Weiße Fetthenne (Sedum album)

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Weitere Namen

Weiße Fetthenne, Wuchs (2.4.)
Weiße Fetthenne, Blüte (13.6.)
Weiße Fetthenne, Blüte (22.6.)
Weiße Fetthenne, Samen

Rotmoos-Mauerpfeffer, Weißer Mauerpfeffer

Botanischer Name

»Sedum« lat. Hauswurz, Fremdwort unbekannter Herkunft, »album« weiß, Erstbeschreibung 1753 durch Carl von Linné (1707-1778) schwedischer Naturforscher

Englischer Name

White Stonecrop

Familie

Dickblattgewächse, Crassulaceae

Verbreitung

Mittel- und Südeuropa, Kaukasus, Nordwestafrika

Wuchs

ausdauernd, flach verlaufendes eher schwach ausgeprägtes Wurzelsystem, niederliegende dünne Triebe, aus denen im Frühjahr sukkulente walzenförmige Blätter wachsen, Teppiche bildend, bei großer Trockenheit rot überlaufen, Blütenstand bis 15cm hoch

Standort

sonnig, magerer trockener Boden

Blütezeit

(Mai), Juni, Juli

Blüte

doldenartiger Blütenstand, weiße Sternblüten, nur wenige Triebe bilden Blütenstände aus, sterben nach der Blüte ab

Fruchtreife

August, September

Frucht

kleine Kapsel

Vermehrung

die Vermehrung ist denkbar einfach, da abgerissene Triebe sich schnell bewurzeln, Selbstaussaat

Frosthärte

teilweise grün überwinternd

Tierische Besucher

Bestäubung durch Käfer, Fliegen, aber auch Bienen, Futterpflanze für die Raupen von Apollo-Falter und Fetthennen-Bläuling

Pflege

kaum Pflege nötig, Ausbreitungsdrang einschränken wenn nötig

Verwendbare Teile

zerstoßene Blätter als Wundauflage, in der Küche in kleinen Mengen als Gemüsebeigabe, im Salat oder Kräuterquark

Inhaltsstoffe

Flavonoide, Gerbstoffe, organische Säuren, Arbutin, Hydrochinon, Schleimstoffe, Vitamin C

Status

anwesend

Literatur

  • Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen S.300, S.G.Fleischhauer, J.Guthmann, R.Spiegelberger (2013)
  • New Kreüterbuch Cap.X, Leonhart Fuchs (1543)

Geschichte und Geschichten

Laut Leonhart Fuchs gehört die Weiße Fetthenne zum mittleren Geschlecht der Hauswurze. Dieses teilt sich in Männlein und Weiblein: "...Dises andern aber geschlechts findt man zweyerlei, eins mit geelen blumen, welches das mennlin ist. Das ander mit weissen blumen ist das weiblin." Das lässt einen das kleine Gewächs doch gleich mit anderen Augen betrachten. Trockene Wegränder ohne höheren Bewuchs sind der Weißen Fetthenne angenehm. Dort bildet sie schnell geschlossene Teppiche die nur wenige Zentimeter hoch werden. Zur Blütezeit verlängern sich einzelne Triebenden und bilden eine verzweigte Dolde aus kleinen weißen Sternblüten. Diese Blütendolden legen sich auf das grüne Polster, das so insgesamt zu blühen scheint. Nach der Blüte und Samenreife stirbt der einzelne Spross ab, wird aber schnell durch neue Triebe ersetzt.