aufmerksamkeit verdient, schon wegen des intensiven Duftes, der  weit um den Strauch wahrnehmbar ist und nach einem Sitzplatz in der Nähe verlangt.&lt;br /&gt;
5- 15 Einzelblüten bilden eine Traube, von denen sich unzählige im Laufe des April öffnen. Sobald die Sonne scheint, zieht das duftende Gelb Bienen und Hummeln magisch an.&lt;br /&gt;
Der Laubaustrieb beginnt kurz vor der Blüte und setzt sich bis nach deren Ende fort. Die 3-5 – lappigen hellgrünen Blätter haben eine glänzend glatte Oberfläche, ein Merkmal, das sie von anderen Ribes- Arten unterscheidet. Der Fruchtbesatz der Goldjohannisbeere fällt sehr unterschiedlich aus. Mal finden sich nur ganz vereinzelt einige Beeren, dann wieder biegen sich die langen Triebe unter der Last. Auch bei reichlichem Fruchtbesatz sind die Trauben nur spärlich ausgeprägt, der einzelne Blütenstand bildet  nur wenige Beeren. Sie sind von durchscheinend schwarzroter Farbe und etwas kleiner als Kulturjohannisbeeren, reifen wie diese ab Mitte Juni. Der Geschmack ist aromatisch mit einer sehr feinen, ausgeglichenen Säure.&lt;br /&gt;
Die ist nicht nur bei  Menschen beliebt, sondern auch bei allen Beeren fressenden Vögeln. Wenn die den Strauch mit halbwegs reifen Früchten entdecken, hat sich die Ernte für dieses Jahr erledigt.  Ein rechtzeitig angebrachtes Schutznetz sichert wenigstens einen Teil der Beeren. Die Reife erfolgt etwas unregelmäßig, aber da Goldjohannisbeeren nicht zum Verrieseln neigen, kann mit der Ernte gewartet werden, bis genug reife Früchte vorhanden sind. Nach der Ernte sind sie, wie die meisten Beerenfrüchte, nicht lange haltbar und sollten bald verarbeitet werden.&lt;br /&gt;
Ehe im Oktober der Laubfall einsetzt, verfärbt sich die Goldjohannisbeere in gelben bis rosafarbenen Tönen, wobei die letzten Blätter an den Triebspitzen hängen bleiben und wie kleine Fahnen im Wind flattern. Jetzt ist der sehr aufrechte Wuchs wieder gut zu erkennen.&lt;br /&gt;
Die Früchte der Goldjohannisbeere zeichnen sich durch einen relativ hohen Gehalt an Vitamin A aus, er kann etwa 6 mg pro 100g Frucht betragen. Der Vitamin C- Gehalt liegt bei um die 100mg/ 100g, dazu kommen Fruchtsäuren und Mineralien, darunter besonders Kalium.&lt;br /&gt;
In der Küche sind sowohl die rohen, als auch die verarbeiteten Früchte interessant. Im Obstsalat oder auf Kuchen lassen sie sich direkt vom Strauch verwenden, die kleinen Kerne stören kaum. Zur Weiterverarbeitung sollten sie mit wenig Wasser kurz aufgekocht werden bis sie zerfallen, und durch ein Sieb passiert werden. Das entstehende, halbflüssige Mus lässt sich vielseitig weiterverwenden.&lt;br /&gt;
Als Heilpflanze wird die Goldjohannisbeere in der Literatur nicht speziell erwähnt, da sie aber wie alle Wildfrüchte viele gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe besitzt, kann sie dem allgemeinen Wohlbefinden durchaus förderlich sein.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Text ist im August 2014 in der Berliner Ausgabe des &amp;quot;Gartenfreund&amp;quot; erschienen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kulinarisches====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goldjohannisbeerkonfitüre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1kg   Goldjohannisbeeren&lt;br /&gt;
*       Gelierzucker 3:1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*       Um Goldjohannisbeeren in ausreichender Menge ernten zu können, muss der Strauch auf jeden Fall schon einige Zeit vor der Reife mit einem Netz geschützt werden, sonst holen die Vögel die halbreifen Beeren. Die Ernte ist etwas mühsamer als bei Kulturjohannisbeeren, da die Früchte nicht in kompakten Trauben wachsen und auch etwas ungleichmäßig reifen.&lt;br /&gt;
*        Die Beeren verlesen und waschen, dann mit wenig Wasser kurz aufkochen und durch ein Sieb passieren oder durch ein Tuch drücken. Die entstandene Saftmenge abmessen und entsprechend ein Drittel Gelierzucker zugeben. Gut verrühren und nach Packungsangabe verarbeiten. Heiß in saubere Schraubgläser füllen und sofort verschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Gehölze]]&lt;br /&gt;
[[Category:Rezepte]]&lt;br /&gt;
[[Category:Duftpflanzen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
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		<updated>2026-07-05T08:29:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
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		<title>Pfingstnelke (Dianthus gratianopolitanus)</title>
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		<updated>2026-07-05T08:28:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfingstnelke1.jpg|miniatur|300px|Pfingstnelke, Austrieb (18.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfingstnelke2.jpg|miniatur|300px|Pfingstnelke, Blüte (12.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfingstnelke3.jpg|miniatur|450px|Pfingstnelke, Samen]]&lt;br /&gt;
Grenobler Nelke, Felsennägle&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Dianthus« von gr. dios anthos - Blume des Zeus, »gratianopolis« aus Gratianopolis (dem jetzigen Grenoble), Erstbeschreibung durch Dominique Villars (1745-1814) französischer Botaniker&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Cheddar Pink&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Nelkengewächse, Cariophyllaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Mittelgebirge Mittel- und Westeuropas, bis 2200m Höhe&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
kissenartig ausgebreitet graugrüne nadelartige weiche Blätter mit wachsartigem Überzug, gerne hängend, bis 10cm hoch, Blütenstand etwa 20cm hoch, das nur schwach ausgeprägte Wurzelsystem ermöglicht der Pflanze ein Wachstum auf sehr flachgründigen Böden&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnige steinige Hanglagen, mäßig nährstoffreicher kalkhaltiger Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Mai,(Juni)&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
einfache bis halb gefüllte fünfzählige zart rosa Blüte mit leichter Musterung, intensiv duftend&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juli&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
durch Wind verbreitete Diasporen&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Stecklinge&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
grün überwinternd&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Schmetterlinge und Hummeln, Blatt dient den Raupen von Eulenfaltern als Nahrung&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
nach der Blüte unansehnliche Stängel herunter schneiden&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Duftpflanze, Blüten sind essbar, wurden im Mittelalter zum Aromatisieren von Wein benutzt, lassen sich als Dekoration oder zur Herstellung von Sirup und Blütenzucker verwenden&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Eugenol, Saponine&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Von Diven, Dränglern und fleißigen Lieschen S.54, Jürgen Feder (2019)&lt;br /&gt;
* Wildpflanzen für jeden Garten S.86, Reinhard Witt (1994)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Nelken sind für ihren Duft bekannt. Schon eine einzelne Blüte geht verschwenderisch mit ihren ätherischen Ölen um, erst recht aber ein ganzer Teppich von rosa farbenen Pfingstnelkenblüten. Die schmalen graugrünen Blätter, deren Farbe schon erkennen lässt, dass sie mit hoher Sonneneinstrahlung und relativ wenig Wasser zurecht kommen, bilden im Laufe der Jahre dichte Polster, die auch gerne von Mauern herabhängen und Sommers wie Winters ordentlich aussehen, obwohl sie keine Pflege brauchen. Von Mitte Mai bis in den Juni öffnen sich die schmalen Knospen und der Duft der Stielteller-Blüten verbreitet sich - besonders abends - durch den ganzen Garten. Ein Sitzplatz in der Nähe ist unumgänglich. Bei herabhängenden Exemplaren lassen sich, wenn sie zu lang werden leicht Stecklinge machen, indem ein Büschel der Triebe abgeschnitten und in einen mit Erde gefüllten Blumentopf gesteckt wird. Der sollte an einem halbschattigen Ort stehen und nicht austrocknen. Nach einigen Wochen fangen die Jungpflanzen an zu wachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;br /&gt;
[[Category:Duftpflanzen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:Pfingstnelke3.jpg&amp;diff=19781</id>
		<title>Datei:Pfingstnelke3.jpg</title>
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		<updated>2026-07-05T08:27:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Liegendes_Mastkraut_(Sagina_procumbens)&amp;diff=19780</id>
		<title>Liegendes Mastkraut (Sagina procumbens)</title>
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		<updated>2026-07-05T08:26:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Liegendesmastkraut3.jpg|miniatur|450px|Liegendes Mastkraut, Austrieb (7.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Liegendesmastkraut2.jpg|miniatur|450px|Liegendes Mastkraut, Wuchs und Blüte (22.8.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Liegendesmastkraut1.jpg|miniatur|450px|Liegendes Mastkraut, Samenstände (18.8.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Liegendesmastkraut4.jpg|miniatur|450px|Liegendes Mastkraut, Samen]]&lt;br /&gt;
Liegender Knebel&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Sagina« lat. Mast, Fütterung, »procumbens« lat. niederliegend, Erstbeschreibung durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Birdeye Pearlwort&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Nelkengewächse, Caryophyllaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Europa, Westasien, Nordafrika&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
