Erdbeerminze (Mentha species)

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Weitere Namen

Erdbeerminze, Austrieb (22.4.)
Erdbeerminze, Blüte (11.7.)
Erdbeerminze, Blütenstand (26.7.)

Botanischer Name

»Mentha« nach der Nymphe Mintha aus der griechischen Mythologie

Englischer Name

Strawberry Mint

Familie

Lippenblütler, Lamiaceae

Verbreitung

Wuchs

ausdauernd, Ausläufer bildend, buschiger Wuchs, Blätter kreuzgegenständig eher klein runzelig, Ränder glatt bis gelappt, Blütenstand verzweigt, etwa 25cm hoch, intensiv nach Erdbeeren duftend

Standort

sonnig bis halbschattig, nahrhafter nicht zu trockener Boden

Blütezeit

Juni, Juli, August

Blüte

zierlicher ährenartiger Blütenstand, sehr kleine rosa Blüten

Fruchtreife

Frucht

kleine Streukapsel

Vermehrung

durch Wurzelrisslinge

Frosthärte

oberirdisch absterbend, Wurzel frosthart bis etwa -12°C, Winterschutz ratsam

Tierische Besucher

Betäubung hauptsächlich durch kleine Käfer und Fliegen

Pflege

Rückschnitt im Frühjahr

Verwendbare Teile

Blätter für Tee mit Erdbeergeschmack, als Gewürz nur ganz junge Blätter verwenden, die älteren sind unangenehm herb im Geschmack

Inhaltsstoffe

ätherische Öle, Flavonoide, Gerbstoffe

Literatur

  • Das Kräuterkulinarium S.104, Maiga Werner (2014)
  • kraut&rüben 6/1993

Geschichte und Geschichten

Minzen sind erstaunlich variabel, was ihre Aromen angeht. Diese hier enthält fast gar kein Menthol, dafür aber ein deutliches Erdbeeraroma, dass im Tee-Aufguss erhalten bleibt und immer wieder verblüfft. Die Pflanze bleibt relativ klein, wird kaum 25cm hoch. Die runzeligen kreuzgegenständigen Blätter sind schmal und leicht pelzig. Sie treiben aus einem Rhizom, das sie eindeutig zu den Minzen gehören lässt, denn es kriecht fröhlich dicht unter der Erdoberfläche dahin, immer auf der Suche nach frischen Nährstoffquellen. Ab Mitte Juni zeigen sich die kleinen rosa Blüten in ährenartigen Blütenständen. Bienen und Hummeln, aber auch Schmetterlinge und Fliegen besuchen die Nektarquellen. Der Samenansatz ist eher gering, die Vermehrung der Erdbeerminze erfolgt durch Wurzelrisslinge, die leicht anwachsen. Werden die jungen Triebe abgeerntet, treibt immer wieder Grün nach bis zum Spätherbst. Dann ist das Aroma der Blätter allerdings eher unangenehm herb. Mit den ersten Frösten verabschiedet sich die Pflanze in die Winterruhe, vereinzelt bleiben Triebe noch grün, die sollten mit den abgestorbenen im Frühjahr ebenerdig zurück geschnitten werden.

Kulinarisches