Ölweide (Elaeagnus species): Unterschied zwischen den Versionen
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Korallen-Ölweide: etwa 5-7mm durchmessende rundliche Früchte, rot mit weißen Sternhaaren besetzt, ein länglicher Steinkern | Korallen-Ölweide: etwa 5-7mm durchmessende rundliche Früchte, rot mit weißen Sternhaaren besetzt, ein länglicher Steinkern, | ||
Vielblütige Ölweide: eiförmige etwa 1,5cm lange rote Früchte mit länglichem Steinkern | Vielblütige Ölweide: eiförmige etwa 1,5cm lange rote Früchte mit länglichem Steinkern | ||
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Ölweiden sind sehr genügsame Gehölze, die auch mit widrigen Bodenverhältnissen zurecht kommen. Sie halten eine relativ hohe Schadstoffbelastung, sowohl im Boden wie auch in der Luft aus, werden daher gerne an Straßen gepflanzt. An Böschungen halten sie mit ihrem weitläufigen Wurzelsystem die Erde fest und trotzen auch stärkeren Winden. An der Ostsee haben Pflanzungen den gleichen Zweck wie Sanddorn, mit dem sie eng verwandt sind. Die beiden Sträucher in meinem Garten sind noch jung und zierlich, bis sie richtig loswachsen vergehen ein paar Jahre. Dann kann aber ab und zu durchaus ein kräftiger Rückschnitt nötig werden. Die Sträucher wachsen von Grund auf mehrtriebig und wirken etwas sparrig, als wüssten sie nicht genau, welche Richtung ein neuer Ast nehmen soll. | |||
Im Mai beginnt die Blütezeit und die ist schon etwas besonderes. Der ganze Strauch ist mit kleinen weißlichen Blüten übersät, die in Büscheln den Blattachseln entsprießen. Der Duft dieser Blüten füllt den ganzen Garten aus, besonders vom späten Nachmittag bis in den Abend. | |||
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Version vom 21. Januar 2026, 14:06 Uhr
Weitere Namen
Korallen-Ölweide (Elaeagnus umbellata) Doldige Ölweide, Schirm-Ölweide Vielblütige Ölweide (Elaeagnus multiflora) Essbare Ölweide, Edel-Ölweide
Botanischer Name
»Elaeagnus« - Benennungshintergrund nicht eindeutig geklärt, möglicherweise von gr. eleia - Ölbaum und dessen Frucht und gr. agnos - Lamm (wegen der weißfilzigen Blattunterseiten), »umbellata« - doldig, »multiflora« - vielblütig, Erstbeschreibung beider Arten durch Carl Peter Thunberg (1743-1822)
Englischer Name
Korallen-Ölweide Autumn Olive, Vielblütige Ölweide Cherry Elaeagnus
Familie
Ölweidengewächse, Elaeagnaceae
Verbreitung
Japan, China, Korea
Wuchs
ausdauernd, anfangs langsam wachsend, später mit ausgreifendem Wurzelsystem, Wurzelausläufer, leicht sparrig wachsender Strauch bis etwa 4m Höhe und Breite, an den Wurzeln befinden sich kleine Knöllchen mit Aktinorrhiza- Bakterien, die Stickstoff für die Pflanze verwertbar machen
Standort
sonnig bis halbschattig, kommt gut mit magerem Boden zurecht
Blütezeit
Mai
Blüte
kleine röhrige Blüten, 4 Kronblätter die sich nur im vorderen Bereich flach ausbreiten, in dichten Büscheln in den Blattachseln, stark duftend
Fruchtreife
Ende Juli bis Ende September
Frucht
Korallen-Ölweide: etwa 5-7mm durchmessende rundliche Früchte, rot mit weißen Sternhaaren besetzt, ein länglicher Steinkern, Vielblütige Ölweide: eiförmige etwa 1,5cm lange rote Früchte mit länglichem Steinkern
Vermehrung
Aussaat der gereinigten Samen im Herbst (Kaltkeimer), Stecklinge, Veredelung besonderer Sorten
Frosthärte
in normalen Wintern frosthart, bei längerem Dauerfrost kann es zu Schäden am Holz kommen
Tierische Besucher
die üppige Blüte lockt alles an was fliegen kann
Pflege
die Vielblütige Ölweide fängt nach zögerndem Start so kräftig an zu wachsen, dass ein gelegentlicher Rückschnitt nötig werden kann, notfalls lässt sie sich auch "auf den Stock setzen" (kompletter Schnitt bis knapp über dem Boden) vereinzelte Wurzelausläufer lassen sich zur Vermehrung nutzen
Verwendbare Teile
die Beeren beider Arten können frisch vom Strauch genascht werden, sind eine leckere Müsli-Zutat und ergeben eine fruchtige Marmelade, aus Blüten und Früchten lässt sich auch ein Likör ansetzen
Inhaltsstoffe
Vitamine A, C und E, Phenole, Anthocyane, Lutein, Lycopin (roter Farbstoff, der auch in Tomaten vorkommt), Phosphor, Kalzium, Magnesium, Kalium, Eisen
Status
anwesend
Literatur
- Enzyklopädie der Wildobst- und seltenen Obstarten
Geschichte und Geschichten
Ölweiden sind sehr genügsame Gehölze, die auch mit widrigen Bodenverhältnissen zurecht kommen. Sie halten eine relativ hohe Schadstoffbelastung, sowohl im Boden wie auch in der Luft aus, werden daher gerne an Straßen gepflanzt. An Böschungen halten sie mit ihrem weitläufigen Wurzelsystem die Erde fest und trotzen auch stärkeren Winden. An der Ostsee haben Pflanzungen den gleichen Zweck wie Sanddorn, mit dem sie eng verwandt sind. Die beiden Sträucher in meinem Garten sind noch jung und zierlich, bis sie richtig loswachsen vergehen ein paar Jahre. Dann kann aber ab und zu durchaus ein kräftiger Rückschnitt nötig werden. Die Sträucher wachsen von Grund auf mehrtriebig und wirken etwas sparrig, als wüssten sie nicht genau, welche Richtung ein neuer Ast nehmen soll.
Im Mai beginnt die Blütezeit und die ist schon etwas besonderes. Der ganze Strauch ist mit kleinen weißlichen Blüten übersät, die in Büscheln den Blattachseln entsprießen. Der Duft dieser Blüten füllt den ganzen Garten aus, besonders vom späten Nachmittag bis in den Abend.