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	<title>Pflanzenwiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-05-13T18:31:12Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Akebie_(Akebia_quinata)&amp;diff=19671</id>
		<title>Akebie (Akebia quinata)</title>
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		<updated>2026-05-07T19:11:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=====Weitere Namen=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Akebie1.jpg|miniatur|450px|Akebie, Austrieb und Blütenknospen (22.2.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Akebie2.jpg|miniatur|450px|Akebie, weibliche und männliche Blüten (31.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Akebie3.jpg|miniatur|450px|Akebie, Austrieb (31.3.)]]&lt;br /&gt;
Schokoladenwein, Klettergurke, Blaugurkenwein, Fünfblättrige Akebie&lt;br /&gt;
=====Botanischer Name=====&lt;br /&gt;
»Akebia« japanisch Akebi - Ranke, »quinata« von lat. quinatus - fünfzählig, Erstbeschreibung 1837 durch Joseph Decaisne (1807-1882) französischer Botaniker&lt;br /&gt;
=====Englischer Name=====&lt;br /&gt;
Chocolate Vine, Five Leaf Akebia&lt;br /&gt;
=====Familie=====&lt;br /&gt;
Fingerfruchtgewächse, Lardizabalaceae&lt;br /&gt;
=====Verbreitung=====&lt;br /&gt;
China, Japan, Korea, nach Deutschland eingeführt durch den deutschen Naturwissenschaftler Baron Phillip Franz von Siebolb (1796-1866), seit mindestens 1847 in Kultur&lt;br /&gt;
=====Wuchs=====&lt;br /&gt;
ausdauernd, Herzwurzel, linkswindende Kletterpflanze bis etwa 6-7m hoch, halb unterirdisch Ausläufer bildend, bis 12m vom Ausgangsort entfernt, Blattspreite in 5 ovale gestielte Einzelblätter geteilt, matt grün, im Austrieb rötlich, in milden Lagen wintergrün, bei Frost wird das meiste Laub abgeworfen, Austrieb bei milder Witterung schon Anfang Februar, die Jungtriebe wachsen schnell in die Länge, sind weich, brechen sehr leicht und sind sehr frostempfindlich&lt;br /&gt;
=====Standort=====&lt;br /&gt;
sonnig, eher feucht und nährstoffreich, kommt aber auch mit mageren Verhältnissen klar, geschützter Standort sinnvoll&lt;br /&gt;
=====Blütezeit=====&lt;br /&gt;
(März), April, Mai&lt;br /&gt;
=====Blüte=====&lt;br /&gt;
die in Trauben angeordneten  Blütenknospen sehen zunächst alle gleich aus, erst während der Entwicklung vergrößern sich die ersten am Stängel, Blüten ohne Kronblätter, 3 bis 6 Kelchblätter, weibliche Blüten mit 2,5cm langem Stiel etwa 2-3cm groß mit normalerweise 6 (4-7) rötlichen, länglichen Narben, je nach Art zart rosa, weinrot oder lila, männliche Blüten heller gefärbt, kurzstielig und kleiner, nach Vanille und Schokolade duftend, für einen zuverlässigen Fruchtansatz sind mindestens zwei Pflanzen nötig, da die einzelnen Pflanzen sich nicht selbst bestäuben, männliche Blüten öffnen sich vor den weiblichen &lt;br /&gt;
=====Fruchtreife=====&lt;br /&gt;
September, Oktober&lt;br /&gt;
=====Frucht=====&lt;br /&gt;
5-10cm lange gurkenähnliche  hell lila Balgfrucht, einzeln oder zu mehreren je Blütenstand, &lt;br /&gt;
=====Vermehrung=====&lt;br /&gt;
durch bewurzelte Ausläufer&lt;br /&gt;
=====Frosthärte=====&lt;br /&gt;
Jungpflanzen brauchen Frostschutz, ältere Exemplare sind bis etwa -15°C winterhart, der Austrieb erfriert bei unter -1°C&lt;br /&gt;
=====Tierische Besucher=====&lt;br /&gt;
=====Pflege=====&lt;br /&gt;
Jungpflanzen brauchen einige Jahre um sich einzugewöhnen, danach kann ein gelegentlicher Rückschnitt nötig sein (um nicht zu sagen, sie fangen an zu wuchern...), der Schnitt sollte nicht während des Austriebes erfolgen, da die Schnittstellen dann tagelang Wasser verlieren&lt;br /&gt;
=====Verwendbare Teile=====&lt;br /&gt;
die Früchte enthalten ein gallertartiges süßes Fruchtfleisch mit kleinen Kernen, in China und Japan wird aus den Blättern Tee gebrüht, der harntreibend und fiebersenkend wirkt&lt;br /&gt;
=====Inhaltsstoffe=====&lt;br /&gt;
in Spross und Blatt: Oleanolsäure, Aristolochia-Säure, Triterpensaponine&lt;br /&gt;
=====Status=====&lt;br /&gt;
anwesend, Jungpflanzen vorhanden&lt;br /&gt;
=====Literatur=====&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie der Wildobst- und seltenen Obstarten S.200, Helmut Pirc (2015)&lt;br /&gt;
* Neophyten S.276, Norbert Griebl (2020)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Geschichte und Geschichten=====&lt;br /&gt;
Eine Gartenbesucherin brachte mir einen Ausläufer ihrer wuchernden Akebie mit. Ich pflanzte sie an den Zaun unseres Hühnerpirks, wo sie jetzt seit mehreren Jahren steht, aber erst ganz langsam zeigt, was in ihr steckt. Eher zaghaft schlingt sie ihre dünnen Triebe um das Gitter, ist im Winter fast unsichtbar, da sie bei Frost ihr Laub verliert. Sehr früh im Jahr, schon im Februar, wacht sie wieder auf. Die noch winzigen ovalen Laubblätter sind eng nach hinten zusammen geklappt, wenn sie sich entfalten wird klar, weshalb sie Fünfblättrige Akebie heißt. Am alten Holz sitzen die Blätter an kurzen Stängeln, das eigentliche Wachstum findet in Jungtrieben statt, die, violett überlaufen, noch ganz weich und brüchig sind und sich sehr schnell in die Länge strecken. Mit kreisenden Bewegungen suchen sie nach Halt, sobald der gefunden ist winden sie sich entgegen dem Uhrzeigersinn nach oben. Im Herbst 2023 finde ich erste Ausläufer, die halb über, halb unter der Erde unauffällig davonschleichen. Ich leite sie einen Meter vom Ursprung entfernt nach oben. Mitte Februar 2024 entdecke ich erste Blütenknospen, die gemeinsam mit den Blättern austreiben. Dieser frühe Zeitpunkt birgt Risiken, denn die jungen Triebe vertragen keinen Frost, schon zwei Grad unter Null sind zu viel. Solange die Pflanzen noch nicht zu groß sind hilft ein Schutzvlies über kalte Nächte. Zurück gefrorene Jungtriebe werden bald durch neue ersetzt. Die Akebie trägt männliche und weibliche Blüten, die sich deutlich unterscheiden. Die weiblichen sind größer und länger gestielt als die männlichen, auch farblich gibt es Unterschiede. Ein zarter süßer Duft geht von ihnen aus. Die Blüten einer Pflanze befruchten sich nur schlecht, tragen also kaum Früchte. Um die zu bekommen, sollte eine zweite Akebie gepflanzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den späten Frost im Frühjahr 2024 sind alle Blüten und die meisten Jungtriebe erfroren, daher war kein Fruchtansatz möglich. Die Pflanze selbst hat sich schnell erholt und ist mit üppigem Wachstum durch den Sommer gegangen. Der milde Herbst und Winteranfang lassen sie auch im Januar 2025 noch in vollem Laub stehen. Nach der Winterwoche im Februar sind bald frische Knospen zu sehen und Mitte April sind neben den noch kleinen jungen Blättern Unmengen an Blüten zu sehen. Jungtriebe schlängeln sich wie vom Haupt der Medusa in alle Richtungen, sind kaum zu bändigen. Aber auch in diesem Jahr warte ich vergebens auf Fruchtansätze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;br /&gt;
[[Category:Duftpflanzen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Stacheldrahtrose_(Rosa_omeiensis)&amp;diff=19670</id>
		<title>Stacheldrahtrose (Rosa omeiensis)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Stacheldrahtrose_(Rosa_omeiensis)&amp;diff=19670"/>
		<updated>2026-05-07T13:25:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Stacheldrahtrose1.jpg|miniatur|300px|Sacheldrahtrose, junger Trieb (9.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stacheldrahtrose2.jpg|miniatur|450px|Stacheldrahtrose, Blüte (2.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stacheldrahtrose4.jpg|miniatur|300px|Stacheldrahtrose, Stacheln... (21.9.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stacheldrahtrose5.jpg|miniatur|450px|Stacheldrahtrose, Hagebutte (21.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stacheldrahtrose6.jpg|miniatur|450px|Stacheldrahtrose, Samen]]&lt;br /&gt;
Omei-Rose&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Rosa« lat. Kulturrose, »Omei« nach dem Emei-Shan-Gebirge (auch O-mei Shan genannt), Erstbeschreibung durch Gordon Douglas Rowley (1921-2019) britischer Botaniker&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Winged thorn Rose&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Rosengewächse, Rosaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
China, 1890 in Europa eingeführt&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, bis vier Meter hoher sparriger Strauch mit überhängenden Trieben, zweireihig dicht besetzt mit im Austrieb rot leuchtenden großen, breiten Stacheln, dazu winzige Stacheln überall an den Trieben, kleine mattgrüne Blätter zu je 5-13 unpaarig gefiedert&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
Waldränder, Dickichte, im Garten gerne sonnig auf nahrhaftem Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Mai&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
meist einzelne Blüten an Kurztrieben oberhalb der Stacheln, vom Triebende her aufblühend, offene weiße Schalenblüte, viele Staubgefäße, die einzige Rose mit nur vier Blütenblättern, leichter fruchtiger Duft&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juli, August&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
8-15mm lange rundliche orange Hagebutte, die nach der Reife bald abfällt&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
Aussaat, Stecklinge&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
frosthart bis ca -23°C&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Hummeln und Bienen&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
überalterte Triebe sterben irgendwann ab, sollten dann bodennah abgeschnitten werden, herbstliches Anhäufeln mit Kompost reicht normalerweise als Nährstoffzufuhr für die nächste Saison&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Hagebutten zur Weinherstellung&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
ätherische Öle (Geraniol), Vitamine, Mineralien&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 6/2021 S.28&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Die Stacheldrahtrose besticht (im wahrsten Sinn des Wortes) mehr durch ihre Stacheln als durch die Blüte, obwohl auch die sehenswert ist. Sie gehört in die Familie der Seidenrosen und stammt aus China. Dort wächst sie bis in Höhenlagen von 4000 Metern und ist entsprechend unempfindlich gegenüber unseren Wintern. Die weißen Schalenblüten öffnen sich schon ab Mitte Mai und verströmen einen zarten Duft. Ungewöhnlich ist die Anzahl der Blütenblätter, als einzige Rose hat sie nur vier statt der üblichen fünf. Wenn die meisten anderen Rosen ihre Blüte beginnen, ist die Stacheldrahtrose schon dabei, ihre kugeligen orangen Hagebutten reifen zu lassen. Auch hier unterscheidet sie sich von anderen Rosen, die Butten fallen spätestens nach vier Wochen ab. Im oberen Bereich bilden sich nur kleinere Neutriebe, aber die aus der Wurzel können recht kräftig sein und gut zwei Meter lang. Als Strauchrose verdient die Pflanze einen Platz, an dem sie gebührend bewundert werden kann. Die überhängenden Zweige haben die wohl schönsten »Dornen« aller Rosen und machen dem Namen alle Ehre. Im Jungstadium sind sie rot überlaufen, was besonders im Gegenlicht zur Geltung kommt. Erst im Herbst verholzt der Trieb, dann werden auch die Stacheln braun und undurchsichtig. Das dunkelgrüne Laub entspricht dem der Wildrosen, mit seinen kleinen dunkelgrünen Fiedern. Im Herbst verfärbt es sich gelb, einzeln Blätter verbleiben auch während des Winters an der Pflanze. Durch das zarte Laub wirkt diese Rose trotz der wehrhaften Stacheln eher zierlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Gehölze]]&lt;br /&gt;
[[Category:Duftpflanzen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=%C3%96lweide_(Elaeagnus_species)&amp;diff=19669</id>
		<title>Ölweide (Elaeagnus species)</title>
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		<updated>2026-05-07T13:22:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=====Weitere Namen=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Ölweide1.jpg|miniatur|450px|Vielblütige Ölweide, Austrieb (16.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ölweide2.jpg|miniatur|450px|Korallen-Ölweide, Blüte (3.5.)]]&lt;br /&gt;
Korallen-Ölweide (Elaeagnus umbellata) Doldige Ölweide, Schirm-Ölweide,&lt;br /&gt;
Vielblütige Ölweide (Elaeagnus multiflora) Essbare Ölweide, Edel-Ölweide&lt;br /&gt;
=====Botanischer Name=====&lt;br /&gt;
»Elaeagnus« - Benennungshintergrund nicht eindeutig geklärt, möglicherweise von gr. eleia - Ölbaum und dessen Frucht und gr. agnos - Lamm (wegen der weißfilzigen Blattunterseiten), »umbellata« - doldig, »multiflora« - vielblütig, Erstbeschreibung beider Arten durch Carl Peter Thunberg (1743-1822) &lt;br /&gt;
=====Englischer Name=====&lt;br /&gt;
Korallen-Ölweide Autumn Olive, Vielblütige Ölweide Cherry Elaeagnus&lt;br /&gt;
=====Familie=====&lt;br /&gt;
Ölweidengewächse, Elaeagnaceae&lt;br /&gt;
=====Verbreitung=====&lt;br /&gt;
Japan, China, Korea&lt;br /&gt;
=====Wuchs=====&lt;br /&gt;
ausdauernd, anfangs langsam wachsend, später mit ausgreifendem Wurzelsystem, Wurzelausläufer, leicht sparrig wachsender Strauch bis etwa 4m Höhe und Breite, an den Wurzeln befinden sich kleine Knöllchen mit Aktinorrhiza- Bakterien, die Stickstoff für die Pflanze verwertbar machen&lt;br /&gt;
=====Standort=====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, kommt gut mit magerem Boden zurecht&lt;br /&gt;
=====Blütezeit=====&lt;br /&gt;
Mai&lt;br /&gt;
=====Blüte=====&lt;br /&gt;
kleine röhrige Blüten, bestehend aus 4 Kelchblättern (keine Kronblätter) die sich nur im vorderen Bereich flach ausbreiten, in dichten Büscheln in den Blattachseln, stark duftend, frisch geöffnet sind die Blüten fast weiß, später wechselt die Farbe ins gelbliche&lt;br /&gt;
=====Fruchtreife=====&lt;br /&gt;
Ende Juli bis Ende September&lt;br /&gt;
=====Frucht=====&lt;br /&gt;
Korallen-Ölweide: etwa 5-7mm durchmessende rundliche Früchte, rot mit weißen Sternhaaren besetzt, ein länglicher Steinkern,&lt;br /&gt;
Vielblütige Ölweide: eiförmige etwa 1,5cm lange rote Früchte mit länglichem Steinkern&lt;br /&gt;
=====Vermehrung=====&lt;br /&gt;
Aussaat der gereinigten Samen im Herbst (Kaltkeimer), Wurzelausläufer, Stecklinge, Veredelung besonderer Sorten&lt;br /&gt;
=====Frosthärte=====&lt;br /&gt;
in normalen Wintern frosthart, bei längerem Dauerfrost kann es zu Schäden am Holz kommen&lt;br /&gt;
=====Tierische Besucher=====&lt;br /&gt;
die üppige Blüte lockt alles an was fliegen kann&lt;br /&gt;
=====Pflege=====&lt;br /&gt;
die Vielblütige Ölweide fängt nach zögerndem Start so kräftig an zu wachsen, dass ein gelegentlicher Rückschnitt nötig werden kann, notfalls lässt sie sich auch &amp;quot;auf den Stock setzen&amp;quot; (kompletter Schnitt bis knapp über dem Boden) vereinzelte Wurzelausläufer lassen sich zur Vermehrung nutzen&lt;br /&gt;
=====Verwendbare Teile=====&lt;br /&gt;
die Beeren beider Arten können frisch vom Strauch genascht werden, sind eine leckere Müsli-Zutat und ergeben eine fruchtige Marmelade, aus Blüten und Früchten lässt sich auch ein Likör ansetzen&lt;br /&gt;
=====Inhaltsstoffe=====&lt;br /&gt;
Vitamine A, C und E, Phenole, Anthocyane, Lutein, Lycopin (roter Farbstoff, der auch in Tomaten vorkommt), Phosphor, Kalzium, Magnesium, Kalium, Eisen, in den Kernen bis zu 25% fettes Öl, auch das Fruchtfleisch enthält Öl&lt;br /&gt;
=====Status=====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
=====Literatur=====&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie der Wildobst- und seltenen Obstarten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Geschichte und Geschichten=====&lt;br /&gt;
Ölweiden sind sehr genügsame Gehölze, die auch mit widrigen Bodenverhältnissen zurecht kommen. Sie halten eine relativ hohe Schadstoffbelastung, sowohl im Boden wie auch in der Luft aus, werden daher gerne an Straßen gepflanzt. An Böschungen halten sie mit ihrem weitläufigen Wurzelsystem die Erde fest und trotzen auch stärkeren Winden. An der Ostsee haben Pflanzungen den gleichen Zweck wie Sanddorn, mit dem sie eng verwandt sind. Die beiden Sträucher in meinem Garten sind noch jung und zierlich, bis sie richtig loswachsen vergehen ein paar Jahre. Dann kann aber ab und zu durchaus ein kräftiger Rückschnitt nötig werden. Die Sträucher wachsen von Grund auf mehrtriebig und wirken etwas sparrig, als wüssten sie nicht genau, welche Richtung ein neuer Ast nehmen soll. Die jungen Triebe wie auch die Blätter wirken silbrig, was auf winzige Sternhaare zurückzuführen ist und die Pflanze vor zu starker Sonneneinstrahlung schützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai beginnt die Blütezeit und die ist schon etwas besonderes. Der ganze Strauch ist mit unauffälligen kleinen weißlichen Blüten übersät, die in Büscheln den Blattachseln entsprießen. Der Duft dieser Blüten füllt den ganzen Garten aus, besonders vom späten Nachmittag bis in den Abend. Etwa drei Wochen dauert der Duftzauber, dann fallen die Blüten ab und bis Ende August steht der Strauch unauffällig vor sich hin. Ist er alleine, so bilden sich nur vereinzelte Früchte, hat er eine andere Sorte zur Seite, dann hängen die Zweige bald voll mit kleinen roten Beeren. Die ähneln in der Form denen vom Sanddorn. Während beim Sanddorn aber ein leuchtendes Orange vorherrscht, bleibt das Rot bei der Ölweide eher gedämpft und die Beeren sind mit winzigen Sternhaaren besetzt, so dass sie sich leicht rau anfühlen. Im Innern befindet sich ein Steinkern, der so klein ist, dass er beim Essen verschluckt werden kann (was ja der Sinn der Sache ist, da Tiere so die Samen verbreiten). Der Geschmack der Beeren ist angenehm süßsäuerlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um aus den Früchten eine Marmelade zu bereiten, müssen sie erstmal geerntet werden. Bei der geringen Größe der Beeren ist das etwas mühsam und ich bin dazu übergegangen, ganze Zweige abzuschneiden um anschließend alles abzuzupfen. Die Beeren werden gewaschen und anschließend kurz aufgekocht bis sie platzen. Um die Kerne zu entfernen streiche ich die Masse durch ein Sieb um schließlich je nach Menge und entsprechend abgewogenem Gelierzucker (am Besten 3:1) einen Fruchtaufstrich zu kochen. Der bekommt eine eigenartige Farbe, denn die Beeren enthalten im Fruchtfleisch wie auch in den Kernen Öl. Das wird als grünliche Schlieren sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Gehölze]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Kategorie:Termine&amp;diff=19668</id>
		<title>Kategorie:Termine</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Kategorie:Termine&amp;diff=19668"/>
		<updated>2026-05-07T13:15:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;TERMINE IM GARTEN UND ANDERSWO&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pflanzenkundliche Führungen 2026 um und auf den Spandauer Hahneberg, Schwerpunkt Essbare Pflanzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Samstag, 13.Juni 10:00&lt;br /&gt;
* Samstag, 4.Juli 10:00&lt;br /&gt;
* Samstag, 8.August 10:00, Blümchen und Bienchen zusammen mit dem Bienenexperten Frederik Rothe (Dauer ca 3 Stunden)&lt;br /&gt;
* Samstag, 29.August 10:00&lt;br /&gt;
* Samstag, 19. September 10:00&lt;br /&gt;
* Samstag, 10.Oktober 10:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Führungen dauern etwa zwei bis zweieinhalb Stunden. Sie sind kostenlos, Spenden für die Naturschutzstation sind aber willkommen. Treffpunkt ist die Naturschutzstation Hahneberg, Heerstraße 549, 13593 Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* eine Anmeldung bei der Naturschutzstation ist erforderlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Langer Tag der StadtNatur 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Samstag,30.Mai, 13:00 - 15:30&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sonntag,31.Mai, 13:00 - 15:30&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kraut und Unkraut im Garten und in der Küche, zweieinhalb Stunden in meinem Garten Pflanzen und ihre Verwendung kennenlernen, gemeinsam Sirup, Salze, Zucker oder Öle ansetzen, und zum Abschluss ein gemütliches Essen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Teilnehmerzahl ist auf je 15 Personen begrenzt, eine Anmeldung bei der Stiftung Naturschutz ist erforderlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offene Gärten 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Samstag,16. und Sonntag,17.Mai 10:00-18:00&lt;br /&gt;
* Samstag,11. und Sonntag,12.Juli 10:00-18:00&lt;br /&gt;
* Samstag,12. und Sonntag, 13.September 10:00-18:00 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Eintritt für alle 2026 geöffneten Gärten kostet einmalig 5€.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kraut und Unkraut in Garten und Küche - Genussvolle Stunden in meinem Garten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie haben noch nie was von Suhosinen, Haferschlehen, Pilzkraut oder Zimmerknoblauch gehört? Wollen Sie mehr wissen, heimische und exotische Kräuter und Früchte kennen und verarbeiten lernen? &lt;br /&gt;
Für Gruppen ab fünf Personen biete ich etwa dreistündige Workshops zu unterschiedlichen Themen an, inklusive Essen aus dem Garten.&lt;br /&gt;
Kosten pro Person 15€.&lt;br /&gt;
Termine auf Anfrage&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Silberpfennig_(Lunaria_annua)&amp;diff=19667</id>
		<title>Silberpfennig (Lunaria annua)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Silberpfennig_(Lunaria_annua)&amp;diff=19667"/>
		<updated>2026-05-06T14:59:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Silberpfennig9.jpg|miniatur|450px|Silberpfennig, Sämlinge (22.1.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Silberpfennig4.jpg|miniatur|450px|Silberpfennig, Jungpflanze (14.1.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Silberpfennig1.jpg|miniatur|300px|Silberpfennig, Blüte (13.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Silberpfennig8.jpg|miniatur|450px|Silberpfennig, Einzelblüten (10.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Silberpfennig10.jpg|miniatur|450px|Silberpfennig, Farbvariante (18.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Silberpfennig12.jpg|miniatur|300px|Silberpfennig, Pfennig in Entwicklung (3.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Silberpfennig6.jpg|miniatur|300px|Silberpfennig, Samen (2.10.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Silberpfennig5.jpg|miniatur|450px|Silberpfennig, leerer Samenstand (18.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Silberpfennig11.jpg|miniatur|450px|Silberpfennig, Samen]]&lt;br /&gt;
Mondviole, Judaspfennig, Judassilberling&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Lunaria« lat. lunaris - mondähnlich, »annua« lat. einjährig, Erstbeschreibung 1753 durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher &lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Honesty&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Kreuzblütler, Brassicaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
ursprünglich Südosteuropa, mittlerweile vielerorts eingebürgert&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ein- bis zweijährig, verzweigte Pfahlwurzel, herzförmige weiche kurz behaarte Blätter, kreuzgegenständig, am Rand gezähnt, Blütenstand verzweigt, bis 1,5m hoch&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, nahrhafter Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
(Mai), Juni, Juli&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
vierzählige violette (selten weiße oder weiß-violett gemusterte) Blüten, in Büscheln endständig und aus den Blattachseln wachsend&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
September, Oktober &lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
etwa 4cm durchmessende ovale papierartige Schote, Außenblätter hinfällig darunter zwei bis drei flache, nierenförmige braune Samen, die Trennwand bleibt als ovaler, silbriger Taler bis in den Winter hinein bestehen &lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
Aussaat im Frühjahr, Selbstaussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
im Herbst gekeimte Pflanzen überwintern grün, Samen frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch langrüsselige Bienen und Nachtfalter, Futterpflanze für die Raupen des Aurora-Falters&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
bei zu engem Wuchs vereinzeln&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
trockene Samenstände in Sträußen, junge Blätter und Blüten als Salatzutat&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
in den Samen bis zu 1% giftige Alkaloide (hauptsächlich Lunarin) und Fettsäuren (Eruca- und Nervonsäure), in den Blättern Flavonoide&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.119, S.G.Fleischhauer, J.Guthmann, R.Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* Fingerkraut und Feenhandschuh S.130, Barbara Frischmuth (1999)&lt;br /&gt;
* Hagebutte &amp;amp; Co S.96, Angelika Lüttig, Juliane Kasten (2003)&lt;br /&gt;
* Vom Geschmack der Lilienblüten S.266, Jürgen Dahl (1995)&lt;br /&gt;
* Wildblumen im Hausgarten S.166, John Stevens (1987)&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 12/2005, 5/2023 S.44&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Halbschattige Waldränder mit nicht allzu trockenem Boden bewohnt das mittlerweile in Deutschland eingebürgerte Silberblatt. Wo es auftaucht bildet es größere Bestände, samt sich in der näheren Umgebung aus. Die Samen sind zu schwer, um weit weg zu kommen, segeln höchstens ein paar Meter weit. Meist keimen sie schon im Herbst, den rundlichen Keimblättern folgen die ersten herzförmigen, gezähnten Laubblätter. In diesem Stadium geht die Pflanze durch die dunkle Jahreszeit als sogenannte »Winterannuelle«. Wenn keine extremen Kahlfröste auftreten, überstehen die Pflanzen den Winter ohne Schaden zu nehmen. Je nach Nährstoffgehalt entwickelt sich im Frühjahr ein üppiger Blattschopf, aus dem sich der Blütenschaft in die Höhe schiebt. Die ersten hell violetten Blüten öffnen sich meist schon im Mai, manchmal sind sie auch weiß oder weiß-lila gemustert. Während der verzweigte Stängel immer noch Knospen nachwachsen lässt, sind an den ersten Blüten schon die Samenstände zu erkennen. Die flachen ovalen Schoten werden bis zu 5cm lang und trocknen mit zunehmender Reife ab. Erst im Laufe des Herbstes löst sich auf beiden Seiten die Außenwand und die rundlichen flachen Samen fallen aus. Übrig bleibt der Silberpfennig, der der Pflanze ihren Namen gab. Die papierdünnen Gebilde sind erstaunlich stabil und bleiben oft den ganzen Winter an der nun abgestorbenen trockenen Pflanze hängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Zweijährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:Silberpfennig12.jpg&amp;diff=19666</id>
		<title>Datei:Silberpfennig12.jpg</title>
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		<updated>2026-05-06T14:57:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Gedenkemein_(Omphalodes_verna)&amp;diff=19665</id>
		<title>Gedenkemein (Omphalodes verna)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Gedenkemein_(Omphalodes_verna)&amp;diff=19665"/>
		<updated>2026-05-06T14:56:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenkemein1.jpg|miniatur|450px|Gedenkemein, Austrieb (6.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenkemein2.jpg|miniatur|450px|Gedenkemein, Blüte (16.4.)]]&lt;br /&gt;
Frühlingsgedenkemein, Frühlingsnabelnüsschen&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Omphalodes« gr. nabelförmig (die Teilfrüchte sind napfartig eingedrückt), »verna« von lat. ver - Frühling, Erstbeschreibung 1794 durch Conrad Moench (1744-1805) deutscher Botaniker&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Creeping Navelwort&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Raublattgewächse, Boraginaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Europa, Balkan bis Rumänien, in Deutschland eingebürgert&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, horstig oberirdisch Ausläufer bildend, Blätter breit lanzettlich bis angedeutet herzförmig, schwach behaart und leicht runzlig, Blütenstand bis 25cm hoch  &lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
halbschattig, leicht saurer, nahrhafter Boden, sollte im Frühjahr eher feucht sein&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
April, Mai&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
wenig verzweigter Blütenstand mit 10-20 Einzelblüten, fünfzählig, blau (selten weiß), weiße sternförmige Linien auf den Blüten&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juli,August&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
napfförmige Klausenfrüchte&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Ausläufer, Selbstaussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
oberirdisch absterbend, Wurzel frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
abgestorbene Teile im Frühjahr abräumen&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Zierpflanze&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Stauden im Garten S.66, Martin Stangl (1984)&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 4/2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Das Frühlings-Nabelnüsschen bevorzugt als Standort lichte Laubwälder mit leicht saurem Untergrund, wo es sich großflächig ausbreiten kann. In Deutschland ist die Pflanze wohl ursprünglich nicht heimisch, gilt als eingebürgert. Die Blüten sehen denen unseres zweijährigen Vergissmeinnicht ähnlich, sind aber größer und haben eine weiße sternförmige Zeichnung. Besonders im Frühjahr brauchen die Pflanzen viel Feuchtigkeit, sonst bleiben Wachstum und Ausbreitungswille eher überschaubar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:Gedenkemein2.jpg&amp;diff=19664</id>
		<title>Datei:Gedenkemein2.jpg</title>
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		<updated>2026-05-06T14:55:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Traubenhyazinthe_(Muscari_armeniacum)&amp;diff=19663</id>
		<title>Traubenhyazinthe (Muscari armeniacum)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Traubenhyazinthe_(Muscari_armeniacum)&amp;diff=19663"/>
		<updated>2026-05-06T14:54:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Traubenhyazinthe2.jpg|miniatur|450px|Traubenhyazinthe, Austrieb (17.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Traubenhyazinthe1.jpg|miniatur|300px|Traubenhyazinthe, Blüte (31.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Traubenhyazinthe4.jpg|miniatur|300px|Traubenhyazinthe, Blüte (16.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Traubenhyazinthe3.jpg|miniatur|300px|Traubenhyazinthe, Samenstand (22.5.)]]&lt;br /&gt;
Perlhyazinthe &lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Muscari« ungeklärt, »armeniacum« - aus Armenien stammend, Erstbeschreibung durch John Gilbert Baker (1834-1920) britischer Botaniker&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Grape Hyacinth&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Spargelgewächse, Asparagacea&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Türkei, Balkanhalbinsel, Kaukasus, bis in Höhenlagen von 2400m, seit 1877 in England angebaut &lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernde Zwiebel, Blätter grasartig schmal, parallelnervig, häufig schon im Herbst austreibend, erst aufrecht dann liegend, Blütenstand bis 15cm hoch&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, normaler Gartenboden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
