Kartäusernelke (Dianthus carthusianorum)

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Weitere Namen

Kartäusernelke, Austrieb (8.5.)
Kartäusernelke, Blüte (27.6.)

Steinnelke

Botanischer Name

»Dianthus« von gr. dios anthos - Blume des Zeus, »carthusianorum« Benennung nach dem 1084 gegründeten Kartäuser-Orden (die Mönche nutzten die saponinhaltige Pflanze als Heilmittel bei rheumatischen Beschwerden)

Englischer Name

Carthusian Pink

Familie

Nelkengewächse, Caryophyllaceae

Verbreitung

Süd- West- und Mitteleuropa

Wuchs

ausdauernd, schmale, nadelartige graugrüne gegenständige Blätter, kaum höher als 10cm, Blütenstand bis 25cm

Standort

sonnige Trockenrasen, Heideflächen,

Blütezeit

Juni, Juli, August

Blüte

pink farbene Stieltellerblüte, häufig mehrere Blüten zusammen endständig auf dünnem Stängel, Kelch und Hochblätter braun abtrocknend

Fruchtreife

August, September, Oktober

Frucht

schmale gezähnte Streukapsel

Vermehrung

durch Selbstaussaat, Teilung größerer Pflanzen

Frosthärte

grün überwinternd, bei langem Kahlfrost zurück frierend

Tierische Besucher

Bestäubung durch Tagfalter und Hummeln

Pflege

die Pflanze hält sich nur auf offenen trockenen Standorten, wird sonst leicht überwuchert

Verwendbare Teile

Blütenblätter als Farbtupfer im Salat, Auszug aus den saponinhaltigen Blättern wurde als Mittel gegen Rheuma verwendet

Inhaltsstoffe

Saponine, Eugenol

Status

anwesend

Literatur

  • Wildpflanzen für jeden Garten S.78, Reinhard Witt (1994)

Geschichte und Geschichten

Solange die Kartäusernelke nicht blüht, ist sie an ihrem natürlichen Standort kaum zu sehen. Ihre Blätter ähneln Grasbüscheln so sehr, dass auch im Garten immer wieder die Gefahr besteht, sie versehentlich mit aus zu reißen. Die schmalen spitz zulaufenden Blätter sind angepasst an das Leben in einer offenen, mageren Wiesenlandschaft, wie sie auf steinigen Berghängen vorkommt. In Kultur genommen wurde sie wahrscheinlich von Mönchen, die ihre heilende Wirkung bei rheumatischen Beschwerden erkannten und sie in die Klostergärten holten.