kurzlebig ausdauernd, jung Rosetten bildend, dann bis zu 20cm lange niederliegende Triebe Höhe bis 5cm, Blätter nadelartig aber weich&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig, magere verdichtete Böden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Mai, Juni, Juli, August, September&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
meist vierzählig, weiß grünlich, nur etwa 3mm durchmessend&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juni, Juli, August, September, Oktober&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
winzige rundliche Kapsel mit vier Zähnen&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Ausläufer, Selbstaussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
in milden Wintern grün überwinternd&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung hauptsächlich durch Ameisen&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
keine Pflege nötig&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
frisch ausgetriebene Pflanzen als Salatzutat&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.180, S.G.Fleischhauer, J.Guthmann, R.Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* The Book of Weeds S.117, Ken Thompson (2009)&lt;br /&gt;
* ...und grün des Lebens goldner Baum S.334, Ursula Hofmann, Michael Schwerdtfeger (1998)&lt;br /&gt;
* Wildkräuter sehen und erkennen S.53, Roger Phillips (1990)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Das Liegende Mastkraut ist ein Unkraut. So steht es jedenfalls geschrieben. Wenn aber unter »Unkraut« Pflanzen verstanden werden, die sich störend raumgreifend ausbreiten, so kann dieses winzige Gewächs nicht dazu gezählt werden. Die meisten Menschen würden das Pflänzchen gar nicht wahrnehmen, wenn sie nicht mit der Nase darauf gestoßen werden. »Mastkraut« ist auch kein Name, der sich positiv besetzen ließe. Was also macht es trotzdem zu einem gern gesehenen Gast in meinem Garten? Vielleicht ist es einfach die Tatsache, dass es so klein ist. Eine auf Zwergengröße geschrumpfte Nelke, die eine Topfgalerie mit Hauswurzrosetten mit einem grünen Polster unterlegt, elegant über die Topfränder hängt und sich den ganzen Sommer über mit winzigsten Sternchen schmückt. Die Pflanzen sind ausdauernd, frieren im Winter zurück und treiben im Frühjahr neu aus. Da sie so zart sind, lässt sich das abgestorbene Grün einfach abreißen. Fallen die Samen dabei auf offenen Boden, so wachsen im nächsten Sommer weitere kleine Polster. Wo die Vegetation höher als zwanzig Zentimeter wird, hat der Winzling keine Chance, sich dauerhaft zu etablieren. Häufig finden sich die Pflanzen in Ritzen zwischen Pflastersteinen, breiten sich an der Bordsteinkante aus und bis auf die Straße.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:Liegendesmastkraut4.jpg&amp;diff=19779</id>
		<title>Datei:Liegendesmastkraut4.jpg</title>
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		<updated>2026-07-05T08:25:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Safrankrokus_(Crocus_sativus)&amp;diff=19778</id>
		<title>Safrankrokus (Crocus sativus)</title>
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		<updated>2026-07-05T04:30:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Safrankrokus2.jpg|miniatur|450px|Safrankrokus, Austrieb (23.10.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Safrankrokus3.jpg|miniatur|450px|Safrankrokus, Blüte (2.11.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Safran1.jpg|miniatur|300px|Safran, überwinterndes Blattwerk (14.1.)]]&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Crocus« möglicherweise von gr. kroke - Faden, Einschlagfaden oder croci- Staubblätter, »sativus« lat. gesät, angepflanzt im Sinne von angebauter Kulturpflanze, Erstbeschreibung durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Saffron&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Schwertliliengewächse, Iridaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
ursprünglich ägäische Inseln &lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, Zwiebelpflanze, schmale dunkelgrüne Blätter mit weißer Mittellinie, etwa 20cm hoch, die Blätter erscheinen mit den Blüten im Herbst, wachsen über den Winter weiter und vergehen erst im Frühsommer, die Pflanzen gedeihen nur etwa 4 Jahre am selben Standort, dann braucht der Boden eine Erholungspause von 15 Jahren&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig, magere kalkhaltige Wiesen&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
September, Oktober, (Oktober)&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
hell violette, dreizählige Krokusblüte mit intensiv orange gefärbter dreiteiliger Narbe, bis zu 12 Tage geöffnet&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Safran ist unfruchtbar, bildet keine Samen&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
nur vegetativ durch Tochterzwiebeln&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
grün überwinternd&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung hauptsächlich durch Honigbienen und Ackerhummeln&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
Sommertrockenheit nötig um Blüte anzuregen&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
die orangroten Narbenfäden sind eines der teuersten Gewürze, herbwürziger Geschmack, intensive Gelbfärbung von Speisen, nur in kleinen Mengen verwenden, da giftig&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Crocin (ein Carotinoid, das den Safranfäden ihre gelbe Farbe verleiht), Picrococin, Safranal, Carotinoide&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* A Contemplation upon Flowers S.102, Bobby J. Ward (1999)&lt;br /&gt;
* Am Anfang war das Korn S.116/199, Hansjörg Küster (2013)&lt;br /&gt;
* Arche Noah Kochbuch S.158, Beate Koller, Johann Reisinger, Stefen Liewehr (2011)&lt;br /&gt;
* Das neue BLV Buch der Kräuter S.65, Richard Mabey (Hrsg.) (1989)&lt;br /&gt;
* Der neugierige Gärtner S.122, Jürgen Dahl (1998)&lt;br /&gt;
* Die Weltgeschichte der Pflanzen S.163, Wolfgang Seidel (2012)&lt;br /&gt;
* Dumonts große Kräuter-Enzyklopädie S.269, Deni Bown (1996)&lt;br /&gt;
* Giftpflanzen Pflanzengifte S.275, Roth, Daunderer, Kormann (1994)&lt;br /&gt;
* Großes Kräuter- und Gewürzbuch S.228, Heinz Görz (1987)&lt;br /&gt;
* Homegrown Revolution S.172, James Wong (2012)&lt;br /&gt;
* Keine Zeit, der Garten ruft S.254, Klaudia Blasl (2025)&lt;br /&gt;
* Kölbls Kräuterfibel S.259, Konrad Kölbl (1993)&lt;br /&gt;
* New Kreüterbuch Cap.CLXVII, Leonhart Fuchs (1543)&lt;br /&gt;
* Pflanzen des Mittelmeerraumes S.302, Andreas Bärtels (1997)&lt;br /&gt;
* Pflanzenfamilien S.82, Ross Bayton, Simon Maughan (2018)&lt;br /&gt;
* The Bedside Book of the Garden S.298, Dr. D.G. Hessayon (2008)&lt;br /&gt;
* Wo der Pfeffer wächst S.220, Hansjörg Küster (1987)&lt;br /&gt;
* Zwiebel, Safran, Fingerhut S.60, Bill Laws (2012)&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 1/2008 S.49, 10/2022 S.24&lt;br /&gt;
* Süddeutsche Zeitung Nr. 271 S.47&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
In der Ägäis entstand vor langer Zeit eine triploide Mutante der dort heimischen Krokusart Crocus cartwrightianus. Diese Mutation ist unfruchtbar und lässt sich nur über Tochterknollen vermehren. Die Blüte sieht unseren Frühlingskrokussen sehr ähnlich, aber der Safrankrokus blüht nicht im Frühjahr sondern im Herbst, meist von September bis Ende Oktober. Nur während dieser kurzen Zeitspanne kann das begehrte Gewürz, bestehend aus den karminroten Narbenfäden, geerntet werden. Die schmalen bis 20cm langen Laubblätter beginnen ihr Wachstum zusammen mit den Blüten, wachsen aber noch weit in den Herbst hinein weiter und bleiben im Winter grün. Im Frühjahr verwelken sie und jetzt benötigt die Knolle den Sommer über eine trockene Ruhephase. Für ein Kilo Safranfäden müssen aus 150000 - 200000 Blüten die drei Narbenfäden per Hand herausgelöst werden. Das erklärt, weshalb Safran mit etwa 3000€ pro Kilo eins der teuersten Gewürze ist. Heute ist der Iran Hauptlieferant, 170 - 180 Tonnen Safranfäden werden dort jährlich geerntet, was 91% der Welternte entspricht. Unbedeutend sind dagegen die europäischen Vorkommen. In den letzten Jahrzehnten haben sich die Menschen aber immerhin auf ihren kostbaren Schatz zurückbesonnen. In der spanischen Mancha um den Ort Villafranca de los Caballeros etwa werden jährlich etwa 100 Kilo Safranfäden geerntet. In dem kleinen Schweizer Dorf Mund wird auf etwa 18000 Quadratmetern Safran angebaut und geerntet, pro Jahr etwa 1,5 bis 2 Kilo, je nach Witterung. Und auch in Deutschland existieren kleine Anbaugebiete in der Nähe von Dresden und in Bittenfeld in Baden-Württemberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Färben von Speisen scheint ursprünglich in den arabischen Ländern verbreitet gewesen zu sein. Erst als bei kriegerischen Auseinandersetzungen der Kontakt zwischen Orient und Okzident hergestellt wurde und Mitteleuropäer die bunten Speisen der Orientalen kennenlernten breitete sich diese Sitte auch bei uns aus. Schon Plinius erwähnt den Safran als Färbemittel. Der Name Safran geht auf die arabische Bezeichnung Za&#039;faran zurück, was »gelbe Farbe« bedeutet. Nicht nur Speisen, auch Textilien wurden mit Safran gefärbt, was sich natürlich nur reiche Leute leisten konnten. Im Mittelalter wurde das Farbpigment auch in der Buchmalerei eingesetzt, teilweise zusammen mit Metallpulvern, um das Gelb golden glänzen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Safranfäden sollten nicht zu lange mitgekocht werden, in lauwarmem Wasser eingeweicht reicht eine Zugabe gegen Ende der Garzeit, um die Speisen intensiv einzufärben und ihnen das typische bitterscharfe Aroma mitzugeben. &lt;br /&gt;
