Graukresse (Berteroa incana)

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Weitere Namen

Graukresse, Blüte (30.7.)

Botanischer Name

»Berteroa« nach Carlo Guiseppe Luigi Bertero (1789-ca 1831) italienischer Arzt und Botaniker, »incana« lat. grau

Englischer Name

Hoary Alyssum, Hoary false Madwort

Familie

Kreuzblütler, Brassicaceae

Verbreitung

Eurasien

Wuchs

ein- bis zweijährig, steif aufrecht, Blätter schmal lanzettlich, hell graugrün, 30-80cm hoch (selten bis zu einem Meter), Blütenstand traubig

Standort

sonnig, magerer Boden

Blütezeit

Juni, Juli, August, September

Blüte

kleine weiße Kreuzblüten an der Spitze eines sich verlängernden Blütenstängels, der irgendwann instabil wird und sich auf die umgebende Vegetation auflegt, im unteren Stängelbereich reifen schon die Samen, während sich oben weiter neue Blüten öffnen

Fruchtreife

August, September, Oktober

Frucht

5-9mm lange rundliche Schötchen, flache braune Samen

Vermehrung

durch Selbstaussaat

Frosthärte

manche Pflanzen sterben schon im Frühherbst ab, andere blühen noch den halben Winter durch

Tierische Besucher

Bestäubung durch Bienen, Schwebfliegen, Schmetterlinge

Pflege

keine Pflege nötig

Verwendbare Teile

das aus den Samen gewonnene Öl wird gelegentlich für Speisen verwendet, aber auch als technisches Öl, Blütenknospen lassen sich wie Kapern einlegen, Blüten als leicht scharfe Würze für Bratlinge oder Gemüse

Inhaltsstoffe

unbekanntes Toxin, Senfölglycoside, Glucoalyssin, Glucobrassicanapin

Status

anwesend

Literatur

  • Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.522, S.G.Fleischhauer, J.Guthmann, R.Spiegelberger (2013)

Geschichte und Geschichten

Sie gehört sicher nicht zu den attraktivsten Wildpflanzen, mit dem etwas staksigen Wuchs und den wie verstaubt aussehenden schmalen grauen Blättern. Die Graukresse taucht auf und verschwindet auch wieder, gibt der Boden genug her, so entwickelt sie sich im Laufe des Sommers zu einem umfangreichen Büschel, in magerem Erdreich bleibt sie eintriebig und schmal, beeilt sich zu blühen und Samen zu bilden, ehe sie im Herbst in der Hoffnung abstirbt, dass ihre Nachkommen es besser haben mögen. Die Samen sind klein und leicht, werden vom Wind und im Fell von Tieren mitgenommen und so stehen die Chancen nicht schlecht, im nächsten Frühjahr auf ein reicheres Nahrungsangebot zu stoßen.