März, April, (Mai)&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
endständige Traube mit kleinen dreizähligen urnenförmigen blauen (selten weißen oder rosa) Blüten aus verwachsenen Hüllblättern, am unteren Rand meist aufgehellt, die oberen Blüten sind steril, die unteren beinhalten einen dreiteiligen oberständigen Fruchtknoten &lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juni, Juli&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
dreifächerige Kapsel mit 6 kugeligen schwarzen Samen&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Tochterzwiebeln (Teilung größerer, älterer Bestände), Selbstaussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
oberirdisch bald nach der Blüte absterbend, Zwiebel frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Hummeln &lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
kaum Pflege nötig&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Zwiebel, äußerlich als Brei aufgetragen, bei trockener entzündlicher Haut, Zwiebeln wurden ähnlich wie Knoblauch verwendet, was auch heute noch in einigen Regionen Italiens der Fall ist&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Saponine, Oxalatraphide, Hyacinthacine, Oligoglycoside&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Bienenweide und Hummelparadies S.107, Dave Goulson (2021)&lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.569, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (2008)&lt;br /&gt;
* Die Wildbienen Deutschlands S.325, Paul Westrich (2018)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.555, Fleischhauer, Guthmann, Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* Neophyten S.64, Norbert Griebl (2020)&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 3/2008 S.24, 4/2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Zwischen 1560 und 1620 liegt die sogenannte Orientalische Phase der Zierpflanzen. In dieser Zeit waren besonders viele Pflanzenjäger unterwegs, um unbekannte Blütenwunder aus dem Orient nach Europa zu holen. Neben den Tulpen und Narzissen gehörten auch die Traubenhyazinthen zu diesen Neuankömmlingen. Sie fühlten sich in unserem Klima sofort wohl und ihre Anspruchslosigkeit ließ die blauen Blüten bald besonders in den Bauerngärten auftauchen. Dort vermehrten sie sich über Brutzwiebeln und Samen und machten sich bald auf den Weg hinaus in die weite Welt. Alle Wildvorkommen in Deutschland gehen auf Kulturpflanzungen zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traubenhyazinthen sind Zwiebelblumen aus der Familie der Spargelgewächse. Die trockenen Zwiebeln werden im Herbst an möglichst sonnigen Plätzen in die Erde gesteckt und treiben noch vor dem Winter ihre schmalen grasartigen Blätter. Die gehen grün durch den Winter. Je nach Witterung erscheinen die Blüten im März oder spätestens im April. In eng gepackten Trauben leuchten die kugeligen blauen Glöckchen aus den Beeten. Wer ihren Duft wahrnehmen will muss vor ihnen auf die Knie gehen, denn die Blütenstände werden kaum höher als 20 Zentimeter. Leichter haben es die Bienen, die ohnehin dicht über dem Boden unterwegs sind. Manche, wie die Rote Mauerbiene, umgehen die Mühe, sich in die enge Blüte zu zwängen und lassen sich den Pollen einfach durch Schüttelbewegungen auf den Pelz rieseln. Aus den Blüten entwickeln sich dreifächerige Samenkapseln, die im Sommer zusammen mit den Blättern abtrocknen und die Samen dann herausrieseln lassen. Bis die Sämlinge zur Blüte gelangen, vergehen zwei bis drei Jahre. Im Laufe der Zeit können Traubenhyazinthen umfangreiche Bestände bilden. Sie sind langlebig und wenn ihnen der Standort gefällt, kommen sie zuverlässig jedes Jahr wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Menschen sind Traubenhyazinthen nur schwach giftig, größere Mengen der Blätter oder Zwiebeln führen zu Übelkeit und Erbrechen. Da die Pflanze nicht sonderlich schmackhaft ist, treten solche Vergiftungen selten auf. Häufiger sind Hautreaktionen, der Pflanzensaft kann bei empfindlichen Menschen Rötungen und Juckreiz hervorrufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;br /&gt;
[[Category:Duftpflanzen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Traubenhyazinthe_(Muscari_armeniacum)&amp;diff=19662</id>
		<title>Traubenhyazinthe (Muscari armeniacum)</title>
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		<updated>2026-05-06T14:53:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Traubenhyazinthe2.jpg|miniatur|450px|Traubenhyazinthe, Austrieb (17.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Traubenhyazinthe1.jpg|miniatur|300px|Traubenhyazinthe, Blüte (31.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei;Traubenhyazinthe4.jpg|miniatur|300px|Traubenhyazinthe, Blüte (16.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Traubenhyazinthe3.jpg|miniatur|300px|Traubenhyazinthe, Samenstand (22.5.)]]&lt;br /&gt;
Perlhyazinthe &lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Muscari« ungeklärt, »armeniacum« - aus Armenien stammend, Erstbeschreibung durch John Gilbert Baker (1834-1920) britischer Botaniker&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Grape Hyacinth&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Spargelgewächse, Asparagacea&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Türkei, Balkanhalbinsel, Kaukasus, bis in Höhenlagen von 2400m, seit 1877 in England angebaut &lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernde Zwiebel, Blätter grasartig schmal, parallelnervig, häufig schon im Herbst austreibend, erst aufrecht dann liegend, Blütenstand bis 15cm hoch&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, normaler Gartenboden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
März, April, (Mai)&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
endständige Traube mit kleinen dreizähligen urnenförmigen blauen (selten weißen oder rosa) Blüten aus verwachsenen Hüllblättern, am unteren Rand meist aufgehellt, die oberen Blüten sind steril, die unteren beinhalten einen dreiteiligen oberständigen Fruchtknoten &lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juni, Juli&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
dreifächerige Kapsel mit 6 kugeligen schwarzen Samen&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Tochterzwiebeln (Teilung größerer, älterer Bestände), Selbstaussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
oberirdisch bald nach der Blüte absterbend, Zwiebel frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Hummeln &lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
kaum Pflege nötig&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Zwiebel, äußerlich als Brei aufgetragen, bei trockener entzündlicher Haut, Zwiebeln wurden ähnlich wie Knoblauch verwendet, was auch heute noch in einigen Regionen Italiens der Fall ist&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Saponine, Oxalatraphide, Hyacinthacine, Oligoglycoside&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Bienenweide und Hummelparadies S.107, Dave Goulson (2021)&lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.569, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (2008)&lt;br /&gt;
* Die Wildbienen Deutschlands S.325, Paul Westrich (2018)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.555, Fleischhauer, Guthmann, Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* Neophyten S.64, Norbert Griebl (2020)&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 3/2008 S.24, 4/2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Zwischen 1560 und 1620 liegt die sogenannte Orientalische Phase der Zierpflanzen. In dieser Zeit waren besonders viele Pflanzenjäger unterwegs, um unbekannte Blütenwunder aus dem Orient nach Europa zu holen. Neben den Tulpen und Narzissen gehörten auch die Traubenhyazinthen zu diesen Neuankömmlingen. Sie fühlten sich in unserem Klima sofort wohl und ihre Anspruchslosigkeit ließ die blauen Blüten bald besonders in den Bauerngärten auftauchen. Dort vermehrten sie sich über Brutzwiebeln und Samen und machten sich bald auf den Weg hinaus in die weite Welt. Alle Wildvorkommen in Deutschland gehen auf Kulturpflanzungen zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traubenhyazinthen sind Zwiebelblumen aus der Familie der Spargelgewächse. Die trockenen Zwiebeln werden im Herbst an möglichst sonnigen Plätzen in die Erde gesteckt und treiben noch vor dem Winter ihre schmalen grasartigen Blätter. Die gehen grün durch den Winter. Je nach Witterung erscheinen die Blüten im März oder spätestens im April. In eng gepackten Trauben leuchten die kugeligen blauen Glöckchen aus den Beeten. Wer ihren Duft wahrnehmen will muss vor ihnen auf die Knie gehen, denn die Blütenstände werden kaum höher als 20 Zentimeter. Leichter haben es die Bienen, die ohnehin dicht über dem Boden unterwegs sind. Manche, wie die Rote Mauerbiene, umgehen die Mühe, sich in die enge Blüte zu zwängen und lassen sich den Pollen einfach durch Schüttelbewegungen auf den Pelz rieseln. Aus den Blüten entwickeln sich dreifächerige Samenkapseln, die im Sommer zusammen mit den Blättern abtrocknen und die Samen dann herausrieseln lassen. Bis die Sämlinge zur Blüte gelangen, vergehen zwei bis drei Jahre. Im Laufe der Zeit können Traubenhyazinthen umfangreiche Bestände bilden. Sie sind langlebig und wenn ihnen der Standort gefällt, kommen sie zuverlässig jedes Jahr wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Menschen sind Traubenhyazinthen nur schwach giftig, größere Mengen der Blätter oder Zwiebeln führen zu Übelkeit und Erbrechen. Da die Pflanze nicht sonderlich schmackhaft ist, treten solche Vergiftungen selten auf. Häufiger sind Hautreaktionen, der Pflanzensaft kann bei empfindlichen Menschen Rötungen und Juckreiz hervorrufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;br /&gt;
[[Category:Duftpflanzen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:Traubenhyazinthe4.jpg&amp;diff=19661</id>
		<title>Datei:Traubenhyazinthe4.jpg</title>
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		<updated>2026-05-06T14:52:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=%C3%96lweide_(Elaeagnus_species)&amp;diff=19660</id>
		<title>Ölweide (Elaeagnus species)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=%C3%96lweide_(Elaeagnus_species)&amp;diff=19660"/>
		<updated>2026-05-06T14:51:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=====Weitere Namen=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Ölweide1.jpg|miniatur|450px|Vielblütige Ölweide, Austrieb (16.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ölweide2.jpg|miniatur|450px|Korallen-Ölweide, Blüte (3.5.)]]&lt;br /&gt;
Korallen-Ölweide (Elaeagnus umbellata) Doldige Ölweide, Schirm-Ölweide,&lt;br /&gt;
Vielblütige Ölweide (Elaeagnus multiflora) Essbare Ölweide, Edel-Ölweide&lt;br /&gt;
=====Botanischer Name=====&lt;br /&gt;
»Elaeagnus« - Benennungshintergrund nicht eindeutig geklärt, möglicherweise von gr. eleia - Ölbaum und dessen Frucht und gr. agnos - Lamm (wegen der weißfilzigen Blattunterseiten), »umbellata« - doldig, »multiflora« - vielblütig, Erstbeschreibung beider Arten durch Carl Peter Thunberg (1743-1822) &lt;br /&gt;
=====Englischer Name=====&lt;br /&gt;
Korallen-Ölweide Autumn Olive, Vielblütige Ölweide Cherry Elaeagnus&lt;br /&gt;
=====Familie=====&lt;br /&gt;
Ölweidengewächse, Elaeagnaceae&lt;br /&gt;
=====Verbreitung=====&lt;br /&gt;
Japan, China, Korea&lt;br /&gt;
=====Wuchs=====&lt;br /&gt;
ausdauernd, anfangs langsam wachsend, später mit ausgreifendem Wurzelsystem, Wurzelausläufer, leicht sparrig wachsender Strauch bis etwa 4m Höhe und Breite, an den Wurzeln befinden sich kleine Knöllchen mit Aktinorrhiza- Bakterien, die Stickstoff für die Pflanze verwertbar machen&lt;br /&gt;
=====Standort=====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, kommt gut mit magerem Boden zurecht&lt;br /&gt;
=====Blütezeit=====&lt;br /&gt;
Mai&lt;br /&gt;
=====Blüte=====&lt;br /&gt;
kleine röhrige Blüten, bestehend aus 4 Kelchlättern (keine Kronblätter) die sich nur im vorderen Bereich flach ausbreiten, in dichten Büscheln in den Blattachseln, stark duftend&lt;br /&gt;
=====Fruchtreife=====&lt;br /&gt;
Ende Juli bis Ende September&lt;br /&gt;
=====Frucht=====&lt;br /&gt;
Korallen-Ölweide: etwa 5-7mm durchmessende rundliche Früchte, rot mit weißen Sternhaaren besetzt, ein länglicher Steinkern,&lt;br /&gt;
Vielblütige Ölweide: eiförmige etwa 1,5cm lange rote Früchte mit länglichem Steinkern&lt;br /&gt;
=====Vermehrung=====&lt;br /&gt;
Aussaat der gereinigten Samen im Herbst (Kaltkeimer), Wurzelausläufer, Stecklinge, Veredelung besonderer Sorten&lt;br /&gt;
=====Frosthärte=====&lt;br /&gt;
in normalen Wintern frosthart, bei längerem Dauerfrost kann es zu Schäden am Holz kommen&lt;br /&gt;
=====Tierische Besucher=====&lt;br /&gt;
die üppige Blüte lockt alles an was fliegen kann&lt;br /&gt;
=====Pflege=====&lt;br /&gt;
die Vielblütige Ölweide fängt nach zögerndem Start so kräftig an zu wachsen, dass ein gelegentlicher Rückschnitt nötig werden kann, notfalls lässt sie sich auch &amp;quot;auf den Stock setzen&amp;quot; (kompletter Schnitt bis knapp über dem Boden) vereinzelte Wurzelausläufer lassen sich zur Vermehrung nutzen&lt;br /&gt;
=====Verwendbare Teile=====&lt;br /&gt;
die Beeren beider Arten können frisch vom Strauch genascht werden, sind eine leckere Müsli-Zutat und ergeben eine fruchtige Marmelade, aus Blüten und Früchten lässt sich auch ein Likör ansetzen&lt;br /&gt;
=====Inhaltsstoffe=====&lt;br /&gt;
Vitamine A, C und E, Phenole, Anthocyane, Lutein, Lycopin (roter Farbstoff, der auch in Tomaten vorkommt), Phosphor, Kalzium, Magnesium, Kalium, Eisen, in den Kernen bis zu 25% fettes Öl, auch das Fruchtfleisch enthält Öl&lt;br /&gt;
=====Status=====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
=====Literatur=====&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie der Wildobst- und seltenen Obstarten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Geschichte und Geschichten=====&lt;br /&gt;
Ölweiden sind sehr genügsame Gehölze, die auch mit widrigen Bodenverhältnissen zurecht kommen. Sie halten eine relativ hohe Schadstoffbelastung, sowohl im Boden wie auch in der Luft aus, werden daher gerne an Straßen gepflanzt. An Böschungen halten sie mit ihrem weitläufigen Wurzelsystem die Erde fest und trotzen auch stärkeren Winden. An der Ostsee haben Pflanzungen den gleichen Zweck wie Sanddorn, mit dem sie eng verwandt sind. Die beiden Sträucher in meinem Garten sind noch jung und zierlich, bis sie richtig loswachsen vergehen ein paar Jahre. Dann kann aber ab und zu durchaus ein kräftiger Rückschnitt nötig werden. Die Sträucher wachsen von Grund auf mehrtriebig und wirken etwas sparrig, als wüssten sie nicht genau, welche Richtung ein neuer Ast nehmen soll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai beginnt die Blütezeit und die ist schon etwas besonderes. Der ganze Strauch ist mit unauffälligen kleinen weißlichen Blüten übersät, die in Büscheln den Blattachseln entsprießen. Der Duft dieser Blüten füllt den ganzen Garten aus, besonders vom späten Nachmittag bis in den Abend. Etwa drei Wochen dauert der Duftzauber, dann fallen die Blüten ab und bis Ende August steht der Strauch unauffällig vor sich hin. Ist er alleine, so bilden sich nur vereinzelte Früchte, hat er eine andere Sorte zur Seite, dann hängen die Zweige bald voll mit kleinen roten Beeren. Die ähneln in der Form denen vom Sanddorn. Während beim Sanddorn aber ein leuchtendes Orange vorherrscht, bleibt das Rot bei der Ölweide eher gedämpft und die Beeren sind mit winzigen Sternhaaren besetzt, so dass sie sich leicht rau anfühlen. Im Innern befindet sich ein Steinkern, der so klein ist, dass er beim Essen verschluckt werden kann (was ja der Sinn der Sache ist, da Tiere so die Samen verbreiten). Der Geschmack der Beeren ist angenehm süßsäuerlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um aus den Früchten eine Marmelade zu bereiten, müssen sie erstmal geerntet werden. Bei der geringen Größe der Beeren ist das etwas mühsam und ich bin dazu übergegangen, ganze Zweige abzuschneiden um anschließend alles abzuzupfen. Die Beeren werden gewaschen und anschließend kurz aufgekocht bis sie platzen. Um die Kerne zu entfernen streiche ich die Masse durch ein Sieb um schließlich je nach Menge und entsprechend abgewogenem Gelierzucker (am Besten 3:1) einen Fruchtaufstrich zu kochen. Der bekommt eine eigenartige Farbe, denn die Beeren enthalten im Fruchtfleisch wie auch in den Kernen Öl. Das wird als grünliche Schlieren sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Gehölze]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=%C3%96lweide_(Elaeagnus_species)&amp;diff=19659</id>
		<title>Ölweide (Elaeagnus species)</title>
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		<updated>2026-05-06T14:50:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=====Weitere Namen=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Ölweide1.jpg|miniatur|450px|Vielblütige Ölweide, Austrieb (16.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ölweide2.jpg|miniatur|450px|Korallen-Ölweide, Blüte (3.5.)]]&lt;br /&gt;
Korallen-Ölweide (Elaeagnus umbellata) Doldige Ölweide, Schirm-Ölweide&lt;br /&gt;
Vielblütige Ölweide (Elaeagnus multiflora) Essbare Ölweide, Edel-Ölweide&lt;br /&gt;
=====Botanischer Name=====&lt;br /&gt;
»Elaeagnus« - Benennungshintergrund nicht eindeutig geklärt, möglicherweise von gr. eleia - Ölbaum und dessen Frucht und gr. agnos - Lamm (wegen der weißfilzigen Blattunterseiten), »umbellata« - doldig, »multiflora« - vielblütig, Erstbeschreibung beider Arten durch Carl Peter Thunberg (1743-1822) &lt;br /&gt;
=====Englischer Name=====&lt;br /&gt;
Korallen-Ölweide Autumn Olive, Vielblütige Ölweide Cherry Elaeagnus&lt;br /&gt;
=====Familie=====&lt;br /&gt;
Ölweidengewächse, Elaeagnaceae&lt;br /&gt;
=====Verbreitung=====&lt;br /&gt;
Japan, China, Korea&lt;br /&gt;
=====Wuchs=====&lt;br /&gt;
ausdauernd, anfangs langsam wachsend, später mit ausgreifendem Wurzelsystem, Wurzelausläufer, leicht sparrig wachsender Strauch bis etwa 4m Höhe und Breite, an den Wurzeln befinden sich kleine Knöllchen mit Aktinorrhiza- Bakterien, die Stickstoff für die Pflanze verwertbar machen&lt;br /&gt;
=====Standort=====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, kommt gut mit magerem Boden zurecht&lt;br /&gt;
=====Blütezeit=====&lt;br /&gt;
Mai&lt;br /&gt;
=====Blüte=====&lt;br /&gt;
kleine röhrige Blüten, bestehend aus 4 Kelchlättern (keine Kronblätter) die sich nur im vorderen Bereich flach ausbreiten, in dichten Büscheln in den Blattachseln, stark duftend&lt;br /&gt;
=====Fruchtreife=====&lt;br /&gt;
Ende Juli bis Ende September&lt;br /&gt;
=====Frucht=====&lt;br /&gt;
Korallen-Ölweide: etwa 5-7mm durchmessende rundliche Früchte, rot mit weißen Sternhaaren besetzt, ein länglicher Steinkern,&lt;br /&gt;
Vielblütige Ölweide: eiförmige etwa 1,5cm lange rote Früchte mit länglichem Steinkern&lt;br /&gt;
=====Vermehrung=====&lt;br /&gt;
Aussaat der gereinigten Samen im Herbst (Kaltkeimer), Wurzelausläufer, Stecklinge, Veredelung besonderer Sorten&lt;br /&gt;
=====Frosthärte=====&lt;br /&gt;
in normalen Wintern frosthart, bei längerem Dauerfrost kann es zu Schäden am Holz kommen&lt;br /&gt;
=====Tierische Besucher=====&lt;br /&gt;
die üppige Blüte lockt alles an was fliegen kann&lt;br /&gt;
=====Pflege=====&lt;br /&gt;
die Vielblütige Ölweide fängt nach zögerndem Start so kräftig an zu wachsen, dass ein gelegentlicher Rückschnitt nötig werden kann, notfalls lässt sie sich auch &amp;quot;auf den Stock setzen&amp;quot; (kompletter Schnitt bis knapp über dem Boden) vereinzelte Wurzelausläufer lassen sich zur Vermehrung nutzen&lt;br /&gt;
=====Verwendbare Teile=====&lt;br /&gt;
die Beeren beider Arten können frisch vom Strauch genascht werden, sind eine leckere Müsli-Zutat und ergeben eine fruchtige Marmelade, aus Blüten und Früchten lässt sich auch ein Likör ansetzen&lt;br /&gt;
=====Inhaltsstoffe=====&lt;br /&gt;
Vitamine A, C und E, Phenole, Anthocyane, Lutein, Lycopin (roter Farbstoff, der auch in Tomaten vorkommt), Phosphor, Kalzium, Magnesium, Kalium, Eisen, in den Kernen bis zu 25% fettes Öl, auch das Fruchtfleisch enthält Öl&lt;br /&gt;
=====Status=====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
=====Literatur=====&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie der Wildobst- und seltenen Obstarten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Geschichte und Geschichten=====&lt;br /&gt;
Ölweiden sind sehr genügsame Gehölze, die auch mit widrigen Bodenverhältnissen zurecht kommen. Sie halten eine relativ hohe Schadstoffbelastung, sowohl im Boden wie auch in der Luft aus, werden daher gerne an Straßen gepflanzt. An Böschungen halten sie mit ihrem weitläufigen Wurzelsystem die Erde fest und trotzen auch stärkeren Winden. An der Ostsee haben Pflanzungen den gleichen Zweck wie Sanddorn, mit dem sie eng verwandt sind. Die beiden Sträucher in meinem Garten sind noch jung und zierlich, bis sie richtig loswachsen vergehen ein paar Jahre. Dann kann aber ab und zu durchaus ein kräftiger Rückschnitt nötig werden. Die Sträucher wachsen von Grund auf mehrtriebig und wirken etwas sparrig, als wüssten sie nicht genau, welche Richtung ein neuer Ast nehmen soll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai beginnt die Blütezeit und die ist schon etwas besonderes. Der ganze Strauch ist mit unauffälligen kleinen weißlichen Blüten übersät, die in Büscheln den Blattachseln entsprießen. Der Duft dieser Blüten füllt den ganzen Garten aus, besonders vom späten Nachmittag bis in den Abend. Etwa drei Wochen dauert der Duftzauber, dann fallen die Blüten ab und bis Ende August steht der Strauch unauffällig vor sich hin. Ist er alleine, so bilden sich nur vereinzelte Früchte, hat er eine andere Sorte zur Seite, dann hängen die Zweige bald voll mit kleinen roten Beeren. Die ähneln in der Form denen vom Sanddorn. Während beim Sanddorn aber ein leuchtendes Orange vorherrscht, bleibt das Rot bei der Ölweide eher gedämpft und die Beeren sind mit winzigen Sternhaaren besetzt, so dass sie sich leicht rau anfühlen. Im Innern befindet sich ein Steinkern, der so klein ist, dass er beim Essen verschluckt werden kann (was ja der Sinn der Sache ist, da Tiere so die Samen verbreiten). Der Geschmack der Beeren ist angenehm süßsäuerlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um aus den Früchten eine Marmelade zu bereiten, müssen sie erstmal geerntet werden. Bei der geringen Größe der Beeren ist das etwas mühsam und ich bin dazu übergegangen, ganze Zweige abzuschneiden um anschließend alles abzuzupfen. Die Beeren werden gewaschen und anschließend kurz aufgekocht bis sie platzen. Um die Kerne zu entfernen streiche ich die Masse durch ein Sieb um schließlich je nach Menge und entsprechend abgewogenem Gelierzucker (am Besten 3:1) einen Fruchtaufstrich zu kochen. Der bekommt eine eigenartige Farbe, denn die Beeren enthalten im Fruchtfleisch wie auch in den Kernen Öl. Das wird als grünliche Schlieren sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Gehölze]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:%C3%96lweide2.jpg&amp;diff=19658</id>
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		<updated>2026-05-06T14:49:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
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		<title>Ölweide (Elaeagnus species)</title>
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		<updated>2026-05-06T14:48:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=====Weitere Namen=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Ölweide1.jpg|miniatur|450px|Vielblütige Ölweide, Austrieb (16.4.)]]&lt;br /&gt;
Korallen-Ölweide (Elaeagnus umbellata) Doldige Ölweide, Schirm-Ölweide&lt;br /&gt;
Vielblütige Ölweide (Elaeagnus multiflora) Essbare Ölweide, Edel-Ölweide&lt;br /&gt;
=====Botanischer Name=====&lt;br /&gt;
»Elaeagnus« - Benennungshintergrund nicht eindeutig geklärt, möglicherweise von gr. eleia - Ölbaum und dessen Frucht und gr. agnos - Lamm (wegen der weißfilzigen Blattunterseiten), »umbellata« - doldig, »multiflora« - vielblütig, Erstbeschreibung beider Arten durch Carl Peter Thunberg (1743-1822) &lt;br /&gt;
=====Englischer Name=====&lt;br /&gt;
Korallen-Ölweide Autumn Olive, Vielblütige Ölweide Cherry Elaeagnus&lt;br /&gt;
=====Familie=====&lt;br /&gt;
Ölweidengewächse, Elaeagnaceae&lt;br /&gt;
=====Verbreitung=====&lt;br /&gt;
Japan, China, Korea&lt;br /&gt;
=====Wuchs=====&lt;br /&gt;
ausdauernd, anfangs langsam wachsend, später mit ausgreifendem Wurzelsystem, Wurzelausläufer, leicht sparrig wachsender Strauch bis etwa 4m Höhe und Breite, an den Wurzeln befinden sich kleine Knöllchen mit Aktinorrhiza- Bakterien, die Stickstoff für die Pflanze verwertbar machen&lt;br /&gt;
=====Standort=====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, kommt gut mit magerem Boden zurecht&lt;br /&gt;
=====Blütezeit=====&lt;br /&gt;
Mai&lt;br /&gt;
=====Blüte=====&lt;br /&gt;
kleine röhrige Blüten, bestehend aus 4 Kelchlättern (keine Kronblätter) die sich nur im vorderen Bereich flach ausbreiten, in dichten Büscheln in den Blattachseln, stark duftend&lt;br /&gt;
=====Fruchtreife=====&lt;br /&gt;
Ende Juli bis Ende September&lt;br /&gt;
=====Frucht=====&lt;br /&gt;
Korallen-Ölweide: etwa 5-7mm durchmessende rundliche Früchte, rot mit weißen Sternhaaren besetzt, ein länglicher Steinkern,&lt;br /&gt;
Vielblütige Ölweide: eiförmige etwa 1,5cm lange rote Früchte mit länglichem Steinkern&lt;br /&gt;
=====Vermehrung=====&lt;br /&gt;
Aussaat der gereinigten Samen im Herbst (Kaltkeimer), Wurzelausläufer, Stecklinge, Veredelung besonderer Sorten&lt;br /&gt;
=====Frosthärte=====&lt;br /&gt;
in normalen Wintern frosthart, bei längerem Dauerfrost kann es zu Schäden am Holz kommen&lt;br /&gt;
=====Tierische Besucher=====&lt;br /&gt;
die üppige Blüte lockt alles an was fliegen kann&lt;br /&gt;
=====Pflege=====&lt;br /&gt;
die Vielblütige Ölweide fängt nach zögerndem Start so kräftig an zu wachsen, dass ein gelegentlicher Rückschnitt nötig werden kann, notfalls lässt sie sich auch &amp;quot;auf den Stock setzen&amp;quot; (kompletter Schnitt bis knapp über dem Boden) vereinzelte Wurzelausläufer lassen sich zur Vermehrung nutzen&lt;br /&gt;
=====Verwendbare Teile=====&lt;br /&gt;
die Beeren beider Arten können frisch vom Strauch genascht werden, sind eine leckere Müsli-Zutat und ergeben eine fruchtige Marmelade, aus Blüten und Früchten lässt sich auch ein Likör ansetzen&lt;br /&gt;
=====Inhaltsstoffe=====&lt;br /&gt;
Vitamine A, C und E, Phenole, Anthocyane, Lutein, Lycopin (roter Farbstoff, der auch in Tomaten vorkommt), Phosphor, Kalzium, Magnesium, Kalium, Eisen, in den Kernen bis zu 25% fettes Öl, auch das Fruchtfleisch enthält Öl&lt;br /&gt;
=====Status=====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
=====Literatur=====&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie der Wildobst- und seltenen Obstarten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Geschichte und Geschichten=====&lt;br /&gt;
Ölweiden sind sehr genügsame Gehölze, die auch mit widrigen Bodenverhältnissen zurecht kommen. Sie halten eine relativ hohe Schadstoffbelastung, sowohl im Boden wie auch in der Luft aus, werden daher gerne an Straßen gepflanzt. An Böschungen halten sie mit ihrem weitläufigen Wurzelsystem die Erde fest und trotzen auch stärkeren Winden. An der Ostsee haben Pflanzungen den gleichen Zweck wie Sanddorn, mit dem sie eng verwandt sind. Die beiden Sträucher in meinem Garten sind noch jung und zierlich, bis sie richtig loswachsen vergehen ein paar Jahre. Dann kann aber ab und zu durchaus ein kräftiger Rückschnitt nötig werden. Die Sträucher wachsen von Grund auf mehrtriebig und wirken etwas sparrig, als wüssten sie nicht genau, welche Richtung ein neuer Ast nehmen soll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai beginnt die Blütezeit und die ist schon etwas besonderes. Der ganze Strauch ist mit unauffälligen kleinen weißlichen Blüten übersät, die in Büscheln den Blattachseln entsprießen. Der Duft dieser Blüten füllt den ganzen Garten aus, besonders vom späten Nachmittag bis in den Abend. Etwa drei Wochen dauert der Duftzauber, dann fallen die Blüten ab und bis Ende August steht der Strauch unauffällig vor sich hin. Ist er alleine, so bilden sich nur vereinzelte Früchte, hat er eine andere Sorte zur Seite, dann hängen die Zweige bald voll mit kleinen roten Beeren. Die ähneln in der Form denen vom Sanddorn. Während beim Sanddorn aber ein leuchtendes Orange vorherrscht, bleibt das Rot bei der Ölweide eher gedämpft und die Beeren sind mit winzigen Sternhaaren besetzt, so dass sie sich leicht rau anfühlen. Im Innern befindet sich ein Steinkern, der so klein ist, dass er beim Essen verschluckt werden kann (was ja der Sinn der Sache ist, da Tiere so die Samen verbreiten). Der Geschmack der Beeren ist angenehm süßsäuerlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um aus den Früchten eine Marmelade zu bereiten, müssen sie erstmal geerntet werden. Bei der geringen Größe der Beeren ist das etwas mühsam und ich bin dazu übergegangen, ganze Zweige abzuschneiden um anschließend alles abzuzupfen. Die Beeren werden gewaschen und anschließend kurz aufgekocht bis sie platzen. Um die Kerne zu entfernen streiche ich die Masse durch ein Sieb um schließlich je nach Menge und entsprechend abgewogenem Gelierzucker (am Besten 3:1) einen Fruchtaufstrich zu kochen. Der bekommt eine eigenartige Farbe, denn die Beeren enthalten im Fruchtfleisch wie auch in den Kernen Öl. Das wird als grünliche Schlieren sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Gehölze]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:%C3%96lweide1.jpg&amp;diff=19656</id>
		<title>Datei:Ölweide1.jpg</title>
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		<updated>2026-05-06T14:47:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Echter_Haarstrang_(Peucedanum_officinale)&amp;diff=19655</id>
		<title>Echter Haarstrang (Peucedanum officinale)</title>
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		<updated>2026-05-06T14:46:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Echterhaarstrang5.jpg|miniatur|450px|Echter Haarstrang, Abbrüche (6.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Echterhaarstrang2.jpg|miniatur|300px|Echter Haarstrang, Austrieb (9.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Echterhaarstrang1.jpg|miniatur|300px|Echter Haarstrang, Austrieb (17.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Echterhaarstrang3.jpg|miniatur|300px|Echter Haarstrang, Blütenknospen (26.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Echterhaarstrang4.jpg|miniatur|450px|Echter Haarstrang, Blüte (15.7.)]]&lt;br /&gt;
Bauern-Hirschwurz, Schwefelwurz, Arznei-Haarstrang&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Peucedanum« von gr. peukedanos - bitter schmeckend, »officinale« lat. als wirksame Droge in Apotheken erhältlich (das Officinarium war der an die Apotheke angegliederte Raum, in dem die Arzneien hergestellt wurden), Erstbeschreibung 1753 durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Hog&#039;s Fennel, Sulphurweed&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Doldenblütler, Apiaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Europa, vereinzelte Vorkommen, in Deutschland gefährdet&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, rosettig, Wurzel außen schwarz, innen weiß, faserige Stängelreste rund um den Vegetationspunkt, Austrieb rot überlaufen, fein (haarig) gefiederte große Blätter, Blütenstand bis 2m hoch, Stängel und Wurzel enthalten einen gelben streng riechenden Milchsaft (daher der Name »Schwefelwurz«)&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, kalkhaltiger Boden der nicht zu sehr austrocknen sollte&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Juli, August&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