Im 16.Jahrhundert wurde Safran, wahrscheinlich durch Mönche, nach England eingeführt und dort bald auf großen Feldern rund um den Ort Walden in Essex angebaut. Die Pflanze wuchs dort so prächtig, dass der Ort in Saffron-Walden umbenannt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Engelwurz_(Angelica_archangelica)&amp;diff=19777</id>
		<title>Engelwurz (Angelica archangelica)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Engelwurz_(Angelica_archangelica)&amp;diff=19777"/>
		<updated>2026-07-05T04:29:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Engelwurz5.jpg|miniatur|450px|Engelwurz, Sämling (23.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Engelwurz1.jpg|miniatur|450px|Engelwurz, Austrieb (18.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Engelwurz2.jpg|miniatur|300px|Engelwurz, aufbrechende Blütenknospen (4.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Engelwurz4.jpg|miniatur|450px|Engelwurz, Blüte (31.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Engelwurz6.jpg|miniatur|450px|Engelwurz, Samen (18.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Engelwurz3.jpg|miniatur|300px|Engelwurz, Rest vom Samenstand (19.9.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Engelwurz7.jpg|miniatur|450px|Engelwurz, Samen]]&lt;br /&gt;
Angelika, Brustwurz, Erzengelwurz, Theriakwurz, Heiliggeistwurzel&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Angelica« von lat. angelicus - Engel, »archangelica« lat. Erzengel, Erstbeschreibung 1753 durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Garden-Angelica&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Doldenblütler, Apiaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Nord- und Osteuropa,Westasien, Nord- und Ostseeküste, vielfach ausgewildert&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
im ersten Jahr grob fiederblättrige Rosette bis etwa einen Meter Durchmesser,im zweiten (dritten/vierten) Standjahr bis armdicker Blütenschaft,große Hauptdolde, mehrere Nebendolden, nach der Samenreife absterbend&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
(sonnig) halbschattig bis schattig, nahrhafter Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Juni, Juli&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
große, nahezu kugelförmige Doppeldolde, grünlich-gelbe unauffällige Einzelblüten&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
September, Oktober&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
bei Reife hellbraun, abgeplattet breit elliptisch, fällt nach der Reife schnell ab&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
Aussaat am Besten direkt nach der Fruchtreife (Samen verlieren schnell an Keimkraft)&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
oberirdisch absterbend, Wurzel fosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung hauptsächlich durch kleine Käfer und Fliegen, besonders Jungpflanzen sind durch Schnecken gefährdet&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
kaum Pflege nötig, dekorativen Samenstand eventuell stützen&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Wurzel im Spätherbst oder zeitigem Frühjahr (vor dem Neuaustrieb), getrocknet als Tee magen- und verdauungsstärkend, in kaltem Wasser angesetzt, aufgekocht, zehn Minuten köcheln lassen dann abseihen als Aperitif zur Anregung der Magensaftproduktion, nach Hildegard von Bingen ist die Engelwurz eine Art &amp;quot;Universalheilmittel&amp;quot;, Stängel der frisch austreibenden Blätter kandiert als Süßigkeit oder Zutat zu Kuchen und Obstsalat, Bestandteil von Kräuterlikören wie »Chartreuse«&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
ätherische Öle, Cumarin, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Furanocumarine (Bergapten, phototoxisch!), Zucker&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
zur Zeit abwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Bärlauch und Judenkirsche S.88, Gerhild Birmann-Dähne (1996)&lt;br /&gt;
* Bienenweide und Hummelparadies S.210, Dave Goulson (2021)&lt;br /&gt;
* Das Kräuterkulinarium S.56, Maiga Werner (2014)&lt;br /&gt;
* Das neue BLV Buch der Kräuter S.117, Richard Mabey (Hrsg.) (1989)&lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.147, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (2008)&lt;br /&gt;
* Dumonts große Kräuter-Enzyklopädie S.238, Deni Bown (1995)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.498, S.G.Fleischhauer, J.Guthmann, R.Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* Essbare Landschaften S.18, Olaf Schnelle, Ralf Hiener (2003)&lt;br /&gt;
* Essbare Wildbeeren und Wildpflanzen S.182, Detlev Henschel (2002)&lt;br /&gt;
* Feld- Wald- und Wiesenkochbuch S.30, Eve Marie Helm (1978)&lt;br /&gt;
* Giftpflanzen Pflanzengifte S.126, Roth, Daunderer, Kormann (1994)&lt;br /&gt;
* Großes Kräuter- und Gewürzbuch S.42, Heinz Görz (1987)&lt;br /&gt;
* Heilkraft aus dem Garten S.79, Wolfgang Hensel (1998)&lt;br /&gt;
* Illustriertes Heil-, Gift- und Nutzpflanzenbuch S.159, Adelbert von Chamisso (1827)&lt;br /&gt;
* Keine Zeit, der Garten ruft S.191, Klaudia Blasl (2025)&lt;br /&gt;
* Klassische Kräuter und Heilpflanzen S.46, Gioia Romagnoli, Stefania Vasetti (1994)&lt;br /&gt;
* Kölbls Kräuterfibel S.48, Konrad Kölbl (1993)&lt;br /&gt;
* Köstliche Kräuter S.50, Marion Nickig, Heide Rau (1998) &lt;br /&gt;
* Köstliches aus dem Garten S.172, Marion Nickig, Heide Rau (2005)&lt;br /&gt;
* Kräuter S.105, Burkhard Bohne (2010)&lt;br /&gt;
* Kräuter-Biotika S.106, Felicia Molenkamp (2015)&lt;br /&gt;
* Kräuter S.103, Ursula Stumpf (2018)&lt;br /&gt;
* Kräutermärchen S.7, Folke Tegetthoff (1998)&lt;br /&gt;
* Leckere Rezepte aus dem Kräutergarten S.146/166, Marion Nickig, Heide Rau (1998)&lt;br /&gt;
* Mit Pflanzen verbunden S.67, Wolf-Dieter Storl, (2005)&lt;br /&gt;
* Naturmedizin Heilkräuter S.36, Penelope Ody (2000)&lt;br /&gt;
* New Kreüterbuch Cap.XLIII, Leonhart Fuchs (1543)&lt;br /&gt;
* Spaziergänge in meinem Garten S.166, Anne-Marie Koenig (1998)&lt;br /&gt;
* The Bedside Book of the Garden S.221, Dr. D.G. Hessayon (2008)&lt;br /&gt;
* Vom Geschmack der Lilienblüten S.253, Jürgen Dahl (1995)&lt;br /&gt;
* Von Timmerjahn, Hollerblüh und Bettstroh S.54, Christiane Freuck (2009)&lt;br /&gt;
* Wo der Pfeffer wächst S.62, Hansjörg Küster (1987)&lt;br /&gt;
* Zeit im Garten S.110, Jürgen Dahl (1991)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben, 1/2001, 10/2003 S.68, 12/2005, 5/2020 S.61&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Engelwurz sich versamen darf, dann macht sie das gründlich und manch einen unbedarften Gärtner überkommt im ersten Moment die Panik, wenn er sieht, was da keimt. Engelwurzsämlinge sehen dem Austrieb vom Lieblingsfeind (fast) aller Gärtner, dem Giersch, verblüffend ähnlich. Der erste Schreck ist hoffentlich vorbei ehe alles radikal herausgerissen wurde, denn schon am Duft sind die beiden Pflanzen leicht zu unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide gehören der Familie der Doldenblütler (Apiaceae) an, der Wuchs unterscheidet sich aber deutlich. Die Engelwurz würde niemals Wurzelausläufer bilden, dafür wird sie wesentlich größer als der Giersch. Wie groß, das hängt vom Nährstoffangebot ab. Im ersten Jahr bildet sich eine grundständige Rosette, aus der die lang gestielten mehrfach geteilten Blätter hervorwachsen. Bei gutem Nahrungsangebot kann sie durchaus einen Quadratmeter Platz beanspruchen. Erreicht sie bis zum Herbst eine solche Größe, wird ihr Leben nicht länger als zwei Jahre dauern. Sie lagert die Nährstoffe des Sommers in ihren Wurzeln ein und zieht sich über Winter von der Oberfläche zurück. Der Austrieb des zweiten Jahres ist nicht mehr mit Giersch zu verwechseln, was jetzt aus der Wurzel hervor wächst ist von Anfang an wesentlich mächtiger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Blattaustrieb schiebt sich im Juni aus der Mitte der Rosette der Blütenschaft empor, kann unter guten Bedingungen mehr als mannshoch werden und so dick, dass er mit einer Hand nicht zu umspannen ist.&lt;br /&gt;
Das Besondere an der Engelwurz sind ihre fast perfekt kugelförmigen Doppeldolden. Die Blüten selbst sind unspektakulär, meist grünlich, die Doldenform aber ist einfach großartig. Neben der Hauptdolde bilden sich etliche kleinere, im unteren Stängelbereich entstehen Seitentriebe, die ebenfalls in Dolden enden.&lt;br /&gt;
