Fetthenne (Sedum telephium)

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Weitere Namen

Fetthenne, Sämling (28.2.)
Fetthenne, Austrieb (31.3.)
Fetthenne, Blüte (10.8)
Fetthenne, Blüte (2.10.)

Donnerkraut, Fette Henne, Bruchwurz, Schmeerwurz

Botanischer Name

»Sedum« Fremdwort unklarer Herkunft, möglicherweise von lat.sedo - sitzen, »telephium« möglicherweise nach Telephos von Pergamon, der sehr alt wurde (im Zusammenhang mit der Langlebigkeit der Sedum-Gewächse)

Englischer Name

Stonecrop

Familie

Dickblattgewächse, Crassulaceae

Verbreitung

Europa

Wuchs

ausdauernd, rübenartiges Rhizom, rosettig, fleischige graugrüne rundliche stängelumfassende Blätter, am Rand teilweise leicht gekerbt, Blütenstand beblättert, verzweigt, bis 50cm hoch

Standort

sonnig bis halbschattig, eher magerer Boden

Blütezeit

Juni, Juli, August

Blüte

tellerartig zusammengesetzter Blütenstand aus vielen sternförmigen fünfzähligen Einzelblüten, rosa, weiß oder selten blass lila

Fruchtreife

Oktober

Frucht

Balgfrüchte

Vermehrung

durch Bewurzelung von Teilstücken, Selbstaussaat

Frosthärte

oberirdisch absterbend, Wurzel frosthart

Tierische Besucher

Bestäubung durch Bienen, Käfer und Fliegen, Futterpflanze für die Raupen von Apollo, Fetthennebläuling, Graue Modereule

Pflege

Rückschnitt im Frühjahr

Verwendbare Teile

Blätter, gelartiger Saft als Wundheilmittel, sparsam als Salatzutat (schwach giftig)

Inhaltsstoffe

Piperidinalalkaloide, Vitamine, Mineralstoffe

Status

anwesend

Literatur

  • Der neugierige Gärtner S.49, Jürgen Dahl (1998)
  • Die Kräuter in meinem Garten S.175, Siegrid Hirsch, Felix Grünberger (2008)
  • Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.304, S.G.Fleischhauer, J.Guthmann, R.Spiegelberger (2013)
  • Essbare Landschaften S.19, Olaf Schnelle, Ralf Hiener (2003)
  • Grüne Paradiese auf Balkon und Terrasse S.164, David Joyce (1997)
  • Illustriertes Heil-, Gift- und Nutzpflanzenbuch S.75, Adelbert von Chamisso (1827)
  • Wildpflanzen für jeden Garten S.117, Reinhard Witt
  • Zeit im Garten S.54, Jürgen Dahl (1991)
  • kraut&rüben 10/2019 S.5

Geschichte und Geschichten

Der Name ist nicht von der Hand zu weisen. Ein dicker graugrüner Busch im Beet, womöglich noch mit einzelnen rosa Blütentellern darüber, von weitem kann das durchaus wie eine hockende Glucke aussehen. Wie kleine Kugeln wirken die ersten Blätter die im Frühjahr eng ineinander gefaltet aus dem Boden kriechen. Sie sind von einer weißen wachsartigen Schicht überzogen, was darauf hinweist, dass sie an sonnige trockene Gegebenheiten gewöhnt sind. Ein paar Nährstoffe mögen sie trotzdem, wenn sie üppig und kraftstrotzend aussehen sollen. Neben der ursprünglichen Art gibt es verschiedene Züchtungen in unterschiedlichen Blatt- und Blütenfarben. Durch ihre späte Blütezeit sind die Pflanzen nicht nur für das menschliche Auge ein Farbtupfer, sondern auch eine Nektarquelle für Hummeln und Bienen.