Gemeine Ochsenzunge (Anchusa officinalis)

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Weitere Namen
Botanischer Name

»Anchusa« von lat.anchusa - eine Pflanze mit rot färbenden Wurzeln (unklare Herkunft), »officinalis« in Apotheken erhältliche heilende Zubereitung, Erstbeschreibung 1753 durch Carl von Linné

Englischer Name

Common Bugloss, Common Alkanet

Familie

Raublattgewächse, Boraginaceae

Verbreitung

Ost- und Mitteleuropa, in westlichen und nördlichen Gegenden eingeschleppt, in Höhenlagen bis etwa 2300m

Wuchs

zweijährig bis kurzlebig ausdauernd, kräftige, außen dunkle Pfahlwurzel, Laubblätter schmal, borstig behaart, auf dem Boden aufliegende Rosette, im zweiten Jahr (selten schon im ersten) mehrtriebiger Blütenstand

Standort

sonnig, eher trockene mäßig nährstoffreiche Böden

Blütezeit

(Mai), Juni, Juli, August, September, Oktober, (November), (Dezember)

Blüte

schneckenförmig aufgewickelter Blütenstand, der sich scheinbar endlos verlängert, Stängel bis zu den Blüten belaubt mit kleiner werdenden rau behaarten schmalen Blättern, auch die Knospen sind rau behaart, nach dem Öffnen der Kelchblätter sind die noch geschlossenen Kronblätter zunächst rötlich, die offenen Blüten sind intensiv blau oder violett (selten rosa oder weiß)

Fruchtreife

Juli, August, September, Oktober, November

Frucht

offener Kelch mit maximal 4 Samen, 2-3mm lang, tropfenförmig mit rauer Oberfläche

Vermehrung

Aussaat direkt nach der Samenreife, Selbstaussaat

Frosthärte

die Rosetten sind frosthart, überwintern meist grün, frieren nur bei anhaltendem Kahlfrost zurück, späte Blütenstände halten kurzfristig leichte Minusgrade aus

Tierische Besucher

Bestäubung durch Honigbienen, verschiedene Hummelarten

Pflege

kaum Pflege nötig, bei passendem Standort samen sich die Pflanzen zuverlässig selbst aus

Verwendbare Teile

Blätter von Jungpflanzen in geringer Menge im Salat, Blüten als Dekoration

Inhaltsstoffe

Pyrrolizidinalkaloid Lycopsamin, Laburnin, Acetyllaburnin

Status

anwesend

Literatur
Geschichte und Geschichten