Käfer und Fliegen zählen zu den Bestäubern der imposanten Pflanze, sitzen an sonnigen Tagen in großer Zahl am offen dargebotenen Nektar. Nach erfolgreicher Bestäubung entstehen rundliche Samen, die von einer dünnen abgeflachten Haut umgeben sind. Sie ermöglicht eine begrenzte Flugfähigkeit zur Verbreitung der Pflanze. Der Wind schüttelt die reifen Samen aus ihrer Verankerung, die meisten landen unweit der Mutterpflanze, die somit ihren Zweck erfüllt hat und abstirbt. Die Blätter vergilben, der Blütenschaft vertrocknet. Ohne Blattwerk wird seine Struktur sichtbar, die Stabilität gebende Riffelung, die Knoten mit ihren Verzweigungen und die filigranen Reste der Dolden. Solange die Wurzel noch genug Halt gibt, kann die Pflanze bis in den Winter hinein einen sehr attraktiven Blickfang bieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Samen der Engelwurz, wie die vieler anderer Doldenblütler auch, nur eine begrenzte Lebensdauer haben, müssen sie schnell ausgesät werden. Der beste Standort ist immer der, an dem der Same von alleine keimt. Wenn dort also genügend Platz vorhanden ist und nicht auf allzu strenge Ordnung geachtet wird, werden im folgenden Frühjahr viele kleine Engelwurzen erscheinen. Solange sie jung sind, lassen sie sich problemlos verpflanzen, vertragen Sonne ebenso gut wie Halbschatten, solange der Boden nährstoffreich und halbwegs feucht ist. Leider mögen Schnecken aller Art die Engelwurz sehr gerne, kriechen bis in den Blütenstand hinauf, um die zarten Knospen zu vertilgen. Dann wird natürlich nichts aus der schönen Kugeldolde. Auf weniger nahrhaften Böden wächst die Pflanze deutlich langsamer und bleibt kleiner. Sie kann dann drei, vier oder sogar fünf Jahre alt werden, ehe sie blüht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In freier Natur wird die Pflanze immer seltener, sie bevorzugt feuchte Wiesen und Uferböschungen in eher kühleren Lagen. Werden diese zu häufig oder zum falschen Zeitpunkt gemäht so geht im Laufe der Jahre der Bestand verloren. Wurzel oder Stängel sollten daher auch nicht aus Wildsammlung stammen, wenn sie verarbeitet werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Engelwurz stammt aus nördlichen Gegenden, älteste Berichte stammen aus Grönland, Island und Skandinavien,wo Stängel und junges Kraut der Pflanze als Nahrungsmittel genutzt wurden. Weder die Landgüterverordnung Karls des Großen noch Hildegard von Bingen erwähnen die Engelwurz, da sie erst ab dem späten Mittelalter in Mitteleuropa kultiviert wurde. Der Legende nach brachte ein Erzengel das heilkräftige Kraut zu einem frommen Einsiedler um ihn vor der Pest zu schützen. Das wäre eine Erklärung des Namens, möglicherweise leitet er sich aber auch von der ungeheuren Wuchskraft ab, die die Pflanze zum Erzengel unter den Kräutern machte. Im botanischen Namen Angelica archangelica ist der Engel gleich doppelt vertreten, Angelika ist ein auch im allgemeinen Sprachgebrauch befindlicher Name.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klöster nahmen sich der Pflanze an, ihr wurde eine Heilwirkung gegen fast &amp;quot;jedes Übel&amp;quot; nachgesagt. So wirkt ein Tee aus der getrockneten Wurzel vor den Mahlzeiten getrunken Appetit anregend und auch Bronchialleiden lassen sich positiv beeinflussen. In Klöstern wurden auch verschiedenste heilkräftige Kräuterliköre angesetzt, Engelwurz ist unter anderem im Chartreuse enthalten. Äußerlich wirken Bäder und Einreibungen schmerzstillend bei Rheuma und Muskelschmerzen. Im Mittelalter wurden Engelwurzblätter im Haus verbrannt, um die Räume zu desinfizieren. Empfindliche Menschen können allerdings mit Hautreizungen auf die frische Pflanze reagieren, denn wie viele andere Doldenblütler auch enthält sie Furano-Cumarine, Stoffe, die fototoxisch wirken und bei Sonneneinstrahlung zu verbrennungsähnlichen Symptomen führen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine so beeindruckende Pflanze muss natürlich auch gegen allerlei böse Geister wirksam sein. Sie galt als Symbol der Dreifaltigkeit, da der Stängel zwischen den zwei ihn umschließenden Hüllblättern emporwächst. Daher auch der Name &amp;quot;Heiliggeistwurzel&amp;quot;. Als Amulett bei sich getragen galt sie als so wirkungsvoll gegen Hexerei und Schadzauber, dass sie fast ausgerottet wurde. Sie half aber auch, Prüfungsängste und andere Unsicherheiten zu überwinden. Liebende beschirmte sie und auch eine fruchtbarkeitssteigernde Wirkung wurde ihr nachgesagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kulinarisches====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kandierte Engelwurzstängel&lt;br /&gt;
*  junge Engelwurzstängel&lt;br /&gt;
*  Zucker&lt;br /&gt;
*  Wasser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  Die Engelwurzstängel in kleine Stücke schneiden und in ein hohes Gefäß geben. Je nach Menge Wasser und Zucker im Verhältnis 1:1 aufkochen und 10 Minuten köcheln lassen. Heiß über die Engelwurz gießen und abgedeckt stehen lassen. Nach zwei Tagen die Flüssigkeit erneut aufkochen, über die Stängel gießen und  stehen lassen. Die Prozedur 5 Mal wiederholen. Jetzt die Stängelstücke abtropfen lassen und im Backofen  bei geringer Wärme (50°C) gut trocknen lassen. Den Sirup entweder flüssig lassen und heiß in Gläser füllen  oder etwas einkochen bis er dickflüssig wird. Dann ist er auch als Brotaufstrich verwendbar. Die kandierten Stängel können entweder einfach so genascht werden oder in Kuchen oder Kekse eingebacken ihr besonderes Aroma entfalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Zweijährige]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;br /&gt;
[[Category:Rezepte]]&lt;br /&gt;
[[Category:Duftpflanzen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Doldenblütler]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Kanadische_Goldrute_(Solidago_canadensis)&amp;diff=19776</id>
		<title>Kanadische Goldrute (Solidago canadensis)</title>
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		<updated>2026-07-05T04:28:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Kanadischegoldrute1.jpg|miniatur|300px|Kanadische Goldrute, Austrieb (6.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kanadischegoldrute2.jpg|miniatur|450px|Kanadische Goldrute, Blüte (28.8.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kanadischegoldrute3.jpg|miniatur|450px|Kanadische Goldrute, Samenstand (13.10.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kanadischegoldrute4.jpg|miniatur|450px|Kanadische Goldrute, Samen]]&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Solidago« möglicherweise von lat. fest, zusammenfügen, »canadensis« kanadisch, Erstbeschreibung 1753 durch Carl von Linné&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Canadian Golden Rot&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Korbblütler, Asteraceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Nordamerika, 1645 erstmals in England eingeführt, 1863 erstmals in Berlin ausgewildert angetroffen&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, horstig, helle, sehr zähe Wurzeln, sehr ausbreitungsfreudig über Wurzeln wie auch Samen, straff aufrecht, Blätter schmal lanzettlich, am Rand leicht gezähnt, bodenständige Blätter verkümmern sobald die Pflanze in die Höhe wächst, Blüten endständig bis 2m hoch&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig, wächst auf allen Böden, besonders auf Brachen, kann dort zur Stabilisierung des Bodens beitragen&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Juli, August, September, (Oktober)&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
verzweigter Blütenstand, rispig angeordnete kleine gelbe Körbchenblüten, Zungenblüten etwa so lang wie das Körbchen breit ist&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Oktober, November&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
kleine längliche Samen mit flugfähigem Pappus, pro Spross werden bis zu 15000 Samen gebildet, die aber nicht lange keimfähig sind (im Frühjahr des Folgejahres nur noch etwa 3%)&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Teilung der Wurzeln, Selbstaussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
oberirdisch absterbend, Wurzel frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Bienen, Hummeln, Schmetterlinge, Schwebfliegen und Käfer&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
Rückschnitt nach der Blüte, um weitere Ausbreitung zu verhindern, ansonsten im Frühjahr &lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
blühende Triebe, Tee wirkt harntreibend, entzündungshemmend, schleimlösend&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Saponine, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Phenylglycoside, ätherische Öle, Nikotinsäure, Diterpene, Flavonoide, Kaffeesäurederivate, bis zu 4% Kautschuk&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Berliner Pflanzen S.59, Heiderose Häsler, Iduna Wünschmann (2009)&lt;br /&gt;
* Bienenweide und Hummelparadies S.130, Dave Goulson (2021)&lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.212, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (2008)&lt;br /&gt;
* Die Lichtwandler S.235, Zoe Schlanger (2024)&lt;br /&gt;
* Die Wildbienen Deutschlands S.328, Paul Westrich (2018)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.183, S.G.Fleischhauer, J.Guthmann, R.Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* Keine Zeit, der Garten ruft S.191, Klaudia Blasl (2025)&lt;br /&gt;
* Mit Pflanzen verbunden S.84, Wolf-Dieter Storl (2005)&lt;br /&gt;