etwa 1,5m hoher verzweigter, sehr stabiler Stängel, mehrere große Doppeldolden mit gelblich grünen Blüten, anfangs leicht hängend, später starr aufrecht, zum Teil etwas kleinere Nebendolden&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
September, Oktober&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
flach-oval bis 10mm lang mit breiten Randrippen, beim Ausreifen lockert sich die Verbindung der Früchte zum Stängel, sodass sie zunächst hängen, dann vom Wind abgerissen werden&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Aussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
oberirdisch absterbend, der trockene Stängel überdauert mit vereinzelten Samen den ganzen Winter, Wurzel frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung hauptsächlich durch Käfer und Fliegen&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
kaum Pflege nötig&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
aus der angeschnittenen Wurzel tritt gelber Milchsaft aus, der zu einem gummiartigen Harz eintrocknet (Haarstranggummi), wirksam bei Magenbeschwerden, Blähungen, Kopfschmerzen, Samen eventuell als Gewürz&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Terpene, Cumarinderivate, Peucedanin, Oxypeucedanin, ätherische Öle&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.387, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (2008)&lt;br /&gt;
* Illustriertes Heil-, Gift- und Nutzpflanzenbuch S.158, Adelbert von Chamisso (1827)&lt;br /&gt;
* New Kreüterbuch Cap.CCXXVIII, Leonhart Fuchs (1543)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Der Echte Haarstrang steht mittlerweile auf der Liste der in Deutschland gefährdeten Arten, ist nur noch vereinzelt in freier Natur und eher im südlichen Deutschland zu finden. Im Garten fällt die Pflanze durch ihren eigenwilligen Wuchs auf. Die sehr fein mehrfach gefiederten Blätter ähneln tatsächlich Strängen von Haaren. Im Austrieb sind sie rötlich überlaufen, später dann grün, noch feiner ausgebreitet als Fenchel oder Dill, da die Hauptrippe fehlt und das Blatt von Ansatz her weit gefächert ist. Jeder noch so leichte Windstoß lässt die Pflanze zittern. Der Haarstrang wächst eher langsam, braucht einige Jahre bis er kräftig genug ist, um zu blühen. Dann bildet er in etwa einem Meter Höhe eine große lockere Doppeldolde, die von kleineren Dolden im unteren Stängelbereich begleitet wird. Die kleinen Blüten sind grünlich gelb und werden bevorzugt von Käfern und Fliegen besucht. Nach der Bestäubung entstehen relativ große, gekerbte Samen, die recht lange brauchen, um auszureifen. Im Herbst sterben die Blätter ab, übrig bleiben faserige Stängelreste, die die Wurzel während des Winters schützen und ihren Standort verraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ältere Pflanzen bilden an den Stellen, an denen die alten Stängel weggebrochen sind, eigenartig wulstige Ringe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;br /&gt;
[[Category:Doldenblütler]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:Echterhaarstrang5.jpg&amp;diff=19654</id>
		<title>Datei:Echterhaarstrang5.jpg</title>
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		<updated>2026-05-06T14:45:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Zimbelkraut_(Cymbalaria_muralis)&amp;diff=19653</id>
		<title>Zimbelkraut (Cymbalaria muralis)</title>
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		<updated>2026-05-06T14:44:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Zimbelkraut6.jpg|miniatur|450px|Zimbelkraut, Sämlinge (6.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zimbelkraut1.jpg|miniatur|450px|Zimbelkraut, Blüte (1.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zimbelkraut2.jpg|miniatur|450px|Zimbelkraut, Blüte (21.9.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zimbelkraut4.jpg|miniatur|450px|Zimbelkraut, Einzelblüte (2.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zimbelkraut3.jpg|miniatur|450px|Zimbelkraut, Samenkapsel (2.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zimbelkraut5.jpg|miniatur|450px|Zimbelkraut, Samen]]&lt;br /&gt;
Efeublättriges Leinkraut&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Cymbalaria« von lat. cymbalum - Zimbel, Schallbecken, »muralis« lat. Mauer, Erstbeschreibung 1800 durch Gottfried Gaertner (1754-1825) deutscher Botaniker&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Ivy leaved Toadflex&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Rachenblütler, Scrophulariaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Europa, Asien&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
in Mauerritzen wurzelnd, flach kriechend mit langen Ausläufern, rundliche fünflappige Blätter, unterseitig purpurn überlaufen&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig, halbschattig, sehr genügsam&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Mai, Juni, Juli, August, September, (Oktober)&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
Blüten 9-13mm lang, weißlich violett, weiße Unterlippenwülste mit gelbem Fleck&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juli, August, September, Oktober&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
kugelige zweifächerige Kapsel, bei Reife schiebt sich der länger werdende Stängel negativ phototrop in Mauerspalten &lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Selbstaussaat nahe der Mutterpflanze, Samen werden teilweise von Ameisen verschleppt&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
grün überwinternd, bei starkem Kahlfrost zurückfrierend&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch größere Bienen, die in der Lage sind, die Blüte auf zu drücken&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
keine Pflege nötig&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Blätter als Salatzutat (Geschmack ähnlich wie Kresse), Brei aus den Blättern wirkt wundheilend und entzündungshemmend&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Vitamin C, Bitterstoffe, Iridoid, Muraliosid&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Berliner Pflanzen S. 15, Heiderose Häsler, Iduna Wünschmann (2009)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.130, S.G.Fleischhauer, J.Guthmann, R.Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* Geheimnisse der Pflanzenwelt S.172,258, Gerd K.Müller, Christa Müller (2003)&lt;br /&gt;
* Hagebutte &amp;amp; Co S.140, Angelika Lüttig, Juliane Kasten (2003)&lt;br /&gt;
* Jungfer im Grünen und Tausendgüldenkraut, vom Zauber alter Pflanzennamen S.47, Rosemarie Gebauer (2015)&lt;br /&gt;
* Weeds S.142, Richard Mabey (2010)&lt;br /&gt;
* Wildblumen im Hausgarten S.180, John Stevens (1987)&lt;br /&gt;
* Wildpflanzen für jeden Garten S.108, Reinhard Witt (1994)	&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 2/1996 S.13, 9/2014, 3/2018 S.60&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Das Zimbelkraut gehört zu meinen besonderen Lieblingspflanzen. Wo immer ich unterwegs auf sie stoße, hocke ich davor, um sie zu bewundern. Dass ich hocke weist schon darauf hin, dass es sich um eine kleine Pflanze handelt. Sie wächst mit Vorliebe in Spalten von alten Mauern, hält sich mit ihren Wurzeln fest und ernährt sich von dem wenigen, was sich in den Ritzen ansammelt. Unter günstigen Bedingungen kann sie sich dann flächendeckend über die ganze Mauer ausbreiten mit ihren zarten Trieben, an denen die hübschen rundlich gebuchteten Blätter wie an einer Girlande aufgereiht sind. In den Blattachseln zeigen sich den ganzen Sommer über Blüten die an winzige Löwenmäulchen erinnern. Auf der wulstigen Unterlippe tragen sie einen gelben Fleck, der wohl den bestäubenden Insekten den Weg weisen soll. Wenn später die Samen reifen zeigt sich eine besonders nette Eigenschaft dieser Pflanze, die aktiv bemüht ist, ihrem Nachwuchs gute Startbedingungen zu schaffen. Die Mutterpflanze schiebt die sich verlängernden Blütenstängel mit dem Samen in nahe gelegene Mauerritzen, wo die Samen genug Feuchtigkeit finden, um bald auszukeimen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In England tauchte das Zimbelkraut erst Anfang des 17.Jahrhunderts auf, die Samen sollen sich in der Verpackung einer Marmorstatue aus Italien befunden haben und traten bald ihren Siegeszug über die Insel an, deren Klima den Pflanzen offenbar gut gefiel. Namen wie »Travelling Sailor« oder »Mother-of-Thousands« beziehen sich auf die schnelle Ausbreitung. Aus Dorset stammt der Name »Wall Rabbit«. Wenn die Blüten umgedreht und wie ein Löwenmäulchen gedrückt werden, erinnern sie tatsächlich an einen Kaninchenkopf.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:Zimbelkraut6.jpg&amp;diff=19652</id>
		<title>Datei:Zimbelkraut6.jpg</title>
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		<updated>2026-05-06T14:43:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Hundszunge_(Cynoglossum_officinale)&amp;diff=19651</id>
		<title>Hundszunge (Cynoglossum officinale)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Hundszunge_(Cynoglossum_officinale)&amp;diff=19651"/>
		<updated>2026-05-06T14:41:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hundszunge8.jpg|miniatur|450px|Hundszunge, Jungpflanze und Sämlinge (22.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hundszunge2.jpg|miniatur|450px|Hundszunge, Austrieb (8.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hundszunge7.jpg|miniatur|300px|Hundszunge, Blütenknospen (7.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hundszunge3.jpg|miniatur|450px|Hundszunge, Blüte (27.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hundszunge4.jpg|miniatur|300px|Hundszunge, Samenstand (18.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hundszunge5.jpg|miniatur|300px|Hundszunge, reife Samen (30.7.)]]&lt;br /&gt;
Brandwurz, Stinkhundszunge, Wolfszunge, Wundkraut&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Cynoglossum« von gr. kyon - Hund und gr. glossa - Zunge, »officinale« lat. als wirksame Droge in Apotheken erhältlich (das Officinarium war ein der Apotheke angegliederter Raum, in dem die Medikamente hergestellt wurden), Erstbeschreibung durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Hound&#039;s Tongue&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Raublattgewächse, Boraginaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Europa, Nord- und Südwestasien&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
zweijährig, kräftige Pfahlwurzel, Rosette mit großen lanzettlichen samtig behaarten Blättern, Austrieb im zweiten Jahr zunächst steil aufwärts, die Blätter breiten sich später aus, bis 80cm hoher verzweigter Stängel mit schneckenartig aufgerollten Blütenständen, nach der Fruchtreife absterbend&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, eher magerer Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Mai, Juni, Juli&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
der Blütenstand entwickelt sich aus einem eng mit schmalen, zugespitzten Laubblättern besetzten Stängel, der die Knospen bis zum Aufblühen schützt, erste Blüten sind noch zwischen den Blättern verborgen, der Stängel streckt sich, in den Achseln der versetzt angeordneten, schmalen Laubblätter entwickeln sich weitere Blütenstände, Kelchblätter schmal und zugespitzt, borstig graugrün behaart, Knospe altrosa, Blüte fünfzählig mit abgerundeten, am Grund verwachsenen Kronblättern, die zur Hälfte im Kelch stecken, nach der Bestäubung wechselt die Farbe ins bläuliche &lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
August, September, Oktober&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
vierteilige Klause mit großen rundlichen borstigen Samen, anders als bei den meisten anderen Raublattgewächsen bleiben die Samen nicht im Kelch verborgen, sondern sitzen gut sichtbar oben drauf, so dass sie mit ihren Borsten am Fell von vorbei laufenden Tieren hängen bleiben&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Aussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
Rosette weitgehend absterbend, Herzblätter in milden Wintern teils grün überwinternd, bei Dauerfrost verschwindet der oberirdische Teil der Pflanze komplett, im Frühjahr frisch austreibend&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Hummeln und Bienen&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
keine Pflege nötig&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
getrocknete Wurzel als Beruhigungstee, heute nicht mehr gebräuchlich wegen der Nebenwirkungen, Blätter als Umschlag bei Verbrennungen und Ekzemen&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Pyrrolizidin-Alkaloide, Cynoglossin, Consolidin, Allantoin, ätherische Öle, Schleimstoffe&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend, Saatgut vorhanden&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Blattrosetten S.19, Raimund Fischer (1997)&lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.267, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (2008)&lt;br /&gt;
* Dumonts große Kräuter-Enzyklopädie S.271, Deni Bown (1996)&lt;br /&gt;
* Giftpflanzen Pflanzengifte S.283, Roth, Daunderer, Kormann (1994)&lt;br /&gt;
* Großes Kräuter- und Gewürzbuch S.153, Heinz Görz (1987)&lt;br /&gt;
* Kölbls Kräuterfibel S.153, Konrad Kölbl (1993)&lt;br /&gt;
* New Kreüterbuch Cap.CLV, Leonhart Fuchs (1543)&lt;br /&gt;
* Wildblumen im Hausgarten S.166, John Stevens (1987)&lt;br /&gt;
* Wildpflanzen für jeden Garten S.114, Reinhard Witt (1994)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Die Hundszunge ist ein eher unsteter Geselle, sie sät sich nicht so freigiebig aus wie ihr naher Verwandter Natternkopf. Das mag unter anderem daran liegen, dass sie weniger Samen produziert. Die stellt sie dafür wesentlich hübscher zur Schau, so dass die absterbende Pflanze auch nach der Blüte noch Zierwert hat. Die Hundszunge wächst an sonnigen wie auch schattigen Standorten, die Blätter sind dann entweder eher gedrungen und borstig oder weicher, größer und heller grün. Der Austrieb beginnt früh im Jahr, wenn kein Frost herrscht schon im Februar. Die jungen Blätter sind durch die Überreste der Alten geschützt, sehen anfangs aus wie kleine Eselsohren. Erst wachsen sie steil aufrecht, breiten sich später aus und geben den Blütenschaft frei, der sich eng mit samtigen Laubblättern besetzt in die Höhe schiebt. Die Blüte beginnt meist schon im Mai, zieht sich bis in den Juni, seltener bis Juli. Trüb oder schmutzig rosa soll die Farbe sein, aber das wird der Blüte nicht gerecht, sind die fünf verwachsenen altrosa Blütenblätter doch von einem zarten, dunklen Muster überzogen. Ähnlich wie beim Lungenkraut ändert sich die Farbe während der Blüte und zeigt den Insekten an, wo noch eine Bestäubung nötig ist und Nahrung angeboten wird. Wie bei den Raublattgewächsen üblich bildet auch die Hundszunge offene becherartige Samenstände, sogenannte Klausen, in denen sich jeweils vier Samenanlagen befinden, die aber nicht immer komplett ausreifen. Die Samen der Hundszunge sind relativ groß und mit zu Widerhaken gekrümmten Borsten besetzt. Sie bleiben im Fell vorbei streifender Tiere hängen, werden so mitgenommen und verteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Zweijährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:Hundszunge8.jpg&amp;diff=19650</id>
		<title>Datei:Hundszunge8.jpg</title>
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		<updated>2026-05-06T14:41:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Gemeine_Ochsenzunge_(Anchusa_officinalis)&amp;diff=19649</id>
		<title>Gemeine Ochsenzunge (Anchusa officinalis)</title>
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		<updated>2026-05-06T14:39:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=====Weitere Namen=====&lt;br /&gt;
Liebäugelein&lt;br /&gt;
[[Datei:Gemeineochsenzunge4.jpg|miniatur|450px|Gemeine Ochsenzunge, Jungpflanze (22.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gemeineochsenzunge1.jpg|miniatur|450px|Gemeine Ochsenzunge, Blütenknospen (20.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gemeineochsenzunge3.jpg|miniatur|450px|Gemeine Ochsenzunge, Blüte (14.9.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gemeineochsenzunge2.jpg|miniatur|450px|Gemeine Ochsenzunge, Samen]]&lt;br /&gt;
=====Botanischer Name=====&lt;br /&gt;
»Anchusa« von lat.anchusa - eine rotfärbende Wurzel, »officinalis« in Apotheken erhältliche heilende Zubereitung, Erstbeschreibung 1753 durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
=====Englischer Name=====&lt;br /&gt;
Common Bugloss, Common Alkanet&lt;br /&gt;
=====Familie=====&lt;br /&gt;
Raublattgewächse, Boraginaceae&lt;br /&gt;
=====Verbreitung=====&lt;br /&gt;
Ost- und Mitteleuropa, in westlichen und nördlichen Gegenden eingeschleppt, in Höhenlagen bis etwa 2300m&lt;br /&gt;
=====Wuchs=====&lt;br /&gt;
zweijährig bis kurzlebig ausdauernd, kräftige, außen dunkle Pfahlwurzel, Laubblätter schmal, borstig behaart, auf dem Boden aufliegende Rosette, im zweiten Jahr (selten schon im ersten) mehrtriebiger Blütenstand&lt;br /&gt;
=====Standort=====&lt;br /&gt;
sonnig, eher trockene mäßig nährstoffreiche Böden&lt;br /&gt;
=====Blütezeit=====&lt;br /&gt;
(Mai), Juni, Juli, August, September, Oktober, (November), (Dezember)&lt;br /&gt;
=====Blüte=====&lt;br /&gt;
schneckenförmig aufgewickelter Blütenstand, der sich scheinbar endlos verlängert, Stängel bis zu den Blüten belaubt mit kleiner werdenden rau behaarten schmalen Blättern, auch die Knospen sind rau behaart, nach dem Öffnen der Kelchblätter sind die noch geschlossenen Kronblätter zunächst rötlich, die offenen Blüten sind intensiv blau oder violett (selten rosa oder weiß)&lt;br /&gt;
=====Fruchtreife=====&lt;br /&gt;
Juli, August, September, Oktober, November&lt;br /&gt;
=====Frucht=====&lt;br /&gt;
offener Kelch mit maximal 4 Samen, 2-3mm lang, tropfenförmig mit rauer Oberfläche&lt;br /&gt;
=====Vermehrung=====&lt;br /&gt;
Aussaat direkt nach der Samenreife, Selbstaussaat&lt;br /&gt;
=====Frosthärte=====&lt;br /&gt;
die Rosetten sind frosthart, überwintern meist grün, frieren nur bei anhaltendem Kahlfrost zurück, späte Blütenstände halten kurzfristig leichte Minusgrade aus&lt;br /&gt;
=====Tierische Besucher=====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Honigbienen, verschiedene Hummelarten, die Samen werden unter anderem von Ameisen verbreitet, Futterpflanze für die Raupen des Kleinen Perlmutterfalters&lt;br /&gt;
=====Pflege=====&lt;br /&gt;
kaum Pflege nötig, bei passendem Standort säen sich die Pflanzen zuverlässig selbst aus&lt;br /&gt;
=====Verwendbare Teile=====&lt;br /&gt;
Blätter von Jungpflanzen in geringer Menge im Salat, Blüten als Dekoration, die Wurzelrinde enthält einen intensiv roten Farbstoff&lt;br /&gt;
=====Inhaltsstoffe=====&lt;br /&gt;
Pyrrolizidinalkaloid Lycopsamin, Laburnin, Acetyllaburnin, Alantoin, Cholin, Flavonoide&lt;br /&gt;
=====Status=====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
=====Literatur=====&lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.425, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (1999)&lt;br /&gt;
* Die Wildbienen Deutschlands S.335, Paul Westrich (2019)&lt;br /&gt;
* Essbare Wildbeeren und Wildpflanzen S.152, Detlev Henschel (2002)&lt;br /&gt;
* Flora und Fauna an der Ostseeküste... S.136/193 Manfred Kutscher (2011)&lt;br /&gt;
* Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen S.38, Karl Hiller, Matthias F. Melzig (2010)&lt;br /&gt;
* Pflanzen auf Hiddensee S.47, Irmgard Blindow (2010)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Geschichte und Geschichten=====&lt;br /&gt;
Die Ochsenzunge ist keineswegs gemein, wie der Name vermuten ließe, sie ist aber an halbwegs naturbelassenen Orten fast allgegenwärtig und daher (all)gemein. Die flach ausgebreiteten Rosetten finden sich an Wiesenrändern ebenso wie zwischen Steinfugen und auf Ruderalflächen. Im Jungstadium sind sie recht unauffällig, wachsen aber gerne an Stellen, wo sie kein höherer Bewuchs stört. Bei guter Versorgung kann die Rosette einen Durchmesser von gut einem halben Quadratmeter erreichen, meist bleibt sie kleiner. Die zu den Raublattgewächsen gehörende Ochsenzunge wächst meist zweijährig, im ersten Jahr bildet sich nur eine Blattrosette, im zweiten Jahr der Blütenstand. Diese Regel ist aber nicht unumstößlich. So können einzelne Pflanzen durchaus schon im ersten Jahr blühen, andere lassen sich zwei oder drei Jahre Zeit. Während die meisten Pflanzen nach der Blüte absterben, bleiben immer wieder Exemplare über mehrere Jahre erhalten, werden mit der Zeit immer prächtiger. Wenn die Rosette sich bereit macht, ihren mehrtriebigen Blütenstand in die Höhe zu schieben, so geht das erstaunlich schnell. Der Stängel ist mit rauen kleinen Blättern besetzt, die sich schützend um die Triebspitze legen. Auch die Knospen sind borstig behaart, an ihren schneckenartig aufgewickelten Stängeln. Einzig die Kronblätter sind unbehaart. Die geschlossene Knospe ist eher rötlich, die ausgebreiteten Blütenblätter sind intensiv blau oder violett. Selten finden sich Exemplare mit rosa oder weißen Blüten. Hummeln und größere Bienenarten sind schnell zur Stelle, kleinere Insekten haben keine Chance, an den Nektar zu gelangen, da der durch Hohlschuppen im Kelch geschützt ist. Die anfangs eng beieinander stehenden Blüten teilen sich in mehrere »Äste«, die sich verlängern und an ihren Enden immer wieder neue Knospen hervorbringen. Gleichzeitig reifen schon die Samen in den offenen Kelchen, fallen recht schnell aus, um an passender Stelle bald eine winzige Wurzel in die Erde zu schieben und eine neue Pflanzengeneration zu begründen. Die Samen führen ein kleines Appetithäppchen mit sich, das gerne von Ameisen angenommen wird. Die sorgen so für eine weitere Verbreitung der Ochsenzunge, da sie das für die Keimung unnötige Anhängsel irgendwo unterwegs auffressen, den Samen aber liegen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine im Sommer 2023 aufgetauchte Pflanze hat bereits im ersten Herbst geblüht, dann den Winter gut überstanden um schon im April 2024 erneut zu blühen. Das Wetter muss ihr sehr zugesagt haben, im Laufe des Sommers entwickelt sie sich zu einem das Beet dominierenden Busch mit unzähligen Blüten und ständigem Neuaustrieb. Letzte Acker- und Steinhummeln sind im Oktober noch auf Nektarsuche, und selbst im Dezember finden sich einzelne Blüten, die kleiner als die Sommerblüten und mangels Licht nicht mehr ganz so kräftig gefärbt sind. Auch 2025 bleibt diese Pflanze ein Mittelpunkt des Beetes, blüht ohne Pause vom Frühjahr bis weit in den Herbst. Der dann folgende Winter scheint ihr zu heftig zu sein, sie verschwindet, hinterlässt aber eine reiche Nachkommenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Zweijährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:Gemeineochsenzunge4.jpg&amp;diff=19648</id>
		<title>Datei:Gemeineochsenzunge4.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:Gemeineochsenzunge4.jpg&amp;diff=19648"/>
		<updated>2026-05-06T14:38:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Erdrauch_(Fumaria_officinalis)&amp;diff=19647</id>
		<title>Erdrauch (Fumaria officinalis)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Erdrauch_(Fumaria_officinalis)&amp;diff=19647"/>
		<updated>2026-05-06T14:37:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Erdrauch6.jpg|miniatur|450px|Erdrauch, viele Sämlinge (22.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Erdrauch4.jpg|miniatur|450px|Erdrauch, Sämlinge (28.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Erdrauch2.jpg|miniatur|450px|Erdrauch, Wuchs (8.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Erdrauch1.jpg|miniatur|450px|Erdrauch, Blüte (15.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Erdrauch5.jpg|miniatur|450px||Erdrauch, Blüte (10.5.)]]&lt;br /&gt;
Ackerraute, Ackerkraut, Apostelkraut, Alprauch, Beschwörungskraut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Fumaria« von lat. fumus - Rauch, »officinalis« lat. als wirksame Droge in Apotheken erhältlich, Erstbeschreibung 1753 durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Common Fumatory&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Mohngewächse, Papaveraceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Europa, West-, Nordasien, Nordafrika&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
einjährig, Blätter graugrün fein gefiedert bis 30cm hoch, stark verästelter Wuchs, während der Blüte auseinander fallend, nach der Samenreife absterbend, die Pflanze enthält keinen Milchsaft&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig, eher magerer kalkhaltiger Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Mai, Juni, (Juli)&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
schmale röhrige Blüte mit stumpfem Sporn, schmutzig rosa, in vielblütigen Trauben&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juni, Juli&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
kugelige Nüsschen&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Selbstaussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
Samen frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
kurz vor dem Absterben werden die Pflanzen gelegentlich von Läusen besiedelt&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
ausreißen wo es zu viel wird...(was aber nur selten nötig ist, da die Pflanzen spätestens Ende Juni verschwinden)&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
blühendes Kraut, als kalt angesetzter Auszug bei leichteren Gallenbeschwerden (maximal eine Tasse pro Tag), Fumarsäure aus der Pflanze wird gegen Schuppenflechte eingesetzt&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Fumarin, Cryptocarvin, Isochinolinalkaloide, Protopin, Cholin, Flavonoide, Kalium&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
im Frühsommer anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Blumen und Kräuter, Geheimnisvolle Namen... S.66, Ulrich Völkel (2010)&lt;br /&gt;
* Das neue BLV Buch der Kräuter S.59, Richard Mabey (Hrsg.) (1989)&lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.154, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (2008)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.503, S.G.Fleischhauer, J.Guthmann, R.Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* Dumonts große Kräuter-Enzyklopädie S.285, Deni Bown (1996)&lt;br /&gt;
* Giftpflanzen Pflanzengifte S.359, Roth Daunderer, Kormann (1994)&lt;br /&gt;
* Großes Kräuter- und Gewürzbuch S. 105, Heinz Görz (1987)&lt;br /&gt;
* Illustriertes Heil-, Gift- und Nutzpflanzenbuch S.32, Adelbert von Chamisso (1827)&lt;br /&gt;
* Kölbls Kräuterfibel S.104, Konrad Kölbl (1993)&lt;br /&gt;
* New Kreüterbuch Cap.CXXVII, Leonhart Fuchs (1543)&lt;br /&gt;
* Weeds S.113, Richard Mabey (2010)&lt;br /&gt;
* Wildblumen im Hausgarten S.159, John Stevens (1987)&lt;br /&gt;
* Wildkräuter sehen und erkennen S.33, Roger Phillips (1990)&lt;br /&gt;
* Wildpflanzen für jeden Garten S.127, Reinhard Witt (1994)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Erdrauch ist ein schöner Name für ein Gewächs, das tatsächlich wie ein rauchiger Hauch über dem Boden schwebt mit seinen fein zerteilten graugrünen Blättern. Früh im Jahr erscheinen die zwei lang gezogenen Keimblätter, aus denen sich schnell ein niedriger Büschel entwickelt, der innerhalb von drei Monaten seinen gesamten Vegetationszyklus durchläuft und Ende Juni schon wieder verschwunden ist. In Wuchs und Blüte besteht eine Ähnlichkeit mit den verwandten Lerchenspornen, nur ist der Erdrauch deutlich zierlicher. Er fällt normalerweise kaum auf, wird vielleicht als Unkraut ausgerissen, zwischen Prachtstauden, die wesentlich mehr hermachen. Aus der Nähe betrachtet hat die Pflanze durchaus ihren Reiz, die rosa Blüten mit den dunklen Spitzen stehen in engen etwas verdrehten Büscheln zusammen, werden mit der Samenreife so schwer, dass sie sich auf den Boden legen, von wo die Samen von Ameisen weg geschleppt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erdrauch ist eine alte Heilpflanze, ihre vielen volkstümlichen Namen weisen darauf hin, dass sie allgemein bekannt war. Schon Plinius erwähnt sie als heilsam bei Leber- und Gallenbeschwerden, arabische Ärzte empfahlen sie zur Blutreinigung und je nach Dosierung wirkt das enthaltene Fumarin Blutdruck senkend oder steigernd. Hieronymus Bock erwähnt die Wirkung gegen Gicht. Laut Adelbert von Chamisso war die Pflanze Anfang des 16. Jahrhunderts noch sehr selten. Er schreibt weiter: »der Erdrauch enthält viel Pottasche; hundert Pfund trockenes Kraut liefern acht Pfund Salz.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wahrsagende Eigenschaften werden dem Erdrauch zugeschrieben. Steckt ein junges Mädchen sich Erdrauch an den Busen, so wird der erste Mann der ihr danach begegnet, der ihre werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Einjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Datei:Erdrauch6.jpg&amp;diff=19646</id>
		<title>Datei:Erdrauch6.jpg</title>
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		<updated>2026-05-06T14:36:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Leipziger_Windr%C3%B6schen_(Anemone_x_lipsiensis)&amp;diff=19645</id>
		<title>Leipziger Windröschen (Anemone x lipsiensis)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Leipziger_Windr%C3%B6schen_(Anemone_x_lipsiensis)&amp;diff=19645"/>
		<updated>2026-04-29T13:18:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Windröschen1.jpg|miniatur|450px|Windröschen, Blüte (1.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Windröschen2.jpg|miniatur|450px|Windröschen, Blüte (5.4.)]]&lt;br /&gt;
Leipziger Buschwindröschen&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Anemone« von gr. anemos - Wind, »lipsiensis« nach dem Fundort der Pflanze in der Nähe von Leipzig&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Wood Anemone&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Hahnenfußgewächse, Ranunculaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
in der ersten Hälfte des 19.Jahrhunderts in der Nähe von Leipzig gefundene Naturhybride aus Anemone nemorosa x Anemone ranunculoides&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, flach wurzelndes weitläufiges Rhizom, Austrieb Anfang bis Mitte März, tief geschlitzte dunkelgrüne Blätter, 10-15cm hoch, Blüte wenig höher, bereits im Frühsommer einziehend&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
Halbschatten, unter Laub abwerfenden Sträuchern und Bäumen&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
(März), April&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
hellgelbe, fünf- bis achtzählige flach ausgebreitete Blüte mit abgerundeten Kronblättern, viele Fruchtblätter, umgeben von Staubgefäßen, die variable Anzahl der Blütenblätter deutet auf die Zugehörigkeit zu einer sehr alten Pflanzenfamilie hin&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Mai, Juni&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
