Wollige Färberdistel (Carthamus lanatus): Unterschied zwischen den Versionen

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Korbblütler, Asteraceae
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=====Verbreitung=====
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Mittelmeerraum, südliches Osteuropa, nördlichste Vorkommen in Tirol (wird sich mit zunehmender Erwärmung sicher weiter ausbreiten), in Australien eingebürgert
=====Wuchs=====
=====Wuchs=====
einjährig, steif aufrecht 25-75cm hoch, Laubblätter wechselständig, halb stängelumfassend, gebuchtet bis fiederlappig, hart und sehr stachelig
einjährig, steif aufrecht 25-75cm hoch, Laubblätter wechselständig, halb stängelumfassend, gebuchtet bis fiederlappig, hart und sehr stark bedornt, nach der Samenreife härtet die komplette Pflanze aus und bleibt sehr stabil stehen
=====Standort=====
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sonnig, eher magerer Boden
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(Juni), Juli, August, September
(Juni), Juli, August, September
=====Blüte=====
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sehr festes Körbchen, mehrere Lagen Kelchblätter mit starr ausgezogener Spitze, gelbe Röhrenblüten, keine Kronblätter
sehr festes Körbchen, mehrere Lagen Kelchblätter mit starr ausgezogener Spitze, gelbe Röhrenblüten, keine Kronblätter, die erste, meist größte, Blüte ist endständig, im oberen Stängelbereich wachsen weitere, teils mehrblütige, Blütenstängel, die die erste Blüte deutlich überragen
=====Fruchtreife=====
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August, September, Oktober
August, September, Oktober
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kaum Pflege nötig
kaum Pflege nötig
=====Verwendbare Teile=====
=====Verwendbare Teile=====
die nach der Samenreife abgetrockneten Pflanzen lassen sich sehr gut für Dekorationen verwenden
=====Inhaltsstoffe=====
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in den Blättern Saponine, in der Blüte gelbe Farbstoffe (Carthamin, Carthamidin), in den Samen Squalen (Triterpen), Vitamin E, das aus den Samen gepresste Öl enthält bis zu 75% Linolsäure
in den Blättern Saponine, in der Blüte gelbe Farbstoffe (Carthamin, Carthamidin), in den Samen Squalen (Triterpen), Vitamin E, das aus den Samen gepresste Öl enthält bis zu 75% Linolsäure
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im Sommer anwesend
im Sommer anwesend
=====Literatur=====
=====Literatur=====
* Die neue Kosmos-Mittelmeerflora S.100, Peter und Ingrid Schönfelder (2008)
=====Geschichte und Geschichten=====
=====Geschichte und Geschichten=====
Was für eine hübsche Distel! Ich habe ohnehin eine Schwäche für Disteln und ihren Aufbau, die Wollige Färberdistel ist in ihrer ganzen Form einfach großartig. In der jungen Rosette sind die (noch fast weichen Blätter) so angeordnet, dass jedes die größtmögliche Fläche der Sonne präsentiert. Dieses Stadium dauert nicht allzu lange. Die Rosette löst sich auf, je weiter die Pflanze in die Höhe wächst, was je nach Bodenbeschaffenheit und klimatischen Gegebenheiten zwischen 25cm und 90cm liegen kann. Jetzt zeigt die Pflanze deutlich, dass sie nicht angefasst werden möchte, die harten Blattdornen sind eine zuverlässige Abwehrmaßnahme. Erst im oberen Bereich verzweigt sich der Stängel, an kurzen Seitentrieben bilden sich die Blütenknospen. Die Blüte selbst besteht aus gelben Röhrenblüten, Kronblätter werden nicht gebildet. Mehrere Lagen stark bedornter Kelchblätter schützen erst die Blüten und später die Samen, die sich tief im Innern des Körbchens bilden. Zwischen weichen dunklen Borsten stecken abgeschrägt vierkantige, relativ große Samen, an deren oberem Ende sich ein zusammengefaltetes Schirmchen befindet, das sich erst öffnet wenn die Samen voll ausgereift sind. Bei trockenem Wetter drückt es diese nach oben und aus dem Körbchen heraus. wie ein kleiner Strohstern sieht dieses Anhängsel aus, das keinen Auftrieb geben kann, da die Samen zu schwer sind. Um die Samen zu ernten muss ich sehr vorsichtig in den Kelch hineingreifen, sonst steche ich mir in die Finger. Nach der Samenreife stirbt die Färberdistel ab, bleibt aber formstabil und kommt sehr dekorativ in einem Trockenstrauß zur Geltung.
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Aktuelle Version vom 22. September 2026, 04:14 Uhr

Weitere Namen
Wollige Färberdistel, Jungpflanze (22.6.)
Wollige Färberdistel, Blütenknospen (20.7.)
Wollige Färberdistel, Blüte (3.9.)