* Neulich im Beet S.145, Stefanie Flamm (2022)&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 11/2023, S.53&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Als sich die Kanadische Goldrute Mitte des 19.Jahrhunderts in Berlin auf den Weg in die Freiheit machte, war nicht abzusehen, dass sie gut ein Jahrhundert später als böse invasive Pflanze verflucht würde. In ihrer Heimat bedeckte sie große Flächen und das leuchtende Gelb im Spätsommer muss beeindruckend gewesen sein. Die Wuchsfreude hat die Goldrute mitgebracht als sie aus der Neuen Welt in die Alte kam. Als Zierpflanze belebte sie mit ihrer späten Blüte die Staudenbeete und da nicht alle Stängel gleich abgeschnitten wurden, machten sich die kleinen leichten Samen mit ihrem fedrigen Schirmchen auf den Weg, ließen sich vom Wind mitnehmen und keimten wo immer sie ein Plätzchen fanden. Die ersten zwei drei Jahre ist die Pflanze noch übersichtlich, dann fangen die Wurzeln an, raumgreifend den Boden zu besetzen. Sie bilden ein so enges Geflecht, dass kaum andere Pflanzen dazwischen eine Chance haben. Auch die Keimfähigkeit von Gehölzen ist stark herabgesetzt. Im Frühjahr erscheinen zunächst die Laubblätter, die sich nahe am Boden ausbreiten, dann die Blüten tragenden Stängel, die bis zwei Meter hoch werden und ein dichtes Gewirr ergeben. Die unteren Blätter sterben bald ab, während sich oben die lockeren rispigen Blütenstände ausbreiten. Die schließen sich wie ein Dach und lassen kaum noch Licht an den Boden. Nur aus der Nähe lässt sich erkennen, wie viele winzige Blüten sich an jedem einzelnen Stängel befinden. Aus jeder dieser Blüten werden mehrere Samen und die fliegen sobald sie reif sind auf und davon. Goldruten auszugraben erweist sich als schwierig, besonders wenn schon mehrere Quadratmeter bewachsen sind. Schwächen lässt sich die Pflanze, wenn die noch knospigen Stängel Ende Juni, Anfang Juli an der Wurzel ausgerissen werden. Trotz ihres unbestreitbaren Dranges, alles zu überwuchern, sehen blühende Goldruten schön aus. Da sie bis in den Oktober hinein blühen, bieten sie vielen spät fliegenden Insekten Nahrung. Im Garten sollten sie gleich nach der Blüte zurück geschnitten werden. Im Winter lässt sich der Wurzelballen mit dem Spaten so weit abstechen, dass die Pflanze übersichtlich bleibt. Und wenn irgendwo Sämlinge auftauchen hilft nur, sich merken wie sie aussehen und sie entfernen solange sie noch klein genug sind...  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Nordamerika existieren verschiedene Goldrutenarten, die sich untereinander kreuzen und selbst von Fachleuten nur schwer auseinander zu halten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Korbblütler]]&lt;br /&gt;
[[Category: Mehrjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Petersilie_(Petroselinum_crispum)&amp;diff=19775</id>
		<title>Petersilie (Petroselinum crispum)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Petersilie_(Petroselinum_crispum)&amp;diff=19775"/>
		<updated>2026-07-05T04:28:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie2.jpg|miniatur|450px|Petersilie, Sämlinge (7.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersilie1.jpg|miniatur|450px|Petersilie, überwinternde Rosette (14.1.)]]&lt;br /&gt;
Peterlein, Wurstpeterlilie, Garten-Eppich&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Petroselinum« aus dem griechischen Petros - Stein und »Sélinon« gr. Sellerie, zurückgehend auf die Stadt Selinunt am Fluss Selinus, wo viel Sellerie wuchs , »crispum« kraus, Erstbeschreibung durch Michael Fuss (1814-1883) österreichischer Botaniker&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Parsley&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Doldenblütler, Apiaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Mittelmeergebiet&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
zweijährig, Pfahlwurzel (Rübe), rosettig, Blätter lang gestielt, kräftig grün drei- bis fünfschnittig, Blütenstand bis 60cm hoch, ganze Pflanze aromatisch duftend &lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig, nahrhafter Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Juli, August&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
verzweigter Stängel mit größerer endständiger Doppeldolde und kleineren Nebendolden, kleine grünlich gelbe Blüten&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
August, September&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
breit eiförmige gerippte Frucht&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Aussaat im Frühsommer (Samen brauchen zum Keimen warmen Boden), wer kein Glück mit ausgesäter Petersilie hat kann auch auf vorgezogene aus dem Supermarkt zurück greifen und die vereinzeln und auspflanzen&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
grün überwinternd, nur bei langen Kahlfrostperioden zurückfrierend&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung hauptsächlich durch kleine Fliegen und Käfer, Möhrenfliegen mögen die Wurzeln, Schnecken die Sämlinge...&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
während der Keimung auf Schnecken achten, sonst sind die kleinen Pflanzen schneller weg als gedacht&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
frische Blätter und Wurzeln als Gewürz, frische Blätter wirken entkrampfend bei Menstruationsschmerzen, große Mengen verursachen Abort, Tee ist wirksam bei Nieren- und Blasenerkrankungen&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Apiol, Appin, ätherische Öle, Flavonoide, Nicotinsäureamid, Vitamin C&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Blumen und Kräuter, Geheimnisvolle Namen... S.142, Ulrich Völkel (2010)&lt;br /&gt;
* Das Kräuterkulinarium S.66, Maiga Werner (2014)&lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.440, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (2008)&lt;br /&gt;
* Die Weltgeschichte der Pflanzen S.146, Wolfgang Seidel (2012)&lt;br /&gt;
* Dumonts große Kräuter-Enzyklopädie S.325, Deni Bown (1996)&lt;br /&gt;
* Gewürzpflanzen S.92, Hans E. und Helga Laux, Alfred Tode (1993)&lt;br /&gt;
* Großes Kräuter- und Gewürzbuch S.212, Heinz Görz (1987)&lt;br /&gt;
* Heilkraft aus dem Garten S.100, Wolfgang Hensel (1998)&lt;br /&gt;
* Illustriertes Heil-, Gift- und Nutzpflanzenbuch S.163, Adelbert von Chamisso (1827)&lt;br /&gt;
* Keine Zeit, der Garten ruft S.189, Klaudia Blasl (2025)&lt;br /&gt;
* Klassische Kräuter und Heilpflanzen S.148, Giola Romagnoli, Stefania Vasetti (1996)&lt;br /&gt;
* Kölbls Kräuterfibel S.234, Konrad Kölbl (1993)&lt;br /&gt;
* Köstliche Kräuter S.94, Marion Nickig, Heide Rau (1998) &lt;br /&gt;
* Köstliches aus dem Garten S.261, Marion Nickig, Heide Rau (2005)&lt;br /&gt;
* Kräuter S.164, Burkhard Bohne (2010)&lt;br /&gt;
* Kräuterzauber S.64, Dido Nitz (2012)&lt;br /&gt;
* New Kreüterbuch Cap.CCXVII, Leonhart Fuchs (1543)&lt;br /&gt;
* Obst, Gemüse und Kräuter Karls des Großen S.171, Karl Josef Strank, Jutta Meurers-Balke (2008)&lt;br /&gt;
* Symbolik der Pflanzen S.259, Marianne Beuchert (1996)&lt;br /&gt;
* The Bedside Book of the Garden S.289, Dr. D.G. Hessayon (2008)&lt;br /&gt;
* The curious Gardeners Almanac S.96, Niall Edworhty (2006)&lt;br /&gt;
* Von Anis bis Zimt S.54, Günter und Erna Linde, (1996)&lt;br /&gt;
* Von Timmerjahn, Hollerblüh und Bettstroh S.92, CHristiane Freuck (2009)&lt;br /&gt;
* Was die Kräuterhexen sagen S.92, Maureen u. Bridget Boland (1983)&lt;br /&gt;
* Wintergemüse anbauen S.151, Burkhard Bohne (2018)&lt;br /&gt;
* Wo der Pfeffer wächst S.186, Hansjörg Küster (1987)&lt;br /&gt;
* Zauberpflanzen Hexenkräuter S.201, Gertrud Scherf (2002)&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 8/1990 S.49, 9/1994 S.33, 10/2002, 8/2006, 4/2008 S.54, 5/2024 S.40&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Die Petersilie ist eine sehr alte Würzpflanze, die schon in der Antike bekannt war. Da sie bevorzugt an steilen, felsigen Berghängen wuchs, wurde sie auch Felsensellerie genannt, was sich im botanischen Namen wiederfindet. Ihre entkrampfende Wirkung machte sie zu einer viel genutzten Heilpflanze, die bei verschiedenen Krankheiten eingesetzt wurde. Ob Entwässerung, Fieber, Magenbeschwerden oder Gicht, mit der Petersilie war vieles wieder in Ordnung zu bringen. Deutlich ist die Wirkung bei menstruationsbedingten Unterleibskrämpfen, eine Handvoll Blätter gut zerkaut entspannen die Muskulatur deutlich. Zu viel des Guten sollte allerdings vermieden werden, hohe Dosen wirken giftig. Der Spruch »Petersilie hilft den Männern auf&#039;s Pferd, den Frauen unter die Erd&#039;« nimmt Bezug auf die Potenz steigernde Wirkung, während die abortiv wirkenden Samen nicht nur ungewollte Schwangerschaften sondern auch das Leben der werdenden Mütter beendeten. Im Orient, wo noch mehr als bei uns in der Küche mit Petersilie gearbeitet wird, war die Wirkung der Pflanze womöglich bekannt, größere Mengen Petersiliensalat mögen eine gewollte abortive Wirkung gehabt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petersiliensamen gelten als zickig, keimen häufig nur unwillig. Das hat profane Gründe wie eine zu geringe Bodentemperatur, Trockenheit zum falschen Zeitpunkt oder ein zu hohes Alter der Samen. Anschaulicher sind die Geschichten die dazu entstanden sind. So müssen die Petersiliensamen erst nach Rom pilgern um bei Petrus um die Erlaubnis zum Keimen zu bitten. Bis sie wieder zurück sind, sind sechs Wochen herum. Die andere Variante ist die vom Teufel, der seine Macht über die Pflanze ausspielt, so dass die Samen neun Mal zur Hölle und zurück müssen, ehe sie aufgehen dürfen, es sei denn, sie werden am Karfreitag gesät, dem einzigen Tag, an dem der Teufel keine Macht über die Petersilie hat. Da ist es aber definitiv noch zu kalt. Sicher ist, Petersilie braucht genügend Wärme, um zu keimen und sie braucht einiges an Zeit dazu. Aus England stammt der Tipp, das für Petersilie vorgesehene Beet eine halbe Stunde vor der Aussaat mit heißem Wasser zu begießen. Die Pflanze selbst ist frosthart, übersteht unsere Winter problemlos. Mehr als einen Winter erlebt sie im Allgemeinen ohnehin nicht, da sie als Zweijährige nach der Kälteperiode Blüten bildet und nach der Samenreife abstirbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adelbert von Chamisso kennt die unterschiedlichen Wuchsformen der Petersilie und empfiehlt ausdrücklich die krausblättrige, »die den Vorzug verdient, weil sie zu keiner Zeit mit Aethusa cynapium (Hundspetersilie), Conium maculatum (Gefleckter Schierling), oder mit anderen giftigen Schirmpflanzen verwechselt werden kann.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Zweijährige]]&lt;br /&gt;
[[Category:Doldenblütler]]&lt;br /&gt;
[[Category:Duftpflanzen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Scharfer_Hahnenfu%C3%9F_(Ranunculus_acris)&amp;diff=19774</id>
		<title>Scharfer Hahnenfuß (Ranunculus acris)</title>