aus den Fruchtblättern entwickeln kleine Nüsschen, die als kompaktes Büschel auf dem Blütenboden sitzen&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
vegetativ durch Wurzelsprosse, da es sich um eine Hybride handelt, ist die Verbreitung durch Samen nicht gesichert, sollten keimfähige Samen gebildet werden, so werden durch Wind und Tiere verbreitet, Licht- und Kaltkeimer&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
Rhizom frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bienen und Hummeln&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
kaum Pflege nötig&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
giftig&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Protoanemonin (Zerfällt beim Trocknen), Anemonol&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 3/2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
In den Wäldern rund um Leipzig wachsen große Bestände vom weißen Buschwindröschen und seiner verwandten Art, dem Gelben Windröschen. In seltenen Fällen kommt es zu Kreuzungen zwischen den beiden Arten, das Resultat ist eine blassgelbe Variante, die, da sie hier erstmals entdeckt wurde, als Leipziger Windröschen bekannt wurde. Die kleinen Frühlingsblüher sind recht ursprüngliche Pflanzen, was sich unter anderem daran erkennen lässt, dass die Zahl ihrer Blütenblätter nicht eindeutig festgelegt ist. Sie variiert von fünf bis acht, was sich in einem größeren Bestand bei genauerem Hinsehen leicht nachzählen lässt. Im Garten braucht die Pflanze einen Standort an dem sie in Ruhe gelassen wird. Da sie nur etwa drei Monate zu sehen ist, kann sommerliches Jäten leicht ihr Ende bedeuten. Windröschen verlassen sich ihrer frühen Blüte wegen nicht nur auf eine Vermehrung durch Samen. Ihre Blüten sind zwar bei Insekten beliebt, aber wenn ein später Wintereinbruch die Tiere am fliegen hindert, bleibt die Bestäubung aus. Zudem sind die Hybriden meist steril. Dicht unter der Erde befindet sich aber ein Wurzelsystem, mit dem die Pflanze sich vegetativ ausbreiten kann. Besonders junge Pflanzen lassen sich dabei Zeit, ältere Bestände können große Flächen einnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Hahnenfußgewächse]]&lt;br /&gt;
[[Category: Mehrjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Tollkirsche_(Atropa_belladonna)&amp;diff=19644</id>
		<title>Tollkirsche (Atropa belladonna)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Tollkirsche_(Atropa_belladonna)&amp;diff=19644"/>
		<updated>2026-04-23T04:21:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Tollkirsche4.jpg|miniatur|450px|Tollkirsche, Sämlinge (17.10.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tollkirsche2.jpg|miniatur|450px|Tollkirsche, Wuchs (27.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tollkirsche8.jpg|miniatur|450px|Tollkirsche, Knospen und Blüte (12.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tollkirsche6.jpg|miniatur|450px|Tollkirsche, Blüte mit sich öffnenden Staubgefäßen (13.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tollkirsche7.jpg|miniatur|450px|Tollkirsche, wachsende Frucht (26.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tollkirsche9.jpg|miniatur|450px|Tollkirsche, reife Frucht (31.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tollkirsche10.jpg|miniatur|450px|Tollkirsche, Samen]]&lt;br /&gt;
Belladonna, Teufelskirsche, Taumelkraut, Schlafkirsche, Schwarze Tollkirsche, Tintenkirsche&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Atropa« eine der drei den Lebensfaden durchschneidenden Schicksalsgöttinnen der griechischen Mythologie, »belladonna« ital. schöne Frau, der Saft der Tollkirsche bewirkt in die Augen geträufelt eine Erweiterung der Pupillen, was besonders anziehend auf Männer wirken sollte&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Belladonna&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Nachtschattengewächse, Solanaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Europa, Westasien, Nordafrika&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, rübenartige Hauptwurzel, Austrieb lila überlaufen, eigenwillig schräg verzweigt auseinander wachsend, Blatt breit lanzettlich, weich behaart, Blütenstand bis 1,5m hoch&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, an Waldrändern und Gebüschsäumen, bevorzugt kalkhaltigen Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Juni, Juli, August, September&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
aus fünfzähligem zipfeligem Kelch herauswachsende, am Stielansatz weiße, zu den Zipfeln hin trüb violette Glocken in den Blattachseln, meist einzeln, fünf verwachsene Kronblätter, nur an den Spitzen getrennt, vorweiblich, die Narbe steht in der Öffnung der Blüte oder schaut ein Stück heraus, die fünf Staubgefäße befinden sich innerhalb der Blüte und öffnen sich erst nach zwei bis drei Tagen, nach der Bestäubung fällt die welke Blütenkrone ab, die Frucht wächst umschlossen von den offenen Kelchblättern, die Blüten sind  für eine Bestäubung durch Hummeln und Bienen eingerichtet, kleinere Fliegen nutzen sie aber gerne als Schutzraum, damit sie den Nektar nicht rauben können, befinden sich am Grund der Blüte dicht stehende Haare, die den Zugang verhindern&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juli, August, September, Oktober, (November)&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
glänzende schwarze knapp kirschgroße Beere, auf den weit geöffneten Kelchblättern aufsitzend, süßlicher dunkel violetter Saft, viele kleine Kerne, voll ausgereift schrumpeln die Früchte ein und fallen dann ab&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Aussaat möglichst frischer Samen im Sommer, Keimdauer 3-4 Wochen, gelegentlich Selbstaussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
im Winter einziehend, Wurzel frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
der Austrieb ist bei Schnecken sehr begehrt, Bestäubung durch Bienen und Hummeln, die für Vögel ungiftigen Beeren werden von Amseln, Drosseln, Staren, Mönchsgrasmücken und anderen gefressen, auch Schnecken mögen die Beeren, tragen zur Verbreitung im nahen Umkreis bei&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
kaum Pflege nötig, schneckensicherer Standort sinnvoll&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Giftpflanze, keine Selbstmedikation, Saft wurde (und wird in der Augenheilkunde) zum Weiten der Pupillen verwendet, Genuss der Beeren bewirkt erst Rauschzustände, dann Raserei und Tollheit, später Tod durch Atemlähmung&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Scopolamin, Hyoscyamin, Atropin, Flavonoide, Cumarine&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* An Ear to the Ground S.40, Ken Thompson (2003)&lt;br /&gt;
* Die Blüte S.150, Dieter Heß (1990)&lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.563, Sigrid Hirsch, Felix Grünberger (2008)&lt;br /&gt;
* Die Weltgeschichte der Pflanzen S.356, Wolfgang Seidel (2012)&lt;br /&gt;
* Dumonts große Kräuter-Enzyklopädie S.246, Deni Bown (1995)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.596, S.G.Fleischhauer, J.Guthmann, R.Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* Giftpflanzen Pflanzengifte S.157, Roth, Daunderer, Kormann (1994)&lt;br /&gt;
* Großes Kräuter- und Gewürzbuch S.264, Heinz Görz (1987)&lt;br /&gt;
* Hagebutte &amp;amp; Co. S.178, Angelika Lüttig, Juliane Kasten (2003)&lt;br /&gt;
* Heilsam bis Tödlich S.25/29, Jan Grossarth (2022)&lt;br /&gt;
* Hexenkraut und Zaubertrank S.106, Hartwig Abraham, Inge Thinnes  (1997)&lt;br /&gt;
* Illustriertes Heil-, Gift- und Nutzpflanzenbuch S.190, Adelbert von Chamisso (1827)&lt;br /&gt;
* Kluge Pflanzen S.108, Volker Arzt (2009)&lt;br /&gt;
* Kölbls Kräuterfibel S.305, Konrad Kölbl (1993)&lt;br /&gt;
* Kräuter S.200, Burkhard Bohne (2010)&lt;br /&gt;
* Mit Pflanzen verbunden S.180, Wolf-Dieter Storl (2005)&lt;br /&gt;
* Schön aber gefährlich S.60, Helga Urban, Marion Nickig (2009)&lt;br /&gt;
* Tod &amp;amp; Flora S.139, Helmut Eisendle (2009)&lt;br /&gt;
* Von Diven, Dränglern und fleißigen Lieschen S.110, Jürgen Feder (2019)&lt;br /&gt;
* Weeds S.8, Richard Mabey (2010)&lt;br /&gt;
* Wildpflanzen für jeden Garten S.140, Reinhard Witt (1994)	&lt;br /&gt;
* Zauberpflanzen Hexenkräuter S.204, Gertrud Scherf (2002)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Atropa belladonna, einer der wenigen botanischen Namen, die mir schon sehr früh geläufig waren, auch wenn ich die Pflanze noch nie gesehen hatte. Die erste Begegnung war eine überraschende im Hochsauerland, in der Medebacher Bucht, wo die Tollkirsche recht verbreitet ist. An einer sonnigen Böschung am Waldrand war sie zu beeindruckender Größe heran gewachsen, zeigte Blüten und Früchte und zog mich sofort in ihren Bann. Aus den Samen der Beeren, die ich von dieser Wildpflanze mitnahm, versuchte ich, einen kleinen Bestand in meinen Garten zu holen. Die Samen keimten problemlos, aber von den Jungpflanzen, die ich gezogen habe, blieb nur eine übrig. Was ich nicht bedacht habe war der Umstand, dass das Nachtschattengewächs nur für uns Menschen hochgradig giftig ist. Ehe meine Pflänzchen im Frühjahr austreiben konnten, haben die Schnecken sie schon verspeist. Die letzte verbliebene steht jetzt unter besonderem Schutz, bekommt eine Umrandung aus zerkleinerten Eierschalen, die Schnecken ungern überqueren und die die Pflanze gleich noch mit Kalk versorgt. Mittlerweile ist die Wurzel so kräftig, dass im Ansatz der eigenwillige Wuchs erkennbar ist, der vielen Nachtschatten eigen ist. Die Pflanzen verzweigen sich unregelmäßig was die einzelnen Triebe ein bisschen schief aussehen lässt. Die lanzettlichen Blätter sind glatt und ganzrandig, manchmal ein wenig gewellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen steht die zweite Generation Tollkirschen im Garten, hat sich gut entwickelt und trägt ihre glockenförmigen Blüten. Wenn die nach etwa einer Woche abfallen, sind tief im Kelch schon die kugeligen, noch grünen Fruchtansätze zu sehen, die so geschützt in den nächsten Wochen zu schwarzen Beeren heran wachsen. Mitte bis Ende Juli ist es soweit, die Kelchblätter stehen sternförmig ausgebreitet und mitten drin glänzen die einzelnen schwarzen Beeren, die so appetitlich aussehen, dass es schwer fällt, sie nicht zu kosten. Nach einiger Zeit schrumpeln sie ein und fallen dann ab, hinterlassen den leeren Kelch. Im Herbst stirbt die Pflanze ab, nur die trockenen ausgeblichenen Hauptstängel überdauern den Winter. Die rübenförmige Wurzel ruht bis zum Frühjahr, um dann erneut auszutreiben. Mit den Jahren wird sie umfangreicher und entsprechend üppiger sieht die Pflanze im Sommer aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider sind die Pflanzen in meinem Garten nie besonders ausdauernd, nach wenigen Jahren - wenn sie gerade richtig üppig aussehen - verschwinden sie wieder. Ob das am Boden oder am Klima liegt, konnte ich bisher nicht herausfinden, säe aber tapfer immer wieder welche aus und hoffe, irgendwann den richtigen Platz zu finden, an dem sie auf Dauer gedeihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Zuckerwurzel_(Sium_sisarum)&amp;diff=19643</id>
		<title>Zuckerwurzel (Sium sisarum)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Zuckerwurzel_(Sium_sisarum)&amp;diff=19643"/>
		<updated>2026-04-19T14:40:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Zuckerwurzel.jpg|miniatur|450px|Zuckerwurzel, Austrieb (31.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zuckerwurzel2.jpg|miniatur|300px|Zuckerwurzel, Blüte (12.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zuckerwurzel4.jpg|miniatur|450px|Zuckerwurzel, Einzelblüten (17.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zuckerwurzel3.jpg|miniatur|300px|Zuckerwurzeln (31.10.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zuckerwurzel5.jpg|miniatur|450px|Zuckerwurzel, Samen]]&lt;br /&gt;
Merk, Zuckermerk, Gierlen, Görlin&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Sium« gr. sion, eine ungedeutete Pflanzengruppe feuchter Standorte, »sisarum« gr. Doldenblütlersippe mit essbaren Wurzeln, Erstbeschreibung durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Skirret&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Doldenblütler, Apiaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Osteuropa, Westasien, vermuteter Ursprung in China,im 15. Jahrhundert über Russland nach Mitteleuropa gelangt &lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, horstig, Wurzeln rübenartig verdickt, 10-15 Einzelwurzeln 15-20 (30)cm lang, Mittelwurzel verstärkt, Wuchs straff aufrecht, Blätter einfach gefiedert, Blütenstand bis 2m hoch, Doppeldolden eher klein&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig, nahrhafter Boden, während der Wachstumsphase ausreichend Feuchtigkeit aber keine Staunässe&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Juni ,Juli, August&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
verzweigte, kleine Dolden weiße sternförmige Blüten, duftend&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
August, September, Oktober&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
raue Spaltfrucht (Achäne)&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Teilung der Wurzeln im Herbst oder Frühjahr, Selbstaussaat, ca 35 Tage Keimdauer, daher Herbstaussaat sinnvoll&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
oberirdisch absterbend, Wurzel frosthart&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
Rückschnitt im Frühjahr, Blütenstand eventuell hochbinden&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
verdickte Wurzeln als süßliches Gemüse (Pflanze nach der Ernte im Spätherbst und Winter einfach wieder in die Erde setzen), Samen als Gewürz, junge Blätter im Salat&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Schleimstoffe, 4-8% Zucker (Saccharose), Stärke, Mineralstoffe, Vitamine, Pektine&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Alte Gemüsesorten S.131, Elke Achtner-Theiss, Sabine Kumm (2015)&lt;br /&gt;
* Arche Noah Kochbuch S.122, Beate Koller, Johann Reisinger, Stefen Liewehr (2011)&lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.629, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (2008)&lt;br /&gt;
* Geheimnisse des Küchengartens S.90, Susan Campbell (1983)&lt;br /&gt;
* Handbuch Samengärtnerei S.80, Andrea Heistinger (2004)&lt;br /&gt;
* Homegrown Revolution S.13o, James Wong (2012)&lt;br /&gt;
* Illustriertes Heil-, Gift- und Nutzpflanzenbuch S.160, Adelbert von Chamisso (1827)&lt;br /&gt;
* New Kreüterbuch Cap.CCLXXXIX, Leonhart Fuchs (1543)&lt;br /&gt;
* Nutzpflanzen in Deutschland S.430, Udelgard Körber-Grohne (1987)&lt;br /&gt;
* Wintergemüse anbauen S.125, Burkhard Bohne (2018)&lt;br /&gt;
* Wo der Pfeffer wächst S.297, Hansjörg Küster (1987)&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 3/1998 S.38, 10/2003 S.72, 4/2009 S.39, 1/2024 S.46&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zuckerwurzel ist eine ausdauernde Staude, die im Laufe der Jahre an Umfang zunimmt, aber nicht lästig wird. Ihr Ursprung wird in China vermutet. Über den asiatischen Raum vom Kaukasus bis nach Sibirien, breitete sie sich aus und kam von Russland aus nach Mitteleuropa. Aus dem 15. Jahrhundert stammen erste Nachrichten über die Pflanze, die zeitweise in Italien und Deutschland in größerem Umfang angebaut aber kaum züchterisch bearbeitet wurde. Im England der Renaissance wurde die Wurzel in Kuchen und anderen Süßspeisen verarbeitet. Auch Zucker wurde aus ihr gewonnen. Als aber leichter zu verarbeitende Alternativen aufkamen, verschwand die Zuckerwurzel Mitte des 19. Jahrhunderts wieder aus den Gemüsegärten. Nur in China, Japan und Korea findet noch ein nennenswerter Anbau statt. In den Gärten der Klöster wurde sie weiter kultiviert, auch ihrer Heilwirkung wegen. So soll sie &amp;quot;der Verrichtung ehelicher Werke&amp;quot; nützlich sein und Leonhart Fuchs schreibt  &amp;quot;die Wurzel gesotten ist ganz lieblich zu essen, dem Magen nützlich, treibt den Harn, und macht Lust zu essen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Winter ist von der Pflanze nicht viel zu sehen, sie treibt aber schon im März wieder aus. Die einfach gefiederten, sattgrünen Blätter stehen anfangs steif aufrecht, bilden dann ein niedriges Büschel, aus dem im Juni die Blütenstände anderthalb bis zwei Meter in die Höhe wachsen. Sie sind relativ weich, stützen sich aber durch ihre vielen Verzweigungen gegenseitig und stehen recht stabil. Eine Stütze ist dennoch sinnvoll, denn ein kräftiges Sommergewitter kann die ganze Pflanze kippen. Die Doppeldolden sind eher klein, die winzigen sternförmigen Blüten weiß. Durch das filigrane Aussehen lässt sich die Zuckerwurzel gut in eine sonnige Staudenrabatte integrieren. Wie die meisten Doldenblütler ist auch die Zuckerwurzel als Nektarlieferant hauptsächlich für Fliegen und Käfer interessant. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gerippten kleinen Samen reifen von August bis Oktober und fallen bald aus. Sie bleiben etwa drei Jahre keimfähig und haben eine relativ lange Keimdauer von ungefähr 35 Tagen. Soll die Zuckerwurzel als Gemüse angebaut werden, empfiehlt sich eine Herbstaussaat. Im folgenden Frühjahr erscheinen dann die Jungpflanzen. Bleiben die Samenstände stehen, sät sie sich meist in der Nähe der Mutterpflanze aus. Die Jungpflanzen sind an dem auffällig kräftigen Grün schnell zu erkennen und lassen sich problemlos verpflanzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst lagert die Zuckerwurzel die gesammelten Nährstoffe des Sommers in 10 bis 15 etwa bleistiftdicken, &lt;br /&gt;
15-20 (selten bis 30)cm langen  weißen Speicherwurzeln ein und zieht sich unter die Erde zurück. Vom Spätherbst bis zum Frühjahr ist Erntezeit. Dazu wird die Pflanze vorsichtig ausgegraben und, nachdem die größeren Wurzeln entfernt wurden, wieder in die Erde gesetzt. Häufig zerfällt die Pflanze dabei in mehrere Teilstücke, die dann einzeln eingepflanzt werden können. Dieser Mundraub macht der Zuckerwurzel nicht viel aus, sie treibt nach einer Teilung sogar kräftiger durch. Um schnell einen größeren Bestand zu haben ist diese Methode der Vermehrung ohnehin besser geeignet als die Aussaat, da die Sämlinge langsam wachsen, die Wurzeln im ersten Jahr noch klein bleiben und leicht holzig werden. Bei älteren Pflanzen ist die Ernte reicher und Verholzungen treten so gut wie gar nicht auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Zuckerwurzeln relativ klein sind, ist die Verarbeitung etwas mühsamer als bei Möhren. Sie müssen zwar nicht geschält werden, aber eine gründliche Reinigung ist unerlässlich. Wie der Name schon vermuten lässt, schmecken die Wurzeln deutlich süß, sie enthalten 4-8% Zucker, außerdem Mineralstoffe, Vitamine und Pektine. Sie können roh wie Möhren geknabbert werden oder gekocht als Gemüse oder Suppenbeigabe Verwendung finden. Wer Spaß am Experimentieren hat, kann die Wurzeln gut zerkleinert mit etwas Wasser auskochen, die Masse in ein Tuch geben und gut ausdrücken. Die gewonnene Flüssigkeit wird dann eingekocht, bis der Zucker übrig bleibt. Die Ausbeute ist allerdings gering, weshalb die Wurzeln nie in größerem Maßstab verarbeitet wurden. In der Küche lassen sich neben den Wurzeln auch die jungen Blätter als Salatzutat verwenden und die getrockneten Samen als Gewürz. Schmackhaft sind auch die dunkel angetriebenen gebleichten Triebe. Dazu können die Pflanzen vor dem Austrieb abgedeckt werden oder im Herbst ausgegrabene Wurzeln werden in Töpfen im dunklen Keller zum Treiben gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kulinarisches====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuckerwurzelgemüse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*     Zuckerwurzeln&lt;br /&gt;
*     Butter&lt;br /&gt;
*     Salz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*   Gut gereinigte Wurzeln in der zerlassenen Butter nicht länger als zehn Minuten dünsten, leicht salzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;br /&gt;
[[Category:Doldenblütler]]&lt;br /&gt;
[[Category: Rezepte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Rhabarber_(Rheum_rhabarbarum)&amp;diff=19642</id>
		<title>Rhabarber (Rheum rhabarbarum)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Rhabarber_(Rheum_rhabarbarum)&amp;diff=19642"/>
		<updated>2026-04-19T14:35:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Rhabarber1.jpg|miniatur|450px|Rhabarber, Austrieb (31.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rhabarber2.jpg|miniatur|300px|Rhabarber, Wuchs (8.5.)]]&lt;br /&gt;
Gartenrhabarber, Gelbsuchtwurzel&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Rheum« von gr. rheon - heilkräftiges Rhizom, »rhabarbarum« wohl  zurückgehend auf reuponticum und radix pontica, Erstbeschreibung durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Rhubarb&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Knöterichgewächse, Polygonaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Europa&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, horstig, Austrieb im März, große schirmartige Blätter an, je nach Sorte, bis zu 60cm langem saftigen Stängel mit einseitiger Rille, Blütenstand bis über 2m hoch, im Spätsommer einziehend&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, sehr nährstoffreicher, feuchter Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Juni, Juli&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
rispenartiger Blütenstand mit vielen kleinen weißen Blüten&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
August&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
rundlicher abgeplatteter Same&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Teilung alter Wurzelstöcke&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
Wurzel frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung hauptsächlich durch Wind, aber auch durch kleine Käfer und Fliegen&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
regelmäßige Düngung, Blütenstand ausbrechen, wenn die Pflanze ohnehin schwächelt&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Blattstiele bis Ende Juni als Kompott, nicht für Menschen mit Nierenproblemen oder Gicht, magenstärkend, abführend, Galle anregend, noch geschlossene Blütenknospen als Gemüse (sehr sauer)&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Tommin, Stärke, Zucker, Pektin, Oxalsäure, ätherische Öle, Gerbstoffe, Kalzium, Eisen, Karotin, Anthrachinone&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Am Anfang war das Korn S.229, Hansjörg Küster (2013)&lt;br /&gt;
* Der neugierige Gärtner S.126, Jürgen Dahl (1998)&lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.462, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (2008)&lt;br /&gt;
* Die neue Gartenlust S.15, Johannes Roth (1994)&lt;br /&gt;
* Geheimnisse des Küchengartens S.85, Susan Campbell (2012)&lt;br /&gt;
* Großes Kräuter- und Gewürzbuch S.222, Heinz Görz (1987)&lt;br /&gt;
* Handbuch Samengärtnerei S. 159, Andrea Heistinger (2004)&lt;br /&gt;
* Heilsam bis Tödlich S.157, Jan Grossarth (2022)&lt;br /&gt;
* Neophyten S.367, Norbert Griebl (2020)&lt;br /&gt;
* The curious Gardener&#039;s Almanac  S.148, Niall Edworthy (2006)&lt;br /&gt;
* The Gardener´s Companion S.102, Vicky Bamforth (2004)&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 4/2007 S.41, 4/2008 S.70, 4/2021 S.10&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Rhabarber weckt Kindheitserinnerungen. Die Pflanze gehörte zu den ersten im Jahr, die beerntet werden konnten, und um den Termin noch vor zu verlegen, wurden schwarze Eimer oder große Blumentöpfe über die noch ruhenden Wurzeln gestülpt, damit sie in der Wärme darunter schneller austrieben. Waren die Stängel lang genug, wurden sie mit einem Ruck abgerissen. Rhabarberkompott war immer an der Grenze zwischen lecker und scheußlich, die Säure ließ die Zähne stumpf werden, egal wie viel Zucker drin war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rhabarber braucht Sonne, einen sehr nährstoffreichen Boden und genug Wasser. Mit diesen Voraussetzungen kann die Pflanze sehr alt werden und jedes Jahr eine gute Ernte liefern. Die großen Blätter lassen sich an schneckengefährdeten Stellen auslegen, um die Tiere, die darunter während des Tages Schutz suchen, leicht einsammeln zu können. Auch als Unkraut hemmende Barriere rund um Sträucher sind sie gut geeignet, reichern den Boden beim langsamen Verrotten gleich mit Nährstoffen an. Geerntet wird Rhabarber bis Mitte Juni, was dann an Blättern übrig bleibt braucht die Pflanze, um für die nächste Saison Vorräte in ihrem kompakten Wurzelstock zu sammeln. Gut genährte Rhabarberpflanzen gehen irgendwann auch in die Blüte. Früher hieß es, die Knospen müssten schnellstmöglich ausgebrochen werden, weil sie zu viel Kraft kosten. Wenn sich mehrere Blütenstände entwickeln ist es sicher sinnvoll, sie nicht alle wachsen zu lassen, aber der eine oder andere sollte zeigen dürfen, wie eine Rhabarberblüte aussieht. Wenn sich der stabile Stängel bis zu zwei Meter in die Höhe schiebt wird die Verwandtschaft mit Ampfer und Knöterich sichtbar, nur in wesentlich größer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Silberpfennig_(Lunaria_annua)&amp;diff=19641</id>
		<title>Silberpfennig (Lunaria annua)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Silberpfennig_(Lunaria_annua)&amp;diff=19641"/>
		<updated>2026-04-19T14:27:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Silberpfennig9.jpg|miniatur|450px|Silberpfennig, Sämlinge (22.1.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Silberpfennig4.jpg|miniatur|450px|Silberpfennig, Jungpflanze (14.1.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Silberpfennig1.jpg|miniatur|300px|Silberpfennig, Blüte (13.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Silberpfennig8.jpg|miniatur|450px|Silberpfennig, Einzelblüten (10.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Silberpfennig10.jpg|miniatur|450px|Silberpfennig, Farbvariante (18.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Silberpfennig6.jpg|miniatur|300px|Silberpfennig, Samen (2.10.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Silberpfennig5.jpg|miniatur|450px|Silberpfennig, leerer Samenstand (18.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Silberpfennig11.jpg|miniatur|450px|Silberpfennig, Samen]]&lt;br /&gt;
Mondviole, Judaspfennig, Judassilberling&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Lunaria« lat. lunaris - mondähnlich, »annua« lat. einjährig, Erstbeschreibung 1753 durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher &lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Honesty&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Kreuzblütler, Brassicaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
ursprünglich Südosteuropa, mittlerweile vielerorts eingebürgert&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ein- bis zweijährig, verzweigte Pfahlwurzel, herzförmige weiche kurz behaarte Blätter, kreuzgegenständig, am Rand gezähnt, Blütenstand verzweigt, bis 1,5m hoch&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, nahrhafter Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
(Mai), Juni, Juli&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
vierzählige violette (selten weiße oder weiß-violett gemusterte) Blüten, in Büscheln endständig und aus den Blattachseln wachsend&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
September, Oktober &lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
etwa 4cm durchmessende ovale papierartige Schote, Außenblätter hinfällig darunter zwei bis drei flache, nierenförmige braune Samen, die Trennwand bleibt als ovaler, silbriger Taler bis in den Winter hinein bestehen &lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
Aussaat im Frühjahr, Selbstaussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
im Herbst gekeimte Pflanzen überwintern grün, Samen frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch langrüsselige Bienen und Nachtfalter, Futterpflanze für die Raupen des Aurora-Falters&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
bei zu engem Wuchs vereinzeln&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
trockene Samenstände in Sträußen, junge Blätter und Blüten als Salatzutat&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
in den Samen bis zu 1% giftige Alkaloide (hauptsächlich Lunarin) und Fettsäuren (Eruca- und Nervonsäure), in den Blättern Flavonoide&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.119, S.G.Fleischhauer, J.Guthmann, R.Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* Fingerkraut und Feenhandschuh S.130, Barbara Frischmuth (1999)&lt;br /&gt;
* Hagebutte &amp;amp; Co S.96, Angelika Lüttig, Juliane Kasten (2003)&lt;br /&gt;
* Vom Geschmack der Lilienblüten S.266, Jürgen Dahl (1995)&lt;br /&gt;
* Wildblumen im Hausgarten S.166, John Stevens (1987)&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 12/2005, 5/2023 S.44&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Halbschattige Waldränder mit nicht allzu trockenem Boden bewohnt das mittlerweile in Deutschland eingebürgerte Silberblatt. Wo es auftaucht bildet es größere Bestände, samt sich in der näheren Umgebung aus. Die Samen sind zu schwer, um weit weg zu kommen, segeln höchstens ein paar Meter weit. Meist keimen sie schon im Herbst, den rundlichen Keimblättern folgen die ersten herzförmigen, gezähnten Laubblätter. In diesem Stadium geht die Pflanze durch die dunkle Jahreszeit als sogenannte »Winterannuelle«. Wenn keine extremen Kahlfröste auftreten, überstehen die Pflanzen den Winter ohne Schaden zu nehmen. Je nach Nährstoffgehalt entwickelt sich im Frühjahr ein üppiger Blattschopf, aus dem sich der Blütenschaft in die Höhe schiebt. Die ersten hell violetten Blüten öffnen sich meist schon im Mai, manchmal sind sie auch weiß oder weiß-lila gemustert. Während der verzweigte Stängel immer noch Knospen nachwachsen lässt, sind an den ersten Blüten schon die Samenstände zu erkennen. Die flachen ovalen Schoten werden bis zu 5cm lang und trocknen mit zunehmender Reife ab. Erst im Laufe des Herbstes löst sich auf beiden Seiten die Außenwand und die rundlichen flachen Samen fallen aus. Übrig bleibt der Silberpfennig, der der Pflanze ihren Namen gab. Die papierdünnen Gebilde sind erstaunlich stabil und bleiben oft den ganzen Winter an der nun abgestorbenen trockenen Pflanze hängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Zweijährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Silberpfennig_(Lunaria_annua)&amp;diff=19640</id>
		<title>Silberpfennig (Lunaria annua)</title>
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		<updated>2026-04-19T14:23:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Silberpfennig9.jpg|miniatur|450px|Silberpfennig, Sämlinge (22.1.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Silberpfennig4.jpg|miniatur|450px|Silberpfennig, Jungpflanze (14.1.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Silberpfennig1.jpg|miniatur|300px|Silberpfennig, Blüte (13.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Silberpfennig8.jpg|miniatur|450px|Silberpfennig, Einzelblüten (10.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Silberpfennig10.jpg|miniatur|450px|Silberpfennig, Farbvariante (18.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Silberpfennig6.jpg|miniatur|300px|Silberpfennig, Samen (2.10.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Silberpfennig5.jpg|miniatur|450px|Silberpfennig, leerer Samenstand (18.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Silberpfennig11.jpg|miniatur|450px|Silberpfennig, Samen]]&lt;br /&gt;
