Kugelprimel (Primula denticulata)

Aus Pflanzenwiki

Weitere Namen

Botanischer Name

Kugelprimel, Herbstrosette (26.10.)

»Primula« von lat. primus - der Erste, »denticulata« lat. feingezähnt

Englischer Name

Kugelprimel, Blüte (31.3.)

Drumstick Primula

Familie

Primelgewächse, Primulaceae

Verbreitung

Asien bis China

Wuchs

ausdauernd, grundständige Rosette, länglich ovale runzelige Blätter, etwa 10-15cm hoch, Blütenstand bis 30cm hoch, zur Fruchtreife bis 50cm

Standort

sonnig bis halbschattig, nahrhafter eher feuchter Boden, am Naturstandort bis in 4000 Metern Höhe

Blütezeit

Mai, Juni

Blüte

kugeliger doldenartiger Blütenstand auf blattlosem kräftigen Stängel, der sich während der Blüte verlängert, mit vielen, eng gedrängten Einzelblüten in lila (selten weiß oder rosa)

Fruchtreife

Juli, August

Frucht

rundliche Kapsel mit vielen kleinen Samen

Vermehrung

durch Aussaat im Herbst (Kaltkeimer)

Frosthärte

teilweise grün überwinternd, teilweise oberirdisch absterbend

Tierische Besucher

Bestäubung durch Bienen und Hummeln

Pflege

abgeblühte Stängel entfernen

Verwendbare Teile

junge Blätter und Blüten im Salat

Inhaltsstoffe

Status

anwesend

Literatur

  • kraut&rüben 3/2017

Geschichte und Geschichten

Wenn eine Pflanze im Himalaya zu Hause ist, muss sie einiges aushalten können, was das Klima angeht. Bis in Höhen von 4000 Metern finden sich die leuchtenden Blüten der Kugelprimel. Verständlich, dass Pflanzenjäger vergangener Jahrhunderte sie mitbrachten und sie bald in vielen Gärten gepflanzt wurde. Solange der Boden feucht genug ist, stellt diese Primel keine großen Ansprüche. Halbschattige Standorte am Teichufer gefallen ihr besonders und sie kann dort recht alt werden. Sonnige Pflanzungen sind nur von Bestand, wenn der Boden nie austrocknet. Da sie Kälte aus ihrer Heimat gewöhnt ist, blüht die Kugelprimel schon recht früh, manchmal sogar ein zweites Mal im Herbst. Besonders eindrucksvoll sind größere Bestände, deren intensive Farbe dann weithin leuchtet.