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		<updated>2026-07-05T04:27:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Brennenderhahnenfuß2.jpg|miniatur|450px|Scharfer Hahnenfuß, Jungpflanze (16.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Brennenderhahnenfuß3.jpg|miniatur|450px|Scharfer Hahnenfuß, Winterruhe (28.2.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scharferhahnenfuß4.jpg|miniatur|300px|Scharfer Hahnenfuß, Wuchs (17.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scharferhahnenfuß5.jpg|miniatur|450px|Scharfer Hahnenfuß, Blüte (19.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scharferhahnenfuß6.jpg|miniatur|450px|Scharfer Hahnenfuß, Samenstand (1.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scharferhahnenfuß7.jpg|miniatur|450px|Scharfer Hahnenfuß, Samen]]&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Ranunculus« lat. Fröschlein (Hahnenfußgewächse mögen feuchten Boden), »acris« von lat. acer - scharf (bezogen auf den brennend scharfen Milchsaft in den Pflanzenstängeln), Erstbeschreibung durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name====&lt;br /&gt;
Meadow Buttercup, Tall Buttercup, Common Buttercup&lt;br /&gt;
====Familie====&lt;br /&gt;
Hahnenfußgewächse, Ranunculaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Europa, Asien, Nordafrika&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, verzweigtes kompaktes Wurzelsystem bis 50cm tief, rosettig, Laubblätter im Austrieb weiß filzig behaart, lang gestielte handförmig gelappte Blätter, unterseits schwach behaart, Blütenstand bis 80cm hoch, Laubblätter am Blütenstand nach oben hin immer schmaler werdend&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, mäßig nährstoffreicher eher feuchter Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
April, Mai, Juni, Juli, August&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
fünfzählig, Kelchblätter schwach behaart, Kronblätter glänzend gelb, schalenartige Blüte mit vielen Staubgefäßen, an verzweigten locker aufgebauten Blütenständen, abends nicken die Blüten leicht und sind nicht ganz so weit geöffnet wie am Tag&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juli, August, September&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
annähernd kugelige aus kleinen Nüsschen zusammengesetzte Frucht&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Selbstaussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
teils absterbend, Grundrosette meist grün überwinternd&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Fliegen, aber auch durch verschiedene Wildbienenarten, insbesondere die Hahnenfuß-Scherenbiene (Chelostoma florisomne)&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
Rückschnitt im Frühjahr&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Giftpflanze, der Pflanzensaft kann Hautrötungen, Schwellungen und Blasenbildung hervorrufen&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Protoanemonin, Anemonin, Ranunculin, Saponine&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* A Contemplation upon Flowers S.70, Bobby J. Ward (1999)&lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.225, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (1999)&lt;br /&gt;
* Giftpflanzen Pflanzengifte S.601, Roth, Daunderer, Kormann (1994)&lt;br /&gt;
* Keine Zeit, der Garten ruft S.154, Klaudia Blasl (2025)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Manchmal tauchen Pflanzen aus dem Nichts im Garten auf und keiner weiß, woher sie gekommen sind. So auch der Scharfe Hahnenfuß, der eines Tages seine goldgelben Blüten über typischem Hahnenfußblattwerk öffnete. Wie seine Verwandten mag auch der Scharfe Hahnenfuß eher feuchten Untergrund. Ansonsten ist die an wilde Wiesen gewöhnte Pflanze anspruchslos. Sie bleibt an dem ihr zugewiesenen Platz, breitet sich nur zögerlich aus und der locker aufgebaute Blütenstand lässt die kleinen Schalenblüten in etwa fünfzig Zentimeter Höhe tanzen. Die Laubblätter der Pflanze ähneln denen des Wiesenstorchschnabels, während der aber im Winter vollständig einzieht, bleibt die bodenständige Rosette des Hahnenfuß grün. Wie alle Hahnenfußgewächse enthält auch der Scharfe Hahnenfuß Protoanemonin, was bei großen Beständen auf Weiden zum Problem werden kann, da die Pflanze auch für Tiere giftig ist. Im getrockneten Zustand kann sie hingegen gefahrlos verfüttert werden, da sich das Protoanemonin beim Trocknen abbaut. Auch beim Hantieren mit der Pflanze im Garten ist Vorsicht geboten, da der Pflanzensaft zu Hautreizungen führen kann. Der Pollen kann heuschnupfenartige Symptome hervorrufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Hahnenfußgewächse]]&lt;br /&gt;
[[Category: Mehrjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Kriechender_Hahnenfu%C3%9F_(Ranunculus_repens)&amp;diff=19773</id>
		<title>Kriechender Hahnenfuß (Ranunculus repens)</title>
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		<updated>2026-07-05T04:26:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Kriechenderhahnenfuß1.jpg|miniatur|450px|Kriechender Hahnenfuß, Austrieb (20.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kriechenderhahnenfuss3.jpg|miniatur|450px|Kriechender Hahnenfuß, Bestand (18.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kriechenderhahenfuß4.jpg|miniatur|450px|Kriechender Hahnenfuß, Blüte (24.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kriechenderhahnenfuss2.jpg|miniatur|450px|Kriechender Hahnenfuß, Blüte (10.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kriechenderhahnenfuß5.jpg|miniatur|450px|Kriechender Hahnenfuß, Fruchtstand 24.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kriechenderhahnenfuß6.jpg|miniatur|450px|Kriechender Hahnenfuß, Samen]]&lt;br /&gt;
Butterblume&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Ranunculus« lat. Fröschchen (Bezug nehmend auf den feuchten Lebensraum der meisten Hahnenfußgewächse), »repens« lat. kriechend, Erstbeschreibung 1753 durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Creeping Buttercup&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Hahnenfußgewächse, Ranunculaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Europa, Asien, Nordafrika&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, sehr fest bis 50cm tief verwurzelt, die fast weißen Wurzeln sind mit feinkörniger Stärke gefüllt, um eine ungleichmäßige Wasser- und Nährstoffzufuhr auszugleichen, oberirdisch flächendeckend Ausläufer bildend, die sich an den Blattknoten bewurzeln, doppelt dreiteilige dunkelgrüne Blätter häufig mit weißer Zeichnung, Blütenstand bis 25cm hoch&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, nahrhafter Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
April, Mai, Juni, Juli, (August), (September)&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
fünfzählige offene Schalenblüten, viele gelbe Staubgefäße, die sich zunächst eng an die Narben anschmiegen und später auf den Kronblättern aufliegen, Fruchtblätter mittig in einer Art Knäuel zusammen stehend, Blütenstängel auf gemähten Flächen sehr kurz, bei freiem Wuchs bis ca 25cm hoch, die Blüten produzieren nur wenig Nektar, aber viel Pollen, der bis zu 28% Proteine enthält&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juli, August, September&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
kugeliger aus kleinen Nüsschen zusammengesetzter Fruchtstand&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
hauptsächlich durch Ausläufer, Selbstaussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
grün überwinternd&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Hummeln und Bienen&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
durch Ausläufer stark wuchernd, daher rechtzeitig ausreißen wo er im Wege ist, die Wurzeln sind nur sehr schwer aus anderen Pflanzen heraus zu holen&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
schwach giftig&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Anemonin, Protoanemonin&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Die Unkräuter in meinem Garten S.171, Wolf-Dieter Storl (2018)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.142, S.G.Fleischhauer, J.Guthmann, R.Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* Keine Zeit, der Garten ruft S.152, Klaudia Blasl (2025)&lt;br /&gt;
* Pflanzenwurzeln S.96, M.Sobotik, R.K.Eberwein, G.Bodner, R.Stangl, W.Loiskandl (2020) &lt;br /&gt;
* The Book of Weeds S.175, Ken Thompson (2009)&lt;br /&gt;
* Wildkräuter sehen und erkennen S.147, Roger Phillips (1990)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Eigentlich ist der kriechende Hahnenfuß ja ein böses Unkraut, das sich mit seinen zähen Wurzeln zwischen andere Pflanzen setzt und nur schwer wieder zu entfernen ist. Im Rasen verdrängt er leicht die gewünschten Gräser, das kurze Abmähen stört ihn nicht im Geringsten, im Gegenteil, hier werden ihn keine höher wachsenden Pflanzen bedrängen. Wenn sich im späten Frühjahr allerdings die einfachen leuchtend gelben Schalenblüten öffnen und mit der Sonne um die Wette strahlen, kann ich der Pflanze nicht wirklich böse sein. Die Blütenblätter glänzen wie lackiert, im Rasen direkt über der Grasnarbe, im Beet in etwa fünfundzwanzig Zentimeter Höhe. Die typischen Hahnenfußfruchtstände bestehen aus vielen kleinen Nüsschen, die zu einer Kugel zusammen gefasst sind. Nach der Blüte bildet jede Pflanze Ausläufer, ähnlich wie Erdbeeren, und an der Spitze dieser Triebe bewurzelt sich ein Jungpflänzchen. Sobald das eingewachsen ist lässt es seinerseits weitere Ausläufer in die Welt hinaus ziehen. Das ist der Zeitpunkt, sich Gedanken zu machen, bis wohin der Hahnenfuß wandern darf und wo Schluss ist.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Hahnenfußgewächse]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Salomonsiegel_(Polygonatum_multiflorum)&amp;diff=19772</id>