Mondviole, Judaspfennig, Judassilberling&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Lunaria« lat. lunaris - mondähnlich, »annua« lat. einjährig&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Honesty&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Kreuzblütler, Brassicaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
ursprünglich Südosteuropa, mittlerweile vielerorts eingebürgert&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ein- bis zweijährig, verzweigte Pfahlwurzel, herzförmige weiche kurz behaarte Blätter, kreuzgegenständig, am Rand gezähnt, Blütenstand verzweigt, bis 1,5m hoch&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, nahrhafter Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
(Mai), Juni, Juli&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
vierzählige violette (selten weiße oder weiß-violett gemusterte) Blüten, in Büscheln endständig und aus den Blattachseln wachsend&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
September, Oktober &lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
etwa 4cm durchmessende ovale papierartige Schote, Außenblätter hinfällig darunter zwei bis drei flache, nierenförmige braune Samen, die Trennwand bleibt als ovaler, silbriger Taler bis in den Winter hinein bestehen &lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
Aussaat im Frühjahr, Selbstaussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
im Herbst gekeimte Pflanzen überwintern grün, Samen frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch langrüsselige Bienen und Nachtfalter, Futterpflanze für die Raupen des Aurora-Falters&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
bei zu engem Wuchs vereinzeln&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
trockene Samenstände in Sträußen, junge Blätter und Blüten als Salatzutat&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
in den Samen bis zu 1% giftige Alkaloide (hauptsächlich Lunarin) und Fettsäuren (Eruca- und Nervonsäure), in den Blättern Flavonoide&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.119, S.G.Fleischhauer, J.Guthmann, R.Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* Fingerkraut und Feenhandschuh S.130, Barbara Frischmuth (1999)&lt;br /&gt;
* Hagebutte &amp;amp; Co S.96, Angelika Lüttig, Juliane Kasten (2003)&lt;br /&gt;
* Vom Geschmack der Lilienblüten S.266, Jürgen Dahl (1995)&lt;br /&gt;
* Wildblumen im Hausgarten S.166, John Stevens (1987)&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 12/2005, 5/2023 S.44&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Halbschattige Waldränder mit nicht allzu trockenem Boden bewohnt das mittlerweile in Deutschland eingebürgerte Silberblatt. Wo es auftaucht bildet es größere Bestände, samt sich in der näheren Umgebung aus. Die Samen sind zu schwer, um weit weg zu kommen, segeln höchstens ein paar Meter weit. Meist keimen sie schon im Herbst, den rundlichen Keimblättern folgen die ersten herzförmigen, gezähnten Laubblätter. In diesem Stadium geht die Pflanze durch die dunkle Jahreszeit als sogenannte »Winterannuelle«. Wenn keine extremen Kahlfröste auftreten, überstehen die Pflanzen den Winter ohne Schaden zu nehmen. Je nach Nährstoffgehalt entwickelt sich im Frühjahr ein üppiger Blattschopf, aus dem sich der Blütenschaft in die Höhe schiebt. Die ersten hell violetten Blüten öffnen sich meist schon im Mai, manchmal sind sie auch weiß oder weiß-lila gemustert. Während der verzweigte Stängel immer noch Knospen nachwachsen lässt, sind an den ersten Blüten schon die Samenstände zu erkennen. Die flachen ovalen Schoten werden bis zu 5cm lang und trocknen mit zunehmender Reife ab. Erst im Laufe des Herbstes löst sich auf beiden Seiten die Außenwand und die rundlichen flachen Samen fallen aus. Übrig bleibt der Silberpfennig, der der Pflanze ihren Namen gab. Die papierdünnen Gebilde sind erstaunlich stabil und bleiben oft den ganzen Winter an der nun abgestorbenen trockenen Pflanze hängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Zweijährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Schwarzer_Holunder_(Sambucus_nigra)&amp;diff=19639</id>
		<title>Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Schwarzer_Holunder_(Sambucus_nigra)&amp;diff=19639"/>
		<updated>2026-04-19T14:16:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwarzerholunder1.jpg|miniatur|300px|Schwarzer Holunder, Austrieb (23.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwarzerholunder2.jpg|miniatur|450px|Schwarzer Holunder, Blüte (8.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwarzerholunder3.jpg|miniatur|450px|Schwarzer Holunder, Knospen und Blüten (29.5.)]]&lt;br /&gt;
Holler, Hollerbusch, Altholder, Flieder&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Sambucus« lat. Holunder, »nigra« lat. schwarz, Erstbeschreibung 1753 durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Elder&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Geißblattgwächse, Caprifoliaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Europa, Westasien&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, Triebe recht weich, mit weißem Mark gefüllt, verholzend, bis 6m hoher, meist mehrtriebiger, schnell wachsender Strauch, Blätter unpaarig gefiedert, meist zwei Fiederpaare und eine Endfieder, fast stängellos an der Blattachse ansetzend&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, nahrhafter Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Mai, Juni&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
flach ausgebreitete vielblütige Doldenrispen, kleine weiße Blüten, intensiv duftend&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
August, September&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
schwarze »Beeren« (tatsächlich handelt es sich um Steinfrüchte) mit farbintensivem rotem Saft, jede Beere enthält drei Steinkerne, roh bei empfindlichen Menschen Brechreiz hervorrufend&lt;br /&gt;
====Vermehrung====&lt;br /&gt;
durch Aussaat, häufig Selbstaussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
Laub abwerfend, frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
die flachen Blütendolden werden von Käfern und Fliegen bestäubt, die Beeren sind Futter für viele Vögel, die zur Ausbreitung betragen&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
Rückschnitt wenn erforderlich, im Spätwinter&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Blüten als Tee bei fiebrigen Erkältungskrankheiten (Fliedertee), zum ansetzen von Sirup, Gelee und Wein, ausbacken in Teig,  Beeren verarbeitet als Saft oder Sirup, Vitaminspender im Winter, &lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Sambunigrin (cyanogenes Glycosid) und Blausäure-Glycoside in Blättern, Rinde und unreifen Früchten, Kieselsäure, Gerbstoffe, Saponine, Vitamine, Mineralstoffe, Anthocyane&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* An Ear to the Ground S.186, Ken Thompson (2003)&lt;br /&gt;
* Aromaschätze Wildfrüchte und Gewürze S.62, Markusine Guthjahr (2008)&lt;br /&gt;
* Bärlauch und Judenkirsche S.64, Gerhild Birmann-Dähne (1996)&lt;br /&gt;
* Beeren Wildobst S.50, Maria Bachler (1997)&lt;br /&gt;
* Der Stinkgarten S.74, Jürgen Dahl (1997)&lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.257, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (2008)&lt;br /&gt;
* Dumonts große Kräuter-Enzyklopädie S.347, Deni Bown (1996)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie der Wildobst- und seltenen Obstarten S.83, Helmut Pirc (2015)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.460, S.G.Fleischhauer, J.Guthmann, R.Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* Essbare Landschaften S.23, Olaf Schnelle, Ralf Hiener (2003)&lt;br /&gt;
* Essbare Wildbeeren und Wildpflanzen S.232, Detlev Henschel (2002)&lt;br /&gt;
* Feld- Wald- und Wiesenkochbuch S.50, Eve Marie Helm (1978) &lt;br /&gt;
* Geheimnisse der Pflanzenwelt S.36, Gerd K.Müller, Christa Müller (2003)&lt;br /&gt;
* Giftpflanzen Pflanzengifte S.633, Roth, Daunderer, Kormann (1994)&lt;br /&gt;
* Großes Kräuter- und Gewürzbuch S.145, Heinz Görz (1987)&lt;br /&gt;
* Hagebutte &amp;amp; Co S.236, Angelika Lüttig, Juliane Kasten (2003)&lt;br /&gt;
* Heilkraft aus dem Garten S.57, Wolfgang Hensel (1998)&lt;br /&gt;
* Illustriertes Heil-, Gift- und Nutzpflanzenbuch S.206, Adelbert von Chamisso (1827)&lt;br /&gt;
* Jahreskalender für den Heilpflanzenliebhaber S.55, Ernst-Albert Meyer (1989)&lt;br /&gt;
* Klassische Kräuter und Heilpflanzen S. 172, Giola Romagnoli, Stefania Vasetti (1996)&lt;br /&gt;
* Kölbls Kräuterfibel S.146, Konrad Kölbl (1993)&lt;br /&gt;
* Köstliche Blüten S.58, Heide Rau, Marion Nickig (1994) &lt;br /&gt;
* Köstliches aus dem Garten S.215, Marion Nickig, Heide Rau (2005)&lt;br /&gt;
* Köstliches von Hecken und Sträuchern S.38, Markus Strauß (2011)&lt;br /&gt;
* Kräuter S.226, Burkhard Bohne (2010)&lt;br /&gt;
* Kräutermärchen S.63, Folke Tegetthoff (1998)&lt;br /&gt;
* Kräuterzauber S.34, Dido Nitz (2012)&lt;br /&gt;
* Nachrichten aus dem Garten S.101, Jürgen Dahl (1987)&lt;br /&gt;
* Naturmedizin Heilkräuter S.96, Penelope Ody (2000)&lt;br /&gt;
* New Kreüterbuch Cap.XX, Leonhart Fuchs (1543)&lt;br /&gt;
* Paradiesapfel und Pastorenbirne S.133, Erika Schermaul (2004)&lt;br /&gt;
* The Bedside Book of the Garden S.237, Dr. D.G. Hessayon (2008)&lt;br /&gt;
* The curious Gardener&#039;s Almanac  S.157, Niall Edworthy (2006)&lt;br /&gt;
* Von Timmerjahn, Hollerblüh und Bettstroh S.42, Christiane Freuck (2009)&lt;br /&gt;
* Was die Kräuterhexen sagen S.108, Maureen u. Bridget Boland (1983)&lt;br /&gt;
* Wilde Ernte S.195, Elsje Bruijnesteijn (2023)&lt;br /&gt;
* Wildes Obst S.118, Hans-Joachim Albrecht (2018)&lt;br /&gt;
* Wildfrüchte Köstlichkeiten aus der Natur S.106, Markusine Guthjahr (2011)&lt;br /&gt;
* Wildpflanzen S.92, Celia Nentwig (2013)&lt;br /&gt;
* Wildpflanzen auf unserem Tisch S.42, S.106, Dagmar Lánská (1990)&lt;br /&gt;
* Wo die wilden Pflanzen wohnen S.119, Ewald Weber (2022)&lt;br /&gt;
* Zeit im Garten S.103, Jürgen Dahl (1991)&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 5/1990 S.85, 8/1994 S.35, 9/1998, 6/2006, 6/2007 S.5, 6/2009 S.57, 6/2016, 8/2017, 6/2020 S.70, 8/2020 S.28, 7/2021 S.63, 5/2024 S.36, 2/2026 S.68&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Hollerbüsche erscheinen unverhofft. Wo ein Vogel die Reste der Beeren ausgeschieden hat wächst ein kleiner unauffälliger Sämling, der unentdeckt bleibt, wenn er in einer Staudenrabatte oder einem nicht gar so aufgeräumten Eckchen des Gartens aufgegangen ist. Nach zwei, drei Jahren hat sich ein kleiner Strauch entwickelt, der jetzt deutlich zu erkennen ist. Darf er stehen bleiben oder nicht? Im Holunder wohnen schon seit alter Zeit die Schutzgeister des Hauses bei dem der Strauch steht, wer triftige Gründe hatte, ihn zu fällen, bat die Geister zunächst um Erlaubnis. Auch zogen die Männer den Hut, wenn sie unterwegs an einem Holler vorbei kamen. Diesen Respekt wird heute kaum noch jemand dem Gewächs entgegen bringen und bei der geringen Größe der meisten Gärten wird es auch nur selten gepflanzt. Dabei kann es nicht schaden, am letzten Tag im April Holunderblätter an die Türrahmen zu hängen, um das Haus gegen Hexerei zu schützen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Holunder steht nicht auf der Liste der gefährdeten Arten, er ist allgegenwärtig, was besonders Ende Mai, Anfang Juni sichtbar wird, wenn die großen weißen Blütendolden aus jedem Gebüsch hervorleuchten. Sie bestehen aus unzähligen kleinen Einzelblüten, die in ihrer Gesamtheit den typischen Duft weit um den Strauch herum verbreiten. Noch vor wenigen Jahren war es kein Problem, größere Mengen Blüten für Sirup und Gelee zu sammeln, aber in letzter Zeit sind wieder mehr Menschen auf den Geschmack gekommen. Und auch wenn heutzutage fast alles fertig im Supermarkt zu erstehen ist, das &amp;quot;Selbermachen&amp;quot; kommt wieder in Mode. So bleiben den Hollerbüschen häufig nur die Dolden in den höheren Etagen, um daraus Beeren wachsen zu lassen, unten ist alles abgeerntet. Nach der Blüte verschwindet der Strauch im Hintergrundgrün und fällt kaum noch auf. Selbst wenn im Herbst die schwarzen Beeren reifen, muss genau hingesehen werden, da sie zwischen den Blättern hängen und ihre Farbe kaum auffällt. Die Vögel haben da ein besseres Auge und sind schnell zur Stelle, um sich satt zu fressen. Für Menschenmägen sind die rohen Beeren eher unbekömmlich, bei empfindlichen Personen können schon wenige Früchte Brechreiz auslösen. Das liegt am Sambunigrin, einem cyanogenen Glycosid, das in allen Pflanzenteilen und in den unreifen Früchten reichlich vorhanden ist. Daher sollten Holunderbeeren gut ausgereift sein und vor der Verarbeitung grundsätzlich aufgekocht werden, denn beim Erhitzen zersetzt sich das Gift. Da Holundersträucher häufig am Waldrand und zum Teil unter höheren Gehölzen wachsen, verfärben sich ihre Blätter im Herbst eher in blassen weißlichen Tönen, was damit zusammen hängt, dass aus Lichtmangel die Photosynthese eingeschränkt abläuft. Da Kohlenstoff knapp ist werden auch Farbstoffe und Fettsäuren abgebaut und eingelagert, übrig bleiben die fast farblosen Blätter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kulinarisches====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Holunderblütengelee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*   15 große Holunderblütendolden&lt;br /&gt;
*    2 unbehandelte Zitronen&lt;br /&gt;
*    2 l Wasser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  500g Gelierzucker 3:1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*   Zitronen in Scheiben schneiden und mit den Holunderblüten in ein Gefäß geben. Kaltes Wasser zugießen und das Gefäß abgedeckt  an einem kühlen Ort (Keller) drei Tage stehen lassen. Anschließend durch ein Tuch gießen und gut ausdrücken. Je nach Gelierzuckerart Flüssigkeit abmessen und nach Packungsangabe Gelee kochen. Sofort in saubere Gläser füllen und verschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Holunderblütensirup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  50   Holunderblütendolden&lt;br /&gt;
*   2kg Zucker&lt;br /&gt;
*   6   unbehandelte Zitronen&lt;br /&gt;
*   5l  Wasser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*       die Blütendolden von Tieren befreien aber nicht waschen&lt;br /&gt;
*       die Zitronen in Scheiben schneiden&lt;br /&gt;
*       Blütendolden, Zitronenscheiben und Zucker abwechselnd in ein großes Gefäß (Tontopf) schichten, mit kochendem Wasser übergießen und abgedeckt an einem kühlen Ort (Keller) eine Woche ziehen lassen, gelegentlich umrühren, damit der Zucker sich auflöst&lt;br /&gt;
*       die Flüssigkeit durch ein Tuch abseihen, bis zum Sieden erhitzen, in saubere Flaschen füllen und sofort verschließen&lt;br /&gt;
*       der Sirup ist mehrere Jahre haltbar, lässt sich gut mit Mineralwasser oder Sekt aufgießen, oder auch mit heißem Wasser um im Winter Erkältungsbeschwerden zu lindern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Holunderblütenwein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  30   große Blütendolden&lt;br /&gt;
* 200g  Zucker&lt;br /&gt;
*   5 l Wasser&lt;br /&gt;
*       eventuell 10g Hefe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*       die Blüten ausschütteln, um mögliche Krabbeltiere zu entfernen, aber nicht waschen (!), grobe Stängel abschneiden&lt;br /&gt;
*       mit dem Zucker in einen ausreichend großen Behälter (Keramikkrug) geben, Wasser zugießen und mit einem Tuch abdecken&lt;br /&gt;
*       eine Woche stehenlassen und gelegentlich umrühren&lt;br /&gt;
*       sollte die Flüssigkeit nach der Zeit beim rühren nicht schäumen, etwas Hefe (10g) zugeben und noch zwei Tage stehen lassen&lt;br /&gt;
*       die Flüssigkeit durch ein Tuch abfließen lassen, leicht ausdrücken und in einen Gär-Ballon füllen&lt;br /&gt;
*       wenn die Gärung nach vier bis sechs Wochen nachlässt, kann der Wein in Flaschen abgefüllt werden (am besten Flaschen mit Bügelverschluss verwenden, da der Wein noch leise weiter gärt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Gehölze]]&lt;br /&gt;
[[Category:Rezepte]]&lt;br /&gt;
[[Category:Duftpflanzen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Schwarzer_Holunder_(Sambucus_nigra)&amp;diff=19638</id>
		<title>Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Schwarzer_Holunder_(Sambucus_nigra)&amp;diff=19638"/>
		<updated>2026-04-19T14:16:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwarzerholunder1.jpg|miniatur|300px|Schwarzer Holunder, Austrieb (23.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwarzerholunder2.jpg|miniatur|450px|Schwarzer Holunder, Blüte (8.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwarzerholunder3.jpg|miniatur|450px|Schwarzer Holunder, Knospen und Blüten (29.5.)]]&lt;br /&gt;
Holler, Hollerbusch, Altholder, Flieder&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Sambucus« lat. Holunder, »nigra« lat. schwarz, Erstbeschreibung 1753 durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Elder&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Geißblattgwächse, Caprifoliaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Europa, Westasien&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, Triebe recht weich, mit weißem Mark gefüllt, verholzend, bis 6m hoher, meist mehrtriebiger, schnell wachsender Strauch, Blätter unpaarig gefiedert, meist zwei Fiederpaare und eine Endfieder, fast stängellos an der Blattachse ansetzend&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, nahrhafter Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Mai, Juni&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
flach ausgebreitete vielblütige Doldenrispen, kleine weiße Blüten, intensiv duftend&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
August, September&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
schwarze »Beeren« (tatsächlich handelt es sich um Steinfrüchte) mit farbintensivem rotem Saft, jede Beere enthält drei Steinkerne, roh bei empfindlichen Menschen Brechreiz hervorrufend&lt;br /&gt;
====Vermehrung====&lt;br /&gt;
durch Aussaat, häufig Selbstaussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
Laub abwerfend, frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
die flachen Blütendolden werden von Käfern und Fliegen bestäubt, die Beeren sind Futter für viele Vögel, die zur Ausbreitung betragen&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
Rückschnitt wenn erforderlich, im Spätwinter&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Blüten als Tee bei fiebrigen Erkältungskrankheiten (Fliedertee), zum ansetzen von Sirup, Gelee und Wein, ausbacken in Teig,  Beeren verarbeitet als Saft oder Sirup, Vitaminspender im Winter, &lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Sambunigrin (cyanogenes Glycosid) und Blausäure-Glycoside in Blättern, Rinde und unreifen Früchten, Kieselsäure, Gerbstoffe, Saponine, Vitamine, Mineralstoffe, Anthocyane&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* An Ear to the Ground S.186, Ken Thompson (2003)&lt;br /&gt;
* Aromaschätze Wildfrüchte und Gewürze S.62, Markusine Guthjahr (2008)&lt;br /&gt;
* Bärlauch und Judenkirsche S.64, Gerhild Birmann-Dähne (1996)&lt;br /&gt;
* Beeren Wildobst S.50, Maria Bachler (1997)&lt;br /&gt;
* Der Stinkgarten S.74, Jürgen Dahl (1997)&lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.257, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (2008)&lt;br /&gt;
* Dumonts große Kräuter-Enzyklopädie S.347, Deni Bown (1996)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie der Wildobst- und seltenen Obstarten S.83, Helmut Pirc (2015)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.460, S.G.Fleischhauer, J.Guthmann, R.Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* Essbare Landschaften S.23, Olaf Schnelle, Ralf Hiener (2003)&lt;br /&gt;
* Essbare Wildbeeren und Wildpflanzen S.232, Detlev Henschel (2002)&lt;br /&gt;
* Feld- Wald- und Wiesenkochbuch S.50, Eve Marie Helm (1978) &lt;br /&gt;
* Geheimnisse der Pflanzenwelt S.36, Gerd K.Müller, Christa Müller (2003)&lt;br /&gt;
* Giftpflanzen Pflanzengifte S.633, Roth, Daunderer, Kormann (1994)&lt;br /&gt;
* Großes Kräuter- und Gewürzbuch S.145, Heinz Görz (1987)&lt;br /&gt;
* Hagebutte &amp;amp; Co S.236, Angelika Lüttig, Juliane Kasten (2003)&lt;br /&gt;
* Heilkraft aus dem Garten S.57, Wolfgang Hensel (1998)&lt;br /&gt;
* Illustriertes Heil-, Gift- und Nutzpflanzenbuch S.206, Adelbert von Chamisso (1827)&lt;br /&gt;
* Jahreskalender für den Heilpflanzenliebhaber S.55, Ernst-Albert Meyer (1989)&lt;br /&gt;
* Klassische Kräuter und Heilpflanzen S. 172, Giola Romagnoli, Stefania Vasetti (1996)&lt;br /&gt;
* Kölbls Kräuterfibel S.146, Konrad Kölbl (1993)&lt;br /&gt;
* Köstliche Blüten S.58, Heide Rau, Marion Nickig (1994) &lt;br /&gt;
* Köstliches aus dem Garten S.215, Marion Nickig, Heide Rau (2005)&lt;br /&gt;
* Köstliches von Hecken und Sträuchern S.38, Markus Strauß (2011)&lt;br /&gt;
* Kräuter S.226, Burkhard Bohne (2010)&lt;br /&gt;
* Kräutermärchen S.63, Folke Tegetthoff (1998)&lt;br /&gt;
* Kräuterzauber S.34, Dido Nitz (2012)&lt;br /&gt;
* Nachrichten aus dem Garten S.101, Jürgen Dahl (1987)&lt;br /&gt;
* Naturmedizin Heilkräuter S.96, Penelope Ody (2000)&lt;br /&gt;
* New Kreüterbuch Cap.XX, Leonhart Fuchs (1543)&lt;br /&gt;
* Paradiesapfel und Pastorenbirne S.133, Erika Schermaul (2004)&lt;br /&gt;
* The Bedside Book of the Garden S.237, Dr. D.G. Hessayon (2008)&lt;br /&gt;
* The curious Gardener&#039;s Almanac  S.157, Niall Edworthy (2006)&lt;br /&gt;
* Von Timmerjahn, Hollerblüh und Bettstroh S.42, Christiane Freuck (2009)&lt;br /&gt;
* Was die Kräuterhexen sagen S.108, Maureen u. Bridget Boland (1983)&lt;br /&gt;
* Wilde Ernte S.195, Elsje Bruijnesteijn (2023)&lt;br /&gt;
* Wildes Obst S.118, Hans-Joachim Albrecht (2018)&lt;br /&gt;
* Wildfrüchte Köstlichkeiten aus der Natur S.106, Markusine Guthjahr (2011)&lt;br /&gt;
* Wildpflanzen S.92, Celia Nentwig (2013)&lt;br /&gt;
* Wildpflanzen auf unserem Tisch S.42, S.106, Dagmar Lánská (1990)&lt;br /&gt;
* Wo die wilden Pflanzen wohnen S.119, Ewald Weber (2022)&lt;br /&gt;
* Zeit im Garten S.103, Jürgen Dahl (1991)&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 5/1990 S.85, 8/1994 S.35, 9/1998, 6/2006, 6/2007 S.5, 6/2009 S.57, 6/2016, 8/2017, 6/2020 S.70, 8/2020 S.28, 7/2021 S.63, 5/2024 S.36, 2/2026 S.68&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Hollerbüsche erscheinen unverhofft. Wo ein Vogel die Reste der Beeren ausgeschieden hat wächst ein kleiner unauffälliger Sämling, der unentdeckt bleibt, wenn er in einer Staudenrabatte oder einem nicht gar so aufgeräumten Eckchen des Gartens aufgegangen ist. Nach zwei, drei Jahren hat sich ein kleiner Strauch entwickelt, der jetzt deutlich zu erkennen ist. Darf er stehen bleiben oder nicht? Im Holunder wohnen schon seit alter Zeit die Schutzgeister des Hauses bei dem der Strauch steht, wer triftige Gründe hatte, ihn zu fällen, bat die Geister zunächst um Erlaubnis. Auch zogen die Männer den Hut, wenn sie unterwegs an einem Holler vorbei kamen. Diesen Respekt wird heute kaum noch jemand dem Gewächs entgegen bringen und bei der geringen Größe der meisten Gärten wird es auch nur selten gepflanzt. Dabei kann es nicht schaden, am letzten Tag im April Holunderblätter an die Türrahmen zu hängen, um das Haus gegen Hexerei zu schützen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Holunder steht nicht auf der Liste der gefährdeten Arten, er ist allgegenwärtig, was besonders Ende Mai, Anfang Juni sichtbar wird, wenn die großen weißen Blütendolden aus jedem Gebüsch hervorleuchten. Sie bestehen aus unzähligen kleinen Einzelblüten, die in ihrer Gesamtheit den typischen Duft weit um den Strauch herum verbreiten. Noch vor wenigen Jahren war es kein Problem, größere Mengen Blüten für Sirup und Gelee zu sammeln, aber in letzter Zeit sind wieder mehr Menschen auf den Geschmack gekommen. Und auch wenn heutzutage fast alles fertig im Supermarkt zu erstehen ist, das &amp;quot;Selbermachen&amp;quot; kommt wieder in Mode. So bleiben den Hollerbüschen häufig nur die Dolden in den höheren Etagen, um daraus Beeren wachsen zu lassen, unten ist alles abgeerntet. Nach der Blüte verschwindet der Strauch im Hintergrundgrün und fällt kaum noch auf. Selbst wenn im Herbst die schwarzen Beeren reifen, muss genau hingesehen werden, da sie zwischen den Blättern hängen und ihre Farbe kaum auffällt. Die Vögel haben da ein besseres Auge und sind schnell zur Stelle, um sich satt zu fressen. Für Menschenmägen sind die rohen Beeren eher unbekömmlich, bei empfindlichen Personen können schon wenige Früchte Brechreiz auslösen. Das liegt am Sambunigrin, einem cyanogenen Glycosid, das in allen Pflanzenteilen und in den unreifen Früchten reichlich vorhanden ist. Daher sollten Holunderbeeren gut ausgereift sein und vor der Verarbeitung grundsätzlich aufgekocht werden, denn beim Erhitzen zersetzt sich das Gift. Da Holundersträucher häufig am Waldrand und zum Teil unter höheren Gehölzen wachsen, verfärben sich ihre Blätter im Herbst eher in blassen weißlichen Tönen, was damit zusammen hängt, dass aus Lichtmangel die Photosynthese eingeschränkt abläuft. Da Kohlenstoff knapp ist werden auch Farbstoffe und Fettsäuren abgebaut und eingelagert, übrig bleiben die fast farblosen Blätter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kulinarisches====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Holunderblütengelee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*   15 große Holunderblütendolden&lt;br /&gt;
*    2 unbehandelte Zitronen&lt;br /&gt;
*    2 l Wasser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  500g Gelierzucker 3:1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*   Zitronen in Scheiben schneiden und mit den Holunderblüten in ein Gefäß geben. Kaltes Wasser zugießen und das Gefäß abgedeckt  an einem kühlen Ort (Keller) drei Tage stehen lassen. Anschließend durch ein Tuch gießen und gut ausdrücken. Je nach Gelierzuckerart Flüssigkeit abmessen und nach Packungsangabe Gelee kochen. Sofort in saubere Gläser füllen und verschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Holunderblütensirup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  50   Holunderblütendolden&lt;br /&gt;
*   2kg Zucker&lt;br /&gt;
*   6   unbehandelte Zitronen&lt;br /&gt;
*   5l  Wasser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*       die Blütendolden von Tieren befreien aber nicht waschen&lt;br /&gt;
*       die Zitronen in Scheiben schneiden&lt;br /&gt;
*       Blütendolden, Zitronenscheiben und Zucker abwechselnd in ein großes Gefäß (Tontopf) schichten, mit kochendem Wasser übergießen und abgedeckt an einem kühlen Ort (Keller) eine Woche ziehen lassen, gelegentlich umrühren, damit der Zucker sich auflöst&lt;br /&gt;
*       die Flüssigkeit durch ein Tuch abseihen, bis zum Sieden erhitzen, in saubere Flaschen füllen und sofort verschließen&lt;br /&gt;
*       der Sirup ist mehrere Jahre haltbar, lässt sich gut mit Mineralwasser oder Sekt aufgießen, oder auch mit heißem Wasser um im Winter Erkältungsbeschwerden zu lindern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Holunderblütenwein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  30   große Blütendolden&lt;br /&gt;
* 200g  Zucker&lt;br /&gt;
*   5 l Wasser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*       die Blüten ausschütteln, um mögliche Krabbeltiere zu entfernen, aber nicht waschen (!), grobe Stängel abschneiden&lt;br /&gt;
*       mit dem Zucker in einen ausreichend großen Behälter (Keramikkrug) geben, Wasser zugießen und mit einem Tuch abdecken&lt;br /&gt;
*       eine Woche stehenlassen und gelegentlich umrühren&lt;br /&gt;
*       sollte die Flüssigkeit nach der Zeit beim rühren nicht schäumen, etwas Hefe (10g) zugeben und noch zwei Tage stehen lassen&lt;br /&gt;
*       die Flüssigkeit durch ein Tuch abfließen lassen, leicht ausdrücken und in einen Gär-Ballon füllen&lt;br /&gt;
*       wenn die Gärung nach vier bis sechs Wochen nachlässt, kann der Wein in Flaschen abgefüllt werden (am besten Flaschen mit Bügelverschluss verwenden, da der Wein noch leise weiter gärt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Gehölze]]&lt;br /&gt;
[[Category:Rezepte]]&lt;br /&gt;
[[Category:Duftpflanzen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Schwarzer_Holunder_(Sambucus_nigra)&amp;diff=19637</id>
		<title>Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Schwarzer_Holunder_(Sambucus_nigra)&amp;diff=19637"/>
		<updated>2026-04-19T13:54:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwarzerholunder1.jpg|miniatur|300px|Schwarzer Holunder, Austrieb (23.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwarzerholunder2.jpg|miniatur|450px|Schwarzer Holunder, Blüte (8.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwarzerholunder3.jpg|miniatur|450px|Schwarzer Holunder, Knospen und Blüten (29.5.)]]&lt;br /&gt;
Holler, Hollerbusch, Altholder, Flieder&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Sambucus« lat. Holunder, »nigra« lat. schwarz, Erstbeschreibung 1753 durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Elder&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Geißblattgwächse, Caprifoliaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Europa, Westasien&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, Triebe recht weich, mit weißem Mark gefüllt, verholzend, bis 6m hoher, meist mehrtriebiger, schnell wachsender Strauch, Blätter unpaarig gefiedert, meist zwei Fiederpaare und eine Endfieder, fast stängellos an der Blattachse ansetzend&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, nahrhafter Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Mai, Juni&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
flach ausgebreitete vielblütige Doldenrispen, kleine weiße Blüten, intensiv duftend&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
August, September&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
schwarze »Beeren« (tatsächlich handelt es sich um Steinfrüchte) mit farbintensivem rotem Saft, jede Beere enthält drei Steinkerne, roh bei empfindlichen Menschen Brechreiz hervorrufend&lt;br /&gt;
====Vermehrung====&lt;br /&gt;
durch Aussaat, häufig Selbstaussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
Laub abwerfend, frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
die flachen Blütendolden werden von Käfern und Fliegen bestäubt, die Beeren sind Futter für viele Vögel, die zur Ausbreitung betragen&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
Rückschnitt wenn erforderlich, im Spätwinter&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Blüten als Tee bei fiebrigen Erkältungskrankheiten (Fliedertee), zum ansetzen von Sirup und Gelee, ausbacken in Teig,  Beeren verarbeitet als Saft oder Sirup, Vitaminspender im Winter, &lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Sambunigrin (cyanogenes Glycosid) und Blausäure-Glycoside in Blättern, Rinde und unreifen Früchten, Kieselsäure, Gerbstoffe, Saponine, Vitamine, Mineralstoffe, Anthocyane&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* An Ear to the Ground S.186, Ken Thompson (2003)&lt;br /&gt;
