Apfelminze (Mentha rotundifolia)

Aus Pflanzenwiki

Weitere Namen

Apfelminze, Austrieb (31.3.)

Botanischer Name

»Mentha« lat. Minze, »rotundifolia« von lat. rotundus - rund und lat. folius - blättrig

Englischer Name

Apfelminze, Wuchs (15.6.)

Bowles Mint, Apple Mint, Egyptian Mint

Familie

Apfelminze, Blüte (6.8.)

Lippenblütler, Lamiaceae

Verbreitung

Wuchs

ausdauernd, stark Ausläufer bildend, runde pelzige hellgrüne Blätter, Blütenstand bis 1,2m hoch

Standort

sonnig bis halbschattig, nahrhafter, eher feuchter Boden

Blütezeit

(Juni), Juli, August

Blüte

ährenartiger pelziger verzweigter Blütenstand kleine rosa Blüten

Fruchtreife

September

Frucht

viele kleine Samen, die aber selten sortenecht aufgehen

Vermehrung

durch Wurzelrisslinge

Frosthärte

oberirdisch absterbend, Wurzeln frosthart

Tierische Besucher

Bestäubung hauptsächlich durch Fliegen, aber auch Bienen und Hummeln

Pflege

Rückschnitt nach der Blüte fördert Neuaustrieb

Verwendbare Teile

Blätter und Blüten, Apfelminze hat ein sehr liebliches Aroma, eignet sich gut für Süßspeisen (ein paar Blätter auf Zitronensorbet oder im Obstsalat), frische Blüten zum Ansetzen von Minzblütenessig,

Inhaltsstoffe

Status

anwesend, Ableger vorhanden

Literatur

  • Kräuter, Burkhard Bohne (2010)
  • kraut&rüben 6/1993, 7/2006, 8/2007, 7/2008, 11/2008

Geschichte und Geschichten

Die Apfelminze ist eine sehr sanfte Minze. Das wird schon beim Berühren deutlich. Die runden Blätter sind von einem samtig weichen Pelz überzogen, der sich einfach wunderbar anfühlt. Wie alle Minzen vagabundiert auch diese Art mit ihrem Rhizom unter der Erde entlang, so dass im Herbst nicht zu erkennen ist, wo sie denn im Frühjahr erscheinen wird. Eine nicht allzu penibel geordnete Gartenecke sagt ihr zu und sie bedankt sich mit vielen Trieben, die nicht nur einen aromatischen Tee ergeben, sondern auch in der Küche vielfach eingesetzt werden können. Die Apfelminze gehört zu den kräftig wachsenden Arten, wird deutlich über einen Meter hoch und bleibt dabei recht standfest. Zum Trocken werden die Triebe zu Beginn der Blüte geerntet, und an einem schattigen, trockenen Platz aufgehängt, bis sie in der Hand zerbröseln. Die herunter geschnittenen Pflanzen treiben schnell neu aus. Für die Küche sind frische Blätter besser geeignet als getrocknete, da sie weich sind. Einem (Obst)Salat geben sie eine frische Note, einige Blätter klein geschnitten auf Zitronensorbet sind ein Gedicht. Blätter und Blüten können Essig aromatisieren und für den Winter werden sie am Besten eingefroren. Bis in den August bleiben die Pflanzen meist gesund, dann macht sich eine leichte Anfälligkeit für Mehltau bemerkbar. Ein Rückschnitt bringt meist wieder gesunde Blätter hervor, in manchen Jahren ist die Ernte bis in den Winter hinein möglich, auch wenn das Aroma nicht ganz so intensiv ist wie im Sommer. Leichte Fröste werden hingenommen, wird es richtig kalt, muss auf das nächst Frühjahr gewartet werden.