		<title>Salomonsiegel (Polygonatum multiflorum)</title>
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		<updated>2026-07-05T04:26:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Salomonsiegel1.jpg|miniatur|300px|Salomonsiegel, Austrieb (19.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Salomonsiegel2.jpg|miniatur|300px|Salomonsiegel, Blüte (17.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Salomonsiegel5.jpg|miniatur|450px|Salomonsiegel, Blüte (30.5)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Salomonsiegel4.jpg|miniatur|300px|Salomonsiegel, Blüte (7.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Salomonsiegel3.jpg|miniatur|450px|Salomonsiegel, Herbstfärbung (9.11.)]]&lt;br /&gt;
Vielblütige Weißwurz, Siegelwurz&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Polygonatum« von gr. poly - viel und gr. gonatos - Knie, botanisch Knoten (wegen der knotigen Rhizome), »multiflorum« lat. multi - viel und lat. florum - blütig, Erstbeschreibung durch Carlo Ludovico Allioni (1728-1804) italienischer Botaniker&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Eurasian Salomon´s Seal&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Liliengewächse, Liliaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Europa, gemäßigtes Asien, Nordamerika&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, dicke Rhizome dicht unter der Erdoberfläche bildend, Einzeltriebe mit wechselständigen ovalen Blättern, überhängend, Blütenstände in den Blattachseln bis 80cm hoch, die Wurzel zeigt an den Abbruchstellen der letztjährigen Triebe eine siegelartige Signatur&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
halbschattig, nährstoffreiche basische Böden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Mai, Juni&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
3-5 schmal glockenförmige weiße Blüten pro Blattachsel, mit grüner Spitze aus sechs verwachsenen Kron- und Kelchblättern,oberständiger Fruchtknoten, über den ganzen Trieb verteilt&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
August, September&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
blauschwarze kugelige Beeren&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Rhizomteilung&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
oberirdisch absterbend, Wurzel frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
eine schwarze Wespenart legt ihre Eier auf die Blätter, die grauen Raupen können die Pflanzen innerhalb weniger Tage kahl fressen, die reifen Beeren werden von Amseln und Drosseln gefressen&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
entfernen der abgestorbenen Teile im Frühjahr&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Giftpflanze, Wurzel äußerlich bei blauen Flecken&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Chelidonsäure, Saponine ,Glycoside, Gerbstoffe, Schleimstoffe&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.604, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (2008)&lt;br /&gt;
* Dumonts große Kräuter-Enzyklopädie S.333, Deni Bown (1996)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.292, S.G.Fleischhauer, J.Guthmann, R.Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* Essbare Wildbeeren und Wildpflanzen S,76, Detlev Henschel (2002)&lt;br /&gt;
* Giftpflanzen Pflanzengifte S.578, Roth, Daunderer, Kormann (1994)&lt;br /&gt;
* Hagebutte &amp;amp; Co S.206, Angelika Lüttig, Juliane Kasten (2003)&lt;br /&gt;
* Illustriertes Heil-, Gift- und Nutzpflanzenbuch S.271, Adelbert von Chamisso (1827)&lt;br /&gt;
* Jungfer im Grünen und Tausendgüldenkraut, vom Zauber alter Pflanzennamen S.96, Rosemarie Gebauer (2015)&lt;br /&gt;
* Keine Zeit, der Garten ruft S.138, Klaudia Blasl (2025)&lt;br /&gt;
* Kölbls Kräuterfibel S.262, Konrad Kölbl (1993)&lt;br /&gt;
* New Kreüterbuch Cap.CCXXIII, Leonhart Fuchs (1543)&lt;br /&gt;
* Sechzig einheimische Wildpflanzen...S.56, Detlev Arens (1991)&lt;br /&gt;
* ...und grün des Lebens goldner Baum S.176, Ursula Hofmann, Michael Schwerdtfeger (1998)&lt;br /&gt;
* Wildblumen im Hausgarten S.70, John Stevens (1987)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Das Salomonsiegel braucht ein paar Jahre, um sich an einem neuen Standort einzugewöhnen, dann aber kann es größere Flächen einnehmen und schattige Bereiche mit seinen frisch grünen Blättern aufhellen. Am Naturstandort bevorzugt die Pflanze feuchten Boden, sie kommt aber auch auf dem Trockenen klar. Der Austrieb ähnelt dem von Maiglöckchen, aber schon bald gewinnen schmalen Triebe an Höhe und wenn sich die eiförmigen Blätter entfalten hängen sie fast anmutig über. Von oben sind die Blüten kaum zu sehen, da die Blätter echt groß sind. Zu zweien oder dreien hängen sie in den Blattachseln an dünnen kurzen Stielen. Die langen schmalen Knospen, weiß mit grüner Spitze, sehen auch wenn sie sich öffnen aus, als wären sie noch zu. Da hilft nur ein Blick aus nächster Nähe. Die Pflanzen bilden ein dichtes etwa kniehohes Blattwerk, das im Herbst golden zu leuchten beginnt. Mit den ersten Frösten sackt die Pracht in sich zusammen, nur die kahlen Stängel überdauern den Winter. Das kräftige Rhizom kann sich jetzt in Ruhe auf den nächsten Frühling vorbereiten, um in kleinen Schritten weiteres Terrain zu erobern. Wird die Wurzel ausgegraben, so finden sich immer wieder Sollbruchstellen. Die abgebrochenen Stücke weisen eine Signatur auf, die einem Siegel ähnelt, daher der deutsche Name Salomonsiegel.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Seidelbast_(Daphne_mezereum)&amp;diff=19771</id>
		<title>Seidelbast (Daphne mezereum)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Seidelbast_(Daphne_mezereum)&amp;diff=19771"/>
		<updated>2026-07-05T04:25:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
Kellerhals&lt;br /&gt;
[[Datei:Seidelbast1.jpg|miniatur|300px|Seidelbast, Austrieb und Blüte (11.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Seidelbast2.jpg|miniatur|450px|Seidelbast, Blüte (12.3.)]]&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Daphne« Nymphe der griechischen Mythologie, die, auf der Flucht vor dem zudringlichen Apoll von ihrem Vater Peneios in einen Lorbeerbusch verwandelt wurde, »mezereum« Bedeutung ungeklärt, Erstbeschreibung 1753 durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
February Daphne, Spurge Laurel&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Seidelbastgewächse, Thymelaeaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
klimatisch gemäßigte Zone im eurasischen Raum, überall eher selten anzutreffen&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, kleiner, langsam wachsender, sparrig verzweigter Strauch bis etwa 1,2m Höhe, Blätter lanzettlich, wechselständig, sehr kurz gestielt, weich und schwach behaart, &lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
am Naturstandort in Offenen Laubmischwäldern, kalkhaltiger, nährstoffreicher Boden, in Höhenlagen bis 2500m&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
(Februar), März, April&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
die Blüten entspringen meist in Dreiergruppen direkt aus dem alten Holz, aus den Narben der Laubblätter des Vorjahres, die rosa gefärbte, vierzählige Blütenkrone besteht aus den Kelchblättern, Kronblätter werden nicht ausgebildet, oberständiger Fruchtknoten, intensiv duftend, manche Sträucher tragen weibliche und männliche Blüten, andere blühen rein weiblich&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juli, August&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
etwa erbsengroße leuchtend rote &amp;quot;Beere&amp;quot; mit schwarzem Steinkern&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Aussaat, Stecklinge&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
Laub abwerfend, frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
die frühe Blüte liefert Nektar für überwinterte Schmetterlinge wie Pfauenauge, Zitronenfalter, Kleiner Fuchs und C-Falter, sowie für langrüsselige frühe Hummeln und Pelzbienen, die Beeren werden von Vögeln gefressen &lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
kaum Pflege nötig, der Standort sollte recht offen sein, damit der Strauch besonders in den ersten Jahren nicht überwuchert wird&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
alle Teile der Pflanze sind hochgiftig, schnuppern an den Blüten ist erlaubt, die Kerne enthalten etwa 30% fettes Öl&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Daphnetoxin in der gesamten Pflanze, Mezerin besonders in den Samen, beide Stoffe sind karzinogen, Umbelliferon, Daphnin&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Giftpflanzen Pflanzengifte S.287, Roth, Daunderer, Kormann (1994)&lt;br /&gt;
* Heilsam bis Tödlich S.52/58, Jan Grossarth (2022)&lt;br /&gt;
* Keine Zeit, der Garten ruft S.126, Klaudia Blasl (2025)&lt;br /&gt;
* Schön aber gefährlich S.81, Helga Urban, Marion Nickig (2009)&lt;br /&gt;