* Aromaschätze Wildfrüchte und Gewürze S.62, Markusine Guthjahr (2008)&lt;br /&gt;
* Bärlauch und Judenkirsche S.64, Gerhild Birmann-Dähne (1996)&lt;br /&gt;
* Beeren Wildobst S.50, Maria Bachler (1997)&lt;br /&gt;
* Der Stinkgarten S.74, Jürgen Dahl (1997)&lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.257, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (2008)&lt;br /&gt;
* Dumonts große Kräuter-Enzyklopädie S.347, Deni Bown (1996)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie der Wildobst- und seltenen Obstarten S.83, Helmut Pirc (2015)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.460, S.G.Fleischhauer, J.Guthmann, R.Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* Essbare Landschaften S.23, Olaf Schnelle, Ralf Hiener (2003)&lt;br /&gt;
* Essbare Wildbeeren und Wildpflanzen S.232, Detlev Henschel (2002)&lt;br /&gt;
* Feld- Wald- und Wiesenkochbuch S.50, Eve Marie Helm (1978) &lt;br /&gt;
* Geheimnisse der Pflanzenwelt S.36, Gerd K.Müller, Christa Müller (2003)&lt;br /&gt;
* Giftpflanzen Pflanzengifte S.633, Roth, Daunderer, Kormann (1994)&lt;br /&gt;
* Großes Kräuter- und Gewürzbuch S.145, Heinz Görz (1987)&lt;br /&gt;
* Hagebutte &amp;amp; Co S.236, Angelika Lüttig, Juliane Kasten (2003)&lt;br /&gt;
* Heilkraft aus dem Garten S.57, Wolfgang Hensel (1998)&lt;br /&gt;
* Illustriertes Heil-, Gift- und Nutzpflanzenbuch S.206, Adelbert von Chamisso (1827)&lt;br /&gt;
* Jahreskalender für den Heilpflanzenliebhaber S.55, Ernst-Albert Meyer (1989)&lt;br /&gt;
* Klassische Kräuter und Heilpflanzen S. 172, Giola Romagnoli, Stefania Vasetti (1996)&lt;br /&gt;
* Kölbls Kräuterfibel S.146, Konrad Kölbl (1993)&lt;br /&gt;
* Köstliche Blüten S.58, Heide Rau, Marion Nickig (1994) &lt;br /&gt;
* Köstliches aus dem Garten S.215, Marion Nickig, Heide Rau (2005)&lt;br /&gt;
* Köstliches von Hecken und Sträuchern S.38, Markus Strauß (2011)&lt;br /&gt;
* Kräuter S.226, Burkhard Bohne (2010)&lt;br /&gt;
* Kräutermärchen S.63, Folke Tegetthoff (1998)&lt;br /&gt;
* Kräuterzauber S.34, Dido Nitz (2012)&lt;br /&gt;
* Nachrichten aus dem Garten S.101, Jürgen Dahl (1987)&lt;br /&gt;
* Naturmedizin Heilkräuter S.96, Penelope Ody (2000)&lt;br /&gt;
* New Kreüterbuch Cap.XX, Leonhart Fuchs (1543)&lt;br /&gt;
* Paradiesapfel und Pastorenbirne S.133, Erika Schermaul (2004)&lt;br /&gt;
* The Bedside Book of the Garden S.237, Dr. D.G. Hessayon (2008)&lt;br /&gt;
* The curious Gardener&#039;s Almanac  S.157, Niall Edworthy (2006)&lt;br /&gt;
* Von Timmerjahn, Hollerblüh und Bettstroh S.42, Christiane Freuck (2009)&lt;br /&gt;
* Was die Kräuterhexen sagen S.108, Maureen u. Bridget Boland (1983)&lt;br /&gt;
* Wilde Ernte S.195, Elsje Bruijnesteijn (2023)&lt;br /&gt;
* Wildes Obst S.118, Hans-Joachim Albrecht (2018)&lt;br /&gt;
* Wildfrüchte Köstlichkeiten aus der Natur S.106, Markusine Guthjahr (2011)&lt;br /&gt;
* Wildpflanzen S.92, Celia Nentwig (2013)&lt;br /&gt;
* Wildpflanzen auf unserem Tisch S.42, S.106, Dagmar Lánská (1990)&lt;br /&gt;
* Wo die wilden Pflanzen wohnen S.119, Ewald Weber (2022)&lt;br /&gt;
* Zeit im Garten S.103, Jürgen Dahl (1991)&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 5/1990 S.85, 8/1994 S.35, 9/1998, 6/2006, 6/2007 S.5, 6/2009 S.57, 6/2016, 8/2017, 6/2020 S.70, 8/2020 S.28, 7/2021 S.63, 5/2024 S.36, 2/2026 S.68&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Hollerbüsche erscheinen unverhofft. Wo ein Vogel die Reste der Beeren ausgeschieden hat wächst ein kleiner unauffälliger Sämling, der unentdeckt bleibt, wenn er in einer Staudenrabatte oder einem nicht gar so aufgeräumten Eckchen des Gartens aufgegangen ist. Nach zwei, drei Jahren hat sich ein kleiner Strauch entwickelt, der jetzt deutlich zu erkennen ist. Darf er stehen bleiben oder nicht? Im Holunder wohnen schon seit alter Zeit die Schutzgeister des Hauses bei dem der Strauch steht, wer triftige Gründe hatte, ihn zu fällen, bat die Geister zunächst um Erlaubnis. Auch zogen die Männer den Hut, wenn sie unterwegs an einem Holler vorbei kamen. Diesen Respekt wird heute kaum noch jemand dem Gewächs entgegen bringen und bei der geringen Größe der meisten Gärten wird es auch nur selten gepflanzt. Dabei kann es nicht schaden, am letzten Tag im April Holunderblätter an die Türrahmen zu hängen, um das Haus gegen Hexerei zu schützen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Holunder steht nicht auf der Liste der gefährdeten Arten, er ist allgegenwärtig, was besonders Ende Mai, Anfang Juni sichtbar wird, wenn die großen weißen Blütendolden aus jedem Gebüsch hervorleuchten. Sie bestehen aus unzähligen kleinen Einzelblüten, die in ihrer Gesamtheit den typischen Duft weit um den Strauch herum verbreiten. Noch vor wenigen Jahren war es kein Problem, größere Mengen Blüten für Sirup und Gelee zu sammeln, aber in letzter Zeit sind wieder mehr Menschen auf den Geschmack gekommen. Und auch wenn heutzutage fast alles fertig im Supermarkt zu erstehen ist, das &amp;quot;Selbermachen&amp;quot; kommt wieder in Mode. So bleiben den Hollerbüschen häufig nur die Dolden in den höheren Etagen, um daraus Beeren wachsen zu lassen, unten ist alles abgeerntet. Nach der Blüte verschwindet der Strauch im Hintergrundgrün und fällt kaum noch auf. Selbst wenn im Herbst die schwarzen Beeren reifen, muss genau hingesehen werden, da sie zwischen den Blättern hängen und ihre Farbe kaum auffällt. Die Vögel haben da ein besseres Auge und sind schnell zur Stelle, um sich satt zu fressen. Für Menschenmägen sind die rohen Beeren eher unbekömmlich, bei empfindlichen Personen können schon wenige Früchte Brechreiz auslösen. Das liegt am Sambunigrin, einem cyanogenen Glycosid, das in allen Pflanzenteilen und in den unreifen Früchten reichlich vorhanden ist. Daher sollten Holunderbeeren gut ausgereift sein und vor der Verarbeitung grundsätzlich aufgekocht werden, denn beim Erhitzen zersetzt sich das Gift. Da Holundersträucher häufig am Waldrand und zum Teil unter höheren Gehölzen wachsen, verfärben sich ihre Blätter im Herbst eher in blassen weißlichen Tönen, was damit zusammen hängt, dass aus Lichtmangel die Photosynthese eingeschränkt abläuft. Da Kohlenstoff knapp ist werden auch Farbstoffe und Fettsäuren abgebaut und eingelagert, übrig bleiben die fast farblosen Blätter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kulinarisches====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Holunderblütengelee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*   15 große Holunderblütendolden&lt;br /&gt;
*    2 unbehandelte Zitronen&lt;br /&gt;
*    2 l Wasser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  500g Gelierzucker 3:1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*   Zitronen in Scheiben schneiden und mit den Holunderblüten in ein Gefäß geben. Kaltes Wasser zugießen und das Gefäß abgedeckt  an einem kühlen Ort (Keller) drei Tage stehen lassen. Anschließend durch ein Tuch gießen und gut ausdrücken. Je nach Gelierzuckerart Flüssigkeit abmessen und nach Packungsangabe Gelee kochen. Sofort in saubere Gläser füllen und verschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Holunderblütensirup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  50   Holunderblütendolden&lt;br /&gt;
*   2kg Zucker&lt;br /&gt;
*   6   unbehandelte Zitronen&lt;br /&gt;
*   5l  Wasser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*       die Blütendolden von Tieren befreien aber nicht waschen&lt;br /&gt;
*       die Zitronen in Scheiben schneiden&lt;br /&gt;
*       Blütendolden, Zitronenscheiben und Zucker abwechselnd in ein großes Gefäß (Tontopf) schichten, mit kochendem Wasser übergießen und abgedeckt an einem kühlen Ort (Keller) eine Woche ziehen lassen, gelegentlich umrühren, damit der Zucker sich auflöst&lt;br /&gt;
*       die Flüssigkeit durch ein Tuch abseihen, bis zum Sieden erhitzen, in saubere Flaschen füllen und sofort verschließen&lt;br /&gt;
*       der Sirup ist mehrere Jahre haltbar, lässt sich gut mit Mineralwasser oder Sekt aufgießen, oder auch mit heißem Wasser um im Winter Erkältungsbeschwerden zu lindern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Gehölze]]&lt;br /&gt;
[[Category:Rezepte]]&lt;br /&gt;
[[Category:Duftpflanzen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Efeu_(Hedera_helix)&amp;diff=19636</id>
		<title>Efeu (Hedera helix)</title>
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		<updated>2026-04-19T13:53:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Efeu4.jpg|miniatur|450px|Efeu, Sämling (2.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Efeu2.jpg|miniatur|450px|Efeu, Austrieb (15.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Efeu3.jpg|miniatur|450px|Efeu, Blüte (18.10.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Efeu1.jpg|miniatur|300px|Efeu, Früchte (15.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Efeu5.jpg|miniatur|450px|Efeu, Samen]]&lt;br /&gt;
Epich, Eppig, Schreckblätter, Mauereppich, Wintergrün&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Hedera« vermutlich von der indogermanischen Wurzel &amp;quot;ghed&amp;quot; klettern, umklammern, »helix« gr. Windung, gewunden, Erstbeschreibung 1753 durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Ivy&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Efeugewächse, Araliaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Europa, Asien, Nordamerika&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
kletternde oder kriechende verholzende Liane, Blätter im Jugendstadium herzförmig gezackt, im Alter glattrandig zugespitzt, Blüte erst im Altstadium, dann nicht mehr kletternd, Efeu bildet zwei unterschiedliche Wurzelarten: Bodenwurzeln für die Nährstoffversorgung und Haftwurzeln zum Klettern, er ist der einzige heimische Wurzelkletterer, die einzelnen Blätter leben etwa 1-3 Jahre&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig bis schattig, nahrhafter Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
(September), Oktober, November, (Dezember)&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
kugelige Dolden mit vielen grünlich gelben Einzelblüten, die nur aus den zurück geschlagenen Kelchblättern bestehen, fünf abstehende Staubgefäße, sehr nektarreich, wichtige Insektenpflanze im Spätherbst&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Dezember, Januar, Februar, wichtige Winterfutterpflanze für Vögel&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
in engen Dolden stehende durch Anthocyane blauschwarz gefärbte 3-5-samige runde Beeren&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Selbstaussaat, Stecklinge der Jugendform klettern, Stecklinge der Altform werden zu Büschen&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
grün überwinternd, bei starkem Frost hängen die Blätter fast schwarz verfärbt, sterben teilweise ab&lt;br /&gt;
====Tierische Gäste====&lt;br /&gt;
die späte Blüte zieht alle noch fliegenden Insekten an, unter anderem Schmetterlinge wie Admiral und Pfauenauge, auch die aus dem Süden stammende Efeu-Seidenbiene, die inzwischen in Berlin angekommen ist, lässt sich beobachten, die Beeren sind im Winter Nahrung für Amseln, verschiedene Drosseln und andere Vögel&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
Rückschnitt wenn erforderlich, da Efeu außen auf dem Untergrund haftet, bleiben intakte Hauswände unversehrt, Risse im Putz oder Dachziegel werden allerdings zum Unterwandern genutzt und können sich durch das Dickenwachstum der Triebe lockern&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
junge Blätter und Triebe, als Tee bei starker Verschleimung der Bronchien, bei Krämpfen, nur in niedriger Dosierung anwenden, da giftig, besser keine Selbstmedikation&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Hederasaponin, Glycoside, Phenolcarbonsäuren, Mineralien, Jod, Kaffeesäure, Chlorogensäure, Saponine&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend, Ableger vorhanden&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* A Contemplation upon Flowers S.221, Bobby J. Ward (1999)&lt;br /&gt;
* An Ear to the Ground S.185, Ken Thompson (2003)&lt;br /&gt;
* Berliner Pflanzen S.25, Heiderose Häsler, Iduna Wünschmann (2009)&lt;br /&gt;
* Bienenweide und Hummelparadies S.156, Dave Goulson (2021)&lt;br /&gt;
* Die grüne Hölle S.197, Maarten &#039;T Hart (2004)&lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.136, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (2008)&lt;br /&gt;
* Die Wildbienen Deutschlands S.324, Paul Westrich (2018)&lt;br /&gt;
* Dumonts große Kräuter-Enzyklopädie S.292, Deni Bown (1996)&lt;br /&gt;
* Gartenlust S.39, Johannes Roth (1992)&lt;br /&gt;
* Geheimnisse der Pflanzenwelt S.157/158, Gerd K.Müller, Christa Müller (2003)&lt;br /&gt;
* Giftpflanzen Pflanzengifte S.390, Roth, Daunderer, Kormann (1994)&lt;br /&gt;
* Hagebutte &amp;amp; Co. S.194, Angelika Lüttig, Juliane Kasten (2003)&lt;br /&gt;
* Heilsam bis Tödlich S.138, Jan Grossarth (2022)&lt;br /&gt;
* Illustriertes Heil-, Gift- und Nutzpflanzenbuch S.153, Adelbert von Chamisso (1827)&lt;br /&gt;
* Illustrierte Morphologie der Blütenpflanzen S.242, Adrian D. Bell (1991)&lt;br /&gt;
* Klassische Kräuter und Heilpflanzen S.82, Giola Romagnoli, Stefania Vasetti (1996)&lt;br /&gt;
* Kölbls Kräuterfibel S.94, Konrad Kölbl (1993)&lt;br /&gt;
* Kräuter S.219, Burkhard Bohne (2010)&lt;br /&gt;
* Kräuter, Gefährten am Wegesrand S.223, Ursula Stumpf (2018)&lt;br /&gt;
* Neue Gartengeschichten S.113, Eva Demski (2023)&lt;br /&gt;
* New Kreüterbuch Cap.CLX, Leonhart Fuchs (1543)&lt;br /&gt;
* Schön aber gefährlich S.96, Helga Urban, Marion Nickig (2009)&lt;br /&gt;
* Symbolik der Pflanzen S.63, Marianne Beuchert (1996)&lt;br /&gt;
* ...und grün des Lebens goldner Baum S.168, Ursula Hofmann, Michael Schwerdtfeger (1998)&lt;br /&gt;
* Vom Geschmack der Lilienblüten S.243, Jürgen Dahl (1995)&lt;br /&gt;
* Vom Glück, in der Natur zu leben S.174, Edith Holden (1906)&lt;br /&gt;
* Von lauschigen Lauben und herzigen Veilchen S.125, Helga Panten, Marion Nickig (2005)&lt;br /&gt;
* Weeds S.9, Richard Mabey (2010)&lt;br /&gt;
* Wildpflanzen für jeden Garten S.160, Reinhard Witt &lt;br /&gt;
* Wo die wilden Pflanzen wohnen S.212, Ewald Weber (2022)&lt;br /&gt;
* Zeit im Garten S.149, Jürgen Dahl (1991)&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 3/1992 S.49, 11/2004 S.27, 11/2004, 9/2007 S.53, 11/2014, 12/2019 S.4, 2/2026 S.38&lt;br /&gt;
* Eden 4/2001&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Der Efeu ist die einzige bei uns heimische Liane. Häufig bringen Vögel die Samen mit, wenn sie von den Beeren genascht haben und sorgen so für seine Verbreitung. Im Gegensatz zu fast allen anderen Früchten reifen die des Efeu im Winter. Damit stellen sie in der kalten Jahreszeit eine wichtige Futterquelle für viele Vögel dar. Bis der Efeu blüht und fruchtet vergehen allerdings bis zu zwölf Jahre. Solange ist das Gewächs in seiner Jugendform unterwegs, entweder am Boden entlang oder hoch hinauf an Bäumen oder Häusern. Mit dem Alter wandelt sich das Wuchsverhalten. Die Blätter verlieren ihre typische Efeuform, werden herzförmig oder fast viereckig. Statt langer Triebe die sich mit Haftwurzeln überall festhalten können, entstehen buschige Kurztriebe, die in Blütenknospen enden. Auch hier fällt der Efeu aus der Zeit, beginnt seine Blüte doch frühestens im September und zieht sich, wenn die Witterung es zulässt bis in den Dezember. Wissenschaftler erklären das damit, dass der Efeu zu Zeiten hier heimisch wurde als das Klima deutlich milder war. In der Kreidezeit herrschten hier fast tropische Temperaturen. Offenbar hielt er es nicht nötig, sich an die veränderten Bedingungen anzupassen und ist heute nahezu konkurrenzlos. Eine sonnige von Efeu überwucherte Hauswand stellt für alle Insekten ein Paradies dar. In einer Jahreszeit wo das Blühen deutlich nachlässt bieten die eher unscheinbaren Efeublüten so viel Nektar an, dass die kugeligen Dolden im Sonnenlicht glitzern. Bienen, Hummeln, Wespen, Fliegen, Käfer, Schmetterlinge - alles versammelt sich zum spätherbstlichen Schlemmermahl. In Berlin angekommen ist inzwischen auch die Efeu-Seidenbiene, die Efeublüten deutlich jeder anderen Nahrung vorzieht. Das nutzen natürlich auch etliche Vogelarten, die auf Insekten spezialisiert sind. Nach der Blüte bilden sich die Früchte, auch die völlig aus der Reihe gefallen, mitten im Winter. Bis ins Frühjahr hinein steht so verschiedenen Vogelarten Beerenfutter zur Verfügung. Für die Vögel bietet der Efeu nicht nur Nahrung sondern auch Unterschlupf. Gerade im Winter, wenn die meisten Bäume kahl sind, suchen viele Arten den Schutz der Immergrünen. Amseln schlafen und nisten zwischen den Zweigen, Scharen von Spatzen huschen vom Futterhäuschen in den Efeu wenn irgendwo her Gefahr droht.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werden vom Efeu Stecklinge genommen, so wächst die Altersform buschig, ohne zu ranken. Stehen aber Jugend- und adulte Triebe gemeinsam in einer Nährlösung, um Wurzeln zu bilden, so wächst die Altersform wieder jugendlich weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Gehölze]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Kategorie:Termine&amp;diff=19635</id>
		<title>Kategorie:Termine</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Kategorie:Termine&amp;diff=19635"/>
		<updated>2026-04-17T18:14:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;TERMINE IM GARTEN UND ANDERSWO&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pflanzenkundliche Führungen 2026 um und auf den Spandauer Hahneberg, Schwerpunkt Essbare Pflanzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Samstag, 2.Mai 10:00&lt;br /&gt;
* Samstag, 13.Juni 10:00&lt;br /&gt;
* Samstag, 4.Juli 10:00&lt;br /&gt;
* Samstag, 8.August 10:00, Blümchen und Bienchen zusammen mit dem Bienenexperten Frederik Rothe (Dauer ca 3 Stunden)&lt;br /&gt;
* Samstag, 29.August 10:00&lt;br /&gt;
* Samstag, 19. September 10:00&lt;br /&gt;
* Samstag, 10.Oktober 10:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Führungen dauern etwa zwei bis zweieinhalb Stunden. Sie sind kostenlos, Spenden für die Naturschutzstation sind aber willkommen. Treffpunkt ist die Naturschutzstation Hahneberg, Heerstraße 549, 13593 Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* eine Anmeldung bei der Naturschutzstation ist erforderlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Langer Tag der StadtNatur 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Samstag,30.Mai, 13:00 - 15:30&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sonntag,31.Mai, 13:00 - 15:30&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kraut und Unkraut im Garten und in der Küche, zweieinhalb Stunden in meinem Garten Pflanzen und ihre Verwendung kennenlernen, gemeinsam Sirup, Salze, Zucker oder Öle ansetzen, und zum Abschluss ein gemütliches Essen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Teilnehmerzahl ist auf je 15 Personen begrenzt, eine Anmeldung bei der Stiftung Naturschutz ist erforderlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offene Gärten 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Samstag,16. und Sonntag,17.Mai 10:00-18:00&lt;br /&gt;
* Samstag,11. und Sonntag,12.Juli 10:00-18:00&lt;br /&gt;
* Samstag,12. und Sonntag, 13.September 10:00-18:00 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Eintritt für alle 2026 geöffneten Gärten kostet einmalig 5€.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kraut und Unkraut in Garten und Küche - Genussvolle Stunden in meinem Garten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie haben noch nie was von Suhosinen, Haferschlehen, Pilzkraut oder Zimmerknoblauch gehört? Wollen Sie mehr wissen, heimische und exotische Kräuter und Früchte kennen und verarbeiten lernen? &lt;br /&gt;
Für Gruppen ab fünf Personen biete ich etwa dreistündige Workshops zu unterschiedlichen Themen an, inklusive Essen aus dem Garten.&lt;br /&gt;
Kosten pro Person 15€.&lt;br /&gt;
Termine auf Anfrage&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Osterluzei_(Aristolochia_clematitis)&amp;diff=19634</id>
		<title>Osterluzei (Aristolochia clematitis)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Osterluzei_(Aristolochia_clematitis)&amp;diff=19634"/>
		<updated>2026-04-17T04:13:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=====Weitere Namen=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Osterluzei1.jpg|miniatur|450px|Osterluzei, Austrieb (14.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Osterluzei3.jpg|miniatur|300px|Osterluzei (22.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Osterluzei2.jpg|miniatur|300px|Osterluzei, Blüte (22.5.)]]&lt;br /&gt;
Pfeifenblume&lt;br /&gt;
=====Botanischer Name=====&lt;br /&gt;
»Aristolochia« von lat. aristos - sehr gut, das Beste und locheios - zum Gebären gehörend, »clematitis« von gr.klematitis - an Bäumen empor rankend (die Gewöhnliche Osterluzei ist keine Rankpflanze, der Name leitet sich von anderen, rankenden, Mitgliedern der Familie her), Erstbeschreibung durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
=====Verbreitung=====&lt;br /&gt;
ursprünglich im Mittelmeergebiet heimisch, hat sich die Osterluzei in ganz Mitteleuropa an warmen Standorten etablieren können, besonders in Weinbaugegenden, durch Flurbereinigungsmaßnahmen ist sie soweit zurück gedrängt worden, dass sie deutschlandweit auf der Vorwarnstufe der bedrohten Arten steht, stellenweise schon nahezu ausgerottet ist&lt;br /&gt;
=====Wuchs=====&lt;br /&gt;
ausdauernd, dicht unter der Erde verlaufendes Rhizom mit eng verflochtenen, intensiv duftenden, gelblichen Wurzeln, über das sich die Pflanze großflächig ausbreiten kann, meist unverzweigte aufrechte Triebe bis etwa 50cm Höhe, wechselständige herzförmige Laubblätter mit leicht wachsartiger Oberfläche, eher hell grün, Blüten in den Blattachseln&lt;br /&gt;
=====Standort=====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, mäßig nahrhafter Boden, bildet im Laufe der Zeit über die Rhizome größere Bestände&lt;br /&gt;
=====Blütezeit=====&lt;br /&gt;
Mai, Juni&lt;br /&gt;
=====Blüte=====&lt;br /&gt;
quirlartig in den Blattachseln angeordnete kleine hell gelbe Kesselfallen-Blüten, der obere Rand der Blüte bildet eine tropfenförmige Öffnung, die in einen schmalen Schlauch führt, am unteren Ende befindet ein kugeliger Kessel, der mit Reusenhaaren ausgestattet ist, die Blüten sind vorweiblich&lt;br /&gt;
=====Fruchtreife=====&lt;br /&gt;
=====Frucht=====&lt;br /&gt;
länglich zwiebelförmige Kapsel mit vielen Samen, etwa 1-2cm groß, anfangs hellgrün, später dunkel abreifend, an Längsnähten aufreißend, Samen werden durch den Wind verbreitet, die Art der Bestäubung ist offenbar nur mäßig erfolgreich, Früchte werden nur selten ausgebildet&lt;br /&gt;
=====Vermehrung=====&lt;br /&gt;
durch Teilung des Rhizoms (auch kleine Stücke wachsen gut an), Aussaat, Selbstaussaat&lt;br /&gt;
=====Frosthärte=====&lt;br /&gt;
im Herbst oberirdisch absterbend, Rhizom frosthart&lt;br /&gt;
=====Tierische Besucher=====&lt;br /&gt;
der Austrieb ist bei Schnecken beliebt, die Bestäubung wird von kleinen Insekten (hauptsächlich Fliegen) übernommen, die in die Kesselfallen hineinkriechen&lt;br /&gt;
=====Pflege=====&lt;br /&gt;
kaum Pflege nötig, schneckensicherer Standort ist empfehlenswert&lt;br /&gt;
=====Verwendbare Teile=====&lt;br /&gt;
Teile der Pflanze wurden früher zur Geburtserleichterung und zum Austreiben der Nachgeburt eingesetzt, was auf Grund der giftigen Inhaltsstoffe nicht mehr praktiziert wird&lt;br /&gt;
=====Inhaltsstoffe=====&lt;br /&gt;
Aristolochia-Säure in allen Pflanzenteilen, ätherische Öle, Clematinin, Gerbstoffe&lt;br /&gt;
=====Status=====&lt;br /&gt;
anwesend, Jungpflanzen vorhanden&lt;br /&gt;
=====Literatur=====&lt;br /&gt;
* Die Blüte S.287, Dieter Heß (1990)&lt;br /&gt;
* Giftpflanzen Pflanzengifte S.143, Roth, Daunderer, Kormann (1994)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Geschichte und Geschichten=====&lt;br /&gt;
Die Gewöhnliche Osterluzei ist keine besonders auffällige Pflanze. Sie wächst bodennah, treibt im zeitigen Frühjahr aus und verschwindet im Herbst wieder unter der Erde. Die herzförmigen Laubblätter sind von einer dünnen wachsartigen Schicht überzogen, die das helle Grün ein wenig grau wirken lässt. Die Blätter erscheinen zusammengeklappt, breiten ihre beiden Hälften aus, wenn sie groß genug sind. Das Besondere sind die im Mai erscheinenden in den Blattachseln quirlartig angeordneten hell gelben Blüten von eigenartiger Form. Auf einem kurzen Stängel sitzt ein kugeliger Kessel aus dem ein dünner Schlauch herauswächst, der oben zunächst durch eine Naht verschlossen ist. Wenn sie aufreißt entsteht eine tropfenförmige Öffnung mit leicht zurückgeschlagenem Rand. Kleine Insekten, in erster Linie Fliegen, kriechen in die Öffnung hinein, gelangen durch den Schlauch in den Kessel und sind gefangen. Kessel und Schlauch sind mit Reusenhaaren ausgestattet, das Insekt kann nicht entkommen. Je mehr es sich bewegt, umso wahrscheinlicher wird eine Bestäubung der Blüte und erst wenn die erfolgt ist und die Pollenbehälter sich öffnen, welken die Reusenhaare. Mit Pollen beladen sucht sich die Fliege ihren Weg ins Freie. Besonders erfolgreich scheint diese Art der Bestäubung nicht zu sein, da nur wenige Früchte ausgebildet werden, aber die einzelnen Samenkapseln enthalten viele kleine Samen, die vom Wind verbreitet werden und offenbar ausreichen, um der Art ein Fortkommen zu sichern. Deutlich effektiver ist die Ausbreitung durch das dicht unter der Erdoberfläche verlaufende Rhizom. Unter günstigen Bedingungen kann so eine größere Fläche besiedelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Waldanemone_(Anemone_sylvestris)&amp;diff=19633</id>
		<title>Waldanemone (Anemone sylvestris)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Waldanemone_(Anemone_sylvestris)&amp;diff=19633"/>
		<updated>2026-04-12T11:44:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Waldanemone3.jpg|miniatur|450px|Waldanemone, Blüte (1.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Waldanemone4.jpg|miniatur|450px|Waldanemone, Blüte (5.5.)]]&lt;br /&gt;
Großes Windröschen, Waldwindröschen&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Anemone« von gr. anemos - Wind, »sylvestris« lat. im Wald lebend, aber auch wild wachsend, Erstbeschreibung 1753 durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Snowdrop Anemone&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Hahnenfußgewächse, Ranunculaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
kontinental geprägtes Europa bis Sibirien&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, flach wurzelndes Rhizom mit kurzen Ausläufern, grundständige geteilte Blätter, weich behaart, bis 20cm hoch, Blüten endständig bis 30cm hoch, im Frühsommer einziehend&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
lichter Schatten unter Gehölzen oder zwischen Stauden, eher trockener Waldboden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
(März), April, (Mai), (September)&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
Blütenstängel trägt mittig einen Blattquirl, darüber eine weiße Blüte mit fünf bis sieben rundlichen Kronblättern, Staubgefäße rund um den mehrteiligen Fruchtknoten angeordnet, duftend &lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Mai, Juni&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
zapfenartiger Samenstand mit 3mm langen wollig behaarten Nüsschen (Schirmchenflieger)&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
Teilung älterer Pflanzen&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
oberirdisch absterbend, Wurzel frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch frühe Bienen und Hummeln, Futterpflanze für den Dunkelbraunen Waldrebenspanner&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
kaum Pflege nötig, Boden möglichst wenig bearbeiten, Herbstlaub liegen lassen&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Zierpflanze&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Anemol, Protoanemonin&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Duftpflanzen S.44, Bernd Dittrich (1988)&lt;br /&gt;
* Hagebutte &amp;amp; Co. S. 246, Angelika Lüttig, Juliane Kasten (2003)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Der Waldanemone wurde ihre hübsche Blüte leider zum Verhängnis. An vielen Standorten ist sie bereits verschwunden, weil sie ausgegraben wurde, um den Naturstandort mit einem Garten zu tauschen. Bereits seit dem 16.Jahrhundert ist die Pflanze in Kultur, damals war es üblich, sich in der Natur zu bedienen. Heute ist die Waldanemone in jeder gut sortierten Gärtnerei zu bekommen und da sie unter Schutz steht sollte niemand mehr auf die Idee kommen, die seltenen Bestände zu plündern. Nachdem das kleinere Buschwindröschen verblüht ist, sehen die creme-weißen Blüten des Großen Windröschens in größeren Gruppen im lichten Frühlingswald ganz bezaubernd aus. Anders als das Buschwindröschen, das nach der Blüte bald einzieht, bleibt das Waldwindröschen den ganzen Sommer über grün, gelegentlich erscheinen im Spätsommer nochmal einzelne Blüten. Ungewöhnlich in der Familie der Hahnenfußgewächse ist die Tatsache, dass die Blüte des Waldwindröschens duftet, was bei einzelnen Blüten aber nur aus der Nähe wahrnehmbar ist. Auch dieses Windröschen möchte am liebsten in Ruhe gelassen werden, Hacken und jäten in der näheren Umgebung zerstören das flach verlaufende Wurzelsystem mit seinen kurzen Ausläufern, so dass sich die Pflanze nicht ausbreiten kann. Herbstlaub sollte - wie am Naturstandort - liegen bleiben und das Rhizom während des Winters vor zu großer Kälte und dem Austrocknen schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Hahnenfußgewächse]]&lt;br /&gt;
[[Category: Mehrjährige]]&lt;br /&gt;
[[Category:Duftpflanzen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Silberblattsalbei_(Salvia_argentea)&amp;diff=19632</id>
		<title>Silberblattsalbei (Salvia argentea)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Silberblattsalbei_(Salvia_argentea)&amp;diff=19632"/>
		<updated>2026-04-12T11:44:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Silberblattsalbei1.jpg|miniatur|300px|Silberblattsalbei, Austrieb (31.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Silberblattsalbei3.jpg|miniatur|450px|Silberblattsalbei, Blütenknospen (22.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Silberblattsalbei2.jpg|miniatur|300px|Silberblattsalbei, Blüte (12.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Silberblattsalbei4.jpg|miniatur|450px|Silberblattsalbei, Samen]]&lt;br /&gt;
Silbersalbei&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Salvia« von lat. salvus - heilen, »argentea« von lat. argenteus - silbern, silberfarben, Erstbeschreibung 1762 durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Silver Sage&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Lippenblütler, Lamiaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Südeuropa&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
zweijährig bis kurzlebige Staude mit tief reichender Wurzel, Rosette mit stark filzig behaarten, breit-ovalen, silbrigen Blättern, Blütenstand, nach mindestens zwei Standjahren, bis 80cm hoch&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig, mäßig nahrhafter Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Juni, Juli, (August)&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
