Leipziger Windröschen (Anemone x lipsiensis)

Aus Pflanzenwiki

Weitere Namen

Windröschen, Blüte (1.4.)
Windröschen, Blüte (5.4.)

Leipziger Buschwindröschen

Botanischer Name

»Anemone« von gr. anemos - Wind, »lipsiensis« nach dem Fundort der Pflanze in der Nähe von Leipzig

Englischer Name

Wood Anemone

Familie

Hahnenfußgewächse, Ranunculaceae

Verbreitung

in der Nähe von Leipzig aufgetretene Naturhybride aus Anemone nemorosa x Anemone ranunculoides

Wuchs

niedrige, bereits im Frühsommer einziehende Staude, 10-15cm hoch, Blüte wenig höher

Standort

Halbschatten,unter laubabwerfenden Sträuchern und Bäumen

Blütezeit

(März), April

Blüte

hellgelbe, fünf- bis siebenzählige Strahlenblüte

Fruchtreife

Mai, Juni

Frucht

Sammelbalgfrucht

Vermehrung

durch Tochterknollen

Frosthärte

Wurzelknollen frosthart

Tierische Besucher

Pflege

kaum Pflege nötig

Verwendbare Teile

giftig

Inhaltsstoffe

Protoanemonin (Zerfällt beim Trocknen)

Status

anwesend

Literatur

  • kraut&rüben 3/2006

Geschichte und Geschichten

In den Wäldern rund um Leipzig wachsen große Bestände vom weißen Buschwindröschen und seiner verwandten Art, dem Gelben Windröschen. Nur an diesem einen Standort ist es zu Kreuzungen zwischen den beiden Arten gekommen, das Resultat ist eine blassgelbe Variante, die als Leipziger Windröschen bekannt wurde. Die kleinen Frühlingsblüher sind recht ursprüngliche Pflanzen, was sich unter anderem daran erkennen lässt, dass die Zahl ihrer Blütenblätter nicht eindeutig festgelegt ist. Sie variiert von fünf bis acht, was sich in einem größeren Bestand bei genauerem Hinsehen leicht nachzählen lässt. Im Garten braucht die Pflanze einen Standort an dem sie in Ruhe gelassen wird. Da sie nur etwa drei Monate zu sehen ist, kann sommerliches Jäten leicht ihr Ende bedeuten. Windröschen verlassen sich ihrer frühen Blüte wegen nicht nur auf eine Vermehrung durch Samen. Ihre Blüten sind zwar bei Insekten beliebt, aber wenn ein später Wintereinbruch die Tiere am fliegen hindert, bleibt die Bestäubung aus. Dicht unter der Erde befindet sich deshalb ein Wurzelsystem, mit dem die Pflanze sich vegetativ ausbreiten kann. Besonders junge Pflanzen lassen sich dabei Zeit, ältere Bestände können große Flächen einnehmen.