* Von Diven, Dränglern und fleißigen Lieschen S.112, Jürgen Feder (2019)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Im Garten meiner Kindheit stand ein kleiner Strauch, den wir im Frühjahr häufig aufsuchten, um zu sehen, wann sich die ersten Blüten öffnen würden. Er war kaum einen Meter hoch und wir mussten uns bücken, um den intensiven Duft der kleinen rosa Blüten wahrzunehmen. Später im Jahr bildeten sich direkt an den dünnen Stämmchen leuchtend rote Beeren, die sehr einladend aussahen. Wir haben sehr früh gelernt, dass wir uns von diesen Beeren und dem ganzen Gewächs fernzuhalten hatten und keiner von uns hat je von den Früchten genascht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lange Jahre vergingen dann ohne eine Daphne im Garten, aber jetzt kann ich mich wieder an den eigenartigen Blüten erfreuen. Das Sträuchlein ist gerade mal dreißig Zentimeter hoch und hat bisher auch nur einen einzigen aufstrebenden Trieb, aber es blüht. Und die Blüten duften himmlisch. In unseren Breiten gibt es kaum Pflanzen, deren Blüten direkt aus dem alten Holz wachsen, beim Seidelbast ist das aber der Fall. Aus den Narben der abgefallenen Laubblätter wachsen kleine Büschel von Knospen heraus. Sie bestehen nur aus den Kelchblättern, die sich verfärben, um bestäubende Insekten anzulocken. Sollten die bei ungünstiger Witterung ausbleiben, bestäubt sich die Blüte notfalls selbst. An den Enden der Triebe wachsen derweil schon dichte Büschel hellgrüner Laubblätter, die mit der Zeit etwas dunkler werden und sich voneinander entfernen, wenn der Trieb wächst. Aus den oberständigen Fruchtknoten werden im Laufe des Sommers die erbsengroßen Früchte, die so lecker aussehen. Sie haben aber den höchsten Giftgehalt, besonders im Kern. Wenn der zerkaut wird, reichen zehn bis zwölf Beeren, um einen Erwachsenen umzubringen, bei Kindern vier bis fünf. Zum Glück schmecken die Beeren so scheußlich, dass kaum jemand mehr als eine probieren dürfte. Auch alle anderen Teile der Pflanze sind giftig, schon Hautkontakt reicht aus, um böse, schlecht heilende Entzündungen hervorzurufen. Das wurde im Mittelalter häufig von Bettlern ausgenutzt, die sich Geschwüre beibrachten, um Mitleid zu erregen. Der Name Kellerhals bezieht sich auf die volksmedizinische Anwendung der getrockneten Beeren bei Halsschmerzen. Die Beeren wurden zerkaut und beim Verschlucken kam es zum »Kellen« (Quälen) im Hals.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In freier Natur begegnet uns der Seidelbast immer seltener, weshalb er mittlerweile streng geschützt ist.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;br /&gt;
[[Category:Gehölze]]&lt;br /&gt;
[[Category:Duftpflanzen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
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		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Schwarzes_Bilsenkraut_(Hyoscyamus_niger)&amp;diff=19770</id>
		<title>Schwarzes Bilsenkraut (Hyoscyamus niger)</title>
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		<updated>2026-07-05T04:25:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwarzesbilsenkraut3.jpg|miniatur|450px|Schwarzes Bilsenkraut, Sämlinge (14.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwarzesbilsenkraut1.jpg|miniatur|300px|Schwarzes Bilsenkraut, Blüte (19.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwarzesbilsenkraut2.jpg|miniatur|450px|Schwarzes Bilsenkraut, unreife Samenkapseln (16.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwarzesbilsenkraut4.jpg|miniatur|450px|Schwarzes Bilsenkraut, Samen]]&lt;br /&gt;
Teufelskraut, Teufelswurz, Tollkraut, Zigeunerkraut, Dullkraut, Schlafkraut&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Hyoscyamus« hys - Schwein, Sau, kyamos - Bohne (möglicherweise wegen der Ähnlchkeit der Kapsel mit einer Saubohne), »niger« lat. schwarz, Erstbeschreibung durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Belene, Henbane&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Nachtschattengewächse, Solanaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Europa, Asien, Afrika&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
zwei- bis mehrjährig, Grundrosette mit klebrig zottigen gekerbten wechselständigen Blättern, Blütenstand bis 80cm hoch, ganze Pflanze unangenehm riechend&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig, leichte, sandige Böden, die aber genügend Nährstoffe aufweisen sollten&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Juli, August, September&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
trichterförmige fünfzählige Blüte, schmutzig gelb mit dunkler Aderung, zottig behaart, innen dunkel, Langtagspflanze, die 16 Stunden Tageslicht braucht, um zu blühen&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
September, Oktober&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
weiß behaarte zweifächerige Deckelkapsel mit 200 bis 300 kleinen hellen Samen&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Aussaat im Frühjahr, Keimdauer 8-12 Tage, die Jungpflanzen lassen sich nur ungern versetzen, am Besten also in einen größeren Topf säen, in dem sie dann bleiben können&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
nach der Samenreife meist absterbend, Wurzel kann geschützt überwintern&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Hummeln&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
auf Schnecken achten&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Giftpflanze, keine Selbstmedikation, bereits 10mg führen zu schweren Rauschzuständen, 50mg sind tödlich, 15 Samen töten ein Kind, die Wirkstoffe werden auch über die Haut aufgenommen, Bilsenkraut wurde als Zusatz für Bier (Pilsener) verwendet, in kleinen Mengen wirkt das Kraut krampflösend&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Hyoscyamin, Atropin, Scopolamin, Alkaloide, Flavonoide, Gerbstoffe&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
im Sommer anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.84, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (2008)&lt;br /&gt;
* Die Weltgeschichte der Pflanzen S.351, Wolfgang Seidel (2012)&lt;br /&gt;
* Dumonts große Kräuter-Enzyklopädie S.295, Deni Bown (1996)&lt;br /&gt;
* Geheimnisse der Pflanzenwelt S.141, Gerd K.Müller, Christa Müller (2003)&lt;br /&gt;
* Giftpflanzen Pflanzengifte S.413, Roth, Daunderer, Kormann (1994)&lt;br /&gt;
* Großes Kräuter- und Gewürzbuch S.71, Heinz Görz (1987)&lt;br /&gt;
* Hagebutte &amp;amp; Co. S.132, Angelika Lüttig, Juliane Kasten (2003)&lt;br /&gt;
* Hexenkraut und Zaubertrank S.109, Hartwig Abraham, Inge Thinnes (1997)&lt;br /&gt;
* Illustriertes Heil-, Gift- und Nutzpflanzenbuch S.189, Adelbert von Chamisso (1827)&lt;br /&gt;
* Keine Zeit, der Garten ruft S.40/107, Klaudia Blasl (2025)&lt;br /&gt;
* Kölbls Kräuterfibel S.74, Konrad Kölbl (1993)&lt;br /&gt;
* Kräuter S.206, Burkhard Bohne (2010)&lt;br /&gt;
* New Kreüterbuch Cap.CCCXXIIII, Leonhart Fuchs (1543)&lt;br /&gt;
* Schön aber gefährlich S.101, Helga Urban, Marion Nickig (2009)&lt;br /&gt;
* Tod &amp;amp; Flora S.35, Helmut Eisendle (2009)&lt;br /&gt;
* Von Diven, Dränglern und fleißigen Lieschen S.109, Jürgen Feder (2019)&lt;br /&gt;
* Zauberpflanzen Hexenkräuter S.207, Gertrud Scherf (2002)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Das Schwarze Bilsenkraut gehört zu den Pflanzen, die dem Leben ein vorzeitiges Ende bereiten können. Hexen und Zauberer haben mit ihr hantiert, sie ist Bestandteil der Hexensalben, die Federn oder Fell auf der Haut wachsen lassen sollten und die Weiber in wilde Tiere oder Vögel verwandelten. Das war nur eine Halluzination, aber offenbar eine so realistische, dass sie in vielen Erzählungen auftaucht und sogar Menschen verleitet hat, von Häusern oder Felsen zu springen, in der Annahme, sie könnten fliegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bilsenkraut ist so hoch giftig, dass sich jedes Experiment im Grunde von selbst verbietet. Das beschreibt schon Leonhart Fuchs in seinem New Kreüterbuch von 1543. Er warnt ausdrücklich vor dem innerlichen Gebrauch, da »die grüne Bilsen bletter, der samen und saft nit nur allein den menschen sonder auch das viech doll un unsinnig machen«. Äußerlich wurde das Kraut offenbar häufiger verwendet, hauptsächlich um Schmerzen zu stillen. Das geht vom mit dem ausgedrückten Saft getränkten Tüchlein, das »über die hitzige, trieffende unnd schmertzliche augen gelegt lescht die hitz, stillt den fluß und den schmerzen derselbigen«, über die in Essig gesottene Wurzel, die »im mund ein zeit lang gehalten stillt den grossen unnd unleidlichen schmerzen der zän« bis zum Fußbad »ein fußwasser von Bilsen gemacht bringt den schlaaf«. Dabei soll die Pflanze immer »mit guter bescheydenheyt« verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht jeder legte diese »Bescheidenheit« im Umgang mit der Pflanze an den Tag und so heißt es bei Leonart Fuchs weiter: »Das hab ich gemeldet von der landstreicher wegen, die zu zeiten ungeschickt mit den Bilsen umgehen. Aber wann ein Oberkeyt, der es zusteet ein insehen hette unnd disen lotterbuben nit gestattet allso die leut jemmerlich zu betriegen, bedürfft man solcher warnungen gar nit«.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei uns wächst das Bilsenkraut im Allgemeinen einjährig, die im Frühjahr ausgesäte Pflanze blüht und fruchtet im Laufe des Sommers, stirbt nach der Samenreife ab. Da Schnecken mit den für Menschen giftigen Substanzen keine Probleme haben, empfiehlt sich eine Aussaat in Töpfen und auch später müssen ausgepflanzte Exemplare bewacht werden, bis sie groß genug sind. Sonne, Wärme und genügend Nährstoffe braucht das Bilsenkraut um zu voller Schönheit heran zu wachsen. Die Blütenfarbe wirkt von Weitem immer ein bisschen schmutzig, aus der Nähe betrachtet zeigt sich aber die filigrane Maserung auf den Blütenblättern, die sich im dunklen Schlund verliert. Wie auch viele andere Nachtschattengewächse hat das Bilsenkraut einen eigenartigen eher unangenehmen Geruch, der sich bei feuchter Witterung deutlich verstärkt und dann auch wahrnehmbar ist, wenn die Pflanze gar nicht berührt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Einjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
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