steifer verzweigter Blütenstand, filzig behaart leicht klebrig, recht große Blüten, quirlartig angeordnet, weiß mit rosa Hauch&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
August, September&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
rundliche kleine Samen&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Aussaat im Frühjahr, gelegentlich Selbstaussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
frosthart bis etwa -10°C, während langer Kälteperioden Winterschutz sinnvoll&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Hummeln, leider bei Schnecken sehr beliebt (besonders der junge Austrieb), solange die Pflanzen noch klein sind hilft es, sie nachts mit einem Glas oder Plastikbecher abzudecken&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
samt sich kaum selbst aus, muss immer wieder nachgesät werden&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Zierpflanze&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Humulene, Alkane (Triacontan, Heptacosan, Tetradecanal), Linolsäure, Fettsäuren (Myristoleate) &lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Der Name beschreibt das wichtigste Merkmal dieser Pflanze, die Blätter schimmern tatsächlich silbrig. Ursache dafür ist die dichte weiße Behaarung, die auch die Standortvorlieben erkennen lässt. Pflanzen mit einer solchen Ausstattung sind an heißes, sonniges Klima gewöhnt. Der Pelz dient als Schutz vor zu viel Verdunstung, hält die Feuchtigkeit in der Pflanze. Im Boden hat sie trotzdem gerne genug Nachschub, freut sich auch über ein gutes Nahrungsangebot. Dann breitet sie ihre Blätter fast über einen halben Quadratmeter aus und deckt damit den umliegenden Boden ab. Unter den Blättern (wo sich die Feuchtigkeit hält) wohnen dann leider die Schnecken. Auch sie finden den Silberblattsalbei sehr attraktiv, allerdings aus anderen Gründen als wir Menschen. Gerade im Frühjahr wird der erste Austrieb gerne verspeist und später dann die nachwachsenden jungen Blätter. Wenn die Pflanze es nach zwei bis drei Jahren trotzdem geschafft hat, eine gewisse Größe zu erreichen, bildet sie im Sommer ihren fast meterhohen Blütenstand. Der ist meist mehrtriebig und verzweigt, trägt weiße Lippenblüten, die gerne von Hummeln besucht werden. Die ganze Pflanze duftet aromatisch.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Lippenblütler]]&lt;br /&gt;
[[Category: Mehrjährige]]&lt;br /&gt;
[[Category: Duftpflanzen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Tollkirsche_(Atropa_belladonna)&amp;diff=19631</id>
		<title>Tollkirsche (Atropa belladonna)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Tollkirsche_(Atropa_belladonna)&amp;diff=19631"/>
		<updated>2026-04-11T15:41:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Tollkirsche4.jpg|miniatur|450px|Tollkirsche, Sämlinge (17.10.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tollkirsche2.jpg|miniatur|450px|Tollkirsche, Wuchs (27.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tollkirsche8.jpg|miniatur|450px|Tollkirsche, Knospen und Blüte (12.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tollkirsche6.jpg|miniatur|450px|Tollkirsche, Blüte mit sich öffnenden Staubgefäßen (13.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tollkirsche7.jpg|miniatur|450px|Tollkirsche, wachsende Frucht (26.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tollkirsche9.jpg|miniatur|450px|Tollkirsche, reife Frucht (31.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tollkirsche10.jpg|miniatur|450px|Tollkirsche, Samen]]&lt;br /&gt;
Belladonna, Teufelskirsche, Taumelkraut, Schlafkirsche, Schwarze Tollkirsche, Tintenkirsche&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Atropa« eine der drei den Lebensfaden durchschneidenden Schicksalsgöttinnen der griechischen Mythologie, »belladonna« ital. schöne Frau, der Saft der Tollkirsche bewirkt in die Augen geträufelt eine Erweiterung der Pupillen, was besonders anziehend auf Männer wirken sollte&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Belladonna&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Nachtschattengewächse, Solanaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Europa, Westasien, Nordafrika&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, rübenartige Hauptwurzel, Austrieb lila überlaufen, eigenwillig schräg verzweigt auseinander wachsend, Blatt breit lanzettlich, weich behaart, Blütenstand bis 1,5m hoch&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, an Waldrändern und Gebüschsäumen, bevorzugt kalkhaltigen Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Juni, Juli, August, September&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
aus fünfzähligem zipfeligem Kelch herauswachsende, am Stielansatz weiße, zu den Zipfeln hin trüb violette Glocken in den Blattachseln, meist einzeln, fünf verwachsene Kronblätter, nur an den Spitzen getrennt, vorweiblich, die Narbe steht in der Öffnung der Blüte oder schaut ein Stück heraus, die fünf Staubgefäße befinden sich innerhalb der Blüte und öffnen sich erst nach zwei bis drei Tagen, nach der Bestäubung fällt die welke Blütenkrone ab, die Frucht wächst umschlossen von den offenen Kelchblättern, die Blüten sind  für eine Bestäubung durch Hummeln und Bienen eingerichtet, kleinere Fliegen nutzen sie aber gerne als Schutzraum, damit sie den Nektar nicht rauben können, befinden sich am Grund der Blüte dicht stehende Haare, die den Zugang verhindern&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juli, August, September, Oktober, (November)&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
glänzende schwarze knapp kirschgroße Beere, auf den weit geöffneten Kelchblättern aufsitzend, süßlicher dunkel violetter Saft, viele kleine Kerne, voll ausgereift schrumpeln die Früchte ein und fallen dann ab&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Aussaat möglichst frischer Samen im Sommer, Keimdauer 3-4 Wochen, gelegentlich Selbstaussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
im Winter einziehend, Wurzel frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
der Austrieb ist bei Schnecken sehr begehrt, Bestäubung durch Bienen und Hummeln, die für Vögel ungiftigen Beeren werden von Amseln, Drosseln, Staren, Mönchsgrasmücken und anderen gefressen, auch Schnecken mögen die Beeren, tragen zur Verbreitung im nahen Umkreis bei&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
kaum Pflege nötig, schneckensicherer Standort sinnvoll&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Giftpflanze, keine Selbstmedikation, Saft wurde (und wird in der Augenheilkunde) zum Weiten der Pupillen verwendet, Genuss der Beeren bewirkt erst Rauschzustände, dann Raserei und Tollheit, später Tod durch Atemlähmung&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Scopolamin, Hyoscyamin, Atropin, Flavonoide, Cumarine&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* An Ear to the Ground S.40, Ken Thompson (2003)&lt;br /&gt;
* Die Blüte S.150, Dieter Heß (1990)&lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.563, Sigrid Hirsch, Felix Grünberger (2008)&lt;br /&gt;
* Die Weltgeschichte der Pflanzen S.356, Wolfgang Seidel (2012)&lt;br /&gt;
* Dumonts große Kräuter-Enzyklopädie S.246, Deni Bown (1995)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.596, S.G.Fleischhauer, J.Guthmann, R.Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* Giftpflanzen Pflanzengifte S.157, Roth, Daunderer, Kormann (1994)&lt;br /&gt;
* Großes Kräuter- und Gewürzbuch S.264, Heinz Görz (1987)&lt;br /&gt;
* Hagebutte &amp;amp; Co. S.178, Angelika Lüttig, Juliane Kasten (2003)&lt;br /&gt;
* Heilsam bis Tödlich S.25/29, Jan Grossarth (2022)&lt;br /&gt;
* Hexenkraut und Zaubertrank S.106, Hartwig Abraham, Inge Thinnes  (1997)&lt;br /&gt;
* Illustriertes Heil-, Gift- und Nutzpflanzenbuch S.190, Adelbert von Chamisso (1827)&lt;br /&gt;
* Kluge Pflanzen S.108, Volker Arzt (2009)&lt;br /&gt;
* Kölbls Kräuterfibel S.305, Konrad Kölbl (1993)&lt;br /&gt;
* Kräuter S.200, Burkhard Bohne (2010)&lt;br /&gt;
* Mit Pflanzen verbunden S.180, Wolf-Dieter Storl (2005)&lt;br /&gt;
* Schön aber gefährlich S.60, Helga Urban, Marion Nickig (2009)&lt;br /&gt;
* Tod &amp;amp; Flora S.139, Helmut Eisendle (2009)&lt;br /&gt;
* Von Diven, Dränglern und fleißigen Lieschen S.110, Jürgen Feder (2019)&lt;br /&gt;
* Weeds S.8, Richard Mabey (2010)&lt;br /&gt;
* Wildpflanzen für jeden Garten S.140, Reinhard Witt (1994)	&lt;br /&gt;
* Zauberpflanzen Hexenkräuter S.204, Gertrud Scherf (2002)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Atropa belladonna, einer der wenigen botanischen Namen, die mir schon sehr früh geläufig waren, auch wenn ich die Pflanze noch nie gesehen hatte. Die erste Begegnung war eine überraschende im Hochsauerland, in der Medebacher Bucht, wo die Tollkirsche recht verbreitet ist. An einer sonnigen Böschung am Waldrand war sie zu beeindruckender Größe heran gewachsen, zeigte Blüten und Früchte und zog mich sofort in ihren Bann. Aus den Samen der Beeren, die ich von dieser Wildpflanze mitnahm, versuchte ich, einen kleinen Bestand in meinen Garten zu holen. Die Samen keimten problemlos, aber von den Jungpflanzen, die ich gezogen habe, blieb nur eine übrig. Was ich nicht bedacht habe war der Umstand, dass das Nachtschattengewächs nur für uns Menschen hochgradig giftig ist. Ehe meine Pflänzchen im Frühjahr austreiben konnten, haben die Schnecken sie schon verspeist. Die letzte verbliebene steht jetzt unter besonderem Schutz, bekommt eine Umrandung aus zerkleinerten Eierschalen, die Schnecken ungern überqueren und die die Pflanze gleich noch mit Kalk versorgt. Mittlerweile ist die Wurzel so kräftig, dass im Ansatz der eigenwillige Wuchs erkennbar ist, der vielen Nachtschatten eigen ist. Die Pflanzen verzweigen sich unregelmäßig was die einzelnen Triebe ein bisschen schief aussehen lässt. Die lanzettlichen Blätter sind glatt und ganzrandig, manchmal ein wenig gewellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen steht die zweite Generation Tollkirschen im Garten, hat sich gut entwickelt und trägt ihre glockenförmigen Blüten. Wenn die nach etwa einer Woche abfallen, sind tief im Kelch schon die kugeligen, noch grünen Fruchtansätze zu sehen, die so geschützt in den nächsten Wochen zu schwarzen Beeren heran wachsen. Mitte bis Ende Juli ist es soweit, die Kelchblätter stehen sternförmig ausgebreitet und mitten drin glänzen die einzelnen schwarzen Beeren, die so appetitlich aussehen, dass es schwer fällt, sie nicht zu kosten. Nach einiger Zeit schrumpeln sie ein und fallen dann ab, hinterlassen den leeren Kelch. Im Herbst stirbt die Pflanze ab, nur die trockenen ausgeblichenen Hauptstängel überdauern den Winter. Die rübenförmige Wurzel ruht bis zum Frühjahr, um dann erneut auszutreiben. Mit den Jahren wird sie umfangreicher und entsprechend üppiger sieht die Pflanze im Sommer aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Schachbrettblume_(Fritillaria_meleagris)&amp;diff=19630</id>
		<title>Schachbrettblume (Fritillaria meleagris)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Schachbrettblume_(Fritillaria_meleagris)&amp;diff=19630"/>
		<updated>2026-04-05T18:05:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Schachbrettblume2.jpg|miniatur|450px|Schachbrettblume, Austrieb (17.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schachbrettblume1.jpg|miniatur|300px|Schachbrettblume, Blüte (18.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schachbrettblume4.jpg|miniatur|300px|Schachbrettblume, Blüte (17.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schachbrettblume3.jpg|miniatur|450px|Schachbrettblume, Samenstand (23.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schachbrettblume5.jpg|miniatur|450px|Schachbrettblume, Samen]]&lt;br /&gt;
Kiebitzei&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Fritillaria« von lat. »fritillus« Würfelbecher nach der Form der Blüte  oder nicht belegte Deutung Schachbrett, »meleagris« lat. Perlhuhn wegen der Musterung der Blütenblätter &lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Snake`s Head, Guinea Flower&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Liliengewächse, Liliaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
West-, Mittel- und Südeuropa&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernde Zwiebelpflanze aufrechter kahler Stängel Blüte hängend bis 30cm hoch, im Sommer einziehend&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
feuchte Wiesen, Überschwemmungsgebiete&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
März, April&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
sechszählige bauchige Glocke mit oberständigem Fruchtknoten und typischer Karo- Musterung, abgerundete Spitzen der Perigonblätter leicht nach innen gebogen, meist purpur bis lila, selten weiß (auch dann sehr zart gemustert)&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juni, Juli&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
dreifächerige Kapsel mit relativ großen flachen hellen Samen&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Tochterzwiebeln, Aussaat im Herbst (Kaltkeimer)&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
nach der Samenreife oberirdisch absterbend, Zwiebel frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Gäste====&lt;br /&gt;
Lilienhähnchen mögen Blätter und Blüten, Bestäubung hauptsächlich durch Bienen und Hummeln&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
entfernen der unreifen Samenstände zur Kräftigung der Zwiebel&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
Giftpflanze, nur bewundern&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Steroidalkaloid Imperialin (kann bei zu hoher Dosis zum Tode führen), Fritillin, Fritillarin, Tulipalin &lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* A Contemplation upon Flowers S.153, Bobby J. Ward (1999)&lt;br /&gt;
* Blumen in meinem Garten S.47, Vita Sackville-West (1937)&lt;br /&gt;
* Das Naturbuch für Neugierige S.142, Loki Schmidt (2010)&lt;br /&gt;
* Dumonts große Kräuter-Enzyklopädie S.285, Deni Bown (1996)&lt;br /&gt;
* Giftpflanzen Pflanzengifte S.358, Roth, Daunderer, Kormann (1994)&lt;br /&gt;
* Mein Garten S.108, Vita Sackville-West (1951-1958)&lt;br /&gt;
* Von Diven, Dränglern und fleißigen Lieschen S.126, Jürgen Feder (2019)&lt;br /&gt;
* Von lauschigen Lauben und herzigen Veilchen S.22, Helga Panten, Marion Nickig (2005)&lt;br /&gt;
* Wildblumen im Hausgarten S.37, John Stevens (1987)&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 4/1996 S.19, 3/2003 S.26, 9/2003 S.20, 4/2008&lt;br /&gt;
* Eden, 1/2002&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Sie sind selten geworden, die feuchten Wiesen auf denen die Schachbrettblume sich wohlfühlt und auf denen sie sich über große Flächen ausbreiten kann. Was für ein herrlicher Anblick, die vielen bauchigen Glocken mit ihrem typischen Muster in freier Natur zu bewundern! Im Garten braucht die Pflanze einen feuchten hellen Standort, ein Sumpfbeet wäre ideal. Der Boden sollte nicht komplett austrocknen. Die Zwiebeln der Fritillarien sind nicht von einer festen Außenhaut geschützt, was bedeutet,dass sie schnell austrocknen. Schon beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass das Pflanzgut frisch ist. Nach zwei Monaten im Supermarktregal ist die Wuchskraft der Zwiebeln nahezu erschöpft. Unverletzt und prall sollten sie sein und so schnell wie möglich in die Erde kommen. Sagt ihnen der Standort zu, so werden sie sich im Laufe der Jahre über Tochterzwiebeln und auch über Samen ausbreiten. Schon Ende Februar schieben sich die ersten zarten Blätter aus der Erde, sehen zunächst einem Grasbüschel ähnlich. In einer Wiese bleiben sie in diesem Stadium unbemerkt. Selbst die schmalen fest geschlossenen Blütenknospen fallen kaum auf. Sie hängen meist einzeln, selten bis zu dreien an ihrem dünnen Stängel, von einem spitzen Hochblatt geschützt und gewinnen langsam an Größe und Farbe. Bei ganz genauem Hinsehen ist das Muster schon angelegt, obwohl die Farbe noch fehlt. Wenn nicht bewusst auf ihre Entwicklung geachtet wird sind die bauchigen Glocken eines Tages ganz plötzlich da. Sie schaukeln im Wind und präsentieren ihr erstaunlich regelmäßiges Karomuster. Das hat ihnen zu ihrem Namen verholfen, wobei der botanische Name »Fritillaria« vom lateinischen »Fritillus« für Würfelbecher stammt und nicht vom Schachbrett. Im norddeutschen hat ein Vogel Pate gestanden, dort heißt die Blume Kiebitzei, nach der Musterung von dessen Eiern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1572 wurde die Schachbrettblume erstmals botanisch beschrieben, bereits in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts war sie in vielen Gärten zu finden. Ein um 1600 entstandenes Stillleben des holländischen Malers Jakob von Gheyn zeigt die Schachbrettblume inmitten anderer Blüten. Während des Barock im 17. Jahrhundert war das Kiebitzei eine der beliebtesten Zierpflanzen überhaupt. Danach ging die Begeisterung langsam wieder zurück. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland befindet sich das größte natürliche Vorkommen der Pflanze an der Sinn, einem kleinen Nebenfluss der fränkischen Saale. Einige kleinere Vorkommen existieren zum Beispiel in Brandenburg in der Nähe der Stadt Ziesar. Die Pflanze steht unter strengem Schutz, darf also nicht aus der freien Natur entnommen werden. Bereits im Jahre 1993 wurde sie zur Blume des Jahres gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Suhosine_(Debregeasia_edulis)&amp;diff=19629</id>
		<title>Suhosine (Debregeasia edulis)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Suhosine_(Debregeasia_edulis)&amp;diff=19629"/>
		<updated>2026-04-05T18:02:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Suhosine3.jpg|miniatur|450px|Suhosine, Wuchs (17.10.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Suhosine1.jpg|miniatur|300px|Suhosine, Blüte (1.1.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Suhosine4.jpg|miniatur|450px|Suhosine, Füchte (3.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Suhosine5.jpg|miniatur|450px|Suhosine, Samen]]&lt;br /&gt;
Janatsi-itsigo (Yanagi ichigo), Sri Lanka-Debregasie&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Debregeasia« nach Prosper-Justin de Bregas (1807-?), französischer Marineoffizier und Forschungsreisender,  »edulis« lat. essbar, Erstbeschreibung durch Chia Jui Chen (1935-) chinesischer Botaniker&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Suhosine-Mulberry, Japanese Mulberry&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Nesselgewächse, Urticaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Japan, Taiwan, China, Nepal, Bhutan, Indien&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, kräftiger Wurzelballen, schnell wachsender Strauch mit langen kaum verzweigten Trieben, die leicht auseinander fallen, Blattknospen weiß-filzig behaart, schmal lanzettliche leicht runzelige Blätter mit fein gesägtem Rand, Oberseite matt grün, Unterseite fast weiß, in seiner Heimat immergrün&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, nährstoffreicher Boden, der nicht austrocknen sollte, möglichst hohe Luftfeuchtigkeit, Kübelpflanze&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Dezember, Januar, Februar, (Mai, Juni)&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
je zwei verzweigte kurze Blütenstände beidseitig aus der Narbe der abgeworfenen Laubblätter wachsend, wenige Millimeter große grüne kugelige Blüten mit vielen Staubgefäßen, die der Blüte ein pelziges Aussehen geben, die Blühwilligkeit hängt offenbar mit der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit zusammen, kühl (um 10°C) stehende Pflanzen blühen deutlich kräftiger, in etwas kühleren Jahren ist auch eine Blüte im Frühsommer möglich, da während der winterlichen Blühphase kaum Insekten unterwegs sind und im Haus auch kein Wind weht, bilden sich die Früchte vermutlich durch Selbstbestäubung&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
April, Mai, Juni, Juli, August, September&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
winzige, maximal erbsengroße orange Sammelfrucht, ähnlich einer Himbeere oder Maulbeere, in Büscheln am ganzen Stängel in den Blattachseln wachsend&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Stecklinge im Frühsommer&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
nicht frosthart, übersteht aber leichten Nachtfrost, im warmen Wohnzimmer und mäßigem Licht vergeilen die Triebe, ein Teil der Blätter wird abgeworfen, hell und mäßig warm (15-18°C) bleibt die Belaubung weitgehend erhalten, hell und kalt (zwischen 5 und 10°C) blühen die Pflanzen im Januar und Februar sehr üppig&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Schnecken mögen die Früchte&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
Rückschnitt, wenn die Pflanze zu groß wird, dabei darauf achten, dass die Früchte am alten Holz wachsen, also am Besten nach der Ernte im Sommer, besonders nach der Blüte darauf achten, dass die Erde nicht austrocknet, sonst werden die Früchte abgeworfen&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
die winzigen Beeren lassen sich am Besten direkt vom Strauch naschen, werden in der Heimat der Pflanze zu Marmelade und Wein verarbeitet, die Stämme enthalten Fasern, aus denen Seile und Fischernetze hergestellt werden&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Vitamine, Mineralien&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Ihre Verwandtschaft mit der Brennnessel ist der Suhosine nicht unbedingt anzusehen. Sie hat weder Brennhaare, noch das Potential, sich im Garten zu einem wuchernden Unkraut zu entwickeln. Als die Pflanze im späten Frühjahr bei mir ankam, war sie ziemlich klein und unscheinbar. Als nicht frosthartes Gewächs bekam sie einen ihrer Größe entsprechenden Blumentopf und stand dann zur Beobachtung auf der Terrasse. Sie schien sich wohl zu fühlen, denn schon bald reckte sie ihre dünnen Zweige in alle Richtungen und musste in einem größeren Topf in den Garten umziehen. Trotz des feuchten Sommers brauchte sie immer wieder zusätzliche Bewässerung, nahm ein paar trockene Tage aber nicht allzu übel. Zum Überwintern wurde die inzwischen ziemlich ausladende Suhosine vorsichtig zusammen gebunden und in einem nur wenig beheizten, halbwegs hellen Raum untergebracht. Ich war einigermaßen überrascht, als ich beim Gießen sah, dass sie plötzlich in der dunkelsten Zeit des Jahres ihre Zweige über und über mit winzigen grünen Blüten geschmückt hat. Kleine pelzige Kugeln sitzen an kurzen doppelt verzweigten Trieben, die direkt aus dem alten Holz wachsen, aus der Narbe eines abgeworfenen Laubblattes. Die Pflanze braucht während und nach der Blüte genügend Wasser, sonst trocknen die meisten der winzigen Beeren ein und fallen ab. Da ich das zu spät gemerkt habe, fiel die erste Ernte entsprechend mager aus. Ein paar Früchte fanden sich dann im Frühsommer, sie schmecken süß und knuspern beim drauf beißen. Bis zum Herbst ist aus der kleinen Pflanze vom Vorjahr ein Strauch von gut 1,5 Metern Höhe geworden, der bräuchte eigentlich einen Wintergarten für die kalte Jahreszeit... Ein Rückschnitt ist zwar jederzeit möglich, sollte aber vor dem Winter nur sehr vorsichtig vorgenommen werden, da sonst die nächste Ernte ausfällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im etwas kühleren, feuchteren Sommer des Jahres 2021 hat einer der Sträucher nach einer Winterblüte ein weiteres Mal im Frühsommer geblüht und reichlich Früchte angesetzt, die Ende August, Anfang September reif sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2023 stehen die Suhosinen im Winter in einer kleinen Orangerie bei Temperaturen um 10°C und hoher Luftfeuchtigkeit, was ihnen offenbar sehr zusagt. Bereits Mitte Januar sind alle Zweige voller Knospen, die ersten blühen bereits. Bestäubende Insekten sind offenbar nicht nötig, die Blüten sind selbstfruchtbar, entwickeln sich bis zum Frühsommer zu reifen Früchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;br /&gt;
[[Category:Frostempfindliche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Echter_Haarstrang_(Peucedanum_officinale)&amp;diff=19628</id>
		<title>Echter Haarstrang (Peucedanum officinale)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Echter_Haarstrang_(Peucedanum_officinale)&amp;diff=19628"/>
		<updated>2026-03-31T15:50:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Echterhaarstrang2.jpg|miniatur|300px|Echter Haarstrang, Austrieb (9.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Echterhaarstrang1.jpg|miniatur|300px|Echter Haarstrang, Austrieb (17.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Echterhaarstrang3.jpg|miniatur|300px|Echter Haarstrang, Blütenknospen (26.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Echterhaarstrang4.jpg|miniatur|450px|Echter Haarstrang, Blüte (15.7.)]]&lt;br /&gt;
Bauern-Hirschwurz, Schwefelwurz, Arznei-Haarstrang&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Peucedanum« von gr. peukedanos - bitter schmeckend, »officinale« lat. als wirksame Droge in Apotheken erhältlich (das Officinarium war der an die Apotheke angegliederte Raum, in dem die Arzneien hergestellt wurden), Erstbeschreibung 1753 durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Hog&#039;s Fennel, Sulphurweed&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Doldenblütler, Apiaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Europa, vereinzelte Vorkommen, in Deutschland gefährdet&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, rosettig, Wurzel außen schwarz, innen weiß, faserige Stängelreste rund um den Vegetationspunkt, Austrieb rot überlaufen, fein (haarig) gefiederte große Blätter, Blütenstand bis 2m hoch, Stängel und Wurzel enthalten einen gelben streng riechenden Milchsaft (daher der Name »Schwefelwurz«)&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, kalkhaltiger Boden der nicht zu sehr austrocknen sollte&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Juli, August&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
etwa 1,5m hoher verzweigter, sehr stabiler Stängel, mehrere große Doppeldolden mit gelblich grünen Blüten, anfangs leicht hängend, später starr aufrecht, zum Teil etwas kleinere Nebendolden&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
September, Oktober&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
flach-oval bis 10mm lang mit breiten Randrippen, beim Ausreifen lockert sich die Verbindung der Früchte zum Stängel, sodass sie zunächst hängen, dann vom Wind abgerissen werden&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Aussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
oberirdisch absterbend, der trockene Stängel überdauert mit vereinzelten Samen den ganzen Winter, Wurzel frosthart&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung hauptsächlich durch Käfer und Fliegen&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
kaum Pflege nötig&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
aus der angeschnittenen Wurzel tritt gelber Milchsaft aus, der zu einem gummiartigen Harz eintrocknet (Haarstranggummi), wirksam bei Magenbeschwerden, Blähungen, Kopfschmerzen, Samen eventuell als Gewürz&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Terpene, Cumarinderivate, Peucedanin, Oxypeucedanin, ätherische Öle&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.387, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (2008)&lt;br /&gt;
* Illustriertes Heil-, Gift- und Nutzpflanzenbuch S.158, Adelbert von Chamisso (1827)&lt;br /&gt;
* New Kreüterbuch Cap.CCXXVIII, Leonhart Fuchs (1543)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Der Echte Haarstrang steht mittlerweile auf der Liste der in Deutschland gefährdeten Arten, ist nur noch vereinzelt in freier Natur und eher im südlichen Deutschland zu finden. Im Garten fällt die Pflanze durch ihren eigenwilligen Wuchs auf. Die sehr fein mehrfach gefiederten Blätter ähneln tatsächlich Strängen von Haaren. Im Austrieb sind sie rötlich überlaufen, später dann grün, noch feiner ausgebreitet als Fenchel oder Dill, da die Hauptrippe fehlt und das Blatt von Ansatz her weit gefächert ist. Jeder noch so leichte Windstoß lässt die Pflanze zittern. Der Haarstrang wächst eher langsam, braucht einige Jahre bis er kräftig genug ist, um zu blühen. Dann bildet er in etwa einem Meter Höhe eine große lockere Doppeldolde, die von kleineren Dolden im unteren Stängelbereich begleitet wird. Die kleinen Blüten sind grünlich gelb und werden bevorzugt von Käfern und Fliegen besucht. Nach der Bestäubung entstehen relativ große, gekerbte Samen, die recht lange brauchen, um auszureifen. Im Herbst sterben die Blätter ab, übrig bleiben faserige Stängelreste, die die Wurzel während des Winters schützen und ihren Standort verraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ältere Pflanzen bilden an den Stellen, an denen die alten Stängel weggebrochen sind, eigenartig wulstige Ringe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;br /&gt;
[[Category:Doldenblütler]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Zuckerwurzel_(Sium_sisarum)&amp;diff=19627</id>
		<title>Zuckerwurzel (Sium sisarum)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Zuckerwurzel_(Sium_sisarum)&amp;diff=19627"/>
		<updated>2026-03-31T15:45:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Zuckerwurzel.jpg|miniatur|450px|Zuckerwurzel, Austrieb (31.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zuckerwurzel2.jpg|miniatur|300px|Zuckerwurzel, Blüte (12.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zuckerwurzel4.jpg|miniatur|450px|Zuckerwurzel, Einzelblüten (17.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zuckerwurzel3.jpg|miniatur|300px|Zuckerwurzeln (31.10.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zuckerwurzel5.jpg|miniatur|450px|Zuckerwurzel, Samen]]&lt;br /&gt;
Merk, Zuckermerk, Gierlen, Görlin&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Sium« gr. sion, eine ungedeutete Pflanzengruppe feuchter Standorte, »sisarum« gr. Doldenblütlersippe mit essbaren Wurzeln, Erstbeschreibung durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Skirret&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Doldenblütler, Apiaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Osteuropa, Westasien, vermuteter Ursprung in China,im 15. Jahrhundert über Russland nach Mitteleuropa gelangt &lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, horstig, Wurzeln rübenartig verdickt, 10-15 Einzelwurzeln 15-20 (30)cm lang, Mittelwurzel verstärkt, Wuchs straff aufrecht, Blätter einfach gefiedert, Blütenstand bis 2m hoch, Doppeldolden eher klein&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig, nahrhafter Boden, während der Wachstumsphase ausreichend Feuchtigkeit aber keine Staunässe&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Juni ,Juli, August&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
verzweigte, kleine Dolden weiße sternförmige Blüten, duftend&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
August, September, Oktober&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
raue Spaltfrucht (Achäne)&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Teilung der Wurzeln im Herbst oder Frühjahr, Selbstaussaat, ca 35 Tage Keimdauer, daher Herbstaussaat sinnvoll&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
