Lumnitzer Federnelke (Dianthus lumnitzeri "Tatra Fragrance")

Aus Pflanzenwiki

Weitere Namen

Hainburger Federnelke, Austrieb (26.4.)
Hainburger Federnelke, Blüte (5.6.)
Hainburger Federnelke, Blüte (28.5.)
Hainburger Federnelke, Samen

Hainburger Federnelke

Botanischer Name

»Dianthus« von gr. Dios anthos - Blume des Zeus, »lumnitzeri« nach dem altösterreichischen Botaniker Stephan Lumnitzer (1750-1806), Erstbeschreibung durch Johann Babtist Wiesbaur (1836-1906) österreichischer Botaniker

Englischer Name

Familie

Nelkengewächse, Caryophyllaceae

Verbreitung

Hainburger Berge in Niederösterreich, Kleine Karpaten in der Slowakei, örtlich sehr begrenzt

Wuchs

ausdauernd, flache Polster bildend, hell silbrig grüne schmale Blätter, mit Blüten etwa 25cm hoch

Standort

sonnig, kalkhaltiger Boden

Blütezeit

Juni, Juli

Blüte

Wildform meist rein weiß, Zuchtformen mit rot gezeichneten Blüten, fünf bis zum Grund gefiederte Kronblätter, stark duftend, die knospenden Stängel liegen zunächst flach auf der Pflanze auf, richten sich erst kurz vor dem Öffnen der Blüten auf

Fruchtreife

August, September

Frucht

schmale offene Streukapsel

Vermehrung

durch Teilung, Aussaat

Frosthärte

grün überwinternd

Tierische Besucher

Bestäubung durch langrüsselige Hummeln, Tagfalter

Pflege

kaum Pflege nötig, vor Überwucherung schützen

Verwendbare Teile

Duftpflanze, Blüten als Salat- oder Kuchendekoration

Inhaltsstoffe

ätherische Öle (Eugenol)

Status

anwesend

Literatur

Geschichte und Geschichten

Diese so zart wirkende Nelke ist erstaunlich durchsetzungsfähig, sie behauptet ihren Platz in einem Beet, das von verschiedenen eher wilden Pflanzen bewohnt wird und hat sich im Laufe der Jahre sogar ausgebreitet. Die fast silbrig grauen schmalen Blätter bilden ein flach auf dem Boden liegendes Polster, das sich langsam in die Umgebung vorarbeitet. Wegen ihrer geringen Höhe sollte die Umgebung offen oder von anderen niedrigen Pflanzen bewachsen sein, damit die Nelke nicht überwuchert wird. Die Blütenknospen sitzen an Stängeln, die zunächst liegend aus dem Polster herauswachsen und sich erst relativ spät in die Höhe bewegen. Wie bei Federnelken üblich, scheinen die Blüten über der Pflanze zu tanzen. Die Zuchtform "Tatra Fragrance" hat im Unterschied zu Wildform eine rote Zeichnung auf weißem Grund, eine sehr anmutige Blüte mit intensivem Nelkenduft. Nach der Blüte bleibt das silbrige Blattwerk ein ruhiger Blickfang im Beet, das selbst den Winter unbeschadet übersteht.