Ölweide (Elaeagnus species)

Aus Pflanzenwiki
Weitere Namen

Korallen-Ölweide (Elaeagnus umbellata) Doldige Ölweide, Schirm-Ölweide Vielblütige Ölweide (Elaeagnus multiflora) Essbare Ölweide, Edel-Ölweide

Botanischer Name

»Elaeagnus« - Benennungshintergrund nicht eindeutig geklärt, möglicherweise von gr. eleia - Ölbaum und dessen Frucht und gr. agnos - Lamm (wegen der weißfilzigen Blattunterseiten), »umbellata« - doldig, »multiflora« - vielblütig

Englischer Name

Korallen-Ölweide Autumn Olive, Vielblütige Ölweide Cherry Elaeagnus

Familie

Ölweidengewächse, Elaeagnaceae

Verbreitung

Japan, China, Korea

Wuchs

ausdauernd, anfangs langsam wachsend, später mit ausgreifendem Wurzelsystem, Wurzelausläufer, leicht sparrig wachsender Strauch bis etwa 4m Höhe und Breite, an den Wurzeln befinden sich kleine Knöllchen mit Aktinorrhiza- Bakterien, die Stickstoff für die Pflanze verwertbar machen

Standort

sonnig bis halbschattig, kommt gut mit magerem Boden zurecht

Blütezeit

Mai

Blüte

kleine röhrige Blüten, 4 Kronblätter die sich nur im vorderen Bereich flach ausbreiten, in dichten Büscheln in den Blattachseln, stark duftend

Fruchtreife

Ende Juli bis Ende September

Frucht

Korallen-Ölweide: etwa 5-7mm durchmessende rundliche Früchte, rot mit weißen Sternhaaren besetzt, ein länglicher Steinkern Vielblütige Ölweide: eiförmige etwa 1,5cm lange rote Früchte mit länglichem Steinkern

Vermehrung

Aussaat der gereinigten Samen im Herbst (Kaltkeimer), Stecklinge, Veredelung besonderer Sorten

Frosthärte

in normalen Wintern frosthart, bei längerem Dauerfrost kann es zu Schäden am Holz kommen

Tierische Besucher

die üppige Blüte lockt alles an was fliegen kann

Pflege

die Vielblütige Ölweide fängt nach zögerndem Start so kräftig an zu wachsen, dass ein gelegentlicher Rückschnitt nötig werden kann, vereinzelte Wurzelausläufer lassen sich zur Vermehrung nutzen

Verwendbare Teile

die Beeren beider Arten können frisch vom Strauch genascht werden, sind eine leckere Müsli-Zutat und ergeben eine fruchtige Marmelade, aus Blüten und Früchten lässt sich auch ein Likör ansetzen

Inhaltsstoffe

Vitamine A, C und E, Phenole, Anthocyane, Lutein, Lycopin (roter Farbstoff, der auch in Tomaten vorkommt), Phosphor, Kalzium, Magnesium, Kalium, Eisen

Status

anwesend

Literatur
  • Enzyklopädie der Wildobst- und seltenen Obstarten
Geschichte und Geschichten