oberirdisch absterbend, Wurzel frosthart&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
Rückschnitt im Frühjahr, Blütenstand eventuell hochbinden&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
verdickte Wurzeln als süßliches Gemüse (Pflanze nach der Ernte im Spätherbst und Winter einfach wieder in die Erde setzen), Samen als Gewürz, junge Blätter im Salat&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Schleimstoffe, 4-8% Zucker (Saccharose), Stärke, Mineralstoffe, Vitamine, Pektine&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Alte Gemüsesorten S.131, Elke Achtner-Theiss, Sabine Kumm (2015)&lt;br /&gt;
* Arche Noah Kochbuch S.122, Beate Koller, Johann Reisinger, Stefen Liewehr (2011)&lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.629, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (2008)&lt;br /&gt;
* Geheimnisse des Küchengartens S.90, Susan Campbell (1983)&lt;br /&gt;
* Handbuch Samengärtnerei S.80, Andrea Heistinger (2004)&lt;br /&gt;
* Homegrown Revolution S.13o, James Wong (2012)&lt;br /&gt;
* Illustriertes Heil-, Gift- und Nutzpflanzenbuch S.160, Adelbert von Chamisso (1827)&lt;br /&gt;
* New Kreüterbuch Cap.CCLXXXIX, Leonhart Fuchs (1543)&lt;br /&gt;
* Nutzpflanzen in Deutschland S.430, Udelgard Körber-Grohne (1987)&lt;br /&gt;
* Wintergemüse anbauen S.125, Burkhard Bohne (2018)&lt;br /&gt;
* Wo der Pfeffer wächst S.297, Hansjörg Küster (1987)&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 3/1998 S.38, 10/2003 S.72, 4/2009 S.39, 1/2024 S.46&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zuckerwurzel ist eine ausdauernde Staude, die im Laufe der Jahre an Umfang zunimmt, aber nicht lästig wird. Ihr Ursprung wird in China vermutet. Über den asiatischen Raum vom Kaukasus bis nach Sibirien, breitete sie sich aus und kam von Russland aus nach Mitteleuropa.Aus dem 15. Jahrhundert stammen erste Nachrichten über die Pflanze, die zeitweise in Italien und Deutschland in größerem Umfang angebaut aber kaum züchterisch bearbeitet wurde. im England der Renaissance wurde die Wurzel in Kuchen und anderen Süßspeisen verarbeitet. Auch Zucker wurde aus ihr gewonnen. Als aber leichter zu verarbeitende Alternativen aufkamen, verschwand die Zuckerwurzel Mitte des 19. Jahrhunderts wieder aus den Gemüsegärten. Nur in China, Japan und Korea findet noch ein nennenswerter Anbau statt. In den Gärten der Klöster wurde sie weiter kultiviert, auch ihrer Heilwirkung wegen. So soll sie &amp;quot;der Verrichtung ehelicher Werke&amp;quot; nützlich sein und Leonhart Fuchs schreibt  &amp;quot;die Wurzel gesotten ist ganz lieblich zu essen, dem Magen nützlich, treibt den Harn, und macht Lust zu essen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Winter ist von der Pflanze nicht viel zu sehen, sie treibt aber schon im März wieder aus. Die einfach gefiederten, sattgrünen Blätter stehen anfangs steif aufrecht, bilden dann ein niedriges Büschel, aus dem im Juni die Blütenstände anderthalb bis zwei Meter in die Höhe wachsen. Sie sind relativ weich, stützen sich aber durch ihre vielen Verzweigungen gegenseitig und stehen recht stabil. Eine Stütze ist dennoch sinnvoll, denn ein kräftiges Sommergewitter kann die ganze Pflanze kippen. Die Doppeldolden sind eher klein, die winzigen sternförmigen Blüten weiß. Durch das filigrane Aussehen lässt sich die Zuckerwurzel gut in eine sonnige Staudenrabatte integrieren. Wie die meisten Doldenblütler ist auch die Zuckerwurzel als Nektarlieferant hauptsächlich für Fliegen und Käfer interessant. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gerippten kleinen Samen reifen von August bis Oktober und fallen bald aus. Sie bleiben etwa drei Jahre keimfähig und haben eine relativ lange Keimdauer von ungefähr 35 Tagen. Soll die Zuckerwurzel als Gemüse angebaut werden, empfiehlt sich eine Herbstaussaat. Im folgenden Frühjahr erscheinen dann die Jungpflanzen. Bleiben die Samenstände stehen, sät sie sich meist in der Nähe der Mutterpflanze aus. Die Jungpflanzen sind an dem auffällig kräftigen Grün schnell zu erkennen und lassen sich problemlos verpflanzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst lagert die Zuckerwurzel die gesammelten Nährstoffe des Sommers in 10 bis 15 etwa bleistiftdicken, &lt;br /&gt;
15-20 (selten bis 30)cm langen  weißen Speicherwurzeln ein und zieht sich unter die Erde zurück. Vom Spätherbst bis zum Frühjahr ist Erntezeit. Dazu wird die Pflanze vorsichtig ausgegraben und, nachdem die größeren Wurzeln entfernt wurden, wieder in die Erde gesetzt. Häufig zerfällt die Pflanze dabei in mehrere Teilstücke, die dann einzeln eingepflanzt werden können. Dieser Mundraub macht der Zuckerwurzel nicht viel aus, sie treibt nach einer Teilung sogar kräftiger durch. Um schnell einen größeren Bestand zu haben ist diese Methode der Vermehrung ohnehin besser geeignet als die Aussaat, da die Sämlinge langsam wachsen, die Wurzeln im ersten Jahr noch klein bleiben und leicht holzig werden. Bei älteren Pflanzen ist die Ernte reicher und Verholzungen treten so gut wie gar nicht auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Zuckerwurzeln relativ klein sind, ist die Verarbeitung etwas mühsamer als bei Möhren. Sie müssen zwar nicht geschält werden, aber eine gründliche Reinigung ist unerlässlich. Wie der Name schon vermuten lässt, schmecken die Wurzeln deutlich süß, sie enthalten 4-8% Zucker, außerdem Mineralstoffe, Vitamine und Pektine. Sie können roh wie Möhren geknabbert werden oder gekocht als Gemüse oder Suppenbeigabe Verwendung finden. Wer Spaß am Experimentieren hat, kann die Wurzeln gut zerkleinert mit etwas Wasser auskochen, die Masse in ein Tuch geben und gut ausdrücken. Die gewonnene Flüssigkeit wird dann eingekocht, bis der Zucker übrig bleibt. Die Ausbeute ist allerdings gering, weshalb die Wurzeln nie in größerem Maßstab verarbeitet wurden. In der Küche lassen sich neben den Wurzeln auch die jungen Blätter als Salatzutat verwenden und die getrockneten Samen als Gewürz. Schmackhaft sind auch die dunkel angetriebenen gebleichten Triebe. Dazu können die Pflanzen vor dem Austrieb abgedeckt werden oder im Herbst ausgegrabene Wurzeln werden in Töpfen im dunklen Keller zum Treiben gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kulinarisches====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuckerwurzelgemüse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*     Zuckerwurzeln&lt;br /&gt;
*     Butter&lt;br /&gt;
*     Salz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*   Gut gereinigte Wurzeln in der zerlassenen Butter nicht länger als zehn Minuten dünsten, leicht salzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;br /&gt;
[[Category:Doldenblütler]]&lt;br /&gt;
[[Category: Rezepte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=G%C3%B6tterblume_(Dodecatheon_pulchellum)&amp;diff=19626</id>
		<title>Götterblume (Dodecatheon pulchellum)</title>
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		<updated>2026-03-31T15:43:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Götterblume1.jpg|miniatur|450px|Götterblume, Austrieb (13.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Götterblume4.jpg|miniatur|450px|Götterblume, Blütenknospen (26.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Götterblume2.jpg|miniatur|300px|Götterblume, Blüte (15.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Götterblume3.jpg|miniatur|300px|Götterblume, Blüte (9.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Götterblume5.jpg|miniatur|450px|Götterblume, Samenkapsel (28.5.)]]&lt;br /&gt;
Zierliche Götterblume, Zwölfgötterblume&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Dodecatheon« von gr. dodeka - zwölf und theos - Gott (nach den zwölf olympischen Hauptgottheiten benannt), »pulchellum« von lat. pulchellus - recht schön, hübsch, Erstbeschreibung durch Constantine Samuel Rafinesque (1783-1840) französischer Naturforscher, in die Systematik aufgenommen erst 1948 durch Elmar Drew Merrill (1876-1956) amerikanischer Botaniker&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Few flowered Shootingstar&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Primelgewächse, Primulaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Hochlagen Nordamerikas&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, Rosette mit lanzettlichen, glatten, hellgrünen Blättern, im Sommer einziehend etwa 15cm hoch, Blütenstand bis 30cm hoch&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
eher feuchte Böden, halbschattig&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
(April), Mai, Juni&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
purpurfarbene fünfzählige Blüten mit zurück geschlagenen Blütenblättern (ähneln Alpenveilchen) zu mehreren in einer Dolde&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juni, Juli&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
aufrecht stehende eiförmige Kapsel, halb von den Kelchblättern umgeben&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Aussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
Wurzel frosthart bis etwa -30°C, Winterschutz bei längerem Kahlfrost sinnvoll&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Mäuse mögen offenbar die Wurzeln..., Bestäubung durch Hummeln&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
während des Austriebs auf Schnecken achten&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Die Heimat der Götterblumen liegt in Nordamerika bis hinauf nach Alaska. Dort besiedeln sie nicht zu trockene Wiesen und Gehölzränder. Die Pflanzen sind eng mit den Primeln verwandt, es bestehen sogar Bestrebungen sie namentlich zu den Primeln zu stellen. Beschrieben wurden die Götterblumen erstmals von Constantie Samuel Rafinesque, aber in die gültige Systematik wurden sie erst 1948 von Elmer Drew Merrill aufgenommen. Die Vegetationsperiode de Pflanzen ist relativ kurz, im Mai erscheinen über den glatten länglich eiförmigen Blättern die dünnen Stängel mit den in Dolden angeordneten Blüten. Die kräftig gefärbten Blütenblätter sind nach hinten umgeschlagen, was ihnen eine gewisse Ähnlichkeit mit Alpenveilchen verleiht. Bestäubt werden die Blüten durch Hummeln, deren Summen lässt die Blüte vibrieren, so dass sich der Pollen im Innern ablöst und auf die Hummel herab fällt. Sobald die Samen ausgereift sind, zieht sich die Pflanze wieder unter die Erde zurück, wo sie den Rest des Jahres möglichst ungestört verbringen möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=G%C3%B6tterblume_(Dodecatheon_pulchellum)&amp;diff=19625</id>
		<title>Götterblume (Dodecatheon pulchellum)</title>
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		<updated>2026-03-31T15:39:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Götterblume1.jpg|miniatur|450px|Götterblume, Austrieb (13.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Götterblume4.jpg|miniatur|450px|Götterblume, Blütenknospen (26.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Götterblume2.jpg|miniatur|300px|Götterblume, Blüte (15.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Götterblume3.jpg|miniatur|300px|Götterblume, Blüte (9.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Götterblume5.jpg|miniatur|450px|Götterblume, Samenkapsel (28.5.)]]&lt;br /&gt;
Zierliche Götterblume, Zwölfgötterblume&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Dodecatheon« von gr. dodeka - zwölf und theos - Gott (nach den zwölf olympischen Hauptgottheiten benannt), »pulchellum« von lat. pulchellus - recht schön, hübsch, Erstbeschreibung durch Constantine Samuel Rafinesque, in die Systematik aufgenommen erst 1948 durch Elmar Drew Merrill&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Few flowered Shootingstar&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Primelgewächse, Primulaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Hochlagen Nordamerikas&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, Rosette mit lanzettlichen, glatten, hellgrünen Blättern, im Sommer einziehend etwa 15cm hoch, Blütenstand bis 30cm hoch&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
eher feuchte Böden, halbschattig&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
(April), Mai, Juni&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
purpurfarbene fünfzählige Blüten mit zurück geschlagenen Blütenblättern (ähneln Alpenveilchen) zu mehreren in einer Dolde&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juni, Juli&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
aufrecht stehende eiförmige Kapsel, halb von den Kelchblättern umgeben&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Aussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
Wurzel frosthart bis etwa -30°C, Winterschutz bei längerem Kahlfrost sinnvoll&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Mäuse mögen offenbar die Wurzeln..., Bestäubung durch Hummeln&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
während des Austriebs auf Schnecken achten&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Die Heimat der Götterblumen liegt in Nordamerika bis hinauf nach Alaska. Dort besiedeln sie nicht zu trockene Wiesen und Gehölzränder. Die Pflanzen sind eng mit den Primeln verwandt, es bestehen sogar Bestrebungen sie namentlich zu den Primeln zu stellen. Beschrieben wurden die Götterblumen erstmals von Constantie Samuel Rafinesque, aber in die gültige Systematik wurden sie erst 1948 von Elmer Drew Merrill aufgenommen. Die Vegetationsperiode de Pflanzen ist relativ kurz, im Mai erscheinen über den glatten länglich eiförmigen Blättern die dünnen Stängel mit den in Dolden angeordneten Blüten. Die kräftig gefärbten Blütenblätter sind nach hinten umgeschlagen, was ihnen eine gewisse Ähnlichkeit mit Alpenveilchen verleiht. Bestäubt werden die Blüten durch Hummeln, deren Summen lässt die Blüte vibrieren, so dass sich der Pollen im Innern ablöst und auf die Hummel herab fällt. Sobald die Samen ausgereift sind, zieht sich die Pflanze wieder unter die Erde zurück, wo sie den Rest des Jahres möglichst ungestört verbringen möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Mehrjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Wiesenbocksbart_(Tragopogon_pratensis)&amp;diff=19624</id>
		<title>Wiesenbocksbart (Tragopogon pratensis)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Wiesenbocksbart_(Tragopogon_pratensis)&amp;diff=19624"/>
		<updated>2026-03-29T19:18:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiesenbocksbart8.jpg|miniatur|300px|Wiesenbocksbart, Sämling (24.9.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiesenbocksbart1.jpg|miniatur|300px|Wiesenbocksbart, Austrieb (13.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiesenbocksbart5.jpg|miniatur|450px|Wiesenbocksbart, Blüte (24.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiesenbocksbart6.jpg|miniatur|300px|Wiesenbocksbart, sich öffnende Pusteblume (26.6)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiesenbocksbart4.jpg|miniatur|450px|Wiesenbocksbart, Samenstand (8.7.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiesenbocksbart9.jpg|miniatur|450px|Wiesenbocksbart, Samen ]]&lt;br /&gt;
Bocksbart, Habermark, Wolfsbart, Hafermilch, Josephsblume, Wilde Schwarzwurzel&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Tragopogon« von gr. tragos - Ziegenbock und gr. pogon - Bart, »pratensis« lat. Wiesen-, Erstbeschreibung durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Goatsbeard&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Korbblütler, Asteraceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Europa&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ein- bis zweijährig, schmale Pfahlwurzel, Rosette mit schmalen grasartigen Blättern, teils aufrecht, teils flach auf dem Boden aufliegend (besonders im Winter), Blütenstand bis über 1m hoch, am Stängel drehen sich schmale Hochblätter teilweise spiralig auf&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig, mäßig nahrhafter Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Mai, Juni, Juli, August&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
an bis 1,2m hohem, im oberen Bereich gelegentlich verzweigtem dünnem Stängel, einzelne, endständige Blüten, schmale zugespitzte Kelchblätter, die die Kronblätter überragen, gelbes Körbchen mit Röhrenblüten, gelbe Zungenblüten, die Blüten öffnen sich je nach Sonnenintensität an zwei aufeinander folgenden Tagen zwischen sieben und acht Uhr am Morgen, schließen sich gegen zwölf wieder, danach bleiben die Kelchblätter fest um die reifenden Samen geschlossen&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
Juni, Juli, August, September&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
etwa 2 Wochen nach der Blüte öffnen sich die Kelchblätter und geben eine bis zu 10cm große Pusteblume frei, auf dem Blütenboden sitzen lange schmale Samen mit großem, federigem Pappus&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Selbstaussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
Herbstrosetten überwintern grün&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Bienen, Fliegen, Grabwespen, die Samen werden von verschiedenen Finken gefressen&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
Sämlinge nicht versehentlich ausreißen (sie sehen wie Gras aus)&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
geschlossene Knospen als Gemüse, Wurzel wie Schwarzwurzel verarbeitet als Gemüse, Tee aus getrockneter Wurzel als allgemeines Stärkungsmittel&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Inulin, Bitterstoffe, Schleimstoffe, Vitamine, Mineralien&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
im Sommer anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Das kleine Buch der botanischen Wunder S.90, Ewald Weber (1012)&lt;br /&gt;
* Das Kräuterkulinarium S.34, Maiga Werner (2014)&lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.608, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (2008)&lt;br /&gt;
* Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.69, S.G.Fleischhauer, J.Guthmann, R.Spiegelberger (2013)&lt;br /&gt;
* Essbare Landschaften S.41, Olaf Schnelle, Ralf Hiener (2003)&lt;br /&gt;
* Essbare Wildbeeren und Wildpflanzen S.112, Detlev Henschel (2002)&lt;br /&gt;
* Feld- Wald- und Wiesenkochbuch S.134, Eve Marie Helm (1978)&lt;br /&gt;
* Illustriertes Heil-, Gift- und Nutzpflanzenbuch S.226, Adelbert von Chamisso (1827)&lt;br /&gt;
* New Kreüterbuch Cap.CCCXVIII, Leonhart Fuchs (1543)&lt;br /&gt;
* Vom Geschmack der Lilienblüten S.213, Jürgen Dahl (1995)&lt;br /&gt;
* Wildblumen im Hausgarten S.179, John Stevens (1987)&lt;br /&gt;
* Wildpflanzen für jeden Garten S.67, Reinhard Witt (1994)&lt;br /&gt;
* kraut&amp;amp;rüben 11/2003 S.39&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Auf den Wiesen habe ich ihn immer bewundert, den Bocksbart mit seinen unauffälligen gelben Blüten, die nur wenige Tage am Vormittag geöffnet sind und auf die fast eine Woche später die riesigen Pusteblumen folgen. Sie sind stabiler als die des Löwenzahn, die Samen allerdings auch schwerer, so dass sie nicht ganz so weit fliegen können. Wenn der Wind die bis zu vier Zentimeter durchmessenden wie aus Federn zusammengesetzten Schirmchen ergreift sehen sie trotzdem sehr filigran aus. Eines Tages kamen sie von irgendwoher zu mir geflogen und seitdem vagabundieren sie durch meinen Garten. Im Frühjahr heißt es aufpassen, denn was da aus der Erde sprießt, sieht dünnen Grashalmen sehr ähnlich. Manchmal sind sie mit einer Art weißem Gespinst besetzt, das den Austrieb schützt, aber das rettet sie nicht immer. Manchmal ist die Hand einfach zu schnell... Wenn die Pfahlwurzel halbwegs unbeschadet mit aus der Erde gezogen wurde, lohnt sich das wieder Einpflanzen. Im Juni wachsen aus den »Grasbüscheln« bis zu einem Meter hohe Stängel, die sich im oberen Bereich verzweigen und Blütenknospen ausbilden. Auch die sind von weißem Gespinst überzogen und die Hochblätter sind teils spiralig aufgedreht. Wenn genügend Pflanzen vorhanden sind lohnt sich die Ernte der noch geschlossenen Knospen, die in Butter gedünstet ein zartes Gemüse ergeben. Auf die wunderbaren Pusteblumen muss dann allerdings verzichtet werden. Die Blüten bestehen aus einem kleine Körbchen voller Röhrenblüten und einem Kranz aus Zungenblüten. Diese werden noch von den langen spitz zulaufenden Kelchblättern umrahmt. Nach einem oder zwei Vormittagen schließt sich die Blüte wieder und wird während der Samenbildung von den Kelchblättern geschützt. Erst nach bis zu zwei Wochen öffnen die sich wieder und wenn das Wetter mitspielt entfaltet sich die Pusteblume im Laufe eines Vormittags zu ihrer vollen Größe und Schönheit. Die Schirmchen bestehen aus bis zu 30 federartigen Fiedern, sind so leicht, dass sie ohne den Samen in der Luft zu schweben scheinen. In trockenen und einigermaßen windstillen Phasen kann die Pusteblume mehrere Tage halten, ehe der Blütenboden so weit abgetrocknet ist, dass die Samen sich ablösen. Meist sind sie aber schon am ersten Abend verschwunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Korbblütler]]&lt;br /&gt;
[[Category: Einjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Filziges_Hornkraut_(Cerastium_tomentosum)&amp;diff=19623</id>
		<title>Filziges Hornkraut (Cerastium tomentosum)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Filziges_Hornkraut_(Cerastium_tomentosum)&amp;diff=19623"/>
		<updated>2026-03-29T19:13:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Filzigeshornkraut2.jpg|miniatur|450px|Filziges Hornkraut, Wuchs (16.2.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Filzigeshornkraut1.jpg|miniatur|450px|Filziges Hornkraut, Blüte (24.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Filzigeshornkraut3.jpg|miniatur|450px|Filziges Hornkraut, Blüte (25.5.)]]&lt;br /&gt;
Niedriges Hornkraut&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Cerastium« von gr. kerastes - gehörnt (wegen der hornartig aus dem Kelch herausragenden Früchte), »tomentosum« lat. filzig, Erstbeschreibung durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Snow-in-Summer&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Nelkengewächse, Caryophyllaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
mittleres bis südliches Italien, in Kultur seit etwa 1620, teilweise ausgewildert&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
ausdauernd, flach verlaufende Wurzeln, niederliegende ausdauernde Staude mit dünnen Trieben, hell graugrüne schmale Blätter mit feinen filzigen Haaren überzogen, breitet sich oberirdisch kriechend aus, Blütenstand etwa 25cm hoch&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig, eher sandig kiesiger Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Juni, Juli&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
weiße, etwa 1cm durchmessende fünfzählige sternartige Blüte&lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
August&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
aus dem Kelch heraus wachsende hornartige Kapsel&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
breitet sich stark aus, Teilung der Pflanze ist möglich aber wegen der langen dünnen Triebe nicht ganz einfach, Risslinge (auch ohne Wurzeln) wachsen gut an, wenn sie anfangs feucht gehalten werden&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
meist grün überwinternd&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung hauptsächlich durch Fliegen&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
kaum Pflege nötig&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Neophyten S.174, Norbert Griebl (2020)&lt;br /&gt;
* Stauden im Garten S.125, Martin Stangl (1984)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Filzig ist eine zutreffende Beschreibung dieses ausdauernden Hornkrautes, dessen schmale graugrüne Blätter damit schon deutlich machen, wo die Pflanze wachsen möchte. Die dichte Behaarung schützt die Blätter vor dem Austrocknen an sonnigen nährstoffarmen Standorten. Von oben betrachtet wirken die dicht an dicht liegenden Blätter wie ein zusammen hängendes Polster, aber das täuscht. Wie leicht elastische Fäden wachsen die dünnen Triebe durcheinander und nur an ihren Spitzen befinden sich die Laubblätter. Das macht es fast unmöglich, die Pflanze zu teilen, was gelegentlich sinnvoll wäre, weil sie schnell größere Areale vereinnahmt. Im Frühsommer überzieht sich die silbrig schimmernde Grundfarbe mit weißen Blütensternen, die an kurzen Stängeln kaum zwanzig Zentimeter über dem Boden wachsen. Nach der Blüte reifen in kleinen wie Hörner geformten Kapseln die Samen. Ausbreiten wird sich das Kraut aber hauptsächlich vegetativ durch Ausläufer. Wenn es über Hand nimmt hilft nur ein scharfer Spaten, mit dem es rundum abgestochen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category: Mehrjährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
	</entry>
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		<id>https://susanna-komischke.de/pflanzenwiki/index.php?title=Hundszunge_(Cynoglossum_officinale)&amp;diff=19622</id>
		<title>Hundszunge (Cynoglossum officinale)</title>
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		<updated>2026-03-29T19:08:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Susanna: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Weitere Namen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hundszunge6.jpg|miniatur|450px|Hundszunge, Jungpflanze (19.3.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hundszunge2.jpg|miniatur|450px|Hundszunge, Austrieb (8.4.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hundszunge7.jpg|miniatur|300px|Hundszunge, Blütenknospen (7.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hundszunge3.jpg|miniatur|450px|Hundszunge, Blüte (27.5.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hundszunge4.jpg|miniatur|300px|Hundszunge, Samenstand (18.6.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hundszunge5.jpg|miniatur|300px|Hundszunge, reife Samen (30.7.)]]&lt;br /&gt;
Brandwurz, Stinkhundszunge, Wolfszunge, Wundkraut&lt;br /&gt;
====Botanischer Name====&lt;br /&gt;
»Cynoglossum« von gr. kyon - Hund und gr. glossa - Zunge, »officinale« lat. als wirksame Droge in Apotheken erhältlich (das Officinarium war ein der Apotheke angegliederter Raum, in dem die Medikamente hergestellt wurden), Erstbeschreibung durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher&lt;br /&gt;
==== Englischer Name ====&lt;br /&gt;
Hound&#039;s Tongue&lt;br /&gt;
==== Familie ====&lt;br /&gt;
Raublattgewächse, Boraginaceae&lt;br /&gt;
====Verbreitung====&lt;br /&gt;
Europa, Nord- und Südwestasien&lt;br /&gt;
==== Wuchs====&lt;br /&gt;
zweijährig, kräftige Pfahlwurzel, Rosette mit großen lanzettlichen samtig behaarten Blättern, Austrieb im zweiten Jahr zunächst steil aufwärts, die Blätter breiten sich später aus, bis 80cm hoher verzweigter Stängel mit schneckenartig aufgerollten Blütenständen, nach der Fruchtreife absterbend&lt;br /&gt;
====Standort====&lt;br /&gt;
sonnig bis halbschattig, eher magerer Boden&lt;br /&gt;
====Blütezeit====&lt;br /&gt;
Mai, Juni, Juli&lt;br /&gt;
====Blüte====&lt;br /&gt;
der Blütenstand entwickelt sich aus einem eng mit schmalen, zugespitzten Laubblättern besetzten Stängel, der die Knospen bis zum Aufblühen schützt, erste Blüten sind noch zwischen den Blättern verborgen, der Stängel streckt sich, in den Achseln der versetzt angeordneten, schmalen Laubblätter entwickeln sich weitere Blütenstände, Kelchblätter schmal und zugespitzt, borstig graugrün behaart, Knospe altrosa, Blüte fünfzählig mit abgerundeten, am Grund verwachsenen Kronblättern, die zur Hälfte im Kelch stecken, nach der Bestäubung wechselt die Farbe ins bläuliche &lt;br /&gt;
====Fruchtreife====&lt;br /&gt;
August, September, Oktober&lt;br /&gt;
====Frucht====&lt;br /&gt;
vierteilige Klause mit großen rundlichen borstigen Samen, anders als bei den meisten anderen Raublattgewächsen bleiben die Samen nicht im Kelch verborgen, sondern sitzen gut sichtbar oben drauf, so dass sie mit ihren Borsten am Fell von vorbei laufenden Tieren hängen bleiben&lt;br /&gt;
====Vermehrung==== &lt;br /&gt;
durch Aussaat&lt;br /&gt;
====Frosthärte====&lt;br /&gt;
Rosette weitgehend absterbend, Herzblätter in milden Wintern teils grün überwinternd, bei Dauerfrost verschwindet der oberirdische Teil der Pflanze komplett, im Frühjahr frisch austreibend&lt;br /&gt;
====Tierische Besucher====&lt;br /&gt;
Bestäubung durch Hummeln und Bienen&lt;br /&gt;
====Pflege====&lt;br /&gt;
keine Pflege nötig&lt;br /&gt;
====Verwendbare Teile====&lt;br /&gt;
getrocknete Wurzel als Beruhigungstee, heute nicht mehr gebräuchlich wegen der Nebenwirkungen, Blätter als Umschlag bei Verbrennungen und Ekzemen&lt;br /&gt;
====Inhaltsstoffe====&lt;br /&gt;
Pyrrolizidin-Alkaloide, Cynoglossin, Consolidin, Allantoin, ätherische Öle, Schleimstoffe&lt;br /&gt;
====Status====&lt;br /&gt;
anwesend, Saatgut vorhanden&lt;br /&gt;
====Literatur====&lt;br /&gt;
* Blattrosetten S.19, Raimund Fischer (1997)&lt;br /&gt;
* Die Kräuter in meinem Garten S.267, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (2008)&lt;br /&gt;
* Dumonts große Kräuter-Enzyklopädie S.271, Deni Bown (1996)&lt;br /&gt;
* Giftpflanzen Pflanzengifte S.283, Roth, Daunderer, Kormann (1994)&lt;br /&gt;
* Großes Kräuter- und Gewürzbuch S.153, Heinz Görz (1987)&lt;br /&gt;
* Kölbls Kräuterfibel S.153, Konrad Kölbl (1993)&lt;br /&gt;
* New Kreüterbuch Cap.CLV, Leonhart Fuchs (1543)&lt;br /&gt;
* Wildblumen im Hausgarten S.166, John Stevens (1987)&lt;br /&gt;
* Wildpflanzen für jeden Garten S.114, Reinhard Witt (1994)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geschichte und Geschichten====&lt;br /&gt;
Die Hundszunge ist ein eher unsteter Geselle, sie sät sich nicht so freigiebig aus wie ihr naher Verwandter Natternkopf. Das mag unter anderem daran liegen, dass sie weniger Samen produziert. Die stellt sie dafür wesentlich hübscher zur Schau, so dass die absterbende Pflanze auch nach der Blüte noch Zierwert hat. Die Hundszunge wächst an sonnigen wie auch schattigen Standorten, die Blätter sind dann entweder eher gedrungen und borstig oder weicher, größer und heller grün. Der Austrieb beginnt früh im Jahr, wenn kein Frost herrscht schon im Februar. Die jungen Blätter sind durch die Überreste der Alten geschützt, sehen anfangs aus wie kleine Eselsohren. Erst wachsen sie steil aufrecht, breiten sich später aus und geben den Blütenschaft frei, der sich eng mit samtigen Laubblättern besetzt in die Höhe schiebt. Die Blüte beginnt meist schon im Mai, zieht sich bis in den Juni, seltener bis Juli. Trüb oder schmutzig rosa soll die Farbe sein, aber das wird der Blüte nicht gerecht, sind die fünf verwachsenen altrosa Blütenblätter doch von einem zarten, dunklen Muster überzogen. Ähnlich wie beim Lungenkraut ändert sich die Farbe während der Blüte und zeigt den Insekten an, wo noch eine Bestäubung nötig ist und Nahrung angeboten wird. Wie bei den Raublattgewächsen üblich bildet auch die Hundszunge offene becherartige Samenstände, sogenannte Klausen, in denen sich jeweils vier Samenanlagen befinden, die aber nicht immer komplett ausreifen. Die Samen der Hundszunge sind relativ groß und mit zu Widerhaken gekrümmten Borsten besetzt. Sie bleiben im Fell vorbei streifender Tiere hängen, werden so mitgenommen und verteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Zweijährige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Susanna</name></author>
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