Wolliger Saflor

Botanischer Name

Carthamus - lat. Saflor, Färberdistel, lanatus - lat. mit Wolle bedeckt, wollig, Erstbeschreibung 1753 durch Carl von Linné (1707-1778)

Englischer Name

Saffron Thistle, Downy Safflower, Woolly Distaff Thistle

Familie

Korbblütler, Asteraceae

Verbreitung

Mittelmeerraum, südliches Osteuropa, nördlichste Vorkommen in Tirol (wird sich mit zunehmender Erwärmung sicher weiter ausbreiten), in Australien eingebürgert

Wuchs

einjährig, steif aufrecht 25-75cm hoch, Laubblätter wechselständig, halb stängelumfassend, gebuchtet bis fiederlappig, hart und sehr stark bedornt, nach der Samenreife härtet die komplette Pflanze aus und bleibt sehr stabil stehen

Standort

sonnig, eher magerer Boden

Blütezeit

(Juni), Juli, August, September

Blüte

sehr festes Körbchen, mehrere Lagen Kelchblätter mit starr ausgezogener Spitze, gelbe Röhrenblüten, keine Kronblätter, die erste, meist größte, Blüte ist endständig, im oberen Stängelbereich wachsen weitere, teils mehrblütige, Blütenstängel, die die erste Blüte deutlich überragen

Fruchtreife

August, September, Oktober

Frucht

tief im Körbchen sitzende helle Samen, abgeschrägt vierkantig, vielstrahliges, starres, nicht flugfähiges Schirmchen, ausgebreitet wie ein Stern

Vermehrung

Aussaat, am Naturstandort Selbstaussaat, ich ziehe die Pflanzen im Frühjahr vor und pflanze sie aus

Frosthärte

nicht frosthart

Tierische Besucher

Bestäubung durch langrüsselige Bienen und Hummeln, Schmetterlinge

Pflege

kaum Pflege nötig

Verwendbare Teile

die nach der Samenreife abgetrockneten Pflanzen lassen sich sehr gut für Dekorationen verwenden

Inhaltsstoffe

in den Blättern Saponine, in der Blüte gelbe Farbstoffe (Carthamin, Carthamidin), in den Samen Squalen (Triterpen), Vitamin E, das aus den Samen gepresste Öl enthält bis zu 75% Linolsäure

Status

im Sommer anwesend

Literatur
  • Die neue Kosmos-Mittelmeerflora S.100, Peter und Ingrid Schönfelder (2008)
Geschichte und Geschichten

Was für eine hübsche Distel! Ich habe ohnehin eine Schwäche für Disteln und ihren Aufbau, die Wollige Färberdistel ist in ihrer ganzen Form einfach großartig. In der jungen Rosette sind die (noch fast weichen Blätter) so angeordnet, dass jedes die größtmögliche Fläche der Sonne präsentiert. Dieses Stadium dauert nicht allzu lange. Die Rosette löst sich auf, je weiter die Pflanze in die Höhe wächst, was je nach Bodenbeschaffenheit und klimatischen Gegebenheiten zwischen 25cm und 90cm liegen kann. Jetzt zeigt die Pflanze deutlich, dass sie nicht angefasst werden möchte, die harten Blattdornen sind eine zuverlässige Abwehrmaßnahme. Erst im oberen Bereich verzweigt sich der Stängel, an kurzen Seitentrieben bilden sich die Blütenknospen. Die Blüte selbst besteht aus gelben Röhrenblüten, Kronblätter werden nicht gebildet. Mehrere Lagen stark bedornter Kelchblätter schützen erst die Blüten und später die Samen, die sich tief im Innern des Körbchens bilden. Zwischen weichen dunklen Borsten stecken abgeschrägt vierkantige, relativ große Samen, an deren oberem Ende sich ein zusammengefaltetes Schirmchen befindet, das sich erst öffnet wenn die Samen voll ausgereift sind. Bei trockenem Wetter drückt es diese nach oben und aus dem Körbchen heraus. wie ein kleiner Strohstern sieht dieses Anhängsel aus, das keinen Auftrieb geben kann, da die Samen zu schwer sind. Um die Samen zu ernten muss ich sehr vorsichtig in den Kelch hineingreifen, sonst steche ich mir in die Finger. Nach der Samenreife stirbt die Färberdistel ab, bleibt aber formstabil und kommt sehr dekorativ in einem Trockenstrauß zur Geltung.